DESC011306MA - - Google Patents
Info
- Publication number
- DESC011306MA DESC011306MA DESC011306MA DE SC011306M A DESC011306M A DE SC011306MA DE SC011306M A DESC011306M A DE SC011306MA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fire
- gas
- blading
- deflagration
- partial
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 96
- 238000004200 deflagration Methods 0.000 claims description 57
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 21
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims description 16
- 239000002737 fuel gas Substances 0.000 claims description 15
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 7
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 claims description 7
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 claims description 4
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 claims description 3
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000005474 detonation Methods 0.000 claims 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 22
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 8
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 5
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- 238000012549 training Methods 0.000 description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 2
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 2
- 238000013461 design Methods 0.000 description 2
- 230000035882 stress Effects 0.000 description 2
- 238000012546 transfer Methods 0.000 description 2
- UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N Carbon monoxide Chemical compound [O+]#[C-] UGFAIRIUMAVXCW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000000712 assembly Effects 0.000 description 1
- 238000000429 assembly Methods 0.000 description 1
- 230000033228 biological regulation Effects 0.000 description 1
- 230000001364 causal effect Effects 0.000 description 1
- 239000003337 fertilizer Substances 0.000 description 1
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 description 1
- 230000017525 heat dissipation Effects 0.000 description 1
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 1
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 1
- 238000011017 operating method Methods 0.000 description 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 description 1
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000008646 thermal stress Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. Dezember 1952 Bekanntgemacht am 29. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Bei Verpuffungsbrennkraftturbinen wurden bisher im allgemeinen zweikränzige Curtisräder,
wenigstens im Rahmen der Verpuffungsbrennkraftturbine selbst, verwirklicht, während man in den
die Treibgase ausnutzenden Turbinen bereits zu Parsonsbeschaufelungen übergehen konnte, nachdem
es gelungen war, durch Anordnung von Druckausgleichsräumen die durch das Herstellungsverfahren
mit starken Druckschwankungen angelieferten Treibgase in etwa in bezug auf Spannungsspitzen
und Drucktäler auszugleichen. Es wurde auch schon der theoretisch gebliebene Vorschlag
gemacht, in der Verpuffungsbrennkraftturbine selbst mehrstufige Gleichdruckräder mit einkränzigen
Beschaufelungen vorzusehen. Doch ordnete man auch in diesen Fällen in der ersten Druckstufe
immer noch ein zweikränziges Curtisrad an; jedem der Gleichdruckräder wurde außerdem ein besonderer
Druckausgleichsraum vorgeschaltet, um die im Treibmittel auftretenden Druckunterschiede
jeweils vor Beaufschlagung der Gleichdruckräder auszugleichen. Bei praktischen Ausführungen hielt
man jedoch an der Anordnung meistens zweier zweikränziger Curtisräder bei, wobei das zweite
Curtisrad die Feuergase verarbeitet, die man zunächst unter dem Verpuffungshöchstdruck der ersten
609 709/205
Sch 11306 Ial46 f
Turbinenstufe zugeleitet hatte, um sie hierauf unter Zwischenschaltung eines Druckausgleichsbehälters
zur Beaufschlagung des zweiten Curtisrades verwenden zu können. Dem zweiten Curtisrad
wurde außerdem eine besondere, zweite Düsenanordnung vorgeschaltet, welche Restfeuergase verarbeitete,
die über ein besonderes gesteuertes Entlassungsorgan, Auslaßventil genannt, aus den Verpuffungskammern
unter Wirkung der sie verdrängenden Ladeluft ausgeschoben worden waren. Dagegen bezeichnete man das gesteuerte Entlassungsorgan, das die höchstgespannten Feuergase zur
ersten Turbinenstufe zu entließ, als Düsenventil.
Es ist weiter der Vorschlag gemacht worden, bei Verpuffungsbrennkraftturbinen, bei denen die bei einer Verpuffung erzeugten Feuergase in mehreren Teilmengen entlassen wurden, die zweite Schaufelreihe der zweikränzigen Curtisräder abzuschirmen, so daß im Bereiche der Abschirmungen die Räder
Es ist weiter der Vorschlag gemacht worden, bei Verpuffungsbrennkraftturbinen, bei denen die bei einer Verpuffung erzeugten Feuergase in mehreren Teilmengen entlassen wurden, die zweite Schaufelreihe der zweikränzigen Curtisräder abzuschirmen, so daß im Bereiche der Abschirmungen die Räder
ao einkränzig beaufschlagt wurden. Jedoch erforderten es die Verhältnisse, die gleichen Räder von
anderen Düsen aus, denen besondere Düsenventile vorgeordnet waren, zweikränzig beaufschlagen zu
lassen, so daß wieder Umkehrschaufeln erforderlich wurden, die gegenüber Laufschaufeln infolge Fehlens
der Beaufschlagungspause betrieblich besonders hoch beansprucht sind, so daß das Bestreben
besteht, sie vollständig in FortfaM zu bringen.
Vorliegende Erfindung beruht demgegenüber auf der Erkenntnis, daß der schon früher gemachte Vorschlag, die bei einer Verpuffung erzeugten Feuergase in Teilmengen zu entlassen und mit Hilfe der 'mit niedrigeren Anfangsdrücken aus den Verpuffungskammern entlassenen Teilgasmengen Gegendrücke zu erzeugen, die synchron und mit annähernd gleicher Charakteristik verlaufen wie die Expansion von Feuergasteilmengen, die mit höheren Anfangsdrücken zu vorgeordneten Düsen- und Beschaufelungsanordnungen entlassen wurden, die Möglichkeit gibt, die Unterschiede in den Drücken, mit denen diese Feuergasteilmengen entlassen werden, der absoluten Höhe nach so zu bestimmen, daß die durch die Differenzen dieser Drücke festgelegten Feuergasteilgefälle in ausschließlich einkränzigen Rädern verarbeitbar werden.
