DESC011122MA - - Google Patents
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Description
Tag der Anmeldung: 1. November 1941 Bekanntgemacht am 16. Februar 1956
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen metallischer topfförmiger Hohlkörper, wie
z. B. für Zündschrauben aus Stahl, mit abgesetzter Wandung, die an dem zum Boden hin gelegenen
Teil dicker ist als an dem zur Mündung hin gelegenen Teil. Ebenso bezieht sich die Erfindung
auch auf eine Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.
Es ist bekannt, aus Ronden oder Scheiben durch Kaltspritzen topfartige Hohlkörper herzustellen.
Nach dem bekannten Verfahren gelingt es aber wegen Fehlens einer hierfür geeigneten Arbeitsweise
und Vorrichtung nicht, diese bisher nur zylindrisch mit glatter Wandung entstehenden
Hohlkörper auch schon so zu fertigen, daß sie in ihrer Wandung stark unterschiedlich abgestuft ausfallen,
wie dies für viele Zwecke an sich erwünscht ist und auch deshalb, um hierfür eine zusätzliche
spanabhebende Bearbeitung zu ersparen.
Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß durch Kaltfließpressen einer im Verhältnis
zum Durchmesser dicken Scheibe in Bewegungsrichtung eines einen Dornansatz und eine abgestufte
Ringschulter aufweisenden Stempels aus dem dabei zwischen Dornansatz und Innenschulter
der Matrize gebildeten Fließspalt ein Preßling mit an der Innenwand abgesetzter Kelchform gebildet
wird.
509 658/15
Sch 11122 IbITb
Auf diese Weise erhält man einen Preßling, dessen Wandung die gewünschte stufenweise abgesetzte
Formgebung hat, die sich in einem weiteren ■ Arbeitsgang leicht fertig formen läßt.
Handelt es sich um die Herstellung von Schraubkappen in einer Form, wie sie z. B. für Zündschrauben bei Granaten gegeben ist, so wird zweckmäßig der untere Teil der Wandung des Preßlings bis etwa zur halben Höhe in einer angenähert ίο gleichbleibenden Stärke fließgepreßt.
Handelt es sich um die Herstellung von Schraubkappen in einer Form, wie sie z. B. für Zündschrauben bei Granaten gegeben ist, so wird zweckmäßig der untere Teil der Wandung des Preßlings bis etwa zur halben Höhe in einer angenähert ίο gleichbleibenden Stärke fließgepreßt.
Wesentlich ist hierbei ferner noch, daß als Ausgangsscheibe ein Rohling verwendet ist, der aus
Flachmaterial ausgestanzt wird, weil hierbei die Faserstruktur des Materials besonders geeignet
parallel zur Bodenfläche der Zündschraube verläuft. Die Versuche haben gezeigt, daß man nach dem
Verfahren entsprechend der Erfindung in vorteilhafter Weise in einem einzigen Arbeitsgang in der
Wandung mehr oder weniger stark abgestufte, profilierte, topfartige Preßlinge erzielen kann, was
bisher nicht möglich war.
Die Erfindung ist mit ihren Einzelheiten nachstehend an Hand von Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigen
,25 Fig. ι und 2 den aus einer Scheibe bestehenden Rohling im Querschnitt und in Ansicht von oben; Fig. 3 gibt in einem Längsschnitt den erzeugten Hohlkörper wieder;
,25 Fig. ι und 2 den aus einer Scheibe bestehenden Rohling im Querschnitt und in Ansicht von oben; Fig. 3 gibt in einem Längsschnitt den erzeugten Hohlkörper wieder;
Fig. 4 zeigt die Ansicht einer fertigen Zündschraube
in axialem Schnitt;
Fig. S zeigt die Seitenansicht des Stempels der Fließpreß vorrichtung;
Fig. 6 zeigt den Querschnitt durch diesen Stempel nach der Schnittlinie VI-VI, und
Fig. 7 zeigt die mit dem Stempel zusammenwirkende Matrize im Schnitt.
Fig. 7 zeigt die mit dem Stempel zusammenwirkende Matrize im Schnitt.
