DER0008953MA - - Google Patents

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DER0008953MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 2. Mai 1952 Bekanntgemacht am 7. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Eis sind bereits Flachdruckvervielfältigieir bekannt, die eine ebene Grundplatte für das aufliegende hekt»grafische Spiegelschriftoriginal und einen von Hand längs verschiebbaren seitlich geführten Wagen aufweisen, der die Druck- und Befeuclrtemittel trägt. Bei diesen Geräten erfolgt das Ablösen des Papierblattes nicht unmittelbar auf den Druckvorgang, sondern das bedruckte Papierblatt wird erst nach Vollendung desselben bei 'der Rückwärtsbewegung des Wagens abgelöst.
Es sind ferner Flachdruckvervielfältiger bekannt, die an Stelle der ebenen Grundplatte eine elastische gespannte Auflage besitzen. Zusätzlich zur Druckwalze muß hier eine Gegendruckwalze vorgesehen werden, und das Original muß beidseitig eingespannt werden. Das Loslösen des bedruckten Papierblattes vom Original unmittelbar nach dem Drudevorgang wird hierbei dadurch ermöglicht, daß zu beiden Seiten der Druckwalze gekrümmte Führungsbleche angeordnet sind, die das über die beiden Längsseiten der elastischen Auflage hinausstehende Papierblatt erfassen und es vom Original loslösen. Dies hat aber den Nachteil, daß nur Papierblätter -gleichbleibender Breite, die größer als die Breite der Auflage sein 'müssen, Verwendung finden können. Sollen schmälere Papierblätter bedruckt werden, so muß erst eine- andere Auflage entsprechender Breite in die: Vorrichtung eingespannt
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werden, was natürlich zeitraubend und umständlich , ist. Das abgelöste, bedruckte Papierblatt wird mit der bedruckten Seite nach unten in einen Raum hinter dem verschiebbaren Wagen geführt, um von Hand durch die Bedienungsperson nach vollendetem Druck abgenommen zu werden. Eine sofortige Überwachung des Druckbildes auf etwaige Fehler, wie z.B. zu starke oder zu schwache Befeuchtung und dadurch bedingten unsauberen Druck, ist hierbei nicht möglich.
Bei einem mit einem Gelatinebandoriginal arbeitenden Flachdruckgerät wird das Loslösen des bedruckten Papierblattes unmittelbar nach dem Druck von dem Original dadurch ermöglicht, daß das Gelatineband unmittelbar nach dem Durchgang durch die Walzen fortlaufend schräg nach unten geführt wird, während das bedruckte Papierblatt von einem Trennblech erfaßt wird, das es in horizontaler Richtung weiterleitet. Auch dieses . Gerät ist von komplizierter Bauart und bedingt die Verwendung einer Gegendruckwalze. Dieses Ablöseprinzip läßt sich nicht auf einen Flachdruckvervielfältiger übertragen, der eine feste plane Auflage für das Spiegelsehriftoriginal besitzt, da ja beide Blätter, Original und bedrucktes Papierblatt, in parallelen, horizontalen Ebenen nach dem Druck verbleiben würden.
Der Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zugrunde, einen einfachen, billigen Flachdruckvervielfältiger zu schaffen, bei dem das Ablösen des bedruckten Papierblattes unmittelbar nach dem Druck erfolgt, wobei es gleichgültig ist, welche Breite die zu bedruckenden Papierblätter besitzen. Die maximale Papierblattbreite ist aber natürlich durch die Walzenlänge gegeben.
Die Erfindung betrifft einen Flachdruckvervielfältiger mit ebener Grundplatte für das aufliegende hektografisch« Spiegelsehriftoriginal, der mit einem von Hand längs verschiebbaren, seitlich geführten Wagen ausgerüstet ist, auf dem der Papierzufüh-"rungssehacht und, schwenkbar um eine gemeinsame Achse, die Druckwalze und die Papierablösemittel angeordnet sind.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch eine Abschrägung an der das Spiegelsehriftoriginal haltenden Spannleiste, welche beim Schwenken der Druckwalze in die Druckstellung die vorauslaufende Kante des zu bedruckenden Papierblattes nach oben in den Spalt zwischen Druckwalze und ablösendem Führungsblech abweist.
Das Führungsblech ist vorteilhaft nach oben gegen die Druckwalze gekrümmt, so daß das Papierblatt mit der bedruckten Seite sichtbar nach oben geführt wird.-Das Führungsblech erstreckt sich mindestens über, den mittleren Bereich der Druckwalzenlänge. "
Der Papierzuführungsschacht ist mit der Druckwalze und dem Führungsblech um.eine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet, und die vordere, der Druckwalze zugekehrte Schachtwand ist über die rückwärtige Schachtwand.nach unten verlängert, um das Abbiegen des Papierblattes zu unterstützen und gleichzeitig als ■ Anlage für den Feuchtfilz zu dienen.