Vorliegende Erfindung beruht demgegenüber auf der Erkenntnis, daß der schon früher gemachte Vorschlag, die bei einer Verpuffung erzeugten Feuergase in Teilmengen zu entlassen und mit Hilfe der 'mit niedrigeren Anfangsdrücken aus den Verpuffungskammern entlassenen Teilgasmengen Gegendrücke zu erzeugen, die synchron und mit annähernd gleicher Charakteristik verlaufen wie die Expansion von Feuergasteilmengen, die mit höheren Anfangsdrücken zu vorgeordneten Düsen- und Beschaufelungsanordnungen entlassen wurden, die Möglichkeit gibt, die Unterschiede in den Drücken, mit denen diese Feuergasteilmengen entlassen werden, der absoluten Höhe nach so zu bestimmen, daß die durch die Differenzen dieser Drücke festgelegten Feuergasteilgefälle in ausschließlich einkränzigen Rädern verarbeitbar werden.
Demgemäß kennzeichnet sich das erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren zum Betriebe von
Verpuffungsbrennkraftturbinen, bei dem in den Verpuffungskammern bei Verpuffungen erzeugte
Feuergasgesamtmengen in Teilmengen entlassen und letztere verschiedenen Düsen- und Beschaufelungsanordnungen
zugeführt werden, durch die Vereinigung des Verfahrens, zu den Dehnungen
-. der Feuergasteilmengen in den Beschaufelungen nach letzteren, in Feuergasrichtung gesehen, synchron
und mit annähernd gleicher Charakteristik auftretende Gegendrücke zu erzeugen, mit dem
Verfahren, die Unterschiede in den Drücken, mit denen die Feuergasteilmengen aus den Verpuff ungskammern
entlassen werden, der absoluten Höhe nach so zu bestimmen, daß die durch die Differenzen
dieser Drücke festgelegten Feuergasteilgefälle in ausschließlich einkränzigen Rädern verarbeitbar
werden. Das Verfahren der zu den Dehnungen der Feuergasteilmengen synchronen Gegendruckabsenkung
ist für sich allein nicht Gegenstand der Erfindung.
Als Vorteil der dadurch ermöglichten Anordnung ausschließlich einkränziger Räder ist also zunächst
die Vermeidung der Umkehrschaufeln zu erwähnen. Weiter führt die Teilanwendung des bereits gemachten
Vorschlages, auf den die Erfindung allein sich nicht richtet, synchrone' und mit gleicher
Charakteristik wie die Expansion verlaufende Gegendruckerzeugungen durchzuführen, zu dem
Vorteil, daß in den einkränzigen Rädern praktisch gleichbleibende Gefälle verarbeitet werden. Von
praktisch gleichen Gefällen kann man dann sprechen, wenn die maximalen Änderungen des Gefälles nach
oben höchstens 30%, nach unten höchstens 15% des optimalen Gefälles betragen. Auf diese Weise kann
das Rad bzw. die Radgruppe ausgesucht werden, die mit bestem Wirkungsgrad arbeitet, so daß damit
die Verpuffungsbrennkraftturbine in den Rang von Turbinen mit gleichmäßigem Gefälle erhoben wird,
denen gegenüber sie aber noch den Vorteil der thermisch besseren Ausnutzung der Betriebsmittel besitzt.
Da es bereits eigenen, früheren Vorschlägen ent- ■ spricht, Gegendrücke zu den Beaufschlagungsdrücken
mit zu letzteren synchronem und mit gleichartiger Charakteristik erfolgendem Verlauf
zu erzeugen, so kommt es bei Durchführung des erfmdungsgemäßen Verfahrens nur darauf an, den
äquidistanten oder nahezu äquidistanten Abstand der jeweiligen Gegendrücklinien zu den zugehörigen
Expansionslinien entsprechend zu wählen, mit anderen Worten, die Lage der Gegendrucklinien im
Diagramm allgemein unter Beachtung einer Radumfangsgeschwindigkeit von möglichst über
250 m/sec, vorzugsweise von rund 300 m/sec zu bestimmen; bei Beachtung dieser Vorschrift ist dann
die Lage der Gegendrucklinien eindeutig festgelegt. Als besonders geeignet hat sich dabei die Anwendung
eines Q-V-Diagramms erwiesen, welches dem üblichen Q-S-Entropiediagramm, z. B. nach
Pflaum, mit den prozentual ausgeströmten Feuergasmengen,
unter Ansetzung der .Feuergasgesamtmenge je Verpuffung mit iöo0/», als Abszissen, entspricht,
während die Ordinaten den Wärmeinhalt der Feuergase in kcal/nm3 angeben. Ein derartiges
Diagramm ist auch in der Zeichnung verwandt worden, um zu zeigen, wie die Gegendrucklinien
bei einer zweistufigen Turbinenanordnung zu bestimmen sind, um einkränzige Räder mit den genannten
Umfangsgeschwindigkeiten und Wirkungsgraden verwirklichen zu können.
Entsprechend der Möglichkeit, zur Erzeugung des Gegendruckes durch das Verpuffungsverfahren
selbst hergestellte Feuergase zu verwenden, werden im allgemeinen die in der Entnahmekammer
mit einer Spannung oberhalb der Entnahmespannung erzeugten Feuergase bis zum Zeitpunkt des
Beginnes der Entnahme jeweils auf die Düsen- und Beschaufelungsanordnung zur Wirkung gebracht,
hinter der die Feuergase der Entnähmekammern
709/205
Sch 113061 a/46 f
mit kleineren, unterhalb der Entnahmespannung liegenden Drücken zur Erzeugung eines während
der Dehnung des beaufschlagenden Treibmittels in der Düsen- und Beschaufelungsanordnung abgesenkten
Gegendruckes benutzt werden. Dabei geht man vorteilhaft von einer Versetzung der
Arbeitsspielfolge mehrerer den gleichen Düsenuncl
Beschaufelungsanordnungen zugeordneten Verpuffungskammern aus, bei der während der Zeitspanne
der Dehnung aus einer Verpuffungskammer entnommener Feuergase in der Düsen- und Beschaufelungsanordnung
aus einer anderen Verpuffungskammer entnommene Feuergase zur Herstellung des abgesenkten Gegendruckes benutzt
werden.
