DER0014566MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Mai 1954 Bekanntgemacht am 12. Januar 19.56
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Flächentragwerk, das
vorzugsweise als Gebäude- oder Straßendecke dient, jedoch auch für andere Baukonstruktionen, wie
Dachstühle, Treppen oder Gewölbe, Verwendung finden kann.
Es ist bereits bekannt, Flächentragwerke aus. vorgefertigten bewehrten Betonbaukörpern, die "mit
Nut und Feder ineinandergreifen, herzustellen. Es ist ferner bekannt, die Bewehrungsstäbe aus den
ίο Betonbaukörpern herausragen zu lassen und sie
durch Verschraubung, ζ. B. ein Spannschloß, kraftschlüssig zu verbinden. Tragwerke dieser Art haben
den Nachteil, daß die Bewehrungsstäbe ungleichmäßig gespannt werden und die Verschraubung
nur von der Unterseite des Tragwerks aus erfolgen kann, so daß derartige Konstruktionen
nicht allgemein, beispielsweise nicht für den Straßenbau verwendbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile auszuschalten, das Verbindungsglied der Bewehrungsstäbe
zu vereinfachen und insbesondere zu ermöglichen,
daß eine narrensichere, kraftschlüssige Verbindung der einzelnen Baukörper von der
Oberseite des Tragwerks aus erfolgen kann.
Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht, daß die Bewehrungsstäbe der vorzugsweise quadratischen
oder rechteckigen Betonbaukörper an deren diagonal gegenüberliegenden, abgefaßten Eckflächen
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in Form von.höhenmäßig untereinander versetzten Schlaufen herausgeführt sind, in die jeweils ein
die Schlaufen genau ausfüllender, die kraftschlüssige Verbindung bewirkender Splint eingelassen
. 5 ist, durch, dessen Eintreiben zugleich die Stärke der Fugen auf das bei der Herstellung des Tragwerks
gewünschte Ma'ß festgelegt wird.
Bei Gebäudedecken enthält der Fugenmörtel vorteilhaft einen Sandzuschlag mit einem gleichmäßigen
Größtkorn, dessen Durchmesser der bei der Herstellung des Tragwerks vorgeschriebenen Fugenstärke
entspricht.
Bei der'Herstellung von Straßendecken erhalten
die Betonbaukörper eine einlagige Bewehrung, deren aus den Betonbaukörpern hervorstehende
Schlaufen durch einen Stahlrohrsplint kraftschlüssig verbunden sind. Es sind zwar Straßenbeläge'
aus vorgefertigten bewehrten Betonplatten bekannt, deren aus den Platten hervorstehende Bewehruiigsstäbe
durch einen vertikal angeordneten Splint oder eine Klammer oder durch horizontal verlegte
Stäbe miteinander verbunden sind, um ein Klaffen der Fugen oder das gegenseitige Verschieben der
Platten in vertikaler Richtung zu verhindern; eine kraftschlüssige Verbindung der einzelnen Betonplatten
wird bei diesen bekannten Straßenbelägen — abweichend von dem Tragwerk nach der Erfindung
-— nicht erreicht. Bei der erfindungsgemäß hergestellten Sraßendecke wird ferner der Vorteil
erreicht, daß etwaige Bodensenkungen unter den Betonbaukörpern dadurch ausgeglichen werden
können, daß durch den Stahlrohrsplint Beton oder Sand unter die Betonbaukörper eingespritzt werden
kann.
- Weitere vorteilhafte Merkmale des erfindungsgemäß ausgebildeten Fdächentragwerks sind in der
Erläuterung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels genannt. In der Zeichnung
zeigt ...
Abb. ι das Flächentragwerk in schaübildlicher Darstellung,
Abb. 2 den Stahlrohrsplint im Vertikalschnitt, Abb. 3 das Flächentragwerk in der Draufsicht in
kleinerem Maßstab,
Abb. 4 das Flächentragwerk in der Draufsicht,
Abb. 5 das Flächentragwerk im.Schnitt nach der
Linie A-B der Abb. 4.
Die in Schalungsformen vorgefertigten, art den Seitenflächen mit Nut und Feder versehenen Betonbaukörper
1 sind derart bewehrt, daß die Hauptbewehrungsstäbe 2 in sich geschlossen sind und an
den diagonal gegenüberliegenden, abgefaßten Eckflächen als Schlaufen 3 hervortreten. An den Hauptbewehrungsstäben
sind Schubbewehrungsstäbe 4 angeschweißt, die ebenfalls schläufenförmig aus
den Eckflächen der Betonbaukörper herausragen. Die Schlaufen 3 sind untereinander : höhenmäßig
versetzt, so daß sie beim Aneinandersetzen von vier Baukörpern übereinanderliegend. In diese Schlaufen
3 ist ein ihre lichte Öffnung genau ausfüllender Splint s eingetrieben, der aus einem Stahlrohr besteht,
das an der oberen Kante eine seine Lage sichernde Umbördelüng 6 aufweist und an der unteren
Kapte nach Art von Bohrgeräten angeschärft ist. Der Stahlrohrsplint 5 kann zwecks Aufnahme
von Verlängerungsstücken, ■ die beispielsweise zum Anbringen einer Unterdecke dienen, ein Innengewinde
aufweisen. Ferner können die Stahlrohrsplintes beliebig verlängert sein, so daß sie nach
Eintreiben in das Auflager zugleich als Anker dienen. , ,
In Abb. 3 ist der Montägevorgang des Flächentragwerks
in der- alphabetisch angegebenen Reihenfolge α bis k angedeutet. Bei diesem Zusammenbau
entfällt jegliche Schalung.
