DEST007051MA - - Google Patents

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DEST007051MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. September 1953 Bekannitgemacht am 27. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Dampferzeuger, welche durch zwei oder mehrere verschiedenartige Brennstoffe, ζ. B. Gichtgas, Öl, Kohlenstaub, abwechselnd oder im Gemisch beheizt werden.
Die Anwendung verschiedener Brennstoffe, insbesondere solcher mit verschieden großem Inert-Gasballast, im gleichen Kessel bedingt eine Heißdampfregelung in, sehr großem Bereich, welche durch Einspritzkühler überhaupt nicht und durch Oberflächenkühler nur mit großem Kühlflächenaufwand beherrscht werden kann.
Es ist bekannt, eine rauchgasseitige Überhitzerregelung vorzusehen, bei der eine Überhitzergruppe (im folgenden, Überhitzerregelgruppe genannt) einem Teil der Verdampfer- bzw. Nachheizflächen rauchgasseitiig parallel geschaltet ist und durch Regelklappen ganz oder teilweise abgeschaltet werden kann.
Diese Schaltung erlaubt zwar grundsätzlich ·— und bei geeigneter Ausführung und Bedienung der 'Rauchgasorganei auch praktisch, —, die: Heißdampftemperaitur für die verschiedenen Brennstoffe annähernd; gleich zu halten. Dadurch wird jedoch die eigentliche Ursache der bestehenden Schwierigkeiten, nämlich die vom Gasballast des Brennstoffs abhängige, verschieden hohe Flammentemperatur im Feuerraum, nicht beeinflußt, die beispielsweise mit steigendem Gasballast sinkt und somit die Dampfentwicklung in den Feuerraumkühlrohren wesentlich herabsetzt. Daher muß bei den. bekann-
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ten Anordnungen der der Überhitzerregelgruppe
■ parallel geschaltete Regelverdampfer besonders ausgelegt werden, wodurch die Kesselbaukosten bedeutend erhöht und der Feuerungsbetrieb eirschwert werden.
Nach der Erfindung wird daher bei derartigen Dampferzeugern, in denen zwecks räuchgasseitiger· Überhitzerregelung parallel zu einer Überhitzerregelgruppe eine Verdampferregelgruppe geschaltet
ίο ist, außerdem im. gleichen Parallelzug zur Überhitzergruppe der genannten Verdampferregelgruppe ein Teil des ohnehin erforderlichen Luftvorwärmers unmittelbar nachgeschaltet. Dadurch wird die an, sich bekannte Anordnung der beiden Parallelzüge mit den, genannten. Regelheizflächen voll wirksam, weil bei stärkerer Belastung des Regelverdampf erzuges (nämlich bei Verfeuerung von Gichtgas beispielsweise) nicht nur die Überhitzungstemperatur in, üblicher Weise herabgesetzt, sondern
auch gleichzeitig und selbsttätig die an sich herabgesetzte Feuerraumtemperatur nunmehr infolge erhöhter Luftvorwärmung gesteigert wird.
A^orwiegend um eine zu große Dampfbildung im weiter nachfolgenden Wasservorwärmer zu verhin.-dem und um die Rauchgasklappen im Überhitzer-
j. teilzug zu schonen,- wird zwischen diese und die Überhitzerregelgruppe vorteilhaft noch eine mäßig große Verdampferheizfläche eingeschoben.
Die vorgeschlagene Kesselkonstruktion läßt sich besonders vorteilhaft verwirklichen, wenn die Verdampferheizflächen, im Zwanglauf, beispielsweise im Zwangumlauf,-durchströmt werden. In an sich bekannter Weise können dabei die genannten Heizflächengruppen, insbesondere in den beiden Parallelzügen, und auch ein Teil der Trennwände durch Rohre der zwangläufig durchströmten Verdampferrohre gehaltert bzw. gebildet werden. Überdies beisteht bei zwangläufiger Durchströmung der Verdampferrohre bekannterweise eine weitaus größere Freiheit in der räumlichen Anordnung der Verdampferheizflächen.
Bei Anwendung des Zwangumlaufsystems kann ein zur Sicherheit noch vorgesehener Heizdampfkühler in das Kesselwasserumlaufsystem eingeschaltet sein.
Insbesondere die Trennwand zwischen den vorgenannten beiden. Parallelzügen, kann in an sich bekannter Weise durch, Verdampferrohre gebildet werden. ,.. _ . '
Natürlich können; ebenso1 die Verdampferheizflächen mit den Halterungsrohren, bzw. den die Rauchgastrennwänden bildenden. Rohren, wasserseitig in Reihe geschaltet sein.
In .der Abbildung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch, dargestellt.
