DEST009332MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. Januar 1955 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Der Stromverstärkungsfaktor von Flächentransistoren ist bekanntlich kleiner als i. Sie lassen sich
daher im allgemeinen nur mit Hilfe phasendrehender Rückkopplungsglieder zu Schwingungen anregen.
Oszillatorschaltungen dieser Art werden z. B. in dem Buch von Shea, »Principles of Transistor
Circuits«, insbesondere auf den S. 274 bis 289, beschrieben.
Wenn bei solchen Anordnungen die Ausgangs-Spannung über einen gewissen Wert ansteigt, wird
die Kollektor-Basis-Strecke während einer Stromhalbwelle
leitend und schließt damit den zwischen den beiden Elektroden befindlichen Schwingkreis
kurz, woraus sich erhebliche Klirrfaktoren ergeben Man verwendet daher, wie es auch von Röhrenschwingungserzeugern
bekannt ist, zur Begrenzung eine Audionanordnung, die aus einem Widerstand
und einem Kondensator besteht. Die natürlicherweise bei einem Audion entstehende Phasendrehung
führt bei Änderung der Belastung dazu, daß sich Frequenz und Ausgangsspannung des Oszillators
mehr oder weniger stark ändern. Die Phasendrehungen können durch eine Vergrößerung des
Audionkondensators vermindert werden, wobei allerdings eine Erhöhung des Klirrfaktors eintritt.
Man muß daher bei den bekannten Anordnungen einen Kompromiß zwischen möglichst hoher
Stabilität und möglichst geringem Klirrgrad
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schließen, wodurch eine optimale Ausnutzung der Transistoren verhindert wird.
Es wird daher eine Oszillatorschaltung für Transistoren mit einer Begrenzereinrichtung für den
Steuerstrom vorgeschlagen, bei der Phasendrehungen bei Änderung der Belastung mit den daraus
resultierenden Nachteilen vermieden werden.
Erfindungsgemäß wird der Steuerstrom über einen Vorwiderstand einer Gleichstromquelle entnommen
und mit Hilfe eines Gleichrichters, der Gleichrichterstrecke Emitter-Basis und der rückgeführten
Spannung in zwei getastete Gleichströme aufgespalten, von denen der über die Strecke Basis-Emitter
fließende Strom für die Aussteuerung des Transistors zur Wirkung kommt.
Die erfindungsgemäße Oszillatorschaltung wird nachstehend an Hand der Figuren näher erläutert.
. Fig. ι zeigt die Grundschaltung; Fig. 2 und 3 dienen der Erläuterung der Funktion;
Fig. 4 stellt eine Ausführungsform mit passivem Zweipol im Emitter-Basis-Kreis dar;
Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. In Fig. ι ist T ein Flächentransistor in Emitter-Basis-Schaltung.
Der Schwingkreis LC2 liegt im Kollektorkreis. ,R2 ist der Belastungswiderstand,
der natürlich auch über eine besondere Wicklung des Übertragers Tr angekoppelt sein kann. Der
Stromfluß im Kollektorkreis wird durch die Strecke Emitter-Basis gesteuert. Erfindungsgemäß wird der
Steuerstrom über einen Vorwiderstand R1 in zwei
getastete Gleichströme aufgeteilt, von denen der eine durch den Gleichrichter GZ1, der andere über
die Gleichrichterstrecke Emitter-Basis des Transistors fließt. Die Umschaltung zwischen den beiden
Gleichrichterstrecken geschieht mit Hilfe einer kleinen Wechselspannung (z.B. üU=iV), die
zwischen die als Gleichrichter dienende Strecke Emitter-Basis und R1 geschaltet ist (s. Fig. 2). Es
ist ebenso möglich, die steuernde Wechselspannung .zwischen Gl1 und R1 zu legen oder den Gleichstrom
über R1 an eine Anzapfung der Wicklung WR zu
führen. Der Transistor wird also mit Hilfe eines Rechteckwellenstromes ausgesteuert, der so begrenzt
ist, daß die Kollektor-Emitter-Spannung nicht bis auf Null ausgesteuert wird. Der Ausgangskreis
ist daher in jeder Phase hochohmig, so daß mit Hilfe der Schwingkreisselektion ein geringer
Klirrfaktor erzielt werden kann.
In den Fig. 2 und 3 ist schematisch dargestellt, wie die Steuerung des Transistors erfolgt. GZ2 stellt
den Eingahgswiderstand des Transistors dar. Der Transistor ist geöffnet, und der Öffnungsstrom
fließt als i3 über die Basis, wenn die Spannung am
Punkt ι höher positiv ist als am Punkt 2. Ist der
Punkt 2 höher positiv als 1, so fließt der Strom als Strom I2 über den Gleichrichter Gl1. Die Basis
hat daher ein höheres positives Potential als der Emitter, so daß der Tansistor sperrt. Die Aussteuerung
des Transistors wird durch den Widerstand R1 zweckmäßig so eingestellt, daß die am
Lastwiderstand R2 abfallende Wechselspannung H2
(Spitzenwert) etwa gleich der Gleichspannungsquelle Uß ist.
Bei normaler Aussteuerung ist der Wechselstromwiderstand der Strecke Emitter-Kollektor zwar im
Sperrzustand sehr hoch, im geöffneten Zustand jedoch nur wenig größer als R2. Sein Wert hängt
dann von R1 und den Transistorgrößen ab. Um den Wechselstromwiderstand in der geöffneten Phase "
so groß zu machen, daß er etwa in die Größen-Ordnung des Widerstandes in der gesperrten Phase
fällt, wird zweckmäßig die Block-Basis-Schaltung angewandt. Das geschieht nach der weiteren Erfindung
dadurch, daß parallel zur Strecke Basis-Emitter ein Zweipol geschaltet wird, der z. B. aus
der Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Gleichrichters besteht. Es kann auch ein ohmscher
Widerstand oder ein Blindwiderstand oder eine Kombination dieser Zweipole verwendet werden.
