DEST007815MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Februar 1954 Bekanntgemacht am 26. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Leichtmotorrädern od. dgl. wird das Anwerfen des Motors mit Hilfe der Tretkurbel ohne
gleichzeitigen Antrieb des Hinterrades und die Möglichkeit sowohl des Mittretens bei Bergfahrt
S als auch des ausschließlichen Fußantriebes angestrebt. Zu diesem Zweck wurden bereits Antriebsanordnungen vorgeschlagen, die aus der, Motorkurbelwelle, einem Zahnradwechselgetriebe mit
gegenüber dessen Antriebswelle versetzter Abtriebswelle, die das Kettenrad für die einzige zum
Hinterrad führende Antriebskette trägt, einer Zwischenwelle und einer im gemeinsamen Motorgetrie-
; begehäuse gelagerten Tretkurbelwelle bestehen. Dabei ist die Tretkurbelwelle mit der Abtriebswelle
des Getriebes wahlweise kuppelbar, und auf der Zwischenwelle lagern zwei Zahnräder, von
denen das eine mit einem Zahnrad, auf der Abtriebswelle und das andere mit einem Zahnrad auf
der Tnetkurbelwelle kämmt.
Die Freilaufkupplung ist auf der Tretkurbelwelle angeordnet, die Zahnräder auf der Zwischenwelle
sind miteinander fest verbunden, und das eine von ihnen kämmt mit einem eigenen auf der Antriebswelle
lagernden und mit einem der schaltbaren Getrieberäder verbundenen Zahnrad. Diese as
bekannten Anordnungen haben den Nachteil, daß während des Motorlaufes alle Zannräder des Tretkurbelantriebes, auch wenn nicht mitgetreten wird,
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die Tretkurbelwelie also in Ruhe bleibt, ständig mitrotieren, wodurch bedeutende ,Leistungsverluste
infolge Pantschens dieser zum Teil großen Zahnräder im Ölsumpf entstehen. Außerdem ergibt
sich ein höherer Bauaufwand.
Bei einer änderen'.bekannten Ausführungsform
ist ein Zahnradwechselgetriebe mit direktem Gang bzw. mit koaxialer An- und Abtriebswelle vorgesehen.
Die Freilaufkupplung ist aber wiederum auf der Tretkurbelwelie angeordnet, und eines der
beiden fest miteinander verbundenen Zahnräder der Zwiischenwelle kämmt mit einem auf der Abtriebswelle
sitzenden Ritzel. Auch bei dieser Anordnung treten daher die gleichen Nachteile in
Erscheinung. ...,'.
Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Mängel und die Schaffung einer Antriebsanordnung
der zuerst beschriebenen Art, bei der die Zahl der " dauernd mitlaufenden Zahnräder des Tretkurbel- i
antriebes auf ein Minimum herabgesetzt ist, die Anordnung dieser schwächer bemessenen Freilaufkupplung
ermöglicht wird und sich eine kleinere Baulänge für den .Motorgetriebeblock ergibt. ■■'·'■ ■
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß von den beiden Zahnrädern der Zwischenwelle das
eine, mit dem'Tretkurbelwellenzahnrad kämmende
Zahnrad auf der Zwischenwelle festsitzt, das andere aber frei drehbar gelagert und zwischen den beiden
eine Freilaufkupplung vorgesehen ist. Diese Anordnung der Freilaufkupplung auf der Zwischenwelle
hat zur Folge, daß während des Motorlaufes das Zahnradpaar zur Tretkurbelwelle in Ruhe bleibt,
so daß sich eine Verminderung der Leistungsverluste durch das Pantschen der Zahnräder im Ölsumpf
ergibt. Ferner liegt dadurch die Freilaufkupplung im Bereiche höherer Drehzahlen sowie
niedrigerer Drehmomente und kann daher schwächer bemessen sein. Außerdem werden auf diese
Weise bei der bevorzugten Ausbildung der Freilaufkupplung als Gewindeklauenkupplung die
Schaltzeiten kürzer und das Einrücken sicherer.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kämmt das frei drehbare Zahnrad der Zwischenwelle unmittelbar
mit einem schaltbaren Getriebezahnrad auf der Abtriebswelle, vorzugsweise mit jenem für
die Höchstgeschwindigkeit. Es entfällt also das gesonderte Zahnrad auf der Abtriebs welle, wie es
bei der bisher bekannten Anordnung vorgesehen ist, und durch den Eingriff mit dem Getriebezahnrad
für die Höchstgeschwindigkeit wird sowohl das Anwerfen des Motors mit . vergleichsweise
höherer Drehzahl ermöglicht als auch das Mittreten bei laufendem Motor oder der reine Fuß antrieb infolge
der geringeren erforderlichen Drehzahl der Tretkurbelwelle erleichtert. ; ; .,■ --. ;■■■■■■ . ι
Erfindungsgemäß : :sind schließlich die beiden Wellen des Zahnradwechselgetriebes sowie die
Zwischenwelle unterhalb der durch die-Achsen der Motorkurbelwelle und der Tretkurbelwelle gelegten
Ebene angeordnet, wobei die Tretkurbel welle gegenüber der Zwischenweliie nach vorn versetzt ist.
