EP1229299B1 - Geschoss und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

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EP1229299B1
EP1229299B1 EP02000639A EP02000639A EP1229299B1 EP 1229299 B1 EP1229299 B1 EP 1229299B1 EP 02000639 A EP02000639 A EP 02000639A EP 02000639 A EP02000639 A EP 02000639A EP 1229299 B1 EP1229299 B1 EP 1229299B1
Authority
EP
European Patent Office
Prior art keywords
projectile
thread
igniter
external thread
nose fuze
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
EP02000639A
Other languages
English (en)
French (fr)
Other versions
EP1229299A2 (de
EP1229299A3 (de
Inventor
Ralf Aumund-Kopp
Ernst-Wilhelm Altenau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall Waffe Munition GmbH
Original Assignee
Rheinmetall Waffe Munition GmbH
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Publication date
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42—AMMUNITION; BLASTING
    • F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C19/00—Details of fuzes
    • F42C19/08—Primers; Detonators
    • F42C19/0838—Primers or igniters for the initiation or the explosive charge in a warhead

Definitions

  • the invention relates to a projectile with a projectile shell and a front side with the Projectile shell connectable via a screw head fuse according to the characteristics of the preamble of claim 1.
  • the invention further relates to a method for producing such a projectile.
  • the present invention is based on the object, a projectile of the aforementioned Specify type whose head fuse in a simple way by a new Igniter - for example, still in the battle position by the appropriate soldiers exchanges leaves. Furthermore, a method for producing such a projectile be revealed.
  • the invention is based essentially on the idea that between the external thread and the Mundlochgewinde not as hitherto a hardening mass as a sealant, but a permanently elastic sealant is arranged.
  • the permanently elastic Sealant e.g. in viscous form applied to the external thread of the head igniter.
  • the head igniter may then be subsequently or at a suitable later time (For example, after several months) are screwed onto the projectile casing.
  • a suitable later time For example, after several months
  • the use of the permanently elastic sealant also has the advantage that also continue existing head igniter can be used. A change in the Connection between rear-side part of the igniter and igniter tip is therefore not required.
  • Pre-coated head lighters can be bolted to the bullet shell or up to be stored for several years at room temperature.
  • the figure shows the front portion of a spin-stabilized designated 1 artillery projectile.
  • the projectile 1 comprises a projectile casing 2, in which explosives. 3 located and a head igniter 4.
  • the provided with an external thread 5 head igniter 4 is screwed into an internal thread (mouth hole thread) 6 of the projectile casing 2.
  • a permanently elastic sealant. 7 arranged between the threads of the two threads 5, 6 .
  • the permanently elastic sealant 7 is first in viscous Mold on the external thread 5 of the Kopfzünders 4 and / or on the Mundlochgewinde 6 of the projectile casing 2 applied. Only the thread has to be pre-coated should be, clean and fat-free. Subsequently, the precoated Head igniter 4 are then bolted immediately to the projectile casing 2.

