DEST007798MA - - Google Patents

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DEST007798MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 19. Februar 1954 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Dachkonstruktion, die insbesondere im Zeltbau Anwendung findet.
Es ist bereits bekannt, kreisrunde oder ovale Flächen oder Bauwerke in der Weise zu überdachen, daß an festen Auflagern, z. B. einem außenliegenden Zugring, nach unten durchhängende Tragseile verankert sind, die durch quer zu ihnen verlaufende, vorzugsweise rechtwinklig zu ihnen angeordnete Spannseile abgefangen werden, so daß
ίο auf diese Weise ein Flattern der Dacheindeckung, das beispielsweise bei Sogkräften auftritt, weitgehend unterbunden wird. Diese bekannten sogenannten Hängedächer haben den Nachteil, daß die einzelnen Seile oder Drähte verschieden lang sind und eine vergleichsweise hohe Anzahl von Verankerungsstellen erfordern; durch die ungleiche Länge der Seile ist ferner bedingt, daß in jedes Zugseil eine seiner jeweiligen Länge und Belastung entsprechende Zugkraft eingeleitet werden muß. Auch das Eindecken langgestreckter Bauten, bei denen die Tragseile vom First zur Traufe und die Spannseile von Giebelwand zu Giebelwand verlaufen, ist nach diesem bekannten Verfahren nicht möglich; man war vielmehr gezwungen, derartige langgestreckte Bauten in Binderfelder zu unterteilen.
Diese Nachteile werden bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Dachkonstruktion in der Weise vermieden, daß die Spannseile, die eine zu den Tragseilen entgegengesetzte Wölbung aufweisen, in der
509 700/31

Claims (5)

St 7798 V/37 a gleichen Richtung wie die Tragseile geführt sind und mit den Tragseilen über 'Querseile, Querdrähte oder die Dachhaut in kraftschlüssiger Verbindung stehen. Hierdurch wird es ermöglicht, die Dacheindeckung weitgehend aufzugliedern und aufzuteilen. So können beispielsweise die Spannseile mehr oder weniger gewölbt sein, während der Abstand der Spannseile von den Tragseilen sowie der ίο gegenseitige Abstand der die Tragseile und Spannseile verbindenden Querseile der jeweiligen Dachhaut, angepaßt werden. Die Dachhaut selbst kann aus Leinwand oder anderen Gewebebahnen, z. B. Kunststoffbahnen, oder Metallfolien, durchscheinendem Material, z.B. Glas, oder auch Beton bestehen. Sofern jeweils nur ein einzelnes Tragseil und ein einzelnes Spannseil wechselweise angeordnet wird, ergibt sich in der Längsrichtung des Bauwerkes eine sägezahnähnliche Dacheindeckung, während durch eine Anordnung von jeweils mehreren Tragseilen oder Spannseilen nebeneinander eine wellenförmige Dacheindeckung erreicht wird. Die Eindeckung von kreisförmigen, kreisringförmigen oder kreisringsegmentförmigen Grundflächen erfolgt bei der Konstruktion gemäß der Erfindung in der Weise, daß die Tragseile und die Spannseile auf der Innenseite der Dachkonstruktion an einem Zugring oder Zugteilring verankert sind. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäß ausgebildeten Dachkonstruktion dargestellt. Darin zeigt Abb. ι eine Dachkonstruktion mit einer sägezahnartigen Dacheindeckung, Abb. 2 ebenfalls eine Dachkonstruktion mit sägezahnartiger Dacheindeckung bei andersartiger Ausbildung der Stützen, Abb. 3 eine Dachkonstruktion mit einer wellenförmigen Dacheindeckung, Abb. 4 eine Dachkonstruktion mit einem kreisringsegmentförmigen Grundriß. Wie Abb. 1 zeigt, verlaufen die nach unten durchhängenden Tragseile 1 und die nach oben gewölbten Spannseile 2 in der gleichen Richtung und sind durch die Dachhaut 3, wie in Abb. 2 dargestellt ist, oder durch Querseile 4 oder Querdrähte miteinander verbunden. Das Spannen der Seile 2 erfolgt durch Spannschlösser oder andere allgemein bekannte Vorrichtungen, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind. Bei der wellenförmigen Dachkonstruktion gemäß Abb. 3 sind in den Wellenkämmen und in den Wellentälern jeweils zwei Tragseile 1 und zwei Spannseile 2 angeordnet, die über Querseile 4 in kraftschlüssiger Verbindung stehen. Bei der kreissegmentförmigen Dachkonstruktion nach Abb. 4 sind die Tragseile 1 und die Spannseile 2 an einem innenliegenden Teilring verankert. Dieser Teilring besteht bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem räumlichen Zugglied, das aus dem Hauptfangseil 5, weiteren Fangseilen 6, 7 sowie aus die Fangseile verbindenden Querseilen 8 besteht. Die freien Ränder der membranartig gespannten Dachhaut 3 können, wie Abb. 2 zeigt, durch Verstärkungsseile 9 gesichert werden. Paten ta ν s PR O c η E:
1. Dachkonstruktion, insbesondere Zeltkonstruktion, aus an festen Auflagern verankerten, nach unten durchhängenden Tragseilen und die Tragseile abfangenden Spannseilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannseile (2), die eine zu den Tragseilen entgegengesetzte Wölbung aufweisen, in der gleichen Richtung wie die Tragseile (1) geführt sind und mit den Tragseilen (1) über Querseile (4), Querdrähte oder die Dachhaut (3) in kraftschlüssiger Verbindung stehen.
2. Dachkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein oder mehrere Tragseile (1) wechselweise zu einem 85, oder mehreren Spannseilen (2) angeordnet sind,
so daß sich entweder eine sägezahnförmige oder . wellenförmige Dacheindeckung ergibt.
3. Dachkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, für eine kreisförmige, kreisringförmige oder g<> kreissegmentförmige Grundfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragseile (1) und Spannseile (2) auf der Innenseite der Dachkonstruktion an einem Zugring oder Zugteilring verankert sind. 95,
4. Dachkonstruktion nach Anspruch 3 mit einem innenliegenden, auf Zug beanspruchten Teilring, dadurch gekennzeichnet, daß der Teilring ' aus einem Hauptfangseil (5) besteht, das erforderlichenfalls durch weitere Fangseile
. (6,7) und Querseile (8) als räumliches Zugglied ausgebildet ist.
5. Dachkonstruktion nach einem der Ansprüche ι bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Ränder der zwischen den Tragseilen 105, (1) und Spannseilen (2) membranartig gespannten Dachhaut durch Verstärkungsseile (9) gesichert sind. .
Angezogene Druckschriften: na
Zeitschrift »Bauwelt«, Jg. 1952, Heft 40, S. 635 bis 638 und Jg. 1953, Heft 27, S. 524 bis 528. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 509 700/31 3. 56

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