DEV0006839MA - - Google Patents

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DEV0006839MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Februar 1954 Bekanntgemacht am 2. Februar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bezugnehmend auf die Zeichnung, in dier bekannte sowie die neuen Tragflächenbauarten beispielsweise dargestellt sind, wird folgendes vorausgeschickt.
Unter den verschiedenen bis heute bekannten Wassertragflächen ist am meisten verbreitet eine halbkreisförmige oder trapezförmige oder V-förmige Art, deren obere Enden die Wasseroberfläche durchschneiden und welche im vorderen Drittel oder vorderen Viertel des Fahrzeuges und teilweise in gleicher Form auch achtern quer unter dem Bootsboden angeordnet sind (s. Abb. 1,2 und 3 der Zeichnung). Die allgemeine Wirkungsweise dieser Tragflächen ist bekannt. Diese drei Arten von Wassertragflächen sind im folgenden »Bauart benannt.
Sofern solche Tragflächen unter Booten von hoher Froudscher Zahl angeordnet werden sollen, d. h. unter Booten, welche sowohl sehr klein als auch sehr schnell sind, ergibt sich der Nachteil, daß diese Tragflächen aus praktischen Gründen, nämlieh weil sie eine gewisse statische Festigkeit aufweisen müssen, stets eine gewisse Mindestgröße erhalten müssen. Diese Mindestabmessung ist aber in diesen Fällen größer, als zur Erzielung des günstigsten Auftriebes zweckmäßig wäre. Es entsteht dadurch der Nachteil, daß Teile der Tragfläche, welche für den Auftrieb an sich überflüssig sind, unnötigerweise durch das Wasser mitgeschleppt werden müssen und dadurch einen unnötigen, also schädlichen Widerstand hervorrufen.
509 656/342
V 6839 XI 165a'
Es ist eine andere Tragflächenbauart vorgeschlagen, welche diesen Nachteil dadurch vermeidet, daß an Stelle einer quer unter dem Bootsrumpf durchlaufenden Tragfläche gemäß' Abb. ι bis 3 zwei Einzeltragflächen angeordnet sind, und zwar je eine an jeder Seite des Rumpfes (s. Abb. 4 und 5 der Zeichnung), Die Einzeltragflächen können z.B. V-förmig (Abb. 4) oder halbkreisförmig (Abb. 5) ausgebildet sein. Diese zwei Arten von Wassertragflächen sind im folgenden »Bauart benannt.
Eine solche Anordnung nach »Bauart hat jedoch den Nachteil, daß die Kurvenlage der damit ausgerüsteten Boote schlecht ist. Eine gute Kurvenlage wird bei Tragflächenbooten nach »Bauart^« nämlich dadurch hervorgerufen, daß die Boote bei Kurvenfahrt nach außen schieben und hierdurch die seitlichen schrägen Teile der Tragfläche, welche die Wasseroberfläche durchschneiden, bei Kurvenfahrt unsymmetrisch angeströmt werden. Durch die Seitenverschiebung des Bootes wird dann, der tatsächliche Anstellwinkel des Profils gegen die Richtung des anströmenden Wassers auf derjenigen Bootsseite, welche in der Kurve außen liegt, großer als auf der Kurveninnenseitie. Dadurch entstehen ' an der Kurvenaußenseite des Bootes größere Auftriebskräfte, welche bestrebt sind, das Boot nach der Kurveninnenseite hin zu krängen und infolgedessen der Wirkung. der Zentrifugalkraft, welche das Boot nach der Kurvenaußenseite krängen will, entgegenarbeiten (s. Abb. 6). Bei der »Tragflächenbauart tritt jedoch bei jeder Tragfläche an deren Kurvenaußenseite ein größerer Auftrieb, an deren Kurveninnenseite ein verringerter Auftrieb in Erscheinung, so daß letzten Endes beide Tragflächen die gleiche resultierende Auftriebskraft hervorbringen. Infolgedessen tritt eine den Bootskörper auf richtende Wirkung nicht ein (vgl. Abb. 7). Die Erfindung bezweckt, die Vorteile der oben beschriebenen Tragflächenbauarten beizubehalten und dieNachteile-zu vermeiden. Von den unter dem Bootsboden durchlauf enden Tragflächien (Bauart^!), übernimmt die erfindungsgemäße Anordnung den A^orteil der guten Kurvenlage und von den getrennten Einzeltragflächen (Bauart B) den Vorteil, daß nur eine kleine Fläche eingetaucht ist und also unnötiger Widerstand vermieden wird.
Die Erfindung besteht darin, daß die Einzeltragflächen je aus einem schräg nach oben außen geführten Tragflächenteil bestehen, der gerade oder gekrümmt ausgeführt und an seinem oberen Ende in an sich bekannter Weise mit dem Bootskörper verbunden ist, während das untere Ende von einer senkrechten, außerhalb der Schiffsmitte liegenden Stütze getragen wird. Die Aufgabe wird dabei im wesentlichen dadurch gelöst, daß bei den Tragflächen nach ,Bauart Ά· ,der mittlere Teil .fort'- .;, gelassen ist.
Die Zeichnung veranschaulicht in mehreren Ausführungsbeispielen (Abb. 8 bis Ϊ2) schematisch die erfindungsgemäße Bauart der Trägflächen.
Das obere Ende der Tragflächenteile b ist in einer beliebigen bekannten Art durch Streben c, Stützen, Stummel oder unmittelbar mit dem Rumpf verbunden. Die Verbindung des schrägen Tragflächenteiles b mit den Stützen α kann spitzwinklig (Abb. 8), rechtwinklig (Abb. 9) oder durch eine Rundung (Abb. 10) erfolgen, wobei der Tragflächenteil gerade oder gekrümmt sein kann; auch kann, falls as zur Erzielung genügenden Auftriebes erforderlich ist, ein · mehr oder minder großes waagerechtes· Stück d .neben der Stütze α vorgesehen sein (s. Abb. ι ί oder"12)."
Die Kurvenlage der erfindungsgemäßen Wassertragflächenbauart ist bedeutend besser als bei Bauart B., Die durch das Schieben entstehende Ungleichheit des Anstellwinkels ergibt an der Kurvenaußenseite einen erheblich größeren Auftrieb als an der Kurveninnenseite und ruft so ein starkes aufrichtendes Moment hervor (Abb. 8). Die Längs- und Querstabilität hei Geradeausfahrt wird von den die Wasseroberfläche schneidenden Tragflächenteilen b in der von den Bauarten A und B bekannten Weise durch. Eintauchen zusätzlicher Teile und durch Ausnutzung des sogenannten Oberflächeneffektes erzielt. ■
Die erfindungsgemäßen Wassertragflächen können sowohl als vorderes als auch als achteres Tragflächen-System verwendet werden.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Wassertragfläche, welche die Wasseroberfläche durchschneidet und aus zwei einzelnen Tragflächen besteht, die unter der rechten und linken Bootsseite angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeltragflächen je aus einem schräg nach oben außen geführten Tragflächenteil (b) bestehen, der gerade oder gekrümmt ausgeführt und an seinem oberen Ende in an sich bekannter Weise mit dem Bootskörper verbunden ist, während das untere Ende von einer senkrechten, außerhalb der Schiffsmitte liegenden Stütze (α) getragen wird.
2. Wassertragfläche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer den schrägen Tragflächenteilen (b) auch waagerechte Tragflächenteile (d) innerhalb oder außerhalb der Stützen (a) vorgesehen sind.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 231 186.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 656/342 1.56

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