EP0259680A1 - Schiff mit einem an seinem Heck angeordneten Propeller und Verfahren zum Betrieb des Schiffes - Google Patents
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Definitions
- the operating position of the ship shown in FIG. 1 corresponds to a normal position predetermined for navigating deep waters, in which the deck section 12 of the ship, shown in the drawing by a straight line, runs parallel to the water line W.
- Fig. 2 the hull is shown in a predetermined to be described trim position l ⁇ to navigate shallow waters, in which the deck section l2 is inclined towards the water line W forward.
- the hull 1 is delimited downwards by a keel line K extending over the length of the ship, which, in the normal position of the ship shown in FIG. 1, has an inclination towards the horizontal falling from the bow 2 towards the stern.
- the hull l therefore has at its stern end with respect to the normal position of the ship corresponding water line W a draft T3, which is greater than the corresponding draft T1 measured at its bow end.
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Schiff mit einem an seinem Heck angeordneten Propeller, der mit einem im Schiffsinnern angeordneten Antriebsmotor gekoppelt ist, und einem nach unten durch eine Kiellinie begrenzten Schiffskörper, der eine Einrichtung zum Einstellen unterschiedlicher Eintauchtiefen des Propellers enthält.
- Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb des Schiffes.
- Es sind Schiffe bekannt, insbesondere solche mit einem langsamlaufenden Antriebsmotor und einem Propeller mit grossem Durchmesser, bei denen der grösste Durchmesser und die grösste Eintauchtiefe des Propellers hauptsächlich durch den für dessen Auslegung massgebenden Tiefgang des Schiffes begrenzt sind, der für das Befahren von Gewässern geringer Tiefe, z.B. in Hafeneinfahrten und in Küstennähe, bemessen und damit lediglich während eines Bruchteils der Betriebszeit des Schiffes relevant ist. Entsprechend kann der Propeller nicht auf die während des weitaus grössten Teils der Betriebszeit bestehenden Bedingungen optimiert werden, welche aufgrund der fehlenden Tiefenbeschränkung ohne weiteres die Verwendung eines hinsichtlich des Antriebswirkungsgrads und der Kraftstoffersparnis optimierten Propellers mit wesentlich grösserem Durchmesser zulassen würden.
- Bei einem aus der DE-OS 33 03 554 bekannten Schiff der eingangs genannten Art ist ein Propeller mit grösserem Durchmesser auf einer schwenkbaren Propellerwelle angeordnet, die zwischen einer zum Befahren von tiefen Gewässern bestimmten unteren Arbeitsstellung und einer zum Befahren von Gewässern geringer Tiefe bestimmten, inaktiven oberen Stellung verstellt werden kann. In der unteren Arbeitsstellung liegt die Propellernabe unterhalb der Kiellinie. In der oberen, inaktiven Stellung liegt die Propellernabe oberhalb der Kiellinie, und die Propellerflügel werden in dieser Stellung arretiert. Die bekannte Propelleranordnung erfordert einerseits eine relativ aufwendige Lagerung und Steuerung der Propellerwelle, andererseits muss zum Befahren von Gewässern geringer Tiefe das bekannte Schiff durch einen Hilfsantrieb angetrieben und gesteuert werden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein in dieser Hinsicht verbessertes Schiff zu schaffen, welches mit geringem Aufwand, insbesondere ohne zusätzliche mechanische Steuermittel und ohne Unterbrechung der Leistungsübertragung, eine von Tiefgangsbeschränkungen weitgehend freie Optimierung des Durchmessers und der Eintauchtiefe des Propellers hinsichtlich einer Erhöhung des Propellerwirkungsgrades gestattet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das hintere Ende des Schiffskörpers, bezogen auf die Schwimmwasserlinie, die einer zum Befahren tiefer Gewässer vorbestimmten Normallage des Schiffes entspricht, mit einem grösseren Tiefgang ausgeführt ist als das vordere Ende des Schiffskörpers, und dass als Einrichtung zum Einstellen der Eintauchtiefe des Propellers eine zum Trimmen des voll beladenen Schiffes ausgelegte Trimmeinrichtung vorgesehen ist, die ein Absenken des vorderen Endes und ein entsprechendes Anheben des hinteren Endes des Schiffskörpers um ein vorbestimmtes Mass bezüglich der Schwimmwasserlinie gestattet.
- Das erfindungsgemässe Verfahren zum Betrieb des Schiffes besteht darin, dass vor dem Befahren von Gewässern geringer Tiefe das Schiff aus der zum Befahren von tiefen Gewässern vorbestimmten Normallage durch Trimmung bugseitig um ein vorbestimmtes Mass bezüglich der Schwimmwasserlinie abgesenkt und heckseitig um ein entsprechendes Mass bezüglich der Schwimmwasserlinie angehoben und in dieser Trimmlage gehalten wird, und dass zum Befahren von tiefen Gewässern das Schiff durch entsprechend entgegengesetzte Trimmung aus dieser Trimmlage in die Normallage zurückgeführt und in dieser Normallage belassen wird.
