DEV0008125MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. November 1954 Bekanntgemacht am 6. Dezember 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
In deir USA.-Patentschrift 2 573 677 ist die Herstellung
von Calciumsilicatpigmenten beschrieben, die durch eine Reihe von Verfahrensstufen erfolgt,
nämlich erstens Herstellen, einer wäßrigen Lösung eines Calciumchlorid-Stärke-Gemisches, zweitens
Verdünnen dieser Lösung mit Wasser und drittens Vermischen, der verdünntem Lösung mit einer
wäßrigen Natriums ilicat lösung, wodurch das. Pigment ausfällt. Die nach, diesem Verfahren hergestellten
Pigmente und Füllstoffe sind für viele Zwecke verwendbar, einschließlich der Verarbeitung
als Zusätze für Kautschukmassen, in Farben, in Papier und in keramischen Erzeugnissen.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Pigmente in solche mit einzigartigen und für gewisse Zwecke
einschließlich, der Papierherstellung vorteilhaften Eigenschaften umwandeln kann, indem man die
nach dieser Patentschrift hergestellten Pigmente mit Aluminiumsulfat nachbehandelt. Durch die
Nachbehandlung mit Aluminiumsulfat erhält man ein Endprodukt, dessen, wäßrige Aufschlämmung
einen pH-Wert zwischen 3,5 und 10 hat.
Die nachfolgenden Beispiele zeigen Einzelheiten der an sich, bekannten Herstellung des Calciumsilicatpigments
und seiner erfindungsgemäßen Nachbehandlung, jedoch ist dfre Erfindung nicht auf diese
Ausführungsfoirmen beschränkt.
In diesem Beispiel wird ein, Verfahren erläutert,
nach dem das verbesserte Pigment in einer üblichen Papierfabrik hergestellt und verarbeitet werden
kann.
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V 8125 IVaI22 f
363 kg Calciumchlorid in Flockenform wurden in Wasser zu einer 45gewichtsprozen,tigen Lösung
gelöst, die man danach auf 25° abkühlen ließ. Weiter. wurden 13,6 kg Kartoffelstärke in ebensoviel
Wasser dispergiert. Diese Aufschlämmung gab man zu der gekühlten Calciumchloridlösung und
rührte das Gemisch so· lange, bis die Stärke völlig verkleistert war, worauf man die Mischung ohne
Rühren während. 20 Stunden, ausreagieren ließ. Da,-
IQ. nach wurde das Gemisch in, ein großes, für rasches
Rühren eingerichtetes Gefäß gefüllt und, mit so> viel kaltem Wasser versetzt, daß die entstehende
Lösung 10 Ge\vichtspro'zent Calciumchlorid, berechnet
als diei ursprünglich, zugegebene Menge und bezogen auf die Gesamtlösung, enthielt.
2130 kg einer üblichen Wasserglaslösuhg mit
einem Verhältnis von Na2O zu SiO2 = 1 : 3,25
und 39 Gewichtsprozent Feststoffen (Na2 O + Si O2)
wurden in einen, gesonderten Behälter gegeben und mit Wasser zu'einer iogewichtspiOzentigen Lösung
verdünnt. Diese Natriumsilicatlösung wurde langsam und, unter ljlöglichst starkem Rühren zu der
calciumchloridhaltigen Lösung gegeben. Nach Abschluß
der Natriumsilicaitz'ugabe'wurde das Rühren
noch 45 Minuten lang fortgesetzt.·■..
Zu diesem nach, dem Verfahren der USA.-Patentschrift: h org es tel 1 ten. C al ei ums i 1 i catp igmeht s chi a m m
gab' man unter fortgesetztem Rühren - hoch eine 54 bis 6o° warme, -4Ogewich(t:sprozentige wäßrige
Aluminiumsulfatlösung, die 45 kg Aluminiumsulfat enthielt, wodurch ein Pigment nach vorliegender
Erfindung erhalten wurde. Beim Dispergieren dieses Pigments in Wasser erhielt man, ein Gemisch
mit einem pH-Wert von 9,5. " " ...
Die nachfolgenden Beispiele 2 bis 5 erläutern die an sich bekannte Herstellung und, die erfindungsgemäße
Nachbehandlung .des .Pigments in einer
Versuchsanlage.
