DESC013602MA - - Google Patents

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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. September 1953 Bekanntgemacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Man kennt selbständig arbeitende Heftmaschinen, die die einzelnen Vorgänge in Intervallen vollziehen, wobei im Augenblick der Heftung das Werkstück nicht bewegt wird, und die der Papierstärke entsprechend gleichzeitig auf Drahtabschnitte von unterschiedlicher Länge und .entsprechender Ausgangslage einstellbar sind. Eine bekannte Heftmaschine dieser Art arbeitet mit einer Verstellung des Lagers der gemeinsamen Antriebswelle für den Vorschub, des Drahtes und, das Biegen und Einitreiben der Klammern. Diese Heftmaschine ist in ihrem Aufbau kompliziert und damit störanfällig.
Die sich auf eine Drahtzuführungs- und Schneidvorrichtung für Heftappa/rate mit Heftschließer im Falzwerk von Rotationsdruckmaschinen beziehende Erfindung macht von den genannten Merkmalen der selbständigen Heftmaschine Gebrauch. Gegenüber einer solchen Heftmaschine muß die Heftmaschine einer Rotationsdruckmaschine kontinuierlich im Rotationsprinzip arbeiten, d. h., der Drahtvorschub und die Klammerbildung müssen in fortlaufender Bewegung erfolgen, bzw. es erfolgen das Einschlagen der Dra'htklammern und das Schließen der Heftung im Falzwerk von Rotationsdruckmaschinen in fortlaufend bewegten, von Falzzylindem getragenen Werkstücken.
Die Erfindung soll bei wechselnden Papierdicken fortlaufend eine stets saubere Heftung auch bei starken Papierpacken gewährleisten durch eine veränderliche Drahtzuführung und geeignete Gestaltung der zweckmäßig in Abhängigkeit zu dieser angetriebenen Schneidvorrichtung zur Erzeugung von in ihrer Länge den verschieden dicken Papierpacken jeweils angepaßten Klammerschenkeln auf
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der Maschine unmittelbar vor der Klammerformung und dem Heftvorgang.
Bisher hat man auf Rotationsdruckmaschinen lediglich Klammern mit konstanter Schenkellänge beispielsweise zur Heftung sowohl von vier als auch von zwölf Bogen verwendet. Auf diese Art und Weise kann natürlich eine in, jeder Beziehung befriedigende Heftung nicht erzielt werden.
Die Erfindung besteht in erster Linie darin, daß ίο die angetriebene Draht-Förderrolle kegelförmig gestaltet und mit ihrem Kegelmantel zur Veränderung der Dra'htvoTschublänge gegenüber einer zylindrischen Gegenrolle, durch eine Verstellspindel verschieblich ist, die gleichzeitig die genannte Drahtzuführung mit denr ebenfalls von ihrer Antriebswelle angetriebenen oszillierenden Schneidmesser gegenüber dem ortsfesten Heftschließer entsprechend' der Länge des Drahtabschnittes einstellt.
Diese neue Ausbildung zeichnet sich durch eine große Einfachheit, billige Herstellbarkeit sowie Betriebssicherheit aus.
Die Erfindung sieht weiter vor, daß die kegelige Draht-Förderrolle zu ihren Antriebsgliedern derart verschränkt gelagert ist, daß die Kegelfläche' bei ihrer Verstellung parallel zur Rollfläche der Gegendruckrolle verschoben wird.
Die oszillierende Bewegung des Messers kann erfindungsgemäß durch eine ständig umlaufende Kurbel und ein, Kulissenstück erfolgen.
Die in einem ortsfesten Teil, z. B. einer Wand, in Achsrichtung unverschiebbar gelagerte Stellspindel ist mit Rechts- und Linksgewinden versehen, von denen, z. B. das Rechtsgewinde den Träger der Drahtzuführung und Messerhalterung und Messerantriebes und das Linksgewinde gleichzeitig einen1 Stellnocken verschiebt, der auf das Lagerböckchen der Draht-Förderrolle im Sinne der Parallelverschiebüng ihres Kegelmantels zu der zylindrischen Rollfläche der Gegendruckrolle einwirkt. .;■.:'■'■
Weitere Merkmale der Erfindung und Einzelheiten der durch dieselbe erzielten Vorteile ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispieles einer Drahtzuführungs- und Schneidvorrichtung für Heftapparate mit Heftschließer.
Es stellt dar :.■", ·■.-...■'
Abb. ι die Einstelleinrichtung der Vorrichtung, die verdoppelt veranschaulicht ist, im Grundriß, teils im Schnitt, teils in Ansicht, wobei die Antriebseingriffe fortgelassen bzw. der besseren Übersichtlichkeif halber rin der Abwicklung angedeutet sind, 7
. Abb. 2 den Antrieb und die Lagerung der Draht-Förderrolle und Gegendruckrolle, in Seitenansicht, Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Abb. 2,
Abb. 4 den Antrieb und die Halterung des oszillierenden Messers, in Seitenansicht,, teils im Schnitt, Abb. 5 einen Teilschnitt nach der Linie V-V der Abb. 4, ν; '. . ' .
