DEV0006871MA - - Google Patents

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DEV0006871MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 16. Februar 1954 Bekanntgemacht am 5. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTANMELDUNG
KLASSE 55d GRUPPE 16 20
V6871VII/55d
S)IpI.=§ng. Gustav Meyer, Pirna-Copitz
ist als Erfinder genannt worden
. Gustav Meyer, Pirna-Copitz
Preßplatte zum Entwässern feuchter Pappen od. dgl. und Vorrichtung zum Auf- und Abstapeln der Preßplatten
Die Erfindung bezieht sich auf das Entwässern feuchter Pappen od. dgl., die im Laufe der Fertigung in feuchtem oder nassem Zustande anfallen und denen das Wasser ganz oder teilweise entzogen werden muß. Ein Gebiet dieser Fertigungsart ist die Herstellung von Pappen nach dem Wickelverfahren auf Handpappenmaschinen.
Bekanntlich enthält die von der Formatwalze der Handpappenmaschine abgenommene Naßpappe den größeren Teil ihres Gewichtes an Wasser, das bisher vorwiegend nach folgender Methode entzogen wird. Die in der Nähe der Handpappenmaschine aufgestapelten Naßpappen werden zum Zwecke des Entwässerns in einem sogenannten Preßstapel einzeln übereinander unter Zwischenlage Vorzugsweise von Gewebetüchern aus saugenden Stoffen, ζ. B. aus Baumwolle, Zellwolle, Kunststoffen und ähnlichen Stoffen, von Hand, beispielsweise von vier Personen, aufgebaut, wobei zwei Mann die von dem Dritten ihnen zugeworfenen, neben dem Preßstapel zurechtgelegten Gewebetücher einzeln straff über die zu oberst liegende Naßpappe des Preß-
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stapeis spannen und dann der , dritte und vierte Mann die Naßpappen· einzeln vom Naßpappenstapel auf das Gewebetuch auflegen. Der so geschichtete Preßstapel wird nach Beendigung des Stapelvorganges, nach dem sogenannten »Eintüchern«, in der hydraulischen Presse durch Anwendung hoher Preßdrucke in der Zeit von 3 bis 2,1Ii Stunden langsam unter ansteigender Druckwirkung entwässert. Nach Beendigung der Ent-Wässerung müssen die Gewebetücher einzeln in der umgekehrten Reihenfolge durch Abbauen des Preßstapels durch das sogenannte »Austüchern« wieder herausgenommen werden.
Diese seit Jahrzehnten eingebürgerte handwerkliehe Methode in der Naßpappenfertigung hat viele Nachteile. Das Ein- Und Austüchern ist zeitraubend und erfordert bei Großbetrieben zahlreiche Arbeitskräfte, und zwar in erster Linie aus dem Grunde, weil zur Durchführung der Entwässerung Gewebetücher benutzt werden, die grundsätzliche Schwierigkeiten hervorrufen. Die übereinandergestapelten Naßpappen entwässern gerade durch das Einlegen von Gewebetüchern nur sehr langsam, weil das aus der Naßpappe auszupressende Wasser nur allmäh-Hch fortschreitend von der Mitte nach den Randpartien durch das Fasergerüst der Naßpappe hindurch ausfließen kann, wobei das Gewebetuch nur den geringsten Teil des auszupressenden Wassers aufnimmt und ableitet.
Es ist ferner ein Preßverfahren bekannt, das mit einer hohlen Preßplatte arbeitet. Diese Preßplatte ist aus Gründen der Erhöhung der Biegefestigkeit des Hohlprofilquerschnittes in sich geschlossen; diese Bauart hat aber den betriebstechnischen Nachteil, daß der Innenhohlraum von außen nicht zugänglich ist, so daß sich Stoffreste an Ecken und Kanten festsetzen können. Außerdem ist die Herstellung der hohlen, in sich geschlossenen Platte selbst aus zwei Hälften sehr teuer, so daß sich die Hohlpreßplatte nicht einführen konnte.
