DER0014330MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Juni 1954 Bekanmitgemacht am 9. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Vorliegende Erfindung bildet ein kontinuierlich arbeitender Zellstoff-Diffuseur für die Trennung
und Auslaugung des aus den Kochern anfallenden Holzzellstoffes von der Kochlauge, wobei die Kochlauge
zum größten Teil bei sparsamstem Verbrauch an Waschwasser im unverdünnten Zustand erhalten
wird.
Bei den bekannten, kontinuierlich arbeitenden Holzzellstoff-Diffuseuren ist der Verbrauch an
Wasser bekanntlich unerwünscht hoch, und der Anfall an unverdünnter Kochläuge daher anteilsmäßig
gering. Es wird daher auch heute noch zum größten Teil die Entlaugung des aus den Kochern
kommenden Zellstoffes in. den bekannten Waschgruben
vorgenommen.
Es sind unter anderem auch turmartige ZeIlstoff-Diffuseure
bekanntgeworden, durch deren Längsrichtung das Zellstoff-Lauge-Gemisch hindurchfließt,
wobei der Zellstoff durch Wasser im Gegenstrom entlaugt und ausgewaschen wird. Aber
auch bei diesen neueren Vorrichtungen ist der Verbrauch an Waschwasser noch recht hoch und der
Anfall an unverdünnter Lauge noch zu gering.
Die in neuerer Zeit zu beachtende· Tendenz, die Herstellung des Holzzellstoffes mehr und mehr
vermittels kontinuierlicher Verfahren durchzu-
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Claims (4)
- R 14330 IVa/55 bführen, erhebt auch die Erstellung eines kontinuierlich arbeitenden Diffuseurs mit einem hohen - Anfall von rückgewonnener unverdünnter Kochlauge bei sparsamstem Wasserverbrauch zu einer Forderung von, grundsätzlicher Bedeutung.Die vorliegende Erfindung erfüllt diese Forderung in vorteilhafter Weise, und zwar besteht sie darin, daß das Kochlauge-Zellstoff-Gemisch durch einen turmartigen, beiderseitig auf seiner gesamten Länge mit Seiherkammern ausgerüsteten Schacht hindurchgeführt wird, wobei einerseits dem vorbeifließenden Gemisch vermittels dier Seiherkammern der einen Schachtseite Lauge bzw. laugehaltiges Waschwasser entzogen, gleichzeitig aber mittels der gegenüberliegenden Seiherkammern Waschflüssigkeit im Querstrom zugeführt wird, so daß also die Waschflüssigkeit im Querstrom den Zellstofflaugestrom durchdringt, die Lauge in die unteren Seiherkammern hineintreibt, den Zellstoff dann in den oberen Stufen auslaugt, um schließlich als Wasser-Zellstoff-Gemisch kontinuierlich aus dem anderen Ende der Vorrichtungabgegeben zu werden,Das Kochlauge-Zellstoff-Gemisch kann hierbei sowohl von oben als auch von unten her durch die Vorrichtung hindurchgeführt werden. Da praktischerweise das Gemisch von unten her durch die Vorrichtung hindurchgeleitet wird, soll diese Betriebsweise auch vorzugsweise beschrieben werden.Die Zeichnung zeigt die neue Vorrichtung in drei beispielsweisen Ausführungsformen (Fig. 1 bis 3) im Längsschnitt mit je einem Querschnitt. Gemäß der Erfindung wird das Kochlauge-Zellstoff-Gemisch bei α (Fig. 1 bis 3) in. die turmartige Vorrichtung z. B. mittels einer Pumpe hineingedrückt und steigt unter dem Einfluß des Druckes . in dem Schacht b nach oben, wobei es an den Seiherkammern c, d, e, f und g, h, i, j vorbeifließt. Auf ihrem Wege nach oben tritt aus den seitlich angeordneten, perforierten Abteilungen g, h, i, j die Waschflüssigkeit im Querstrom in das Lauge-Zellstoff-Gemisch ein und treibt im.Querstrom die Lauge seitwärts in die Siebabteilungen c bis / hinein, wobei das