Abb. 6 einen Grundriß in der Abwicklung zu Abb. 4 und 5, teilweise als Schnittdarstellung.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel mit Verdoppelung der Vorrichtung ist in den miteinander verbundenen Seitenwänden 1 in entsprechenden Büchsen 2 die Antriebswelle 3 gelagert. Dieselbe trägt zwei Schnecken 4 und 5. Obwohl die Vorrichtung in einer Verdoppelung dargestellt ist, wird sie nachstehend beschrieben ,als Einfachvorrichtung 7» mit dem Förderrollen- und Messerantrieb in Ableitung von der Schnecke 5. Die Schnecke 5 kämmt mit einem in einem Böckchen 6 mit seiner Welle 7 gelagerten Schneckenrad 8. Die Welle 7 trägt ferner ein- Zahnrad 9 mit Sohrägzähnen, mit denen ein 75; Zahnrad 10 im Eingriff steht, das auf einer Welle 11 sitzt, die die Förderrolle 12 für den Drahttransport zur Heftklammerbildung trägt. Die Welle 11 ist in einem Böckchen 13 gelagert, das mit einem Teil 13' eine Ausnehmung in der Seitenwand 1 durchsetzt und in dieser beweglich ist. Zur Bewegung dient eine Gegenstütze 13". Der Teil 13' steht unter der Spannung einer Feder 14.
Die Draht-Förderrolle 12 ist kegelförmiggestaltet. Der Kegelmantel ist in bezug auf die Drahtdurchführung 15 in der Seitenwand 1 einstellbar, die in Höhe der Werkzeuge für die Heftklammerformung liegt, von denen ein Teil links unten in der Abb. 1 angedeutet ist. 16 ist die Stellspindel, die durch ein Handrad 17 drehbar und bei 18 ortsfest in einer Wand in Achsrichtung unverschieblich gelagert ist. Diese Spindel 16 dient der gleichzeitigen Verstellung der Draht-Förderrolle 12 und des Sc'hneidmessers.
Die angetriebene Förderrolle 12 ist mit ihrem Kegelmantel parallel zur Rollfläche einer zylindrisehen Gegenrolle (Abb. 2 und 3) angeordnet. Die Förderrolle 12 ist in dieser Stellung beweglich in einem Maße, das durch die Bewegung des Teiles 13' in der Ausnehmung der Wand 1 begrenzt sein kann. Der Konus der Förderrolle 12 im Verein mit der lose mitlaufenden Gegenrolle, zwischen die der Draht in Richtung des Pfeiles der Abb. 3 von einer nicht dargestellten Drahtrolle aus eingeführt wird, bestimmt die jeweilige Vorschublänge des Drahtes, die gering ist, wenn der Draht sich am kleinen Rollkreis der Förderrolle 12 befindet (s. Darstellung in. Abb. 1 links unten und Abb. 2), und die größer ist, wenn der Draht am großen Rollkreis der Rolle 12 anliegt (Stellung rechts unten in Abb. 1 in bezug auf die Durchführung 15).
Die GegenroMenhalterung in Form eines Böckchens 19 (Abb. 2 und 3) trägt eine Gabel 20 mit einem durch eine Mutter od. dgl. gesicherten Bolzen 21, auf dem lose die Gegendruckrolle 22 sitzt. Die Gabel 20 steht unter der Wirkung einer Feder 23, deren Spannung durch einen Gewindebolzen nebst Handrad 24 regelbar ist. Die Rolle 22 wird mit der Federspannung gegen den Draht und die angetriebene Förderrolle 12 angepreßt.
Die Stellspindel 16 besitzt Rechtsgewinder, das in Gewindegängen in der Seitenwand 1 verschraubbar ist. Außerdem besitzt sie ein zugeordnetes Linksgewinde 1, das mit Muttergewinde in einem Stellnocken 25 zusammenarbeitet. Der Nocken 25 arbeitet auf die Wiederstütze 13" des Teiles 13'. Durch Drehung des Handrades 17 wird die Wand 1
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in bezug auf eine ortsfeste Wand.i8 verschoben. Bei Drehung der Spindel 16 mittels des Rades 17 im Uhrzeigersinn nähern sich die Wand 1 und der Nocken 25 einander (Stellung links in Abb. 1), bei entgegengesetzter Drehung entfernen sie sich voneinander, wobei auch die Wand 1 von der Wand 18 abrückt (rechts in Abb. 1), die sich bei der Spindeldrehung im Uhrzeigersinn der Wand 18 genähert hat. Durch die Drehung der Spindel 16 wird das Böckchen 13 durch die Teile 13', 13" mit Hilfe des Stelllnockens 25 nach vorn unten verschoben. Ebenso wandert die Seitenwand 1 mit dem daran befestigten Schneidmesser 41 (Abb. 4 bis 6). Bei Verschiebung der Wand 1 nach rechts erhält die kegelige
J5 Draht-Förderrolle 12 mit ihrem kleineren Rollkreis Kontakt mit der Gegendruckrolle 22 (s. links in Abb. i, Stellung Abb. 2) und fördert demzufolge ein kleineres Stück Draht, a/ls wenn die Stellung rechts unten in Abb. 1 eingenommen ist, in der ein län-
■20 geres Drahtstück gefördert und geschnitten wird, denn die Seitenwand 1 mit dem Messer 41 befindet sich zugleich in der Stellung, die der mehr oder minder großen Länge des geförderten Drahtes, der geschnitten und zur Heftklammer mit unterschied-
■25 liehen Schenkellängen geformt werden soll, entspricht.