- Die erfindungsgemässe Ausführung des Schiffes ermöglicht auf besonders einfache Weise die Einstellung der jeweils erforderlichen Eintauchtiefe des Propellers, der einen um das Mass der Anhebung des hinteren Schiffsendes grösseren Durchmesser aufweisen kann als bisherige, am Heck feststehend gelagerte Propeller. Zusätzlich wird eine Verbesserung der Unterwasserform des Schiffskörpers erzielt, indem die gegenüber bisherigen Schiffen nach unten verlängerte Kielpartie eine verbesserte Anströmung des relativ tief angeordneten Propellers gewährleistet.
- Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
- Die Ausführung nach Anspruch 2 ermöglicht eine Trimmung des beladenen Schiffes bzw. die Beibehaltung der entsprechenden Trimmlage des Schiffes, z.B. während der Beladung, durch Verlagerung von Brennstoff allein oder in Verbindung mit den in bekannter Weise flutbaren Ballasttanks.
- Nach der im Anspruch 3 hervorgehobenen Ausführungsform kann das Schiff in der Trimmlage mit zur Schwimmwasserlinie parallel verlaufender Kiellinie gehalten werden.
- Die Ausgestaltung des heckseitigen Endabschnitts des Schiffskörpers gemäss Anspruch 5 ermöglicht eine über die Höhe der Spantquerschnitte optimale Verteilung der jeweiligen Querschnittsteilflächen und damit eine gegenüber bisherigen Ausführungen verbesserte Anströmung des Propellers. Dadurch können insbesondere geringere Lastschwankungen an Propeller und eine Verbesserung des Wirkungsgrades erzielt werden.
- Im Zusammenhang mit einem Schiffskörper mit horizontaler Kiellinie ist zwar aus der DE-PS 545 3ll eine Hinterschiffsform bekannt, die im entsprechenden Endabschnitt durch annähernd birnenförmig verlaufende Spantlinien bestimmt ist. Diese bekannte Ausgestaltung der Hinterschiffsform führt jedoch nicht zu einer mit der Wirkung der Ausgestaltung nach Anspruch 5 vergleichbaren Verbesserung der Propelleranströmung, welche die erfindungsgemäss nach unten verlängerte Kielpartie und die entsprechend tiefere Einbaulage des Propellers voraussetzt.
- Weitere Merkmale ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung. Es zeigen:
- Fig. l ein erfindungsgemäss ausgebildetes Schiff in einer ersten Betriebslage in einer Seitenansicht,
- Fig. 2 das Schiff nach Fig. l in einer zweiten Betriebslage, und
- Fig. 3 einen Teilschnitt des Schiffskörpers entsprechend der Linie III-III in Fig. l.
- Das in der Zeichnung dargestellte Schiff weist einen Schiffskörper l mit einem Bug 2 und einem Heck 3 auf. Am Heck 3 sind ein Steuerruder 4 und ein Propeller 5 angeordnet, der über eine Welle 6 mit einem im Schiffsinnern angeordneten Antriebsmotor 7 gekoppelt ist. Der durch Querschotten ll unterteilte Schiffskörper l enthält zwei heckseitig angeordnete Kraftstofftanks 8, von denen in den Figuren l und 2 jeweils nur einer sichtbar ist, und einen bugseitig angeordneten Kraftstofftank 9, der mit den Kraftstofftanks 8 in bekannter, nicht dargestellter Weise verbindbar ist. In den Figuren l und 2 sind die durch eine strichpunktierte Linie angedeutete Schiffsmitte M und der Auftriebsschwerpunkt A sowie die Schwimmwasserlinie W dargestellt.
- Die in der Fig. l dargestellte Betriebslage des Schiffes entspricht einer zum Befahren tiefer Gewässer vorbestimmten Normallage, in der die in der Zeichnung vereinfacht durch eine gerade Linie dargestellte Deckpartie l2 des Schiffes parallel zur Wasserlinie W verläuft. In der Fig. 2 ist der Schiffskörper in einer zum Befahren von Gewässern geringer Tiefe vorbestimmten, noch zu beschreibenden Trimmlage lʹ dargestellt, in der die Deckpartie l2 gegen die Wasserlinie W nach vorne geneigt verläuft. Der Schiffskörper l ist durch eine über die Schiffslänge verlaufende Kiellinie K nach unten begrenzt, die in der in Fig. l dargestellten Normallage des Schiffes eine vom Bug 2 gegen das Heck abfallende Neigung gegen die Horizontale aufweist. Der Schiffskörper l weist daher an seinem heckseitigen Ende bezüglich der der Normallage des Schiffes entsprechenden Schwimmwasserlinie W einen Tiefgang T₃ auf, der grösser ist als der entsprechende, an seinem bugseitigen Ende gemessene Tiefgang T₁.
