DEV0007999MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 4. November 1954 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Infrarottrocknungsanlagen, in denen das1 Trockengut
ein Strahlerfeld kontinuierlich durchläuft, sind für Gegenstände verschiedener Art bekannt. Sie
haben gegenüber den Konvektionstrockenöfen den Vorteil, daß der Trocknungsvorgang in wesentlich
kürzerer Zeit durchgeführt wird.
Die Anwendung der Infrarottrocknung bei Farb-
und Bleistiftminen scheiterte bisher daran, daß diese Gegenstände infolge ihrer Form außerordentlich
ίο empfindlich gegen Verziehen und Rißbildung sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung,
in der das Trocknen von Färb- und Bleistiftminen gleichmäßig und intensiv im Infrarotstrahlerfeld
durchgeführt wird, ohne das Rißbildung und Verziehung auftritt.
Die Ursachen für das Verziehen und Reißen von Gegenständen, besonders bei intensivem Trocknen,
sind in inneren Spannungen zu suchen, die sich aus unterschiedlichen Temperaturen und ungleichmäßigem
Feuchtigkeitsgehalt ergeben. Es war bei ao der Trocknung von Holz, insbesondere mittels Berührungsheizflächen, an sich vorbekannt, das Holz
von außen so einzuspannen, daß seinem Verziehen und Reißen durch die Einspannung entgegengewirkt
wird und auch bei der Trocknung von Schuhen mittels Bestrahlung war das Aufspannen auf Leisten,
die während des Trockenvorganges im Schuh verbleiben, während er von außen bestrahlt wird,
vorbekannt. Doch müssen im vorliegenden Fall sowohl Einspannung wie Bestrahlung der Minen
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V7999X/82 a
von außen erfolgen. Erfindungsgemäß werden eine Verspannung und ein Reißen der Minen dadurch
. . vermieden, daß die Minen während des Trocknungsvorganges in muldenartigen, ihrem Querschnitt angepaßten,
nach oben offenen Aufnehmern verbleiben, wobei sie durch Stäbe aus strahlungsdurchlässigem
Material abgedeckt und so zwangläufig in ihrer ursprünglichen Form gehalten werden und
durch gleichmäßige, . allseitige Erwärmung ein
ίο nennenswertes Temperaturgefälle sowie ein schnelleres
Austrocknen der äußeren Schichten verhindert werden.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dar-
- gestellt. Es zeigt ■ ■
Abb. ι die Trocknungsanlage in der Längsansicht,
Abb. 2 und 3 die besondere Ausbildung der Aufnehmer, in denen die Minen fortlaufend durch die
Tro'cknungszone geführt werden, im Schnitt und
in Ansicht. :
Der Transport der Minen erfolgt mittels des Transportbandes 3, das sich aus den muldenartig
geformten, aus Aluminiumblech hiergestellten Aufnehmern 7 zusammensetzt.
Die Beschickungsvorrichtung 1 enthält eine Drückeinrichtung 2, durch" die die einzelnen Minen
mit leichtem Druck gleichmäßig gerade in die Auf-.nehmer
gedruckt werden. Der Antrieb der Drückvorrichtung
2 ist mit dem Transportband derart gekuppelt, daß die Beschickungsgeschwindigkeit dem
jeweiligen Bandvorschub entspricht.
Oberhalb des Förderbandes 3 ist die bandförmige Belastungseinrichtung 4 angeordnet, die mit gleicher
Geschwindigkeit wie das Transportband 3 läuft.
Diese Belastungseinrichtung 4 besteht aus runden Hartglasstäben 8, die voneinander den gleichen Abstand
haben wie die muldenförmigen Aufnehmer des Transportbandes 3. An Stelle von Hartglas
kann auch ein anderes für Infrarotstrahlung gut
40.. - durchlässiges Material verwendet werden. Vor dem
Eintritt in die Strahlerzone legen sich die Stäbe 8
in die nach oben offenen Aufnehmer 7 und halten auf diese Weise die Minen 10 in ihrer ursiprünglichen,
geraden Form fest. Durch die an den Stabenden angebrachten Belastungsgewichte 9 kann der
auf die Minen ausgeübte Druck reguliert werden. Gleichzeitig bilden die Stäbe einen Abschluß der
muldenförmigen Aufnehmer nach oben, so daß die verdampfte Feuchtigkeit aus den Minen nicht unmittelbar
nach oben, sondern im wesentlichen nach den Seiten längs der Minen oberfläche entweicht.
Dadurch wird vermieden, daß die oberen äußeren Schichten der Minen ihre Feuchtigkeit zu schnell
abgeben, und ein gleichmäßiges Trocknen wird erreicht.
Die Zuführung der Strahlungsenergie, zum Trocknen der Minen erfolgt durch das oberhalb des
Transportbandes 3 angeordnete Infrarothellstrahlerfeld 5, das in bekannter Weise mit Regeleinrichtungen
für die Strahlungsintensität ausgerüstet ist. Die Wellenlänge dieser Infrarothellstrahler liegt im
Energiemaximum mit etwa 1,3 μ innerhalb des Bereiches, in dem Hartglas ,eine hohe Durchlässigkeit
aufweist, so daß die Hartglasstäbe 8 die Strahlungsenergie nur unwesentlich absorbieren. Zur Erhöhung
der Reflexion ist das Aluminiumblech auf der Innenseite hochglanzpoliert.
Um zu verhüten, daß die Minen bei Eintritt in das Hellstrahlerfeld 5 einseitig von oben erwärmt
werden, ist im vorderen Teil der Trocknungszone unterhalb des Transportbandes 3 das Infrarotdunkelstrahlerfeld
6 angeordnet, durch das den muldenförmigen Aufnehmern von unten her Wärme zugeführt wird.
Um eine gute Wärmeabsorption zu erzielen, sind die Aluminiumbleche auf der äußeren, dem Druck- · ■
Strahlerfeld zugekehrten Seite schwarz gefärbt. Auf diese Weise werden in den Minen durch kombinierte
Anwendung von Wärmeleitung und Strahlungsenergie eine gleichmäßige Temperaturerhöhung
erreicht und das Auftreten von Wärmespännungen vermieden. Gleichzeitig ergibt sich daraus eine Verkürzung
der erforderlichen Trockenzeit, die nach Versuchsergebnissen nur noch 40 bis 60 Minuten
beträgt.,
Claims (2)
1. Infrarotanlage zum kontinuierlichen Trocknen von Färb- und Bleistiftminen, dadurch ge- kennzeichnet,
daß die Minen (10) in muldenartigen, ihrem Querschnitt angepaßten und nach
oben offenen Aufnehmern (7) die Trocknungszone durchlaufen, wobei sie durch Stäbe ^8)
aus strahlungsdurchlässigem Material abgedeckt und in ihrer ursprünglichen geraden Form gehalten
werden, so daß Rißbildung und Verziehen vermieden werden.
2. Trockenanlage nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Minen (10) zur
Vermeidung von Wärmespannungen im vorderen Teil der Trocknungszone zusätzlich von unten
her Wärme durch Aufheizen der muldenförmigen
Aufnehmer (7) im Infrarotdunkelstrahlerfeld (6) zugeführt und damit gleichzeitig die Trocken-· ,
dauer verringert wird.'
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 88235, 468666,
469273;
schweizerische Patentschrift Nr. 254882.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 528/102 5. 56
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