DER0013560MA - - Google Patents

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DER0013560MA
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methacrylic acid
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copolymers
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 6. Juli 1953 Bekanntgemacht am 20. Oktober 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Das Hauptpatent 927 444 hat die Verwendung solcher Mischpolymerisate der Acryl- bzw. Methacrylsäure mit Methacrylsäuremethylester als Bodenverbesserungsmittel zum Gegenstand, deren Kalksalze wasserlöslich sind. Für die Ermittlung der Kalksalzlöslichkeit wurde ein Test angegeben, nach dem 10 ecm einer 5°/0igen wäßrigen Lösung der Alkalisalze der zu prüfenden Mischpolymerisate mit 5 ecm einer o,5°/0igen Calciumchloridlösung vermischt wurden. Als »wasserlöslich« gelten dabei solche Mischpolymerisate, die bei Durchführung des beschriebenen Testes keine Kalksalzausscheidung ergeben.
Es wurde nun gefunden, daß das im Hauptpatent angegebene Auswahlprinzip seine Gültigkeit auch für solche Mischpolymerisate der Acryl- bzw. Methacrylsäure behält, die an Stelle von Methacrylsäuremethylester aus anderen ungesättigten, polymerisierbaren Verbindungen, beispielsweise aus anderen Estern der Acryl- und Methacrylsäure als Comonomere, aufgebaut sind.
Als solche mit Acryl- bzw. Methacrylsäure zu polymerisierenden Comonomere seien beispielsweise aufgeführt: Äthyl-, Butyl-, Propylester der Acryl- und Methacrylsäure sowie Acrylsäuremethylester, Ätherester dieser ungesättigten Säuren, wie Äthylglykolmethacrylat, Nitrile und Amide der Methacrylsäure bzw. Acrylsäure und Vinylchlorid. Von diesen Comonomeren können einzelne oder mehrere mit Acryl- bzw. Methacrylsäure mischpolymerisiert werden.
Die nachstehend beschriebenen Mischpolymerisate wurden nach dem in der deutschen Patentschrift 749 016 beschriebenen Verfahren unter dem Einfluß
509 576/57

Claims (5)