- Zum Befahren von Gewässern geringer Tiefe, z.B. vor dem Einfahren in Küstengewässer und in Häfen, wird durch im Schiffskörper l vorgesehene, nicht dargestellte, an sich bekannte Fördermittel Kraftstoff aus den heckseitigen Kraftstofftanks 8 in den bugseitigen Kraftstofftank 9 gefördert, wodurch die Bugpartie des Schiffskörpers l um den Auftriebsschwerpunkt A abgesenkt und die Heckpartie um ein entsprechendes, vorbestimmtes Mass, beispielsweise um l m bei einer Schiffslänge von ca. l80 m, angehoben wird, bis der Schiffskörper l die in der Fig. 2 dargestellte Trimmlage lʹ einnimmt. Der Neigungswinkel der Kiellinie K bezüglich der Schwimmwasserlinie W kann so bemessen sein, dass die Differenz zwischen dem heckseitigen Tiefgang T₃ und einem im Bereich des Auftriebsschwerpunkts A gemessenen mittleren Tiefgang T₂ des Schiffskörpers l dem erwähnten vorbestimmten Mass der Anhebung der Heckpartie entspricht, so dass sich die Kiellinie K in der in Fig. 2 dargestellten Trimmlage lʹ des Schiffskörpers l im wesentlichen parallel zur Schwimmwasserlinie W einstellt. Der mittlere Tiefgang T₂ entspricht dem für das Befahren von Gewässern geringer Tiefe zulässigen Konstruktionstiefgang des Schiffes. Bei der Trimmung des Schiffes wird der Auftriebsschwerpunkt A aus seiner optimalen Position (Fig. l) nach vorne in eine der Trimmlage lʹ entsprechende Position Aʹ (Fig. 2) bewegt. Diese geringfügige, in der Zeichnung übertrieben dargestellte Verschiebung kann zugelassen werden, da davon ausgegangen werden kann, dass die Navigation in Gewässern geringer Tiefe bei reduzierter Geschwindigkeit erfolgt.
- Die heckseitigen Kraftstofftanks 8 sind mit einem solchen Volumen ausgelegt, dass sie jederzeit die jeweils im bugseitigen Kraftstofftank 9 befindliche Kraftstoffmenge aufnehmen können. Zusätzlich zu den Kraftstofftanks 8 können in an sich bekannter Weise auch weitere, nicht dargestellte Kraftstoff-Tankräume, vorzugsweise im Hinterschiff, vorgesehen sein. Falls die in den heckseitigen Kraftstofftanks 8 verfügbare Kraftstoffmenge für die beschriebene Trimmung des Schiffes nicht ausreicht, etwa bei weitgehend verbrauchtem Kraftstoffvorrat, kann eine entsprechende Trimmung durch Fluten eines im Bugraum angeordneten Ballasttanks l4 erfolgen. Um die Einhaltung der Normallage des Schiffes auch bei reduzierter Kraftstoffmenge zu gewährleisten, kann auch in der Heckpartie ein entsprechend bemessener, flutbarer Ballasttank l0 vorgesehen sein.
- Die Form des Schiffskörpers l ist durch über die Schiffslänge verteilt angenommene Spantquerschnittsflächen l5 bestimmt, die entsprechend der vorbestimmten Lage des Verdrängungsschwerpunkts A des in der Normallage des Schiffskörpers l ausgebildet sind. In der Fig. 3 ist eine der Spantquerschnittsflächen l5 dargestellt, welche dem heckseitigen Endabschnitt des Schiffskörpers l zugeordnet sind. Wie dieser Darstellung zu entnehmen ist, können die im Bereich der axialen Stirnprojektion des strichpunktiert angedeuteten Propellerkreises l7 liegenden Bereiche l5a der Spantquerschnittsflächen l5 so ausgebildet sein, dass die durch sie bestimmte Partie des heckseitigen Endabschnitts des Schiffskörpers l annähernd die Form eines dem Propellerkreis l7 vorgelagerten Verdrängungskörpers erhält. Aufgrund der in der Normallage des Schiffes relativ tiefen Einbaulage des Propellers 5 können die Flächenbereiche l5a im Sinne einer Vergleichmässigung der Anströmung des Propellers 5 über einen grossen Teil seines Umfanges optimiert werden.
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