DEV0002862MA - Verfahren zum Herstellen von Faserstoffbahnen aus Fasern mit schlechtem Verfilzungsvermögen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Faserstoffbahnen aus Fasern mit schlechtem VerfilzungsvermögenInfo
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Description
Aus Fasern mit schlechtem Verfilzungsvermögen, z. B. anorganischen Fasern (Glasfasern, Schlackenwolle, Mineralwolle und dgl.) hergestellte Faserstoffbahnen haben von Natur aus nur einen losen Zusammenhalt und geringe Festigkeit. Zur Verbesserung des Zusammenhalts und der Festigkeit pflegt man deshalb solche Faserstoffbahnen mit Bindemitteln zu tränken. Dabei werden die einzelnen Fasern durch das Bindemittel miteinander verklebt. Es tritt dann aber eine Versteifung der Bahnen ein, die umso grösser ist, je härter das Bindemittel ist. Wird die Härte des Bindemittels so gross, dass die Fasern sich nicht mehr gegeneinander verschieben können, so lässt sich die Faserstoffbahn auch nicht mehr biegen, ohne Knicke oder Brüche zu bekommen. Wählt man aber ein Bindemittel, das weich ist und bleibt, sodass sich die Fasern noch gegeneinander verschieben können, so lässt sich keine nennenswerte Erhöhung der Festigkeit erreichen. Ausserdem ergibt sich dabei eine geringe Wärmebeständigkeit des fertigen Erzeugnisses.
Für viele Verwendungszwecke kommt es aber darauf an, gerade eine grosse Biegsamkeit einerseits und hohe Festigkeit und grosse Wärmebeständigkeit andererseits zu erreichen.
Gemäss der Erfindung werden die Nachteile der ungenügenden Biegsamkeit und der Bildung von Knicken vermieden, auch wenn man ein Bindemittel, das ausreichende Festigkeit und Wärmebeständigkeit gewährleistet, verwendet. Zu diesem Zweck sieht die Erfindung im Wesentlichen vor, dass die Fasern nur an einzelnen Stellen der Bahn durch Bindemittel verklebt und zwischen diesen Klebestellen Lücken mit unverklebten Fasern vorgesehen sind. Während also bei den bisher bekannten Verfahren die Bahnen in ihrer ganzen Fläche mit Bindemittel getränkt wurden, ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass zwischen den einzelnen Klebestellen unverklebte Lücken mit losen Fasern verbleiben, in denen sich also die Fasern gegeneinander bewegen können.
Die Grösse der zwischen den einzelnen Klebestellen vorgesehenen Lücken und ihre Verteilung auf der Bahn kann je nach der gewählten Faserlänge oder dem beabsichtigten Verwendungszweck verschieden gewählt werden. Faserstoffbahnen mit solcher nur stellenweise vorgesehener Verklebung der Fasern haben insgesamt eine ausreichende Biegsamkeit und erreichen eine überraschend hohe Festigkeit. Die zwischen den Verklebungsstellen vorgesehenen Lücken, in denen eine Bindung zwischen den Fasern nicht vorhanden ist, können in verschiedener Weise erreicht werden.
Eine besonders einfache Herstellungsmethode besteht darin, dass man von vornherein die Tränkung nur stellenweise, z. B. in
Form von Tupfen in mehr oder weniger regelmässiger Verteilung oder in Form von Streifen, aufbringt, wobei die Grösse und Form der Tupfen oder Streifen und der gegenseitige Abstand derselben der Länge der Fasern und dem Verwendungszweck der Bahn angepasst werden kann. Dabei ist es nicht erforderlich, dass auf der Oberfläche der Bahn aufgebrachte Bindemittel die Bahn in ihrer ganzen Dicke durchdringt. Es genügt, wenn nur soviel Bindemittel in Tupfen- oder Streifenform aufgebracht wird, dass es nur Teilschichten der Bahndicke durchtränkt. Dabei kann wahlweise vorgesehen werden, diese auf Schichten begrenzte Aufbringung des Bindemittels nur von einer oder aber auch von beiden Seiten der Bahn aus durchzuführen. Tupfen- oder streifenweise Tränkung hat den besonderen Vorteil, dass sie gegenüber den nachstehend beschriebenen Ausführungsmöglichkeiten eine ganz erhebliche Ersparnis des sehr teuren Bindemittels mit sich bringt.
Man kann nämlich auch z. B. das Vlies völlig mit dem Bindemittel tränken und dann, soweit erforderlich, trocknen. Danach werden in bestimmten Abständen künstlich kleine Knicke erzeugt, z. B. dadurch, dass man die Bahn durch Riffelwalzen hindurchführt. Durch die kleinen, gewollten Knicke wird an diesen Stellen die Verklebung der Fasern wieder aufgehoben und dadurch der Verband zwischen Bindemittel und Fasern gelockert. Es ergibt sich dabei eine ausreichende Biegsamkeit der Bahn, ohne dass sich schädliche starke Knicke bilden.
Es ist weiterhin auch möglich, nach der vollständigen Tränkung der Gesamtbahn die Verklebungslücken dadurch zu schaffen, dass man an diesen Stellen das Bindemittel nachträglich aus der Bahn entfernt, z. B. durch Absaugen, Auspressen oder Auswaschen.
In der Zeichnung ist ein Stück einer solchen Bahn schaubildlich als Beispiel dargestellt. Darin ist die Faserstoffbahn mit 1 bezeichnet. Auf dieser Bahn sind in gegeneinander versetzten Reihen einzelne Tupfen 2 bzw. 3 zu erkennen. Bei den Tupfen 2 ist das Bindemittel durch die ganze Dicke der Bahn 1 hindurchgedrungen, während bei den mit 3 bezeichneten Tupfen die Tränkung nur von der Oberfläche her einen Teil der Bahndicke erfasst hat.
Claims (7)
1) Verfahren zum Herstellen von Faserstoffbahnen aus einem Vlies aus Fasern geringen Verfilzungsvermögens durch Behandlung des Vlieses mit einem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern nur an einzelnen Stellen der Bahn durch Bindemittel verklebt und zwischen diesen Klebstellen Lücken mit unverklebten Fasern vorgesehen sind.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstellen in regelmässiger Verteilung auf der Bahn vorgesehen werden.
3) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstellen in quer zur Bahn verlaufenden Reihen vorgesehen werden.
4) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstellen in Form von Streifen oder Tupfen vorgesehen werden.
5) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstellen nur einen Teil der Bahndicke durchdringen.
6) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Tränken der gesamten Bahn das hart gewordene Bindemittel an den Stellen, welche für die zwischen den Klebstellen liegenden bindemittelfreien Lücken vorgesehen sind, durch Knicken der Bahn wieder von den Fasern gelöst wird.
7) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Tränken der gesamten Bahn das Bindemittel an den Stellen, welche für die zwischen den Klebstellen liegenden bindemittelfreien Lücken vorgesehen sind, wieder aus der Bahn entfernt wird, z. B. durch Absaugen, Auspressen, Auswaschen.
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