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gasket Seals (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Geschoß mit einer Geschoßhülle und einem vorderseitig mit der Geschoßhülle über eine Schraubverbindung verbindbaren Kopfzünder nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Geschosses.
Artilleriegeschosse werden häufig ohne Kopfzünder an den jeweiligen Beschaffer der entsprechenden Munition ausgeliefert, wobei anstelle des Zünders eine sogenannte Heberingverschlußschraube in das Innengewinde (Mundlochgewinde) der Geschoßhülle eingeschraubt wird. Zur Vermeidung von Korrosion wird das Gewinde mit Silikonfett großzügig eingestrichen. Die Abdichtung gegen Feuchtigkeit erfolgt durch einen flachen Gummiring. Die massive Heberingverschlußschraube kann stets mit ausreichendem Drehmoment angezogen werden, so daß sich eine zuverlässige Dichtung zum Geschoßinneren ergibt. Das Einschrauben des Kopfzünders in die Geschoßhülle erfolgt erst unmittelbar vor dem Geschoßeinsatz, z.T. sogar erst direkt vor der Schußabgabe in der Feuerstellung, so daß die Auswahl des Zünders (Zeitzünder, Betonbrechzünder etc.) an die spezifischen Bedürfnisse des jeweiligen Einsatzfalles ausgerichtet werden können. Siehe z.B. US 3 547 036.
Im Zusammenhang mit neuen Logistikkonzepten wird zunehmend gefordert, Artilleriegeschosse bereits mit einem Kopfzünder versehen an den jeweiligen Kunden auszuliefern. Der Zünder muß daher neben seiner bisherigen Funktion, das Geschoß im Zielgebiet zu zünden bzw. zur Wirkung zu bringen, zusätzlich auch die Funktion, das Geschoß bei Lagerung und Transport gegen eindringende Feuchtigkeit zuverlässig abzudichten, übernehmen, wobei die Verbindung den üblichen Beanspruchungen (Temperaturwechsel, Vibrationen etc.) standhalten muß. Dieses wird derzeit dadurch erreicht, daß zur Abdichtung handelsübliche anaerob aushärtende Dichtmittel verwendet werden, die z.T. gleichzeitig auch als Sicherungsmittel wirken. Dabei wird das jeweilige Dicht- oder Sicherungsmittel vor dem Zusammenschrauben auf das Außengewinde des Kopfzünders aufgetragen. Siehe z.B. EP 0 633 448.
Nachteilig ist bei diesen mit einem vormontierten Kopfzünder versehenen Geschossen allerdings, daß eine Demontage des Zünders nach dem Aushärten des Dichtmittels kaum mehr möglich ist, weil die Klebkraft im Gewinde so hoch ist, daß ein zerstörungsfreies Lösen des Kopfzünders in der Regel nicht möglich ist. Denn die heute üblicherweise verwendeten Kopfzünder weisen zwar ein stark beanspruchbares Außengewinde auf, doch erfolgt die Verbindung zwischen dem heckseitigen in der Geschoßhülle liegenden Teil des Zünders und der Zünderspitze ebenfalls über eine Schraubverbindung, die beim Abschrauben des Zünders aufgrund der großen Losdrehmomente relativ leicht beschädigt werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Geschoß der eingangs erwähnten Art anzugeben, dessen Kopfzünder sich auf einfache Weise durch einen neuen Zünder -beispielsweise noch in der Gefechtsstellung durch die entsprechenden Soldatenaustauschen läßt. Ferner soll ein Verfahren zur Herstellung eines derartigen Geschosses offenbart werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß hinsichtlich des Geschosses durch die Merkmale des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Anspruchs 2 gelöst. Eine weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung offenbart der Unteranspruch.
Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, daß zwischen dem Außengewinde und dem Mundlochgewinde nicht wie bisher eine aushärtende Masse als Dichtmittel, sondern ein dauerelastisches Dichtmittel angeordnet wird. Hierzu wird das dauerelastische Dichtmittel z.B. in zähflüssiger Form auf das Außengewinde des Kopfzünders aufgetragen. Der Kopfzünder kann dann anschließend oder zu einem geeigneten späteren Zeitpunkt (z.B. noch nach mehreren Monaten) auf die Geschoßhülle aufgeschraubt werden. Dadurch wird der Gewindespalt zwischen Zünderaußen- und Geschoßinnengewinde vollständig ausgefüllt und ergibt eine gute Dichtwirkung, ohne die Lösbarkeit des Kopfzünders negativ zu beeinflussen.
Die Verwendung des dauerelastischen Dichtmittels weist ferner den Vorteil auf, daß auch weiterhin bereits vorhandene Kopfzünder verwendet werden können. Eine Änderung der Verbindung zwischen heckseitigem Teil des Zünders und Zünderspitze ist daher nicht erforderlich.
