DEV0005449MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Februar 1953 Bekanntgemacht am 8. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Lagerhülse für Spinn- und Zwirnspindeln, die bei elastisch nachgiebiger
Gestaltung in das Spindelgehäuse eingepreßt ist und ein als Gleitlager ausgebildetes
Fußlager aufnimmt, in dessen Bereich ein Dämpfungsmittel im Gehäuseunterteil vorgesehen
ist.
Es sind Lagerhülsen bekannt, die als Form- oder Gußstücke mit dem Fußlager ein Ganzes bilden.
Bei anderen Ausführungformen ist das Fußlager in eine Lagerhülse unter Verwendung von Halterungsmitteln
eingesetzt. Um die Lagerhülse elastisch zu machen, wurde sie mit parallel zu ihrer
Längsachse oder aber auch quer bzw. nach einer Schraubenganglinie verlaufenden Schlitzen ver-.sehen.
In Achsrichtung der Hülsen verlaufende Aussparungen bringen nur eine geringe Verminderung
der Biegungssteifigkeit mit sich, während tangential oder schraubenförmig verlaufende Einschnitte
sieh als wirksamer erweisen. Mit Einschnitten versehene Lagerhülsen erfordern einen größeren
Kostenaufwand bei der Herstellung, da die Bearbeitung der Einschnittenden in Beachtung der
Kerbwirkung am Übergang mit größter Sorgfalt durchgeführt werden muß.
An diesen Stellen treten bei Beanspruchung Spannungsspitzen auf. Die Erfahrung hat gezeigt,
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V 5449 VII176 c
da 1.1 die Einschnittenden oftmals Ausgangspunkte
für Materialbrüche sind, durch die Zerstörungen der Lagerteile herbeigeführt werden können.
Eine durch spanabhebende Einschnitte bei I .agcrhülsen herbeigeführte Elastizität ist wirkuugsbegrenzt
und ferner gleichmäßig im ganzen Schlil/.bereich, da die Einschnitte naturgemäß
gleiche lireite haben. Deshalb hat man es bei den bekannten Ausfühnuigsformen mit geschlitzten
jo Lagerhülsen nicht in der Hand, die Werte der
Federelasti/.itnt in verschiedenen Bereichen der .Lagerhülse unterschiedlich zu machen, wie dies die
jeweiligen Betriebs Verhältnisse erfordern.
Von der Erfaiming ausgehend, daß bei Scliwin-If1
gungsbewegungcn der Spindeln vornehmlich Radialbewegungen des Fußlagers auftreten, durch
welche die Lagerhülse auf Biegung beansprucht wird, wurde schon vorgeschlagen, als elastisches
Mittel zwischen dem Spindellagergehäuse und so t'iner starren Lagerhülse einen aus Bandstahl gewiekelten
Federkörper zu verwenden. Hierdurch könnte die ganze Lagerung sowohl axial als auch
radial beweglich gemacht werden, was aber den Nachteil mit sich bringen würde, daß sich die
Spindel nicht mit der gewünschten Genauigkeit zentrieren läßt.
I )er Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Abstufung der Elastizität in verschiedenen Querschniltsebeneii
einer Lagerhülse zu ermöglichen 3" und gleichzeitig hohe Einsatzgewichte und umständliche
Bearbeitungsmaßnahmen zu vermeiden. Die Erfindung besteht darin, daß die Lagerhülse
aus einem stählernen Metallband derart gewickelt ist, daß die durch die Windungen entstehenden
Spalten im Bereich der Biegestelle der Hülse unterhalb ihres Preßsitzes breiter sind als an den
übrigen Stellen.
Bei einem Allsführungsbeispiel der Erfindung weist die aus einem Band gewickelte Lagerhülse an
i\o ihrer Biegungsstelle unterhalb ihres Sitzes im
Lagergehäuse auf ein bis zwei (länge einen Wicklungsspalt auf, während die Wicklungsgänge an
den anderen Stellen dicht aufeinanderliegen.
Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Windüngen
des Bandes in den Bereichen des Fußlagers und der Sitzstelle im Lagergehäuse fest miteinander
verbunden, beispielsweise miteinander verschweißt oder verlötet sind.
In Ausgestaltung der Erfindung kann das die Lagerhülse bildende Metallband durch ein solches
aus einem Nichteisenmetall ersetzt werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
l'"ig. 1 ein Lagergehäuse mit fest eingesetztem 5S Rollenlager, einer elastischen, aus einem Band gewickelten
Lagerhülse und einer Dätnpfungsspirale im Längsschnitt und
Fig. 2 den unteren Teil der Spindellagerung nach l'"ig. 1 mit andersartig gehaltenem Fußlager.