Schließlich ist auch eine Preßplatte bekannt, bestehend aus einer das Preßwasser aufnehmenden Bodenplatte und einer über dieser angeordneten Lochplatte, auf die die auszupressende Pappe vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Gewebes aufgelegt wird. Zur Übertragung des Preßdruckes sowie zur Erhöhung der Biegesteifigkeit des Hohlprofils sind sockelartige Stützen im Hohlraum vorgesehen. Diese Bauart ergibt zwar bei geringem Werkstoff auf wand und Gewicht eine hohe Biegesteifigkeit und großes Hohlraummaß, doch kommt ihre Herstellung sehr teuer, vor allem aber ist die Platte nach ihrer Benutzung schwierig zu reinigen, da sich Faserreste leicht an den Stützen
.55 festsetzen.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, zwischen der Bodenplatte und der Lochplatte ein weitmaschiges, , stabiles Sieb anzuordnen, das den Preßdruck überträgt und samt der Lochplatte durch einen ringsum verlaufenden Steg an der Bodenplatte in seiner Lage fixiert ist. Eine solche Preßplatte ist billig in der Herstellung und leicht zu reinigen.
Der Erfindung liegt also eine mehrfache Aufgabenstellung zugrunde; einmal soll das Entwässern jeder Naßpappe einzeln für sich mittels einer das Auspreßwasser aufnehmenden Preßplatte vor sich gehen, dann soll die Preßplatte betriebstechnisch einfach sein und billig, möglichst als Massenartikel hergestellt werden können, und schließlich soll . die Bauart der Preßplatte so gehalten sein, daß das Einlegen der Preßplatte beim Aufbau des Preß stapeis und das Abnehmen der Preßplatte beim Abbau des Stapels durch eine mechanisierte Vorrichtung erfolgen kann.
Die Erfindung betrifft demgemäß auch eine Vorrichtung zum Auf- und Abstapeln solcher Preßplatten, die erfindungsgemäß mit einer zwischen dem abzubauenden Stapel und dem aufzubauenden Stapel angeordneten Säule mit einem die Stapel in einem Kreis bestreichenden Arm zum Einlegen der Preßplatten beim Aufbau des Preßstapels und zum Abnehmen derselben beim Abbau des Preßstapels ausgestattet ist, wobei die Preßplatte während der Dauer der Schwenkbewegung des Armes durch an diesem angeordnete Haltevorrichtungen festgehalten wird.
Γη der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt, und zwar zeigt .
Fig. ι einen Stapel erfindungsgemäßer Preßplatten, deren oberste senkrecht geschnitten ist,
Fig. 2 den Aufriß des Stapelplatzes,
Fig. 3 den Grundriß des Stapelplatzes und
Fig. 4 dein Grundriß des Pressengebäudes mit den erforderlichen Gleisanlagen a, b, c, d und dem Rundlauf vom Stapelplatz zur hydraulischen Presse P.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Preßplatte aus drei zusammensetzbaren. Einzelteilen. Diese sind die das eigentliche Entwässern leistenden, an, der Naßpappe 13 anliegenden und mit feinen Bohrungen versehenen Lochplatten 14, die zur alleinigen Aufnahme des Preßdruckes entsprechend bemessene Bodenplatte 11 und das den Preßdruck übertragende, weitmaschige, stabile Sieb 16. Um das Sieb samt der Lochplatte in seiner Lage zu fixieren, ist ein ringsum laufender Steg 12 an der Bodenplatte 11 angeordnet, der gleichzeitig verhindert, daß das durch die Lochplatte 14 einströmende Auspreßwasser seitlich herausfließen kann. Die aus den drei Einzelteilen zusammensetzbare Preßplatte ist sehr billig als Massenartikel herzustellen und hat den betriebstechnischen Vorzug, daß sie jederzeit und ohne Schwierigkeit zu reinigen und zu'überwachen ist. Beim Preßvorgang ist es, wie an sich bekannt, zweckmäßig, auf die Lochplatte 14 ein Tuch oder Filz 15 aufzulegen; dies hat den Zweck, zu verhindern, daß die feuchte Naßpappe 13 sich in die Bohrungen der Lochplatte 14 eindrückt.
Das Auspreßwasser wird durch an sich bekannte Mittel, beispielsweise durch Rohrleitungen, gegebenenfalls mit Saug- oder Preßwirkung oder mit beiden zusammen, während oder nach dem Pressen, jedoch spätestens vor dem Beginn des Einfährens in den Stapelplatz auf Geleis c abgeleitet.