Eine beispielsweise Ausführungsfo'rnrdes Flächdruckvervielfältigers gemäß der Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht des Flachdruckvervielfältigers im Schnitt, wobei sich der verschiebbare Wagen und die bewegliche Druckwalze in der Ausgangsstellung befinden und
Fig. 2 eine Seitenansicht des Flachdruckvervielfältigers in der Arbeitsstellung.
Auf einer Grundplatte 1, die in der Bewegungsrichtung des die Befeuchte- und Druckmittel tragenden Wagens zu beiden Seiten Führungsschienen 2 aufweist, wird das Spiegelsehriftoriginal 3 plan aufgelegt und durch eine Spannleiste 4 am vorderen Ende einseitig festgehalten. Die Spannleiste 4 drückt das Spiegelsehriftoriginal 3 gegen elastische haftende Teile 16, die in die Grundplatte 1 eingelassen sind, so daß die Haftfähigkeit zwischen der Grundplatte ι und dem festzuhaltenden Teil des Spiegelschriftoriginals 3 erhöht wird. Eine auf der Grundplatte ι in einem gewissen Abstand von der Spannleiste 4 vorgesehene Anschlagschiene 5 dient für das einzuführende Papierblatt 6 als Anschlag und sorgt für eine genaue Ausrichtung desselben. Der die Druck- und Befeuchtemittel tragende Wagen gleitet auf zwei Schienen 17, die parallel zu den Führungsschienen 2 angeordnet sind. Im Wagen sind zwei einander parallele Winkelhebel 7, von denen in der Zeichnung nur einer dargestellt ist, vorgesehen, die um eine Achse 9 schwenkbar angeordnet sind. Die Hebelkniee der Winkelhebel 7 sind durch eine Achse verbunden, die drehbar eine Druckwalze 10 trägt. Die freien Enden der Winkelhebel 7 sind durch einen Griff 8 verbunden, durch den die Druckwalze 10 und die anderen damit gemeinsam schwenkbaren Teile von der Ruhelage (Fig. 1), in der sie durch eine auf die Winkelhebel 7 einwirkende Zugfeder gehalten werden, in die Arbeitsstellung bewegt werden. Zwischen den beiden Winkelhebeln j, schwenkbar mit diesen, ist ein Papierzuführunigsschacht 11 sowie ein Führungsblech 15 zur Loslösung des bedruckten Papierblattes 6 vom Original 3 vorgesehen. Der ZuführungsS'chacht 11 weist seitliche Begrenzungen sowie eine vordere am unteren Ende verlängerte Schachtwand ι ifl auf, dessen unteres Ende beim Bewegen der Druckwalze 10 in die Druckstellung no das Abbiegen des Papierblattes mitbewirkt. Zugleich dient dieser verlängerte Teil der Schachtwand 1ia als Anlage für das durch den Feuchtfilz 12fl dagegen gedrückte, noch nicht bedruckte Papierblatt. Ferner wird dadurch eine Berührung zwisehen dem Feuchtfilz I2a und dem Umfang der zylindrischen Druckwalze 10 bei nicht leingeführtem Papierblatt verhindert, so daß auf alle Fälle eine Befeuchtung der Druckwalze 10 vermieden wird.
Zwischen den seitlichen Wagenplattinen 13 ist die Befeuchtevorrichtung mit dem Anfeuchtfilz I2a vorgesehen, der in der Ruhestellung etwas angehoben ist, so daß ein weiteres Durchtränken vermieden wird.