B e i s ρ i e 1 2
i,43 kg wasserfreies Calciumchlorid wurden in
i,7S 1 Wasser zu einer 45gewichtsprozentigen Lösung gelöst, die man dann auf Zimmertemperatur'abkühlen
ließ. Ferner schlämmte man 0,07 kg Kartoffelstärke in 100 ecm 49 ° warmen Wassers
auf und gab diese Aufschlämmung zu der gekühlten Calciumchloridlösung. Das Ganze ließ man dann
etwa, 20 Stunden lang stehen und verdünnte zuletzt mit 11,3 1 Wasser.
Weiterhin, wurde ein Gemisch aus 28,6 kg Wasser und, 10,3 kg üblicher Wasserglaslösung mit
einem Verhältnis von Na2O zu SiO2 = 1 : 3,25 und
mit einem Feststoff gehalt (Na2O + SiO2) von
37,5 Gewichtsprozent hergestellt. Dieses Gemisch wurde langsam unter kräftigem Rühren der obengenannten
Lösung beigemischt, die das Calciumchlo'ridrStärke-Getnisch enthielt, das aus der
wäßrigen, Calciumchloridlösung und der wäßrigen Stärkeauf schlämmung bereitet worden war. Bei
diesem Verfahren, entstanden etwa, 4,54 kg eines
Pigments, wie es in der USA.-Patentschrift 2 573 677 beschrieben ist.
Dem dieses Pigment enthaltenden -Schlamm- gab
man nun ' unter kräftigem Rühren 4,1 kg lufttrockenes
Aluminiumsulfat in Form einer 40ge-: wichtsprozentigen wäßrigen,"Lösung zu. Nach Zugabe der Aluminiumsulfaitlösung zeigte das
Gemisch einen pH-Wert von ,3,6." Das Pigment
wurde dann, von, der Flüssigkeit abgetrennt und mit
so viel Wasser gewaschen, wiei etwa dem Dreifachen
des Wassers in dem Reaktionsgetmisch entsprach,
aus dem das Pigment gefällt worden war. Nach Trocknen und erneutem Dispergieren des
Pigments in Wasser zu einem Brei mit 10 Gewichtsprozent
Feststoffen, erhielt man einen Schlamm mit dem pH-Wert 3,95·
".' ·, ',Beispiel 3
■ Das in diesem Beispiel 'angewandte Verfahren
war dasselbe wie bei Beispiel 2, nur daß hier das Aluminiumsulfat in Form eines trockenen Pulvers
statt einer 4pgewichtsprozentigen wäßrigen Lösung zugegeben wurde, und zwar in einer Menge von
.2,95 kg. . Das Reaktionsgemisch, in, dem das Pigment: durch Umsetzung zwischen, dem Aluminiumsulfat
und, dem Stärke-Calciumsilicat-Gemisch
entstand, hatte einen pH-Wert von 4,5. Nach
dem Waschen, Trocknen, und erneuten Dispergieren -..
in Wasser zu, einem iogewichtsprozentigen Brei zeigte dieses Gemisch einen pH-Wert von 5,05.
.;..,; Beispiel 4
In diesem Beispiel wurde das Verfahren, des Beispiels
3 wiederholt, mit dem Unterschied, daß die Menge des. verwendeten Aluminiumsulfats 2,55 kg
betrug;; Der J>H-Wert des Gemisches, in dem das
Pigment nach der Umsetzung mit dem Aluminiumsulfat vorlag, betrug vor dem Waschen. 6,4. Nach
dem Waschen, und erneutem ,Dispergieren: des
Pigments zu einem 10 Gewichtsprozent Feststoffe enthaltenden Brei hatte das Gemisch den pH-Wert
6,58.
Bei diesem Beispiel wurde das Verfahren, des Beispiels 3 wiederholt, jedoch, betrug die Menge
dies angewandten Aluminkimsulfats 2,27 kg. Der pH-Wert des Gemisches, in dem das Pigment nach
der Umsetzung mit Aluminiumsulfat: vorlag, betrug vor dem Waschen 8, nach dem Waschen und Dispergieren, des Pigments zu, einem 10 Gewichtsprozent
Feststoffe enthaltenden: Brei 8,42.