Der Antrieb des oszillierenden Messers 41 erfolgt, wie aus Abb. 4 bis 6 hervorgeht, von der Welle 3 über die Schnecke S, die mit dem Schneckenrad 30 im Eingriff steht, welches auf einer Welle 31 sitzt, die in einem mit der Wand 1 verbundenen Böckchen 32 gelagert ist und an ihrem entgegengesetzten Ende eine Schnecke 33 trägt. Letztere arbeitet mit dem Schneckenrad 34 auf einer Kurbelwelle 35 zusammen. Die Kurbelwelle 35 ist in einem an der Wand ι befestigten Böckchen 37 gelagert. Der Kurbelzapfen 36 greift in eine kulissenförmige Aussparung eines Gledtstückes 38 ein und schiebt dieses hin und her. Das Gleitstück 38 (Kulissenstück) ist in einer Gleitbahn geführt, die durch eine Aussparung in der Seitenwand 1 und Führungsleisten 39 gebildet wird. An. dem Gleitstück 38 ist das Messer 41 mit Hilfe einer Halterung 40 eingespannt. In Abb. 4 sind die oszillierenden Bewegungen
■45 des Messers 41 angedeutet.
Die Spindel 16 kann natürlich auch mit mehr als
je zwei Gewinden, wie im gezeichneten Beispiel ge-. zeigt ist, ausgestattet werden, die zugleich auf eine entsprechende Anzahl von Draht-FörderroMen 12
.50 und Messerträger 1, 40 arbeiten, je nachdem, wieviel Heftungen gleichzeitig bewirkt werden sollen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Drahtzuführungs- und Schneidvorrichtung .55 für Heftapparate mit Heftschließer im Falzwerk von Rotationsdruckmaschinen, die der Papierstärke entsprechend gleichzeitig auf Drahtabschnitte von unterschiedlicher Länge und entsprechende Ausgangslage einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die angetriebene Draht-Förderrolle (12) kegelförmig gestaltet und mit ihrem Kegelmantel zur Veränderung der Drahtvorschublänge gegenüber einer zylindrischen Gegenrolle (22) durch eine Stellspindel (16) verschieblich ist, die gleichzeitig die genannte Drahtzuführung mit dem ebenfalls von ihrer Antriebswelle (3) angetriebenen oszillierenden Schneidmesser (41) gegenüber dem ortsfesten Heftschließer entsprechend der Länge des Drahtabschnittes einstellt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kegelige Draht-Fö<rderrolle (12) zu ihren Antriebsgliedern (3,4, 5, 8, 9) derart verschränkt gelagert ist, daß die Kegelfläche bei ihrer Verstellung parallel zur Rollfläche der Gegendruckrolle (22) verschoben wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oszillierende Messerbewegung durch eine ständig umlaufende Kurbel (36) und ein Kulissenstück (38) erfolgt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in einem ortsfesten Teil (18) in Achsrichtung unverschiebbar gelagerte Stellspindel (16) mit Rechts- und Linksgewinden versehen ist, von denen z. B. das Rechtsgewinde den Träger (1) der Drahtzuführung und Messerhalterung und Messerantriebes und das Linksgewinde gleichzeitig einen Stellnocken (25) verschiebt, der auf das Lagerbock- 9°·" chen (13) der Draht-Förderrolle (12) im Sinne der Parallelverschiebung ihres Kegelmantels zu der zylindrischen Rollfläche der Gegend'ruckrolle (22) einwirkt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagerböckchen (13) der Draht-Förderrolle (12) den Träger (Verstell- ' wand 1) der Messerhalterung (40) in einer Ausnehmung durchsetzt und innerhalb dieser Ausnehmung mindestens um das Verstellmaß des Kegelmantels zur Gegendruckrolle (22) zweckmäßig entgegen einem Federdruck (14) verschiebbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellspindel (16) mit mehr als zwei Gewindegruppen ausgestattet ist, die zugleich auf eine entsprechende Anzahl Draht-Förder rollen (12) und Messerträger arbeiten.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 307 578, 931 709.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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