Das Bedrucken eines Papierbattes geschieht nun auf folgende Weise:
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Das Papierblatt 6 wird in der in Fig. ι dargestellten Stellung in den Zuführungsschacht 11 von oben eingeschoben, und zwar so weit;, bis die Vorderkante des Papierblattes 6 an der Anschlagschiene 5 anstößt. Der verschiebbare Wagen befindet sich dabei in seiner vorderen, durch Anschläge 14 fixierten Ausgangsstellung. Wird der Griff 8 unter Kraftanwendung in der in Fig. 1 angegebenen Pfeilrichtung nach unten bewegt, so vollführt die Achse der Druckwalze eine Bewegung auf' einem Kreisbogen, dessen Radius durch den Abstand zwischen Achse 9 und der Druckwalzenachse, gegeben ist. Diese Schwenkbewegung machen auch die an den beiden Hebeln 7 befestigten Teile, wie z. B-. der Zuführungsschacht 11 und das Führungsblech 15 mit. Durch die Druckwalze 10 und den unteren verlängerten Teil der vorderen Sehachtwand 1 ia erfolgt ein Abbiegen des Papierblattes 6. Am Ende des Sehwenkvorganges der Druckwalze 10 wird das Papierblatt 6 an die der Bedienungsperson abgewandte Kante der Spannleiste 4 angedrückt und die vorauslaufende Kante des Papierblattes 6 nach oben in den Spalt zwischen Druckwalze und ablösendem Führungsblech 15 abgewiesen (Fig. 2). Das Führungsblech 15, welches im weiteren Verlauf des Druckvorganges dem Papierblatt die Richtung nach oben gibt, bewirkt, daß das nach und nach bedruckte Papierblatt sofort zwischen Griff 8 und Druckwalze 10 mit der bedruckten Seite sichtbar nach oben geführt wird. Die Bedienungsperson kann hierdurch den Druck des Papierblattes überwachen und erkennen, ob z. B. während des ersten Abdruckes zu stark oder zu wenig befeuchtet wurde, so daß sofort die entsprechenden Korrekturen vorgenommen werden können. Das zu bedruckende Papierblatt berührt während des Druckvorganges, bei dem der Wagen in der in Fig. 2 angegebenen Pfeilrichtung verschoben wird, nur in einem schmalen Bereich parallel zur Druckwalzenachse das Spiegelschriftoriginal 3.
Durch die Abwärtsbewegung des Hebelpaares 7 mit der Druckwalze 10 und dem Papierzuführungsschacht 11 kommt der Feuchtfilz 12a am Papierblatt 6 zur Anlage, wo er im weiteren Verlauf ständig federnd anliegt und die Befeuchtung des Papierblattes bewirkt.
Im Verlauf des Druckvorganges erfolgt das fortlaufende Loslösen des bereits bedruckten Papierblattes 6 vorn Original 3 durch das sich vorzugsweise im mittleren Bereich der Walzenlänge erstreckende Führungsblech 15. Es ist dabei gleichgültig, welche Breite das zu bedruckende Papierblatt aufweist, wobei natürlich die maximale Breite . durch die Walzenlänge gegeben ist.
Hat der Wagen die hintere Anschlagstellung 18 erreicht, so ist die Herstellung eines Umdruckes beendet, und die Rückwärtsbewegung des Wagens kann ohne Druckanwendung auf den Griff 8 erfolgen. Die Druckwalze 10 kommt bei der Rückwärtsbewegung des Wagens mit dem Spiegelschrift- original 3 nicht mehr in Berührung. Das Spiegelschrift original 3 wird also nur immer in einer Richtung auf Zug beansprucht. Das Rückwärtsbewegen des Wagens kann natürlich entsiprechend rasch vollzogen werden, da ja das bedruckte Papierblatt längst abgenommen ist und nicht mehr beschädigt werden kann.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: .
    ι. Flachdruckvervielfältiger mit ebener Grundplatte für das aufliegende hektografische Spiegelschriftoriginal und mit einem von Hand längs verschiebbaren, seitlich geführten Wagen, auf dem der Papierzuführungsschacht und, schwenkbar um eine gemeinsame Achse, die Druckwalze und die Papierablösemittel angeordnet sind, gekennzeichnet durch eine Abschrägung an der das Spiegelschriftoriginal haltenden Spannleiste (4), welche beim Schwenken der Druckwalze (10) in die Druckstellung die vorauslaufende Kante des zu bedruckenden Papierblattes (6) nach oben in den Spalt zwischen Druckwalze (10) und ablösendem Führungsblech (15) abweist.
  2. 2. Flachdruckvervielfältiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsblech (15) nach oben gegen die Druckwalze (10) gekrümmt ist, so daß das Papierblatt (6) mit der bedruckten Seite sichtbar nach oben geführt wird.
  3. 3. Flachdruckvervielfältiger nach den An- '. Sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Führungsblech (15) mindestens über den mittleren Bereich der Druckwalzenlänge erstreckt. .
  4. 4. Flachdruckvervielfältiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierzuführungsschacht (11) mit der Druckwalze (10) und dem Führungsblech (15) um eine gemeinsame Achse schwenkbar angeordnet ist und die vordere, der Druckwalze (10) zugekehrte Schachtwand(iia) über die rückwärtige Schachtwand nach unten verlängert ist, um das Abbiegen des Papierblattes (6) zu unterstützen und gleichzeitig als Anlage für den Feuchtfilz (i2a) zu dienen.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 538 739;
    österreichische Patentschrift Nr. 153000;
    USA.-Patentschriften Nr. 1 823952, 2 161 330,
    ι 717 865.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 609 529/26 5. 56

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