DESC011079MA - - Google Patents

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DESC011079MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. November 1952 Bekanntgemacht am 26. Juli 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Um zu verhindern, daß die Beine durch abtropfendes Wasser naß werden, hat man bereits vorgeschlagen, am unteren Rande des Mantels eine Ableitrimie anzubringen, die das Regenwasser auffängt und aus zu beiden Seiten angebrachten Ablauföffnungen ablaufen läßt. Damit das Wasser nicht auf der Oberseite der Rinne beim Gehen herausspritzt, hat man dabei vorgeschlagen, die Ableitrinne mit einem Streifen -mit wasserannehmender Oberfläche, z. B. aus Schwammgummi, auszufüllen oder lediglich am oberen Rande einen -saugfähig«! Streifen, z. B. aus Schwammgummi, anzubringen. Diese Vorschläge haben jedoch zu keiner praktischen Verwertung geführt, und zwar aus dem Grunde, weil bei Starkem Regen die Kapillaren des Schwammgummistreifens das Wasser nicht genügend rasch durchtreten lassen und dieses daher über den Einlaufrand der Rinne läuft und am ganzen Mantelumfang abtropft.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, den oberen Rand der Ableitrinne durch metallische Abstandhalter ζ. B. in der Art von Druckknöpfen so offen zu halten, daß das Wasser einfließen kann. Diese Art hat aber den Nachteil, daß Metallteile ζ. Β.
«Ö9OT6/2
Sch 11079 VII/3b
an Kunststoffolien 'schlecht anbringbar sind bzw. leicht ausreißen und die meisten Metalle wegen der unvermeidlichen Oxydation nicht verwendbar
: sind.
'5 Es ist schließlich schön Gegenstand eines älteren Schutzrechtes, daß der die Auffanggrille bildende untere Mantelrand wellpappartig ausgebildet ist, um die Wandungen der Auffangrille zu distanzieren. Da aber die beiden Ränder der Rinne wohl distanziert aber nicht miteinander verbunden sind, kann die Rinne bei stärkerem Wassereinlauf auseinanderklaffen und so ihre Wirkung größtenteils verlieren.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Ableitrinne.,für Regenschutzbekleidung mit einem in den Einlaufrand der Rinne eingesetzten, den Wasserdurchtritt zulassenden Streifen und an beiden Körperseiten angebrachten Öffnungen zum Ablaufen des Wassers, welche die erwähnten Nachteile nicht mehr .aufweist. Erfindungsgemäß ist in den Einlaufrand der Rinne ein profilierter Streifen eingesetzt, der die Wandungen der Rinne in bezug aufeinander festlegt und voneinander distanziert und zwischen den Teilen seines Profils eine Vielzahl von oben bis unten durchgehender Öffnungen für den Wassereinlauf aufweist. Der Profilstreifen kann z. B. gezahnt, gelocht, gekerbt oder gewellt sein, in jedem Falle besitzen die Einlauf öffnungen aber eine Größe, die im Gegensatz zu den Kapillaren des Schwammgummis das abrinnende Wasser auch in größerer Menge ungehindert durchtreten lassen. Um das Rückfließen des Wassers bei Lageänderungen zu verhindern, wird zweckmäßig in der Rinne eine klappenventilartig wirkende Einlage vorgesehen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Pelerine in Ansicht,
Fig. 2 eine Ablauf rinne im Schnitt;
Fig. 3 zeigt eine mit Wasser gefüllte Ablaufrinne im Schnitt;
Fig. 4 zeigt die Verzahnung der Pelerinenhaut bzw. eines eingelegten Stoffstreifens;
Fig. 5 zeigt eine Ablauf rinne in Ansicht von oben; in den
Fig. 6 bis 9 sind Ausführungsformen der ein-■ gelegten Streifen dargestellt.
An der Pelerine nach Fig. 1 sind am unteren Rande 1 Auffangrinnen 2 angebracht, welche die von der Pelerinenhaut 3 ablaufenden Regenwassermengen aufnehmen und zu Öffnungen 4 ableiten. Diese Ablauföffnungen 4 liegen an den tiefsten Stellen der Seitenteile S des Kleidungsstückes und können z. B. rohrförmig ausgebildet sein. Am unte-. ren Rande der Vorderteile V und des Rückenteiles R sind dagegen keine Öffnungen vorgesehen.
Das Regenwasser wird daher von den Vorderteilen V und dem Rückenteile R des Kleidungs-Stückes zu den von' den ausschreitenden Beinen nicht berührten Seitenteilen S des Kleidungsstückes abgeleitet und kann hier, ohne die Beine zu benässen, frei zum Boden fallen.
Die Ablauf rinnen 2 (Fig. 2) können, dadurch gebildet sein, daß die-Pelerinenhaut 3 zweimal um-1-65 geschlagen ist und der nach innen umgeschlagene Rand 3' nach Fig. 4 verzahnt ist; Zur Verbesserung der Wasserdurchlässigkeit·kann ein Streifens aus wasserannehmendem, netzbarem. Material nach den Ausführungsformen der Fig-.,4 und 6 bis 9 eingelegt werden.