Bei dem in den Abb. 4 und 5 gezeigten Flächentragwerk
besitzen die Betonbaukörper ι röhrenartige Ausnehmungen y, die zur Gewichtsverminderung
sowie zur Schall- und Wärmedämmung dienen. Bei Verwendung dieser Baukörper für Gebäudedecken
ist auf ihrer Unterseite eine die Ausnehmungsöffnungen schließende Putzschicht 8 aufgebracht. Die
Oberseite der Baukörper ist entsprechend ihrem Verwendungszweck mit einer gegen mechanische
oder chemische Beanspruchungen widerstandsfähigen, werkseitig aufgebrachten Schicht 9 abgedeckt.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und erläuterte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
erstreckt sich auf weitgehende Abwandlungen. So ist das Tragwerk außer im Decken- und Straßenbau
auch anwendbar bei Wand- und Dachkonstruktionen sowie bei Treppen, Gesimsen, Gewölben und
ähnlichen Baukonstruktionen.
Claims (9)
1. Flächentragwerk, insbesondere als Gebäude- oder Straßendecke, aus vorgefertigten
bewehrten Betonbaukörpern, die im Gefüge mit Nut und Feder ineinandergreifen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewehrungsstäbe (2) der vorzugsweise quadratischen oder rechteckigen Betonbaukörper (1) an deren diagonal gegenüberliegenden,
abgef asten' Eckflächen in Form von höhenmäßig untereinander versetzten Schlaufen (3) herausgeführt sind, in die jeweils
ein die Schlaufen (3) genau ausfüllender, die kraftschlüssige Verbindung bewirkender Splint
(5) eingelassen ist, durch dessen Eintreiben zugleich die Stärke der Fugen auf das bei der
Herstellung des Tragwerks gewünschte Maß no festgelegt wird.
2. Flächentragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fugenmörtel einen
Sandztischlag mit einem gleichmäßigen Größtkorn enthält, dessen Durchmesser' der bei der
Herstellung des Tragwerks vorgeschriebenen Fugenstärke entspricht.
3. Flächentragwerk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Splint (5) als
Stahlrohrsplint ausgebildet ist und an seinem oberen Rand eine Sicherung, z. B. eine Umbördelüng
(6), gegen Durchrutschen durch die Schlaufen (3) aufweist und ah seinem unteren
Rand nach Art von Bohrgeräten angeschärft ist.
4. Flächentragwerk nach einem der An-Sprüche 1 bis 3 für Gebäudedecken, dadurch ge-
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kennzeichnet, daß die Hauptbewehrung der Betonbaukörper aus einem in sich geschlossenen
Bewehrungsstab (2) besteht, an den erforderlichenfalls Schubbewehrungsstäbe -(4) angeschlossen
sind, die ebenfalls schlaufenförmig an den abgefasten Eckflächen herausragen.
5. Flächentragwerk nach einem der Ansprüche ι bis 3 als Straßendecke od. dgl., dadurch
' gekennzeichnet, dä'ß die Betonbaukörper
(1) eine einlagige Bewehrung besitzen und der Fugenmörtel aus einem nachgiebigen Material,
z. fi. einer handelsüblichen Fugenvergußmasse, besteht.
6. Flächentragwerk nach einem der Ansprüche ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Betonbaukörper (1) auf seiner Unterseite röhrenartige Ausnehmungen (7) aufweist und
auf seine Oberseite eine gegen !mechanische oder chemische Beanspruchungen widerstandsfähige
Schicht (9) werkseitig aufgebracht ist.
7. Flächentragwerk nach Anspruch6, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Unterseite der
Betonbaukörper ■ angeordneten röhrenartigen Ausnehmungen (7) durch eine werkseitig aufgebrachte
Putzschicht (8) geschlossen sind.
8. Flächentragwerk nach einem der Ansprüche ι bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die aus cien Betonbaukörpern (1) herausragenden
Bewehrungsstäbe (2) sich zwecks Bildung der Schlaufen (3) überkreuzen.
9. Flächentragwerk nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch Anschluß-, Abschluß- oder einen Knotenpunkt bildende Formkörper, mittels derer Dachkonstruktionen, Gesimse, Treppen,
Gewölbe oder ähnliche Baukonstruktionen hergestellt werden können.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 921 283;
' USA.-Patentschrift Nr. 1 636 114;
britische Patentschrift Nr. 190823;
französische Patentschrift Nr. 573 130;
, Buch »Künftige Wohnbauweisen«
Leonhardl, 1947, S. 17;
Deutsche Patentschrift Nr. 921 283;
' USA.-Patentschrift Nr. 1 636 114;
britische Patentschrift Nr. 190823;
französische Patentschrift Nr. 573 130;
, Buch »Künftige Wohnbauweisen«
Leonhardl, 1947, S. 17;
Zeitschrift »Neue Bauwelt«, 1947, Heft 28,
S. 438 und 439. · . -
von
Fritz
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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