Zur Herstellung anderer, in den Rahmen, der vor- ,
liegenden Erfindung fallender Pigmente kann, man die vorstehend beschriebanien besonderen, Arbeitsweisen,
noch, in verschiedener Art abändern.. Derartige Pigmente erhält man, indem man als Ausgangsstoffe
die in der USA.-Patentschrift 2 573 677 ■ ;
beschriebenen Stoffe wählt, Im allgemeinen werden, die Pigmente nach jenem Patent dadurch hergestellt,
daß man, zuerst aus Calciumchlorid und Stärke in wäßrigem Medium bei etwa 20 bis 250
ein CalciumchloridrStärke-Gemisch herstellt, das mindestens etwa , 25 Gewichtsprozent Calciumchlor
id, bezogen .auf; das Gesamtgewicht des
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Wassers und des Calciumchlorids, und etwa 1,58
bis etwa 15,8 Gewichtsprozent Stärke, bezogen auf das Gewicht des Calciumchlorids, enthält. Das
Reaktionsgemiscli wird. dann, mit Wasser verdünnt, bis es nicht mehr als 7,2 Gewichtsprozent gebundenes
Calcium, bezogen auf das Gewicht des angewandten Calciumchlorids und Wassers, enthält.
Das verdünnte Gemisch wird dann mit einer wäßrigen, Natriumsilicatlösuing umgesetzt, die nicht
mehr als 30 Gewichtsprozent gebundenes Natriumoxyd, und, Siliciumdio'xyd in einem solchen Verhältnis
zueinander enthält, daß die sich umsetzenden Gemische im wesentlichen 1 Grammatom
gebundtenes Calcium auf 3 Mol gebundenes Siliciumdioxyd ergeben, wobei ein Pigment entsteht, wie es
in der USA.-Patentschrift beschrieben ist. Die verwendete Stärke kann sehr verschieden sein;
beispielsweise kann man Kartoffel-, Mais-, Weizenoder Reisstärke usw. dafür nehmen.
Bei der Erzeugung eines Pigments nach der USA.-Patentschrift: 2 573 677, das als Ausgangsstoff
für die Weiterverarbeitung zu den erfindungsgemäßen Pigmenten, und/ Füllstoffen geeignet ist,
wird das Calciumchlorid-Stärke^-Gemisch jedoch
vorzugsweise aus Reaktionsgemischen mit minde^ stens etwa. 35 Gewichtsprozent Calciumchlorid,
bezogen, auf das Gesamtgewicht des Wassers und des Caloiumschloods, und mit etwa 3,15 bis
6,3 Gewichtsprozent Stärke, bezogen, auf das Gewicht des Calciumschloirids, hergestellt. Das
Gemisch, wird mit: Wasser verdünnt, bis es zwischen 1,8 und 5,4 Gewichtsprozent gebundenes
Calcium, bezogen auf das Gewicht des verwendeten Calciumchlorids und des Wassers, enthält. Dieses
verdünnte Gemisch wird dann mit einer wäßrigen Natriumsilicatlösung umgesetzt, die ein, molares
Verhältnis von Na2O zu SiO2 von mindestens etwa
ι :3 aufweist und 5 bis 15 Gewichtsprozent gebundenes
Natriumo'xyd und Siliciumdioxyd enthält.
Claims (2)
1. Verfahren, zur Nachbehandlung eines Calciumsilicatpigments, das in bekannter Weise
durch Versetzen einer wäßrigen Calciumchlonidlösung
mit einer wäßrigen Stärkeanschlämmung und Umsetzung des Produktes mit einer
Natriumsilicatlösung1 erhalten wurde, dadurch gekennzeichnet, daß der so erhaltene Calciumsilicatpigmentschlamm
mit festem oder gelöstem Aluminiumsulfat versetzt wird.
2. Verfahren nach, Anspruch, 1, dadurch, gekennzeichnet,
daß der Nachbehandlung· mit Aluminiumsulfat ein, C al ei um si licatpigm entschlamm
unterworfen, wird, der in bekannter Weise durch Umsetzen, eines wäßrigen, Caiciumchlorid-Stärke-Gemisohes,
das nicht mehr als 7,2, vorzugsweise 1,8 bis 5,4, Gewichtsprozent gebundenes Calcium enthält, mit einer wäßrigen
Natriumsilicatlösung, die nicht mehr als 30, vorzugsweise 5 bis 15, Gewichtsprozent
Natriumoxyd und Siliciumdioxyd zusammen enthält, erhalten, wurde.
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