Als Rohling dient eine runde Scheibe 1 aus Stahl. Sie ist aus Flachmaterial ausgestanzt und
so stark bemessen, daß ihre Höhe etwa ein Drittel ihres Durchmessers ausmacht.
Um aus diesem Rohling in einem einzigen Arbeitsgang die Gestalt des Preßlings nach Fig. 3
zu gewinnen, wird der Rohling in eine Matrize 2 nach Fig. 7 eingelegt und in dieser Matrize unter
' dem Druck des Stempels 3 zum Kaltfließen gebracht. Dieser Stempel 3 hat einen an seiner Stirnfläche
4 zentral vorspringenden Dornansatz 5. Wesentlich ist dabei, daß dieser Dornansatz 5 über
eine abgestufte, an den Übergängen vorzugsweise stark abgerundete Ringschulter 6, wie in Fig. 5
dargestellt, mit der Stirnfläche 4 verbunden ist. Vorzugsweise ist auch die. Innenschulter 7 an der
. Matrizenform 2 stark abgerundet ausgeführt.
Unter dem Druck des Stempels 3 fließt das Material des Rohlings 1 im zwischen der Profilform
des Stempels und der Matrizenform frei gelassenen Spalt in Bewegungsrichtung des Stempels
ab. Dabei hebt sich das Material beim Weiterpressen vom Dornansatz 5 ab. In der tiefsten Stellung
des Stempels 3' ergibt sich eine innen abgestufte,
etwa kelchartig gestaltete Wandungsform des Preßlings nach Fig. 3. Die Bodenfläche und der
untere Teil der Wandung 8 bis etwa zur halben Höhe haben einen beträchtlich stärkeren Querschnitt
als der obere Teil der Wandung. Aus dem 6; Preßling 9 nach Fig. 3 kann das Fertigstück nach
Fig. 4 gewonnen werden..
Es ist außerdem hervorzuheben, daß die nach dem neuen Verfahren aus Stahl hergestellten Zünd- '
schrauben eine Boderifläche 10 besitzen, bei der die η<
Längsfaser des Herstellungsmaterials in der Ebene dieser Bodenfläche 10 verläuft. Als Ausgangsstück
ι wird nämlich, wie schon erwähnt, eine aus der flachen Tafel ausgestanzte Rundscheibe verwendet,
bei der die durch den Walzprozeß hervor- jj;
gerufenen Fasern parallel zur Scheibenfläche verlaufen. Dies ist für den Fall der Herstellung von
Zündschrauben deshalb wesentlich, weil der Schlagbolzen, der die Fläche 10 zu durchschlagen hat,
hierbei dann im Zündschraubenboden senkrecht zu 8i den Fasern auftrifft, was ein Aufsprengen und
Einreißen des Schlagbolzenloches verhindert und einer Rückzündungsmöglichkeit vorbeugt.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen metallischer topfförmiger Hohlkörper, z. B. für Zündschrau-:
ben aus Stahl, mit abgesetzter Wandung, die an dem zum Boden hin gelegenen Teil dicker
ist als an dem zur Mündung hin gelegenen Teil, dadurch gekennzeichnet, daß durch Kaltfließpressen
einer im Verhältnis zum Durchmesser dicken Scheibe (1) in Bewegungsrichtung eines
einen Dornansatz (5) und eine abgestufte Ring- 9; schulter (6) aufweisenden Stempels aus dem
zwischen Dornansatz und Innenschulter (7) der Matrize gebildeten Fließspalt ein Preßling (9)
mit an der Innenwand abgesetzter Kelchform gebildet wird. ■
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der untere Teil der Wandung des Preßlings (9) bis etwa in halber Höhe in einer angenähert gleichbleibenden Stärke fließgepreßt
wird.
3. Verfahren nach Arispruch 1 und 2, da- · durch gekennzeichnet, daß die Ausgangsscheibe
(1) aus Flachmaterial ausgestanzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsscheibe
(1) eine Ronde verwendet wird, deren Durchmesser sich zu ihrer Dicke etwa wie 3 :i verhält.
■:■■■■
5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder einem der ihm folgenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die abgestufte Ringschulter (6) des Stempels und
die Innenschulter (7) der Matrize gut abgerundete Übergänge haben.
Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr; 720 543.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 658/15 2.56
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