Bei der Durchführung des Verfahrens ist es zweckmäßig, der den Verpuffungskammern als Verbrennungsluft
zuzuführenden Ladeluft einen minimalen Druck von etwa 5 Atmosphären (Überdruck) zu erteilen, um adäquate Enthalpieänderungen
in den Düsen- und Beschaufelungsanordnungen zu erzielen und die Spannung der Restfeuergase
auf einem Wert zu halten, bei dem das Arbeitsvermögen der erzeugten Treibgase eine wirtschaftliche
Verwertung gewährleistet. Weitere Einzelheiten der Verfahren und Vorrichtungen zur Erzeugung
der Äquidistanz bzw. der praktisch gleichen Gefälle mögen dem Ausführungsbeispiel entommen werden.
Die zur Durchführung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahrens dienenden Vorrichtungen
kennzeichnen sich vorzugsweise dadurch, daß sie aus einer Reihe von Verpuffungskammern bestehen,
die im Feuergasweg über Düsen mit mehreren jeweils einkränzigen Beschaufelungsanordnungen
verbunden sind, wobei Einrichtungen zur Erzeugung eines Gegendruckes vorgesehen sind, der sich
synchron und mit derselben Charakteristik ändert wie der Druck der Feuergase in der Düsen- und
Beschaufelungsanordnung, hinter der, im Feuergasweg gesehen, der Gegendruck erzeugt wird. Dadurch
ergibt sich die Möglichkeit, Beschaufelungen auf mindestens zwei Radanordnungen vorzusehen
und jede den Radanordnungen zugeordnete Düsenanordnung mit mindestens einem Verpuffungskammerauslaßorgan
in Verbindung zu bringen. Als eine besonders vorteilhafte Ausführungsform haben sich dabei Läufer mit zwei einkränzigen Rädern
auf der Läuferwelle erwiesen. Es besteht naturgemäß auch die Möglichkeit, Läufer mit mehr als
,,50 zwei einkränzigen Rädern auf der Welle zu verwenden.
In diesen Fällen fällt jedoch der bei der vorerwähnten Anordnung ohne weiteres erreichbare
Vorteil fort, daß die auftretenden Mitteltemperaturen bei der heute üblichen Ausbildung der in
Betracht kommenden Bauelemente zu Beanspruchun gen führen, die die verwandten Werkstoffe noch
nicht an die gefährliche Kriechfestigkeitsgrenze heranbringen. In diesen Fällen müssen also Sonderausbildungen
wie verstärkte Kühlung oder Herstellung der Bauelemente aus besonders hochwertigen
Werkstoffen zur Anwendung kommen, ohne daß diese Frage der Ausbildung hochtemperaturbeständiger
Werkstoffe und der Verhinderung der Auswirkung zu hoher Temperatur- und Wärmespannungen
die Anwendungsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens irgendwie prinzipiell zu beeinträchtigen
vermöchte.
Die Zeichnung zeigt Ausführungen des Erfindungsgedankens am Beispiel von Öltreibgaserzeugern
mit zwei- und dreistufigen Turbinenausbil- -düngen.
Fig. ι zeigt einen Öltreibgaserzeuger mit zwei Turbinenstufen im senkrechten Längsschnitt durch
Turbine und eine der Verpuffungskammern,
Fig. 2 das zugehörige Q-V-Diagramm;
Fig· 3 gibt einen Öltreibgaserzeuger mit dreistufiger
Turbine im schematisch gehaltenen Längsschnitt wieder, während
Fig. 4 eine andere Ausführungsform der Anordnung nach Fig. 3 in derselben Schnittdarstellung
zeigt.
In Fig. ι bezeichnet 1 eine der Verpuffungskammern,
die zur Erzeugung der Feuergase dienen. Sie sind in üblicher Weise mit Ladelufteinlaßventilen
2 ausgerüstet, die in ihrem Inneren die Brennstoffeinspritzventile 3 aufnehmen. Eine Ladeluftzuführungsleitung
4 versorgt die Ladelufteinlaßorgane 2 der Verpuffungskammern mit Ladeluft,
während Brennstoffleitungen 5 zu einer nicht gezeichneten Brennstoffpumpe führen. Die Vorzugsweise
hydraulische Steuerung der Ventile 2 ist bei 6 angedeutet. Die Verpuffungskammern sind weiter
mit nicht gezeichneten Zündeinrichtungen üblicher Bauart versehen. Düsenventile 7 entlassen eine
höchstgespannte Feuergasteilmenge auf die Düsenanordnung I, die der umlaufenden.Beschaufelung 8
des Rades 9 der ersten Turbinenstufe vorgeordnet ist. Eine Auffangdüsenanordnung 10 nimmt die in
der ersten Turbinenstufe I, 8, 9 teilweise abgearbeiteten Feuergase auf und führt sie einer Auffüllkammer
11 zu, die infolge ihres geringen Rauminhaltes zwischen den Turbinenstufen unterbringbar
ist. Außer den Düsenventilen 7 sind weitere Düsenventile 12 vorgesehen, über die niedrigergespaimte
Feiiergasteilmengen auf die Düsenanordnung II zur Wirkung gebracht werden, wobei die
Düsenventile 12 mit der Auffüllkammer 11 in unmittelbarer
Verbindung stehen können; sie könnten auch unmittelbar auf die Düsenanordnung II mit
Umgehung der Auffüllkammer 11 arbeiten oder sowohl mit der Auffüllkammer 11 als auch mit besonderen
Düsen vor der Beschaufelung 13 verbunden sein. Die Düsenanordnung II ist also der Beschaufelung
13 des Rades 14 der zweiten Turbinenstufe II, 13, 14 vorgeordnet. Eine Fangdüsenanordnung
15 nimmt die Feuergase auf, die die zweite Turbinenstufe durchströmt haben, und leitet sie in
einen Stutzen 16 über, der offen in die Treibgasentnahmeleitung 17 ausmündet. In derselben Querschnittsebene
mündet auch ein Rohrstück 18 aus, das die Restfeuergase aufnimmt und zur Treibgasentnahmeleitung
17 zu entläßt, die über das geöffnete Auslaßventil 19 aus der Verpuffungskammer
ι entlassen werden.