Als besonders vorteilhaft haben sich in der Praxis dauerelastische Dichtmittel erwiesen, die auch noch bei einer Temperatur von -50 °C elastisch bleiben.
Vorbeschichtete Kopfzünder können sofort mit der Geschoßhülle verschraubt oder bis zu mehreren Jahren bei Raumtemperatur eingelagert werden.
Wie sich in der Praxis ebenfalls gezeigt hat, weisen dauerelastische Dichtmittel im Gewindespalt gute Dämpfungseigenschaften auf, so daß gegebenenfalls beim Transport der entsprechenden Munition auftretende Vibrationen nicht zum Lösen der Schraubverbindung führt.
Außerdem hat sich gezeigt, daß nach vollständigem Lösen der Schraubverbindung zwischen Geschoßhülle und Kopfzünder die zu verschraubenden Elemente je nach Produkt mehrmals wieder zusammengeschraubt werden können, ohne daß die Dichtwirkung verloren geht.
Schließlich läßt sich bei Verwendung eines dauerelastischen Dichtmittels auch eine Umarbeitung bereits im Depot vorhandener, mit Heberingverschlußschrauben versehener Geschosse in Geschosse mit Kopfzünder auf einfache Weise realisieren. Denn während das Abdichten eines Kopfzünders mittels eines aushärtenden Dichtmittels voraussetzt, daß beide Gewinde sauber und fettfrei sein müssen und daher insbesondere nach Ausschrauben der Heberingverschlußschraube das stets am Mundlochgewinde befindliche Silikonfett auf relativ aufwendige Weise beseitigt werden muß (weil anderenfalls der Aushärtungsvorgang durch das Silikonfett beeinflußt werden kann), ist eine derartige Beseitigung des Silikonfettes im Falle der Verwendung eines dauerelastischen Dichtmittels nicht erforderlich. Vielmehr muß lediglich das Gewinde, auf welches das Dichtmittel aufgebracht werden soll (in der Regel das Außengewinde des Kopfzünders), sauber und fettfrei sein.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden anhand einer Figur erläuterten Ausführungsbeispiel.
Die Fig. zeigt den vorderen Bereich eines drallstabilisierten mit 1 bezeichneten Artilleriegeschosses. Das Geschoß 1 umfaßt eine Geschoßhülle 2, in welcher sich Sprengstoff 3 befindet, und einen Kopfzünder 4. Der mit einem Außengewinde 5 versehene Kopfzünder 4 ist in ein Innengewinde (Mundlochgewinde) 6 der Geschoßhülle 2 eingeschraubt. Zwischen den Gewindegängen der beiden Gewinde 5, 6 ist ein dauerelastisches Dichtmittel 7 angeordnet.
Wie der Fig. ebenfalls zu entnehmen ist, setzt sich der Kopfzünder 4 aus einer Zünderspitze 8 und einem Zünderheck 9 zusammen, welches eine Verstärkerladung 10 umschließt. Zünderheck 9 und Zünderspitze 8 sind über eine relativ schwache Gewindeverbindung 11 miteinander verbunden, die über eine Verdrehsicherung 12 gesichert ist.
Zur Herstellung des Geschosses 1 wird zunächst das dauerelastische Dichtmittel 7 in zähflüssiger Form auf das Außengewinde 5 des Kopfzünders 4 und/oder auf das Mundlochgewinde 6 der Geschoßhülle 2 aufgetragen. Dabei muß nur das Gewinde, das vorbeschichtet werden soll, sauber und fettfrei sein. Anschließend kann der vorbeschichtete Kopfzünder 4 dann sofort mit der Geschoßhülle 2 verschraubt werden.
Bezugszeichenliste
1
Geschoß, Artilleriegeschoß
2
Geschoßhülle
3
Sprengstoff
4
Kopfzünder
5
Außengewinde, Gewinde
6
Innengewinde, Mundlochgewinde, Gewinde
7
dauerelastisches Dichtmittel
8
Zünderspitze
9
Zünderheck
10
Verstärkerladung
11
Gewindeverbindung
12
Verdrehsicherung

Claims (3)

  1. Geschoß mit einer Geschoßhülle (2) und einem vorderseitig mit der Geschoßhülle (2) über eine Schraubverbindung verbindbaren Kopfzünder (4), wobei der Kopfzünder (4) ein Außengewinde (5) und die Geschoßhülle (2) ein Mundlochgewinde (6) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Außengewinde (5) und dem Mundlochgewinde (6) ein dauerelastisches Dichtmittel (7) angeordnet ist.
  2. Verfahren zur Herstellung eines Geschosses nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dauerelastische Dichtmittel (7) vor dem Verschrauben von Kopfzünder (4) und Geschoßhülle (2) auf das Außengewinde (5) des Kopfzünders (4) und/oder auf das Mundlochgewinde (6) der Geschoßhülle (2) aufgebracht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfzünder (4) nach dem Beschichten des Außengewindes (5) mit einem dauerelastischen Dichtmittel (7) bis zu seiner bestimmungsgemäßen Verwendung eingelagert wird.
EP02000639A 2001-01-31 2002-01-11 Geschoss und Verfahren zu seiner Herstellung Expired - Lifetime EP1229299B1 (de)

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