Auf diese Weise wird eine wegen Festigkeitserhöhung und Gewichtsverminderung vorteilhafte Verkürzung der Baulänge des ganzen Motorgetriebegehäuses
erreicht, und der ebenfalls daraus folgernde verhältnismäßig kurze Achsabstand von
Motorkurbelwelle und Tretkurbelwelle ergibt eine gute Pedallage für den Fußantrieb bei günstiger
Motoranordnung zwischen den Fahrzeugrädern.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt .
Fig. ι eine Antriebsanordnung für Leichtmotorräder
od. dgl. im Schnitt nach Linie I-I der Fig. 3,
Fig. 2 eine Einzelheit im Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und
Fig. 3 die Gesamtanordnung bei abgenommenem Seitendeckel des Motorgetriebegehäuses in kleinerem
Maßstab.
, In einem aus einem Mittelteil 1 und zwei seitlichen
Deckelteilen 2, 3 bestehenden gemeinsamen Gehäuse sind sowohl die Motorkurbelwelle 4 und
die beiden Wellen 5, 6 eines Zahnradwechselgetriebes als auch eine Zwischenwelle 7 und die Tretkurbelwelle
8 gelagert. Das Zahnradwechselgetriebe besteht aus den beiden treibenden Zahnrädern
9, 10, die fest mit der Antriebswelle 5 verbunden sind bzw. mit dieser aus einem Stück
bestehen, und zwei ständig mit den Zahnrädern 9, 10 kämmenden, auf der Abtriebswelle 6 voneinander
unabhängig frei drehbaren getriebenen Zahnrädern 11, 12. Die Antriebswelle 5 des Zahnradwechselgetriebes
wird von der Motorkurbelwelle 4 über eine Kupplung 13 und ein Zahnradpaar 14, 15
angetrieben.
In der- hohlen Abtriebs welle 6, auf der außen ein Kettenrad 16 für die einzige zum Hinterrad
führende Antriebskette sitzt, ist eine Schaltstange 17 verschiebbar, die mit einem durch Schlitze 6a
der Abtriebswelle 6 durchtretenden, verschiebbaren Schaltglied 18 fest verbunden ist. Die Zahnräder
11, 12 sind mit Innenklauen versehen, in die
je nach Schaltstellung das Schaltglied 18 zur Kupplung mit der Abtriebswelle 6 eingreift. Am
Deckelteil 2 des Motorgetriebegehäuses ist ein zweiarmiger Hebel 19 gelagert, der mit dem einen
seiner Arme auf die Schaltstange 17 und damit auf das Schaltglied 18 einwirkt. In der gezeigten
Stellung sind beide Zahnräder 11, 12 ungekuppelt,
d. h., sie können sich auf der Abtriebswelle 6, ohne diese mitzunehmen, frei drehen. Wird die Schaltstange
17 mit. Schaltglied 18 mit Hilfe des Hebels 19 gegen die Wirkung der im Innern der Abtriebswelle 6 angeordneten Druckfeder 20 nach rechts
verschoben, so wird das Zahnrad 12 mit der Abtriebswelle
6 gekuppelt (r. Gang). Wird der Hebel 19 von der Schaltstange weg -nach außen verschwenkt,
wird das Schaltglied 18 unter der Wirkung der Feder 20 nach links verschoben und zum
Eingriff mit den Klauen des Zahnrades 1 j gebracht (2. Gang). ;.. , . ;, ;.. .:'-. ■-: '
Auf der Zwischenwelle.7.lagern,zwei;Zahnräder
21, 22, von denen das eine Zahnrad 21 unmittelbar mit dem schaltbaren Getriebezahnrad 11, also mit
dem Getriebezahnrad für die Höchstgeschwindigkeit, kämmt und auf der Zwischenwelle 7 frei
drehbar ist, wogegen das andere Zahnrad 22 auf
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der Zwischenwelle 7 festsitzt bzw. mit dieser aus einem Stück gefertigt ist und mit einem Zahnrad
23, das auf der Tretkurbelwelle 8 aufgekeilt ist, im Eingriff steht. Das Zahnrad 21 ist mit Hilfe
einer auf der Zwischenwelle 7 angeordneten Gewindeklauenkupp^ng 24 mit der Zwischenwelle
bzw. dem Zahnrad 22 kuppelbar. Um die Kupplungsmuffe 24 gegen Verdrehung zu sichern und
damit überhaupt das Funktionieren der Gewindeklauenkupplung zu gewährleisten, greift an der
Kupplungsmuffe 24 eine Bremsfeder 25 an, die ihrerseits die Tretkurbelwelle 8 umschlingt und so
gegen Verdrehung gesichert ist.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Antriebswelle 5, die Abtriebswelle 6 mit dem Kettenrad 16
für die Antriebskette des Hinterrades und die Zwischenwelle 7 unterhalb der durch die Achsen
der Motorkurbelwelle 4 und der Tretkurbelwelle 8 gelegten Ebene angeordnet sind und daß die Tretkurbelwelle
8 gegenüber der Zwischenwelle 7 nach vorn versetzt ist, so daß sich geringstmöglicher
Abstand zwischen Motor- und Tretkurbelwelle und kürzeste Baulänge des Motorgetriebegehäuses
i, 2, 3 ergeben.