Das Arbeitsverfahren, nach welchem der in :
Fig. ι dargestellte Treibgaserzeuger arbeitet, ist
609 709/205
Sch 113061al46 f
im Q-V-Diagramm der Fig. 2 zu erkennen. In diesem Diagramm sind die Feuergasgefälle auf der
von A ausgehenden Ordinatenachse zu erkennen, die ausgeströmten Feuergasmengen in Hundertteilen
der je Verpuffung und, Kammer erzeugten Feuergasgesamtmenge auf der Abszissenachse. Das
Druck- und Temperaturliniennetz ist nur angedeutet und gilt nur für die von A ausgehende
Doppellinie. Diese Doppellinie veranschaulicht die Zustandsbedingungen ' während der Expansion.
Diese Änderungen erscheinen im Q-S-Diagramm als vertikale adiabatische Linien, aber nur in der
idealen Maschine, in der während der Expansion keine i Entropieänderungen, also keine Wärme-
verlus'te in den Wandungen auftreten und keine Wärmeabgabe durch Reibung am Laufrad und an
den Schaufeln stattfinden. Für die ausgeführte Maschine treffen beide Voraussetzungen nicht zu. Doch
zeigen sorgfältige Untersuchungen über den Wärmeübergang auf der Gasseite feuergasberührter
Wandungen und Berechnungen der Ventilationsverluste an Schaufelrädern und Schaufeln, daß bei
sorgfältig ausgeführten Anlagen die in Betracht kommenden Betriebsverfahren praktisch zur Gleichheit
von abgegebener und aufgenommener Wärme führen. Es ist daher berechtigt, von adiabatischen
Zustandsänderungen und demgemäß von vertikalen Linien im Q-S-Diagramm und damit im Q-V-Diagramm
auszugehen. Der Punkt A entspricht dabei dem höchsten, in den Verpuffungskammern auftretenden
Verpuffungshöchstdruck, der sich ausbildet, nachdem die Ladung der Verpuffungskammern
mit zündfähigem Gemisch beendet und die Zündung dieses Gemisches bewirkt worden sind. Dieser Verpuffungshöchstdruck wird üblicherweise
mit P1 bezeichnet und beträgt im Falle des
Ausführungsbeispiels 64 ata bei einer Temperatur der Feuergase von 19200 C. Das durch die Doppellinie
gekennzeichnete Gefälle ist also durch den Abstand des Punktes A vom Koordinatenanfangspunkt
ο gekennzeichnet, dessen Zustand durch die Atmosphärenlinie von 1,044 ata bei einer Feuergastemperatur
von 5670 C gegeben ist. Dieses hohe Erstgefälle von 522 kcal/nm3 kann von keinem
Einzelrad oder keiner einzelnen Radgruppe, gleichgültig welcher Ausbildung, mit hohem Radwirkungsgrad
ausgenutzt werden, während das erfindungsgemäß durch die Turbinenausbildung nach
Fig. ι gelungen ist, und zwar durch die bereits erörterten baulichen Maßnahmen Verfahrens- und
vorrichtungstechnischer Art, die sich im Diagramm der Fig. 2 wie folgt zu erkennen geben:
Wie das Diagramm der Fig. 2 zeigt, ist auf der von ^4 ausgehenden Expansionslinie 20 der Punkt B
verzeichnet, in dem sich das Düsenventil 7 schließt, das im Punkt A zur Entlassung einer Feuergasteilmenge
geöffnet worden war, deren Anfangszustand durch den Punkt A gekennzeichnet war. Im
Zeitpunkt B öffnet sich das Düsenventil 12, während alle anderen Ventile der Verpuffungskammer
geschlossen sind und bleiben, wobei eine Feuergasteilmenge entlassen wird, deren Anfangszustand
mit einem Zwischendruck />2 von 27,7 ata und einer
Temperatur von 14000C an Hand des Punktes B
zu erkennen ist. Diese bereits gemäß dem Anfangsdruck p2 niedriger gespannte Feuergästeilmenge erfährt
eine Dehnung, die längs des Expansionslinienabschnittes B bis C der Expansionslinie 20
verläuft. Denn im Punkt C schließt sich bereits wieder das Düsenventil 12 und es öffnen sich gleichzeitig
Auslaßventil 19 und Ladelufteinlaßventil 2. Die noch in der Verpuffungskammer 1 befindlichen
Restfeuergase werden also verdrängt, und zwar von einem dem Punkt C entsprechenden Zeitpunkt ab,
so daß ihr Anfangszustand hierbei durch den zum Punkt C zugehörigen Ladeluftdruck p0 von 12 ata
und durch eine Temperatur von 11000 C gegeben
ist, wobei die beiden Temperaturwerte von 14000
bzw. 11000 auf die Radkammern der Räder 9 und
14 bezogen sind. In einem dem Punkt B des Diagramms
entsprechenden Zeitpunkt schließen sich die Ventile 2 und 19 gleichzeitig. Vorher hatte
noch während der Verdrängung der Restfeuergase durch die sich infolge Anordnung der Venturidüse
21 und des Diffusors 22 der Verpuffungskammer 1 kolbenartig vorschiebende Ladeluft der Stempel
der zugehörigen Brennstoffpumpe seinen Förderhub vollführt, so daß Brennstoff über Leitung 5 und
Ventil 3 in den noch in Bewegung befindlichen Luftkolben eingespritzt worden war. Der Bewegungszustand
dieses Kolbens hatte also für Verteilung des Brennstoffes über die gesamte Kammerlänge
beigetragen, so daß in einem dem Zeitpunkt E entsprechenden Zeitpunkt die gesamte Kammer 1
von einem homogenen, hochzündfähigen Gemisch erfüllt ist, womit die Kammer zur Durchführung
eines neuen, in gleicher Weise ablaufenden Arbeitsspieles vorbereitet ist. Die kurz darauf eingeleitete
Zündung führt also nach Durchführung des Verpuffungsvorgangs wieder zu einem Zustand der
Feuergase in der Verpuffungskammer, der dem Punkt A der Fig. 2 entspricht.
