DEST008329MA - - Google Patents

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DEST008329MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Juni 1954 Bekanntgemacht am 17. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vcrstärkerfolien für Röntgenzwecke, wobei von der Anordnung einer Schwermetallschicht Gebraucli gemacht wird, die unter Einfluß von Röntgenstrahlen Sekundärstrahlen aussendet.
Bisher hat man zur Herabsetzung der Belichtungszeiten von Röntgenaufnahmen Fluoreszenzschichten angeordnet und diese Schichten, um die Verstärkungswirkung zu steigern, in größerer Dicke ausgeführt. Hierbei ergab sich jedoch, daß die Zeichnungsschärfe beeinträchtigt wurde. Andererseits ist es bekannt, allein mit Bledfolien od. dgl. zu arbeiten unter Ausnutzung von deren Sekundärstrahlen. Solche Schwermetallschichten wurden auch schon mit einer photographischen Schicht, z. B. mit einem Film, verbunden. Sofern man aber wie z. B. in der Materialprüfung mit biegsamen Kassetten arbeitet, ergibt sich bei der Verwendung von Schwermetallschichten in bekannter Ausführung der Nachteil, daß beim wiederholten Gebrauch der Kassette ein Knittern der Schwermetallfolie und schließlich ein Brechen eintritt. -Hierdurch würde die Folie in kurzer Zeit unbrauchbar. Es wurde auch schon vorgeschlagen, einen Leuchtschirm so aufzubauen, daß man Schwermetallsalze mit Leuchtsubs'tanzen mischte und sie in einer gemeinsamen Schicht anordnete. Bei Beobachtungsschirmen mag dies befriedigen. Bei Aufnahmen dagegen ergibt sich der Nachteil, daß die Schwermetallteilchen
609 526/398
St 8329 IVa/57 b
durcli Leuchtstoffteilchen getrennt sind, so daß die Schwermetallschicht nur noch eine gewisse Gitterwirlkung .hat, also Röntgenstrahlen zum Teil absorbiert, zum Teil aber durchtreten läßt. Der Zusatz von Schwermetallteilchen zur Leuchtstoffschicht .läßt sich aber nicht unbeschränkt steigern, da dann der Anteil an Leuchtsubstanz vermindert und die angestrebte Verkürzung der Belichtungszeit beeinträchtigt würde. Würde man dagegen eine Schwer -
ίο metallschicht zwischen der Leuchtstoffschicht und einer Trägerschicht anordnen, so bedingt dies einen zusätzlichen Arbeitsgang, der die Herstellung ver-
. teuert. Weiter würde aber wieder im Falle öfteren Biegens einer solchen Folie ein Knittern und Brechen eintreten.
Gegenüber den bisher bekannten Verstärkungsfolien wird erfindungsgemäß eine bedeutende Verbesserung der Wirkung dadurch ,erzielt, daß die Schwermetallanteile, beispielsweise Bleiisalz, dem eine schmiegsame Grundlageschicht bildenden Werkstoff in seiner Masse beigemischt und fluoreszierende Salze in möglichst dünner folienartiger Schicht auf diese Schicht aufgebracht werden. Hier-' bei wird erreicht, daß infolge der geringen Leuchtstoffschichtstärke Zeichnungsschärfen verhindert werden, daß aber andererseits die Sekundärstrahlen der im Schichtträger enthaltenen Schwermetallsalze auf der photographischen Schicht voll wirksam werden. Vorteilhaft ist es ferner, mindestens die der Leuchtstoiffschicht zugekehrte Seite der Grundlageschicht wesentlich dunkler zu färben als die Leuchtstoffschicht, weil man so das Entstehen von Reflexen der von der Leuchtstoffschicht ausgehenden Strahlen und damit eine Zeichnungsschärfe vermeidet.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Herstellung von Röntgenverstärkungsfolien, bei welchen eine unter dem Einfluß von Röntgenstrahlen Sekundärstrahlen abgebende Schwermetallschicht mit 'einer Schicht aus fluoreszierenden Salzen vereinigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwermetallanteile, beispielsweise Bleisalze, dem eine schmiegsame Grundlageschicht bildenden Werkstoff in seiner Masse beigemischt und fluoreszierende Salze in möglichst dünner folienartiger Schicht auf diese Grundlageschicht aufgebracht werden.
2. Verstärkungsfolie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundlageschicht min- ^, ■destens an der der Leuchtstoffschicht zugekehrten Seite wesentlich dunkler gefärbt ist als die Leuchtstoffschicht.
Angezogene1 Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 229894, 309165, 703255, 282578, 283599, 286797.
© 609 526/398 5. 56

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