Druckgefälle der beiden Flüssigkeiten zwischen den einzelnen Stufen mittels an den Seiherkammern angebrachter Regelorgane k eingestellt wird. Dieses Querstrom-Druckgefälle kann auch dadurch eingestellt werden, daß der Zulauf der Waschflüssigkeit und der Ablauf der Lauge entsprechend hoch und mit unterschiedlicher Höhe zueinander als Flüssigkeitssäulen angeordnet werden.Zweckmäig wird die Waschflüssigkeit derart geführt, daß der Abfluß der höheren Laugenseiherkammern jeweils der Reihe nach als Waschflüssigkeit der nächstniederen, Waschstufe zugeführt wird, wodurch das nach Abfluß der freien Lauge in dem oberen Teil des, Turmes notwendige, für die Diffusion erforderliche Konzentrationsgefälle zwischen Waschflüssigkeit und Zellstoff gewährleistet ist. Es fließt also aus den unteren. Abteilungen unverdünnte Lauge, dann folgt die aus den Diffusionsvorgängen in den oberen Abteilungen erhaltene stark mit Lauge angereicherte Waschflüssigkeit, während bei / die in reiner Waschflüssigkeit schwebende, entlaugte Zellstoffmasse austritt.Um während des Betriebes der Vorrichtung eine Anlagerung von Zellstoff auf den, perforierten Wänden der Abflußstufen zu verhindern, werden Luftdüsen m in geeigneter Weise unterhalb der Seiher angeordnet, wobei mittels eingeblasener Luft eine gewisse Bewegung der Zellstoffmasse auf den Seiherflächen erzeugt und dadurch eine Anlagerung des Zellstoffes auf den Seiherflächen und eine Verstopfung derselben wirksam verhindert wird.Fig. 2 der Zeichnung zeigt eine weitere beispielsweise Ausführung gemäß der Erfindung. Hierbei sind die Waschflüssigkeit führenden. Stufen zentral in der Vorrichtung angeordnet. .Fig. 3 zeigt die gleiche Vorrichtung, wobei aber die perforierten, Wände mittels einer sich drehenden Schneckenwendel η von aufsitzenden Zellstoffteilen freigehalten werden.Durch die vorbeschriebene neuartige Vorrichtung für Entlaugung und. Waschung von, Holzzellstoff wird in vorteilhafter und wirtschaftlicher Weise der Fabrikationsgang für Holzzellstoff verbessert und in einfacher Weise kontinuierlich gestaltet.Fatentanspr f. cη ει. Vorrichtung für kontinuierliche Entlaugung und Waschung von Holzzellstoff oder ähnlichen Stoffen mit einem mit Seihern versehenen turmartigen. Schacht, durch dessen Längsrichtung das Zellstoff-Lauge-Gemisch hindurchfließt, dadurch gekennzeichnet, daß in den Wänden, des Schachtes von unten bis oben beiderseitig zahlreiche Seiherkammern, (c bis ;") angeordnet sind, wobei einerseits dem vorbeifließenden Zellstoff-Lauge-Gemisch aus der Seiherkammerseite (c bis f) die Lauge bzw. laugehaltige Waschflüssigkeit entzogen, andererseits aber aus den gegenüberliegenden Seiherkammern (g· bis ;') Waschflüssigkeit im Querstrom zugeführt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der perforierten Wände der Seiherkammern Druckluftdüsen angebracht sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiherkammern für die Einführung der Waschflüssigkeit in Form eines Zentralrohres ausgebildet sind, das in, der Mitte des Schachtes angeordnet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zentral angeordnete Seiherkammerrohr mit drehbaren Schnekkenwendeln so- ausgerüstet ist, daß bei Drehung derselben der an den perforierten Wänden der Seiherkammern (c bis f) sich ansetzende Stoff abgestreift wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 578/280 7.56
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