Es bezeichnen 1 den Hauptverbrennungsraum, 2 den Strahlungsraum. 3 ist die Heißdampfgruppe und, 13 die Sattdampf gruppe des von den gesamten Rauchgasen beaufschlagten Hauptüberhitzers. Die-" ser Hauptüberhitzer ist so ausgelegt, da.ß er für die Feuerung mit. dem geringstwertigen Brennstoff ausreicht. Zwischen, die Überhitzergruppen 3 und, 13 ist ein Heißdampfkühler 4 geschaltet, der die verlangte Heiß dampf temperatur auch bei schwierigen Verhältnissen, konstant hält. An den Überhitzerzug schließen sich zwei rauchgasseitig parallel geschaltete Kesselzüge 5 und 15 an. Beide Kesselzüge werden getrennt durch eine geschlossene Rohrwand. 25. Die beiden getrennten Züge sind rauchgasseitig absperrbar durch. Rauchgasklappen 6 und 16. In dem Zug 15 ist in üblicher Weise eine Überhitzerregelgruppe 7, 17 untergebracht, die dazu dient, die verlangte Heißdampf temperatur auch bei hochwertigen, Brennstoffen, z. B. Kohle, zu erreichen. Der Überhitzerregelgruppe 7, ,17 ist rauchgasseitig eine Verdampferheizfläche 18 nachgeschaltet. In dem Zug 5 werden bei Fahren des Kessels mit minderwertigem Brennstoff die Rauchgase durch, eine Verdampferheizfläche 8 sowie einen Luftvorwärmer 9 abgekühlt. Dabei ist der Kesselzug 15 mit dem Überhitzer 7, 17 und der Verdampferheizfläche 18 durch Riegelklappen 16 aus dem Rauchgasstrom ausgeschaltet.
Im weiteren Verlauf durchströmen die Rauchgase die Nachheizflächen, z. B. Speisewasser- oder Luftvorwärmer 19, und zwar sowohl diejenigen der minderwertigen als auch der hochwertigen Brennstoffe.
Die in die Kesselzüge 5 und 15 eingebauten Verdampferheizflächen sind an gemeinsame Verteiler und Sammler 21 angeschlossen. Die. Rohrgruppen 8 und, 18 sind mit der Trennwand 25 und der Überhitzeraufhängung 22 in Reihe geschaltet.
Die mittels der Pumpe 20 im Zwanglauf betriebenen Kesselheizflächen, 8 und, 18 sind mit der Brennerkühlung 23 und dem Heißdampfkühler 4 wasserseitig parallel geschaltet. Das in diesen, zwangdurchströmten Rohren gebildete Dampf-Wasser-Gemisch wird über die Gemischreitungen 14, 24 und 34 der Kesseltrommel 26 zugeführt.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Für die abwechselnde oder in, verschiedener Mischung gleichzeitige Verfeuerung von Brennstoffen, mit verschiedener theoretischer Verbrennungstemperatur bestimmter Dampfkessel mit einander parallel geschalteter Verdampfer- und Überhitzerregelgruppe, dadurch gekennzeichnet, daß eine besondere Luftvorwärmerteilgruppe (9) der Überhitzerregelgruppe (7, 17) rauchgasiseitig parallel- und der Verdampferregelgruppe (8) unmittelbar nachgeschaltet ist.
2. Dampfkessel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine der Überhitzerregelgruppe (7, 17) im zugehörigen Rauchgasteilzug in an sich, bekannter Weise unmittelbar nachgeschaltete Verdampferteilgruppe (18).
3. Dampfkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampferregelgruppe (8) an ein Zwangumlaufsystem angeschlossen ist, das in an sich bekannter ■ Weise, gleichzeitig die Kühlung (23) der Feuerungseinrichtung und des Heißdampfoberflächenkühlers (4) übernimmt.
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4. Dampfkessel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdampferheizfläche (8) in bekannter Weise gleichzeitig zum Aufbau einer Trennwand (25) zwischen dem Regelüberhitzerzug (15) und dem parallel geschalteten Heizflächenzug (5) dient.
5. Dampfkessel nach den, Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Rohrelemente (22) der Verdampferheizfläche (8, 18) in an sich bekannter Weise gleichzeitig zur Aufhängung des Regelüberhitzers (7, 17) dienen.
6. Dampfkessel nach'dem Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Hauptüberhitzer (3, 13) nachgeschalteten, im Zwangumlauf betriebenen Verdampferheiznächeii (8, 18) mit der Trennwand (25) und der Überhitzeraufhängung (22) in an sich bekannter Weise wasserseitig in Reihe! geschaltet sind:.
In Betracht gezogene Druckschriftenr:
Britische Patentschrift Nr. 688 830;
USA.-Patentschriften Nr. 2 403 237, 2 268 776.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 60S 620/152 9.56

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