Bei dieser Ausführung werden die unteren Randteile des Kleidungsstückes zur Herstellung der Ablauf rinnen verwendet, während nach, Fig. 3 eine ge- ' sonderte Ablauf rinne. 2 am unteren Rand 1 des Kleidungsstückes befestigt ist. Eine solche Ablaufrinne kann an jedem Kleidungsstück auch nachträglich angebracht werden.
In Fig. 3, ist eine· Ablauf rinne 2 im prall mit Wasser gefülltem Zustand, dargestellt, welcher Fall eintritt, wenn durch irgendwelche Umstände das Kleidungsstück mit den Beinen oder Händen, durch Stiegen, Trittbretter u. dgl. angehoben wird und größere Wassermengen an einem Punkt zusammenfließen. .
Auch hier ist in die Rinne ein Wasser ansaugender Streifen 8 eingelegt, und an diesem sind weitere Streifen 6 befestigt, die als Absperrorgane dienen. Wenn sich in der Rinne nämlich viel Wasser ansammelt, dann drückt das Wasser die darüber befindliche Luft L zusammen, wobei sich die Streifen 6 außen gegen die Rinnenwand 7 anlegen, so daß ein rohrförmiger Behälter entsteht und sich der Staudruck nur in Richtung zu den Ablauf öffnungen 4 auswirken kann.
Die Fig. S zeigt eine Draufsicht auf die Einlaufstelle 9 einer Ablauf rinne nach Fig. 2 oder Fig. 3, wobei die Öffnungen 10 durch die Schlitze der gezahnten Einlegestreifen 8 gebildet sind. Diese Öffnungen 10 werden beim Befestigen, z. B. Annähen, nicht geschlossen, so daß das Regenwasser von der Einlaufstelle 9 durch die Öffnungen 10 in die unteren Teile 11 der taschenförmigen Ablauf rinnen fließen kann.
Die Fig. 6 zeigt einen ähnlichen Einlegestreifen mit spitzer Zahnung. Wie die Fig. 7 bis 9 zeigen, können die Einlegestreifen anstatt einer Zahnung auch im Querschnitt profiliert sein, so daß sich Einlauföffnungen für das Wasser bilden.
Um das Regenwasser sicher in die Rinne zu leiten und das Darüberlaufen zu verhindern, ist es auch wichtig, daß - der Einlauf rand der Rinne ein wasserannehmendes, saugfähiges Material aufweist, so daß die Tropfen in die Rinne gleichsam hineingesaugt werden.
Außer den erwähnten, durch Kapillarwirkung saugfähigen Stoffen, wie Textilien, Filz, schwammartigen Stoffen u. dgl., kann man diese Wirkung auch erreichen, indem man die Einlaufstelle der Rinne mit Chemikalien behandelt, die sie dauernd oder wenigstens für einige Zeit netzbar machen. Hierzu können z. B. seifenartige Stoffe Verwendung finden.
Für eine einwandfreie Wirkung ist auch wichtig, daß die Rinne das bereits darin befindliche Wasser nicht wieder an jeder beliebigen Stelle'abgeben
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Sch 11079 VII/3b
kann. Zu diesem Zwecke dienen die Absperrorgane 6, welche ein Rückfließen des Regenwassers durch die Einlauf öffnungen io, auch bei Lage-• änderung des unteren Randes des Kleidungsstückes, verhindern.
Die Ablaufrinne kann, besonders bei Kleidungsstücken aus Textilstoff, auch in einem Streifen aus Kunststoffolie oder einem sonstigen wasserdichten Material bestehen, der U-förmig um den unteren Rand gelegt ist, so daß das Wasser von diesem Rande in die Ablauf rinne tropfen muß. In diesem Falle bildet der Mantelstoff selbst das saugfähige Material, das das Wasser in die Rinne leitet.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Ableitrinne für Regenschutzbekleidung mit einem in den Einlauf rand der Rinne eingesetzten, den Wasserdurchtritt zulassenden Streifen und an beiden Körperseiten angebrachten Öffnungen zum Ablaufen des Wassers, dadurch gekennzeichnet, daß in den Einlaufrand der Rinne ein profilierter Streifen eingesetzt ist, der die Wandungen der Rinne in bezug aufeinander festlegt und voneinander distanziert und zwischen den Teilen seines Profils eine Vielzahl von oben bis unten durchgehender öffnungen für den Wassereinlaß aufweist.
  2. 2. Ableitrinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen gezahnt, gelocht, gekerbt oder gewellt ist (Fig. 4, 5, 6, 7, 8, 9).
  3. 3. Ableitrinne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Streifen eine klappenventilartig wirkende Einlage (6) befestigt ist, die ein Rückfließen des Wassers durch die Wassereinlauföffnungen bei einer Lageänderung verhindert.
  4. 4. Ableitrinne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Streifen aus dem nach innen umgeschlagenen, mit Zahnungen, Lochungen, Wellungen, Kerbungen versehenen Randteil der äußeren Rinnenwand besteht (Fig. 2).
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 835 281, 802 809, 616. ,
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
    © 609 576/2 7. 56

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