Nun besteht die Anlage der Fig. 1 nicht nur aus der Verpuffungskammer 1, sondern weiteren, nicht
gezeichneten Verpuffungskammern, deren Arbeitsspiele gegenüber dem dargestellten Arbeitsspiel der
Verpuffungskammer 1 zeitlich versetzt sind. Die Versetzung ist dabei so gewählt, daß während der
Beaufschlagungszeit der ersten Turbinenstufe I, 9 durch eine Feuergastei-lmenge vom Anfangszustand
A der Fig. 2 eine andere Verpuffungskammer über das Düsenventil 12 die Auffüllkammer
11 mit einer Feuergasteilmenge versorgt, deren Anfangszustand durch einen dem Punkt B
der Fig. 2 entsprechenden Punkt in dem dieser zweiten Kammer zugeordneten, nicht gezeichneten
Q-V-Diagramm gegeben sein würde. Diese Versorgung der Auffüllkammer 11 mit einer Feuergasteilmenge
vom Anfangszustand B führt in Verbindung mit dem Umstand, daß die Auffüllkammer 11 iac
gleichzeitig Feuergase über die Auffangdüsenanordnung 10 erhält, die bereits in der ersten Turbinenstufe
I, 8, 9 einen Teil ihres Arbeitsvermögens abgegeben hatten, zur Erzeugung eines Innendruckes
in der Auffüllkammer 11 und damit eines Gegendruckes in bezug auf die vorgeordnete erste
709/205
Sch 113061al'46 f
Turbinenstufe, dessen Verlauf durch die strichpunktierte Linie 23 in Fig. 1 gekennzeichnet ist.
Man erkennt, daß infolge der angegebenen zeitlichen Versetzung der Arbeitsspiele dieser Gegendruckverlauf
23 zunächst synchron zum Expansionslinienabschnitt A bis B erfolgt. Man erkennt
weiter, daß die Linien 20 und 23 in dem durch die Arbeitsfläche Ia gekennzeichneten Diagrammabschnitt
bis auf die unbeachtliche Auffüllphase völlig aequidistant, insgesamt also nahezu aequidistant
verlaufen, wobei man es in der Hand hat, die Abweichungen im Bereich 24 durch Verkleinerung
der Kammer 11 und durch Vergrößerung der in die Kammer 11 über Ventile 12 unmittelbar aus
15* der Verpuffungskammer überzuführenden Feuergasteilmengen
beliebig weitgehend zu verringern bzw. praktisch verschwinden zu lassen. Um die Auffüllphase 24 vernachlässigbar klein zu halten,
wird man den Rauminhalt der Auffüllkammer 11 zwischen einem Hundertstel bis fünfzehn Hundertsteln,
vorzugsweise innerhalb des ersten Drittels dieses Intervalls, des Rauminhaltes aller der Auffüllkammer
zugeordneten bzw. an ihrer Speisung mit Feuergasen beteiligten Kammern halten, wie
dies früheren Vorschlägen entspricht.
Die Fläche Ia stellt dabei gleichzeitig das Arbeitsvermögen
der über die Düsenanordnung I in der ersten Turbinenstufe I, 8, 9 zur Wirkung gebrachten
Feuergasteilmenge dar.
30- Wie Fig. 2 entnommen werden kann, wird die Fläche I0 in Q-V-Diagramm durch die Linie 20 bestimmt,
die der Dehnung der ursprünglich höchstgespannten Feuergasteilmenge entspricht, während
Linie 23 durch den in der Auffüllkammer· 11 herrsehenden
Gegendruck gegeben ist; weitere Bestimmungsgrößen sind die durch die Punkte A
und B verlaufenden Ordinaten. Der Horizontalabstand zwischen diesen entspricht der betrachteten
Feuergasteilmenge; sie beträgt 48,5% der insgesamt bei einer Verpuffung erzeugten Feuergasmenge.
Man erkennt schließlich, daß der Abstand der Linien 20 und 23, mit anderen Worten, die
Lage der Gegendrucklinie 23 in bezug auf den Expansionslinienabschnitt A bis B so gewählt ist, daß
in der ersten Turbinenstufe eine einkränzige Beschaufelung 8 mit Wirkungsgraden zwischen 75
und 85% verwirklichbar war. Wollte man die Gegendrucklinie 23 nach oben verschieben, so
brauchte man den dem Punkt B im Diagramm entsprechenden Schließzeitpunkt der Ventile 7 und
damit den Eröffnungszeitpunkt der Ventile 12 zeitlich nur vorzuverlegen, da in diesem Falle die der
Gegendrucklinie 23 entsprechende und für ihre Lage im Diagramm und ihre Gestaltung ursächliehe
Teilexpansion B bis C bei einem höheren Zwischendruck als · dem Werte p2 der Fig. 2 beginnen
würde; außerdem würde sich die Feuergasteilmenge vom Ausmaß 52 infolge gleichbleibender
Lage des Punktes C vergrößern; die zeitliche Nach-Verlegung der Steuerzeitpunkte wäre ein Mittel
zur Senkung der Linie 23 im Diagramm. Jedoch stellt die eingezeichnete Lage der Gegendrucklinie
bzw. der gewählte Zwischendruck von p2 — 2J,J ata
das Optimum für die in Fig. 2 zum Ausdruck kommenden Verhältnisse dar.
Was für die erste Turbinenstufe ausgeführt wurde, gilt sinngemäß auch für die zweite Turbinenstufe.