Zur Unterstützung der Wirkung kann ein Widerstand in den Emitterzweig geschaltet werden.
In Fig. 4 ist ein Ausführungsbeispiel mit einem Zweipol parallel zum Emitter-Basis-Zweig dargestellt.
Als Zweipol wird in diesem Falle ein Gleichrichter Gl3 in Reihe mit einem Widerstand RB verwendet
und in den Emitterkreis ein zusätzlicher Widerstand RE gelegt. Der übrige Teil der Schaltung
stimmt mit der Anordnung nach der bereits besprochenen Fig. 1 überein.
Der quadratische Klirrfaktor kann durch Einfügen eines Widerstandes in den Emitter oder
Gleichrichterzweig verändert bzw. kompensiert werden.
Daß die erfindungsgemäße Oszillatorschaltung auch in anderer Weise aufgebaut sein kann, zeigt
das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5. Der Widerstand R1, der Gleichrichter Gl1 und die Rückkopplungswicklung
WR bewirken in gleicher Weise wie in Bild 1 die Umsteuerung des Gleichstromes. Im
Kollektorkreis liegt der Schwingkreis LC2, mit dem
in Reihe eine zweite Spannungsquelle UC liegt. In ihrer Funktion ist diese Schaltungsanordnung mit
der nach Fig. 1 ähnlich. Sie hat jedoch den Vorteil, daß der Kollektorstrom nur in sehr geringem Maße
vom Verstärkungsfaktor des Transistors abhängt. Dadurch ergibt sich nur eine geringe, vernachlässigbare
Arbeitspunktverschiebung beim Austausch von Transistoren, deren Fertigung noch weiten Streuungen
unterliegt.
Im Zusammenhang mit der frequenzunabhängigen Begrenzung steht auch, daß dieHöchfrequenzspannung
U2 am Ausgang nahezu proportional mit dem Basisstrom i3 ansteigt, wie in Fig. 6 schematisch
dargestellt ist. Diese Tatsache kann in sehr einfacher Weise zur Modulation der Hochfrequenzspannung
ausgenutzt werden. In Fig. 7 ist schematisch unter Verwendung der Anordnung nach Fig. 1
gezeigt, wie beispielsweise der Modulationsstrom zugeführt wird. Aus der Spannungsquelle NF wird
über den Widerstand/?3 und den Trennkondensator
C3 ein Modulationsstrom in den Kreis mit dem Steuerstrom I1 eingefügt. Dadurch ändert sich
die Größe der Ausgangswechselspannung im Takte der Modulationsfrequenz. Mit dieser Anordnung ist
es möglich, eine Modulation bis zu 100 % zu erzielen. Der Widerstand R3 kann auch komplex, z. B.
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als Sperrkreis für die Hochfrequenz, ausgebildet werden, um den niederfrequenten Leistungsbedarf
gering zu halten. Damit keine unzulässige Entnahme von Hochfrequenzenergie über die Wicklung
WR erfolgt, muß der Widerstand Rs entsprechend
groß gemacht werden.
Fig. 7 zeigt noch eine weitere Ausführungsform des Übertragers Tr, bei der der Schwingkreis LC2
und der Ausgangskreis mit dem Belastungswiderstand R2 mit getrennten Wicklungen ausgeführt
sind.
Claims (6)
1. Oszillatorschaltung für Transistoren mit einer Begrenzereinrichtung für den Steuerstrom,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerstrom über einen Vorwiderstand einer Vorspannungsquelle ' entnommen und mit Hilfe eines Gleichrichters,
ferner der als Gleichrichterstrecke wirkenden Emitter-Basis-Strecke und einer aus
dem Ausgangskreis in den Steuerkreis rückgeführten Spannung in zwei getastete Gleichströme
aufgespalten wird, von denen der über die Strecke Basis-Emitter fließende Strom für
die Aussteuerung des Transistors zur Wirkung kommt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erhöhung des Widerstandes der Strecke Kollektor-Emitter im stromdurchflossenen
Zustand der Widerstand des Basiszweiges verringert und der des Emitterzweiges erhöht wird, indem parallel zur Strecke
Basis-Emitter ein passives Zweipolnetzwerk und in den Emitterzweig ein zweites passives Zweipolnetzwerk
gelegt wird.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zweipolnetzwerk
parallel zur Strecke Basis-Emitter aus der Reihenschaltung eines Gleichrichters und eines
ohmschen, Widerstandes besteht.
4. .Anordnung nach Anspruch 1 bzw. 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Belastungswiderstand parallel zum Schwingkreis liegt.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bzw. 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß' Belastungskreis, Schwingkreis, Rückkopplungskreis und Kollektorkreis
teilweise oder ganz über getrennte Wicklungen eines gemeinsamen Übertragers1
miteinander gekoppelt sind.
6. Anordnung nach Anspruch 1 bzw. Anspruch ι und einen oder mehreren der Ansprüche
2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Steuergleichstrom (I1) ein Wechselstrom
(im) überlagert wird, der die Ausgangsspannung des Oszillators moduliert.
7· Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulationsstrom über
eine Impedanz (i?3),die zumindest für die Hochfrequenz
einen hohen Widerstand bildet, in den Steuerkreis geführt wird. · ■
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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