6« In einem Spindellagergehäuse 10, das zur Aufnahme
des nicht gezeigten Flansches und einer (iegeinnulter für die Befestigung an der Spindelbank
ein Außengewinde 101 trägt, ist am oberen Ende ein Rollenlager 11 eingepaßt, derart, daß sich
sein Außenring nicht bewegen kann und ein Festpunkt für die Zentrierung der Spindel gegeben ist.
In das Gehäuse 10 ist unterhalb des Rollenlagers 11 eine Lagerhülse 12 eingepreßt, die aus gewickeltem
Bandstahl besteht. Bei dem gezeichneten Beispiel sitzt im Bereich des Preßsitzes der Lagerhülse
infolge dichter Bandwicklung Gang auf (lang.
Unterhalb des Preßsitzes der Lagerhülse zeigt deren Bandwicklung Spalte 124, während nach dem
unteren Ende der Lagerhülse hin wieder Gang auf Gang dicht anliegt.
Der obere dicht gewickelte Teil 121 der Lagerhülse
12 weist einen etwas größeren Durchmesser auf als die daran anschließenden weit und eng gewickelten
Hülsenteile 122 und 123. Oberhalb des Preßsitzes 121 der Lagerhülse 12 ist ein im Durchmesser
etwas kleiner werdender Hülsenabschnitt
126 und daran anschließend ein flanschartiger Teil 125 mit einem erweiterten Durchmesser vorgesehen.
Der flanschartige Teil 125 dient als Anschlag der Lagerhülse 12 gegen eine Eindrehung
im oberen Teil des Spindellagergehäuses 10.
Die vorbeschriebene äußere Form der Lagerhülse 12 wird am zweckmäßigsten durch Schleifen
im Einstichverfahren geschaffen und bearbeitet. Es ist vorgesehen, den flanschartigen Teil 125 an
seiner Umfangsfläche unbearbeitet zu lassen. Die Teilabschnitte der Lagerhülsen 12 können auch mit
verschiedeneu Durchmessern gewickelt werden.
Am unteren Teil der Lagerhülse 12 sitzt das
Fußlager 13 für die nicht dargestellte Spindel. Die Sicherung des Fußlagers 13 in der Lagerhülse 12
erfolgt durch drei Einkerbungen 127. Das Fußlager 13 ist so eingesetzt, daß die Lagerhülse 12
noch etwas unter das Fußlager 13 hinausragt, um eine sichere Befestigung durch die Einkerbungen
127 zu erreichen. Zwischen der Lagerhülse 12 und
dem Gehäuse 10 ist eine Dämpfungsspirale 14 angeordnet,
die die Aufgabe hat, die Schwingungsausschläge der Lagerhülse 12 abzuschwächen. Das
Gehäuse 10 ist unten durch eine Einpreßkappe 15 abgeschlossen.
In Fig. 2 ist eine andere Befestigungsart des Fußlagers angegeben. Hier wird das Fußlager 16
durch einen in Bohrungen der Lagerhülse 12 eingesteckten Bolzen 17, der beiderseitig verstemmt
wird, in seiner Lage gehalten.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Lagerhülse für Spinn- und Zwirnspindeln, die bei elastisch nachgiebiger Gestaltung in das Spindelgehäuse eingepreßt ist und ein als Gleitlager ausgebildetes Fußlager aufnimmt, in dessen Bereich ein Dämpfungsmittel im Gehäuseunterteil vorgesehen ist, dadurch gekenn- iao zeichnet, daß die Lagerhülse (12) aus einem stählernen Metallband derart gewickelt ist, daß die durch die Windungen entstehenden Spalten (124) im Bereich der Biegestelle der Hülse unterhalb ihres Preßsitzes breiter sind als an den übrigen Stellen.59H/287V 5449 VH/76c
- 2. Lagerhülse nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß die aus einem Band gewickelte Lagerhülse (12) an ihrer Biegungsstelle (122) unterhalb ihres Sitzes im Lagergehäuse (10) auf ein bis zwei Gänge einen Wicklungsspalt (124) aufweist, während die Wicklungsgänge an den anderen Stellen (121 und 123) dicht aufeinanderliegen.
- 3. Lagerhülse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungen des Bandes in den Bereichen (123 und 121) des Fußlagers (13) und der Sitzstelle im Lagergehäuse (10) fest miteinander verbunden, beispielsweise miteinander verschweißt oder verlötet sind.
- 4. Lagerhülse nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die Lagerhülse (12) bildende Metallband aus einem Nichteisenmetall besteht.Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 307 806; schweizerische Patentschrift Nr. 271 342; französische Patentschrift Nr. 602 508; britische Patentschrift Nr. 308 489; USA.-Patentschriften Nr. 2 258 028, 2 274 146.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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