Die Fläche Ib entspricht dem disponiblen Arbeitsvermögen der Feuergasteilmenge (48,5%),
die aus der ersten Turbinenstufe I, 8, 9 entlassen worden war, innerhalb der zweiten Turbinenstufe
II, 13, 14. Die Fläche II stellt das disponible Arbeitsvermögen der Feuergasteilmenge (25%)
dar, die über Düsenventil 12 entlassen wird. Fläche lb ist begrenzt durch den in der Auffüllkammer
11 auftretenden Gegendruck 23, weiter durch die Linie 24 des Gegendruckes in den Rüumen
15, 16, 17. Die seitliche Begrenzung erfolgt durch
Ordinaten, die durch die Punkte A und B gehen.
Die Fläche II ist begrenzt durch die Expansion der zweiten Feuergasteilmenge (25%) gemäß
Linie B-C und die Linie, die dem im Räume 15, 17
auftretenden Gegendruck entspricht, während die Ordinaten, die die Fläche II begrenzen, durch die
Punkte B und C gehen. Da die Linien B-C und 23
annähernd die gleiche Charakteristik aufweisen, kann man, wie früher gezeigt, die 25°/oige Feuergasteilmenge
mit der Teilexpansion B-C mit der 48,5 %-Menge mit der Teilexpansion A-B in der
Kammer 11 vereinigen und mit ihr Düsen- und Be-Schaufelungsanordnung
II versorgen. So entstehen äquidistante Verläufe der Linien 23 und 24 für Fläche lb und B-C und 24 für Fläche II. Zur Umsetzung
dieses Arbeitsvermögens eignen sich einkränzige Räder mit Umfangsgeschwindigkeiten
von 300 m/sec und Radwirkungsgraden zwischen 75 und 85%.
Während in der Auffüllkammer n bzw. in der Düsenanordnung II ein derartiger Expansionslinienverlauf
eintritt, hatte eine dritte, bisher nicht betrachtete Verpuffungskammer über ihr geöffnetes
Auslaßventil 19 Restfeuergase mit 26,5% der
Feuergasgesamtmenge in die Treibgasentnahmeleitung 17 gesandt. Der Anfangszustand dieser
Restfeuergasteilmenge ist durch den Punkt C, 'd, h.
durch einen Druck p0 und eine Temperatur von 11000 C sowie durch einen entsprechenden Wärmeinhalt
entsprechend der korrigierten Lage des Punktes C in bezug auf die Ordinatenachse gegeben.
Der Endzustand entspricht dem Punkt E. Der Verlauf der Linie C-E kann wieder durch Verschiebung
der dem Punkt C der Fig. 2 entsprechenden Steuerzeitpunkt (Schließungszeitpunkt der
Ventile 12, Eröffnungszeitpunkt der Ventile 19) beliebig
in Verbindung mit entsprechenden Änderungen des Ladeluftdruckes geändert werden, stellt
aber für die Verhältnisse der Fig. 2 ein Bestmaß dar.
Da das Diagramm der Fig. 2 in der Abszissenachse keine Zeiten, sondern Feuergasvolumina
wiedergibt, erscheint die Arbeitsfläche II neben den Flächen I0 und I&. In Wirklichkeit verlaufen
die betrachteten Vorgänge sämtlich synchron, so daß man die unter dem Expansionslinienabschnitt B
bis C liegende Diagrammfläche II in die unter dem Expansionslinienabschnitt A bis B liegende Diagrammfläche
bis zur annähernd zu erreichenden
609 709/205
Sch 113061 al46 f
Deckung der Linien 23 und B-C verschoben denken
muß, wenn man sich über die gleichzeitig geleisteten Arbeiten ein Bild machen möchte.
Fig. 2 zeigt in der Fläche III das disponible Arbeitsvermögen der Feuergase, die in die Treibgasentnahmeleitung
17 eintreten. Ihre Menge beträgt 100V0. Ihre Energie, die durch das Expansionsgefälle
ab Linie C-E und Gegendrucklinie gegeben ist, kann auch in einer dritten Radanordnung,
vorzugsweise kleineren Läuferdurchmessers, ausgenutzt werden.
Wenn auch die bei Durchführung des Verfahrens
nach Fig. 2 auftretenden Mitteltemperaturen, wie das aus den Temperaturlinien der Fig. 2
erkennbar ist, mit rund 14000 in der ersten Turbinenstufe
noch zu völlig beherrschbaren Laufschaufelbeanspruchungen führen, so muß doch die
Kühlung dieser Schaufeln, der Räder und der Welle sehr sorgfältig durchgeführt werden, um im
genügenden Abstand von der Kriechfestigkeitsgrenze der verwandten Werkstoffe bleiben und um
ohne gefährliche Beanspruchungen die durch Fig. 2 veranschaulichten Betriebsverhältnisse mit Sicherheit
und mit ausreichender Lebensdauer der beanspruchten Bauteile beherrschen zu können.
Abweichende Ausführungsformen sind in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht. Gleichbezeichnete
Teile entsprechen dabei denen des Ausführungsbeispiels nach Fig. i, Es besteht jedoch der Unterschied,
daß den Auslaßventilen 19 eine besondere Düsenanordnung III zugeordnet ist, die in Verbindung
mit dem Rad 49 und der einkränzigen Beschaufelung 50 eine . dritte Turbinenstufe bildet.
Eine gleichartige dritte Turbinenstufe ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 in einer abweichenden
baulichen Anordnung verwirklicht worden, bei der außer der ersten Auffüllkammeranordnung
11 eine zweite Auffüllkammeranordnung 51 vorgesehen ist, aus der die in den Turbinenstufen I,
8, 9 und II, 13, 14 abgearbeiteten Feuergase zusammen
mit den Feuergasen verarbeitet werden, die über das geöffnete Auslaßorgan 19 entlassen
wurden.