Soll der Motor angeworfen werden, brauchen nur in Leergangstellung des Zahnradwechselgetriebes
die Tretkurbeln 26 im Sinne des Vorwärtstretens betätigt werden, in welchem Falle sich die
Kupplungsmuffe 24 geigen das Zahnrad 21 verschiebt und dieses mit der Zwischenwelle 7 bzw.
dem Zahnrad 22 kuppelt, so daß der Kraftfluß von der Tretkurbelwelle 8 über die Zahnräder 23, 22,
die Zwischenwelle 7, die Kupplung 24 zum Zahnrad 21 und von diesem über die Zahnräder 11, 9
zur Antriebs welle 5 und schließlich waiter, über die . Zahnräder 15, 14 und die Kupplung 13 zur Motorkurbelwelle
4 erfolgt. Sobald der Motor läuft, rückt die Gewiindeklauenkupplung 24 selbständig
aus, und es dreht sich lediglich das Zahnrad 21 mit, wogegen die Zahnräder 22, 23 in Ruhe bleiben. Es
braucht nicht besonders betont zu werden, daß sich beim eben geschilderten Anwerfen des Motors mit
Hilfe der Tretkurbeln die Abtriebswelle 6 mit dem Kettenrad 16 so lange nicht mitbewegt, als sich
das Schaltglied 18 in der gezeichneten Leergangstellung befindet. Ist der Motor durch entsprechende
Betätigung der Kupplung 13 abgeschaltet und das Schialtglied 18 zum Eingriff mit den Klauen des
Zahnrades 11 oder 12 gebracht, so wird reiner Tretantrieb erreicht, wobei für den ausschließlichen
Tretantrieb selbstverständlich beide Getriebegänge ausgenutzt werden können. Schließlich kann, wenn
der Motor eingekuppelt und einer der beiden Gänge eingeschaltet ist, selbstverständlich mitgetreten
werden. .. '55
Claims (3)
1. Antriebsanordnung für Laichtmotorräder od. dgl., bestehend aus der Motorkurbelwelle,
einem Zahnradwechselgetriebe mit gegenüber dessen Antriebswelle versetzter Abtriebswelle,
die das Kettenrad für die einzige zum Hinterrad führende Antriebskette trägt, einer Zwiechenwelle
und einer im gemeinsamen Motorgetriebegehäuse gelagerten Tretkurbelwelle, wobei letztere mit der Abtriebswelle wahlweise
kuppelbar ist und auf der Zwischenwelle zwei Zahnräder lagern, von denen das eine mit einem
Zahnrad auf der Abtriebswelle und das andere mit einem Zahnrad auf der Tretkurbelwelle
kämmt, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Zahnrädern (21, 22) der Zwischenwelle
(7) das eine mit dem Tretkurbelwellenzahnrad (23) kämmende Zahnrad (22) auf der Zwischenwelle
festsitzt, das andere (21) aber frei drehbar gelagert und zwischen den beiden (21,22)
eine Freilaufkupplung (24) vorgesehen ist.
2. Antriebsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das frei drehbare
Zahnrad (21) der Zwischenwelle (7) unmittelbar mit einem schaltbaren Getriebezahnrad (11)
auf der Abtriebswelle (6), vorzugsweise mit jenem für die Höchstgeschwindigkeiit, kämmt.
3. Antriebsanordnung nach Anspruch 1 oder
den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wellen (5, 6) des Zahnradwechselgetriebes
sowie die Zwischenwelle (7) unterhalb der durch die Achsen der Motorkurbelwelle (4) und der Tretkurbelwelle (8)
gelegten Ebene angeordnet sind, wobei die Tretkurbelwelle gegenüber der Zwischenwelle
. nach vorn versetzt ist.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 845 169;
österreichische Patentschrift Nr. 175 491.
Deutsche Patentschrift Nr. 845 169;
österreichische Patentschrift Nr. 175 491.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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