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Das Auf- und Abstapeln der erfindungsgemäßen Preßplatte wird durch die in den Fig. 2 bis 4 schematisch dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung bewerkstelligt,-da die Preßplatte nach der Erfindung von Hand infolge ihres Gewichtes nicht bewegt werden kann. 1 ist ein Stapel von beispielsweise fünfzig Naßpappen und fünfzig Preßplatten, 2 ist die oberste Preßplatte und 3 die auf dieser zuoberst liegende Naßpappe. 1 ist der Stapel, wie er nach beendetem Entwässern aus der hydraulischen Presse P kommt, er fährt am Stapelplatz auf dem Geleis c ein. Die entwässerte Naßpappe 3 wird nach dem Einfahren des Stapels 1 auf die neben dem Stapel ι auf dem Geleis d stehende Lore 4 von den beiden Bedienungspersonen L1 und L2 von Hand in der in Fdg. 2 mit Pfeil bezeichneten Bewegung umgelegt. Nach dem Umlegen der Naßpappe 3 liegt nun die Preßplatte 2 auf dem Stapel zuoberst. Es beginnt dann das mechanische Umstapeln der Preßplatte 2.
Zwischen dem Geleis c und dem Gelenk'& ist erfindungsgemäß die vertikale Säule A eingebaut, die den Arm 5 trägt, der die Stapel 1 und 6 auf den Geleisen c und b gemäß Fig. 3 in einem Kreis überstreicht. Die Preßplatte 2 wird gemäß Fig. 2 und 3 durch die am Arm 5 angeordneten Haltevorrichtungen 7 und 8 mechanischer oder pneumatischer oder !elektrischer an sich bekannter Bauart festgehalten. Die Preßplatte 2 wird durch den Arm 5 von dem Stapel 1 in der in Fig. 3 angegebenen Schwenkrichtung auf den Stapel 6 aus der Stellung I in die Stellung II übergeführt. Nach Einschwenken des Armes 5 in die Stellung II wird die Preßplatte 2 von der Haltevorrichtung 7 und 8 freigegeben und liegt nun auf dem Stapel 6 zuoberst. Nach dem Absetzen der Preßplatte 2 wird der Arm 5 in die Zwischenstellung III eingeschwenkt. Die Bedienungspersonen L1 und L2 nehmen nunmehr die Stellungen L1 und L2 zwischen den Geleisen α und b ein, sie legen von der Lore 9 die zuoberst liegende, von der Handpappenmaschine kommende und zu entwässernde Naßpappe 10 in Pfeilrichtung auf die Preßplatte 2 des Stapels 6 um. Damit ist das Arbeitsspiel des Auf- und. Abstapelns beendet. Nunmehr beginnt ein neues Arbeitsspiel mit dem Umlegen an dem Stapel 1, wobei die Bedienungspersonen die Standorte L1 und L2 wieder einnehmen. Es wiederholen sich also alle Vorgänge, bis der Stapel 6 die bei der jeweiligen Art der Naßpappe vorgeschriebene Stapelhöhe erreicht hat.
Zum Ausgleich der Höhen an den Stapeln ι und 6 und denen der Loren. 4 und 9 während des Auf- und Abstapelns der Preßplatten 2 und des Auf- und Ablegens der entwässerten Naßpappen 3 und der zu entwässernden Naßpappen 10 werden Hebebühnen benutzt, die vom Bedienungspersonal eingestellt oder automatisch betätigt werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Preßplatte zum Auspressen feuchter Pappen od. dgl., bestehend aus einer das Auspreßwasser aufnehmenden Bodenplatte und einer über dieser angeordneten Lochplatte, auf die die auszupressende Pappe vorzugsweise unter Zwischenschaltung eines Gewebes aufgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Bodenplatte (11) und der Lochplatte (14) ein stabiles Sieb (16) angeordnet ist, das den Preß druck überträgt und samt der Lochplatte (14) durch einen ringsum laufenden Steg (12) an der Bodenplatte (11) in seiner Lage fixiert ist.
2. Vorrichtung zum Auf- und Abstapeln der Preßplatten nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zwischen dem abzubauenden Stapel (1) und dem aufzubauenden Stapel (6) angeordnete vertikale Säule (A) mit einem die Stapel (1, 6) in einem Kreis bestreichenden Arm (s) zum Einlegen der Preßplatten (2) beim Aufbau des Preßstapels und zum Abnehmen derselben beim Abbau des Preßstapels, wobei die Preßplatte (2) während der Dauer der Schwenkbewegung des Armes (5) an diesem durch angeordnete Haltevorrichtungen (7, 8) festgehalten wird. ·
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 301 859;
Patentschrift Nr. 2.151 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609' 548/27» 6. 56

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