Die gesamten teilexpandierten Feuergase werden der Entnahmeleitung 17 zugeführt. Die vom Auslaßventil
19 entlassene Feuergasteilmenge, die nach Fig. 4 der Düsenanordnung III zugeführt wird,
kann auch in die Auffüllkammeranordnung 51 eingeführt werden, wie dies in Fig. 1 für das Düsen-•50
ventil 12 in Verbindung mit der Auffüllkammeranordnung 11 gezeigt worden war. In beiden Fällen
aber bewirkt die entlassene Feuergasteilmenge das Entstehen eines Gegendruckes in bezug auf die im
Feuergasweg vorgeordnete Turbinenstufe, der sich synchron zu der Spannung der Feuergase ändert,
welche der Beaufschlagung dieser Turbinenstufe dienen, und der weiter dieselbe Charakteristik besitzt
wie die Expansion der Feuergase in dieser Turbinenstufe, so daß in derselben annähernd
gleiche Enthalpiegefälle zur Verarbeitung kommen. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 bewirken
die Restfeuergase der dritten Turbinenstufe III, 49, 50 ebenfalls das 'Auftreten eines entsprechenden
Gegendruckes, allerdings in einem etwas geringeren Ausmaß, so daß auch hier das der Beschaufelung
13 zugewiesene Enthalpiegefälle als annähernd konstant angesehen werden kann.
Aus den oben gegebenen Darlegungen erhellt, daß erfindungsgemäß eine außerordentlich einfache
Turbinenausbildung mit einkränzigen Laufrädern in jeder Turbinenstufe geschaffen werden kann, so
daß jede Notwendigkeit zur Anordnung stationärer Umkehrschaufeln zwischen umlaufenden Schaufelreihen
fortfällt. Damit fallen die Kosten dieser Umkehrschaufeln weg und damit auch das Problem,
diese' Umkehrschaufeln hinreichend kühlen
zu müssen. Durch die Aufteilung des Enthalpiegesamtgefälles in Enthalpieteilgefälle wird weiter
eine Reduzierung des Ausmaßes an Geschwindigkeitsänderungen bewirkt, das die Feuergase in den
einzelnen Stufen bei Abarbeitung der Gesamtmenge aufweisen würden, so daß sich auch dadurch ein
erhöhter Radwirkungsgrad ergibt.
Es war weiter darauf hingewiesen worden, daß durch Zuordnung mehrerer Verpuffungskammern
zu einem einzigen Läufer, wobei vier Verpuffungskammern bzw. vier Gruppen von. Verpuffungskammern
zu bevorzugen sind, indem bei gruppenweiser Anordnung die Kammern -mit jeweils übereinstimmendem
Arbeitsspiel betätigt werden, die Möglichkeit einer Versetzung der Arbeitsspiele in
den einzelnen Kammern bzw. Kammergruppen dahin besteht, daß die Laufräder kontinuierlich beaufschlagt
werden.
Werden drei Turbinenstufen oder eine noch größere Anzahl von Turbinenstufen angeordnet,
wie dies die Fig. 3 und 4 veranschaulichen, so kanu es vorkommen, daß die in der letzten Stufe oder in
den letzten Stufen auftretenden Druckgefälle der Restfeuergase, die durch die Auslaßventile 19 entlassen
werden, während gleichzeitig Ladeluft in die Verpuffungskammern eindringt, nicht ausreicht,
um zu Umfangsgeschwindigkeiten der Turbinenbeschaufelung von 250 m/sec zu kommen.
Um zu verhindern, daß in diesen Fällen der oder die Läufer dieser Stufe oder Stufen als Bremsen
wirkt bzw. λνίι^εη, ist es ohne weiteres möglich,
den Durchmesser der Beschaufelung 50 und der gegebenenfalls folgenden Beschaufelungen kleiner
zu halten als den Durchmesser der Beschaufelungen der vorhergehenden Stufen, Dadurch ist bei geringerer
absoluter Geschwindigkeit der Feuergase in den Düsenanordnungen vorher ohne weiteres zu
erreichen, daß die Restfeuergase in der letzten Turbinenstufe oder in den letzten Turbinenstufen ihre
volle Wirksamkeit entfalten. Derartige Möglichkeiten kommen insbesondere dann in Betracht,
wenn die Treibgase über Leitung 17 mit verhältnismäßig hoher Spannung angeliefert werden müssen.
Die Steuerung der beschriebenen Ein- und Auslaßorgane, die in Form von Ventilen veranschaulicht
worden sind, an deren Stelle aber auch ohne weiteres Schieber, membrangesteuerte Aus- und
Einlasse od. dgl. treten können, kann auf die verschiedenste Weise vorgenommen werden, etwa mechanisch,
pneumatisch, hydraulisch, elektrisch,
709/205
Sch 11306 Ial46 f
magnetisch, elektromagnetisch, hydromechanisch, hydroelektrisch, pneumomechanisch, pneumoelektrisch
oder in sonstwie geeigneter Weise. Derartige Steuerungen und Vorrichtungen zur Regelung der
gesteuerten Vorgänge sind bekannt und sind nicht Gegenstand der Erfindung.
Claims (14)
1. Verfahren zum Betriebe von Verpuffungsbrennkraftturbinen,
bei dem in den Verpuffungskammern bei Verpuffungen erzeugte Feuergasgesamtmengen
in Teilmengen entlassen und letztere verschiedenen Düsen- und Beschaufelungsanordnungen
zugeführt werden, gekennzeichnet durch die Vereinigung des Verfahrens, zu den Dehnungen der Feuergasteilmengen in
den Beschaufelungen nach letzteren, in Feuergasrichtung gesehen, synchron und mit annähernd
gleicher Charakteristik auftretende Gegendrücke zu erzeugen, mit dem Verfahren, die Unterschiede in den Drücken, mit denen die
Feuergasteilmengen aus den Verpuffungskammern entlassen werden, der absoluten Höhe
nach so zu bestimmen, daß die durch die Differenzen dieser Drücke festgelegten Feuergasteilgefälle
in ausschließlich einkränzigen Rädern verarbeitbar werden.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß die in jeder Verpuffungskammer mit einer Verpuffung erzeugte Feuergasgesamtmenge
in mindestens drei Teilgas-
. mengen aus der Kammer entlassen und wenigstens zwei dieser Teilgasmengen in verschiedenen,
jeweils einkränzigen Beschaufelungen auf gegenüber den Anfangsdrücken niedrigere
Drücke entspannt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Teilgasmengen
mit gleichen Anfangsspannungen aus jeder der Verpuffungskammern zu verschiedenen
Zeitpunkten entlassen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlassungszeitpunkte in
den verschiedenen Verpuffungskammern um die Dauer der Zeitspanne gegeneinander versetzt
werden, innerhalb deren eine Teilgasmenge einer Dehnung unterworfen wird.