R 13560 IVb/16 von jeweils 0,1"/,, Dibenzoylperoxyd, bezogen auf das Moiioniereiigeiniseh, hergestellt. Die Molekulargewichte der erhaltenen Produkte lagen etwa bei einer Million. Beispiele
1. Kin Mischpolymerisat, bestehend aus 85 % Methacrylsäure und 15% Methacrylsäureamid bildet ein in Wasser gut lösliches Kalksalz, während sich das Kalksalz eines Mischpolymerisats aus 95% Methacrylsäure und 5 '·/„ Methacrylsäureamid auf Grund des angegebenen Tests als unlöslich erweist. In Übereinstimmung mit dem in vorliegender Erfindung offenbarten Auswahlprinzip ist die aggloinerierende Wirkung des Mischpolymerisats mit dem kleineren Methaerylsäiuvanteil erheblich besser als die des letztgenannten Mischpolymerisats.
2. Das Kalksalz eines Mischpolymerisats, bestehend aus (>5u/„ Methacrylsäure, 25% Methacrylsäureamid
ao und ι ο "/ο Methacrylsäureäthylester erweist sich als gut wasserlöslich. Verringert man in diesem Mischpolymerisat, den Methacrylsäureanteil auf 501V0 und erhöht Cn(Si)H1ClIeDd den Methacrylsäureäthylesteranteil auf 25"Z0, so erhält man bei der angegebenen Prüfung der Kalksalzlöslichkeit eine Fällung. In Dbereinstiinnnmg mit der in vorliegender Erfindung offenbarten Lehre übertrifft das Mischpolymerisat mit (>5"/o Methacrylsäure in seiner agglomerierenden Wirkung das gleichartige, jedoch nur 50% Methacrylsäure und entsprechend mehr Methacrylsäureäthylester enthaltende Mischpolymerisat erheblich.
3. Wählt man mit Hilfe des angegebenen Lösungstests aus der Reihe der aus Methacrylsäure und Äthylglykolmethacrylat herstellbaren Mischpolymerisate jene aus, deren Kalksalze gemäß der gegebenen Definition gut wasserlöslich sind, so kommt man zu Produkten, die aus 50 bis 70% Methacrylsäure und 50 bis 3<>°/o Äthylglykolmethacrylat bestehen. Bereits bei einer Erhöhung des Methacrylsäureanteils um JO1Yo oder bei einer Verringerung dieses Anteils auf/jo0/,, zeigt sich, daß die Kalksalze der entstellenden Mischpolymerisate nicht mehr wasserlöslich sind. In strenger Befolgung des erfindungsgemäüen Auswahlprinzips zeigen die mit Hilfe des Lösungstests ermittelten Mischpolymerisate gegenüber den gleichartigen, in ihrer Mengenziisanimensetzung jedoch verschiedenen Mischpolymerisate eine weit überlegene bodenverbesserndc Wirkung.
4. Mischpolymerisate aus Methacrylsäure und Acrylsäureinethylester zeigen dann die beste KalksalzVerträglichkeit und damit die günstigste Agglomerierungswirkung, wenn sie aus 70 Teilen Methacrylsäure und 30 Teilen Acrylsäuremethylester bestehen.
5. Ein Mischpolymerisat, hergestellt aus 70 Teilen Acrylsäure, 15 Teilen Methacrylsäureamid und 15 % Acrylsäuremethylester ist kalksalzlöslich. Bereits eine Erhöhung des Esteranteils auf 250/,, und eine entsprechende \'erringerung des Acrylsäureanteils ergibt ein Mischpolymerisat, das bei Durchführung des angegebenen Tests eine starke Kalksalzausfällung zeigt. In Übereinstimmung mit der hier gegebenen Lehre ist das Mischpolymerisat mit 70% Acrylsäure ein wirkungsvolleres Bodenverbesserungsmittel als das genannte zweite Mischpolymerisat.
Der mit der Erfindung erzielte Fortschritt über den Stand der Technik hinaus sei mit folgender Gegenüberstellung belegt: In der belgischen Patent- i schrift 501726 wird ein aus 5o°/0 Acrylamid und ' 5o°/0 Methacrylsäure bestehendes Mischpolymerisat in Form seines Ammoniumsalzes als Bodenverbesserungsmittel empfohlen. Prüft man mit Hilfe des Lösungstests die Kalksalzlöslichkeit dieses Mischpolymerisats, so erhält man eine deutliche Ausfällung, d. h. die Wirksamkeit dieses Produkts als Bodenverbesserungsmittel kann als ungenügend vorausgesagt werden.
Wählt man nun aus der Reihe der aus Acrylamid und Methacrylsäure herstellbaren Mischpolymerisate jenes aus, dessen Kalksalz gut wasserlöslich ist, so kommt man zu einem Mischpolymerisat, das aus 25 °/0 Acrylamid und 75 °/0 Methacrylsäure besteht. Der mit beiden Mischpolymerisaten erzielbare Bodenverbesserungseffekt entspricht dem unterschiedlichen Verhalten hinsichtlich der Kalksalzlöslichkeit beider Produkte.
Ραϊ ι·: ν τ λ ν s ν κ υ c H:
Verwendung von Mischpolymerisaten der Acryl- und Methacrylsäure gemäß Patent 927 444 als Bodenverbesserungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß der gemäß Hauptpatent als Comonomeres zu verwendende Methacrylsäuremethylester durch ein Derivat bzw. Derivate der genannten ungesättigten Säuren und bzw. oder durch andere ungesättigte polymerisierbare Verbindungen ersetzt wird.
Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 2 625 529. too
509 576/57 10. 55

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