5. Vorrichtung zur Durchführung von Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine Reihe von Verpuffungskammern, die im Feuergasweg über Düsen mit mehreren, jeweils einkränzigen Beschaufelungsanordnungen verbunden sind, wobei Einrichtungen
zur Erzeugung eines Gegendruckes vorgesehen sind, der sich synchron und mit derselben
Charakteristik ändert wie der Druck der Feuergase in der Düsen- und Beschaufelungsanordnung, hinter der, im Feuergasweg gesehen,
der Gegendruck erzeugt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einkränzige, mit Umfangsgeschwindigkeiten
von mindestens 250 m/sec umlaufende und Radwirkungsgrade von mindestens 75 °/o aufweisende Beschaufelungen auf mindestens
zwei Rädern.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede der den
Beschaufelungen zugeordneten Düsenanordnungen mit mindestens einem Entlassungsorgan
für Feuergase an den Verpuffungskammern in feuergasleitender Verbindung steht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer
des Treibgaserzeugers aus einer Welle mit zwei einkränzigen Rädern besteht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5
und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Läufer des Treibgaserzeugers aus einer Welle mit mehr
als zwei einkränzigen Rädern besteht.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Radgehäusen der ersten und zweiten Turbinenstufe
eine Auffüllkammeranordnung mit Fang- und Auslaßdüsen vorgesehen ist, die mit Entlassungsorganen an den ·. Verpuffungskammern
für Feuergasteilmengen in Verbindung steht, deren Anfangsspannung niedriger ist als die ursprüngliche Spannung der Feuergase,
die der Düsen- und Beschaufelungsanordnung vor der Auffüllkammeranordnung zugeführt
werden, in Feuergasströmungsrichtung gesehen.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß eine dritte Düsenanordnung zwischen der zweiten und dritten Turbinenstufe
vorgesehen ist, über die eine dritte Beschaufelungsanordnung feuergasbeaufschlagt
ist.
12.. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11,
gekennzeichnet durch Einrichtungen zur Zuführung von frischen Feuergasen niedrigster
Anfangsspannung zu der dritten Beschaufelungsanordnung.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10
bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuergaszuführungsrichtung
zur dritten Beschaufelungsanordnung der Feuergaszuführungsrichtung zu den Beschaufelungsanordnungen der
ersten und zweiten Turbinenstufen in axialer Richtung entgegengesetzt ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Volumen der Auffüllkammeranordnung zwischen einem Hundertstel
bis fünfzehn Hundertsteln des vereinigten Rauminhalts der Verpuffungskammern beträgt,
aus denen Feuergase in die erste Turbinenstufe entladen werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 594 656.
Deutsche Patentschrift Nr. 594 656.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
,.r-.W^A
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2524723C2 (de) | Kombiniertes Gas-Dampf-Kraftwerk mit Druckgaserzeuger | |
| DE2046810B2 (de) | Zweiwellen-Gasturbinenanlage | |
| DE3419216A1 (de) | Chemischer prozessor mit geschlossenem kreislauf | |
| DE10041413A1 (de) | Verfahren zum Betrieb einer Kraftwerksanlage | |
| DE2437782C3 (de) | Verfahren zum Anfahren einer Gasturbinen-Anlage zur Stromerzeugung aus Brenngas von einem Kohle-Druckvergaser | |
| DE2032964C3 (de) | Gasturbinenanlage mit gegenläufigen Laufrädern | |
| EP0597325B1 (de) | Verfahren zur Zwischenkühlung eines Turboverdichter | |
| DE717195C (de) | Gasturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung des Treibmittels | |
| DE2508846A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum anfahren eines nassluftoxydationsaggregats | |
| DE963826C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betriebe von Verpuffungsbrennkraftturbinen | |
| DESC011306MA (de) | ||
| DE102009055798A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Stromerzeugung | |
| DE920205C (de) | Einrichtung zur Erzeugung und Nutzbarmachung einer Druckgasstroemung | |
| EP1375867B1 (de) | Verfahren zur Zwischenkühlung sowie Gasturbinenanlage mit Zwischenkühlung | |
| DE102012205159A1 (de) | Turbinensystem mit drei an einem zentralen Getriebe angekoppelten Turbinen, Turbinenanlage und Verfahren zum Betreiben einer Arbeitsmaschine | |
| DE640927C (de) | Gasturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung des Treibmittels | |
| DE956821C (de) | Verfahren zum Betriebe Feuergase durch Verpuffungen herstellender Treibgaserzeuger und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE968371C (de) | Verfahren zum Betrieb von Gasturbinenanlagen mit offenem Kreislauf | |
| DE942235C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Betriebe Feuergase durch Verpuffungen herstellender Treibgaserzeuger | |
| DE950099C (de) | Verfahren zum Betriebe mehrstufiger Verpuffungsbrennkraftturbinenanlagen und Verpuffungsbrennkraftturbinenanlage zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE915517C (de) | Gasturbinenanlage | |
| DE724471C (de) | Verfahren zum Anlassen von Waermekraftmaschinen mit Gasturbinen | |
| DE945967C (de) | Zweikreis-Turbinenstrahltriebwerk | |
| DESC011204MA (de) | ||
| DE942003C (de) | Gasturbinenanlage mit Druckgasgenerator fuer feste Brennstoffe |