DEP0055903DA - Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Azetylen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Azetylen

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DEP0055903DA
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English (en)
Inventor
Erich Dr.-Ing. Zorn
Original Assignee
Beike, Hans, Dipl.-Ing., Frankfurt
Zorn, Erich, Dr.-Ing., Bad Soden
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Description

Unter den Azetylenentwicklern nehmen, vor allem bei Großentwickler-Anlagen, diejenigen Bauformen, die nach dem Karbideinwurfsystem arbeiten, eine bevorzugte Stellung ein. Die üblichen Entwickler dieser Art werden durchweg in der Weise betrieben, dass das Karbid aus der Füllvorrichtung, gegebenenfalls über eine Schleuse, unmittelbar in das im Entwicklerbehälter befindliche ruhende Wasser einfällt, und zwar auf einen im Wasserraum angeordneten Rost oder ein Schwenksieb, auf denen es, allseitig vom Wasser umspült, gleichmäßig vergasen kann, während der Kalkschlamm zusammen mit den unvergasbaren sowie den etwa noch nicht vergasten Karbidrückständen durch die Rostspalten nach unten fällt bzw. durch Schwenken des Siebes von diesem entfernt wird. In der Regel ist zwischen Rost bzw. Sieb und Behälterboden noch eine weitere Auffangvorrichtung, beispielsweise in Form eines Drehrostes oder dgl., vorgesehen, um die im Schlamm vorhandenen nicht vergasten Karbidteilchen dort zur endgültigen Vergasung zu bringen, bevor die Masse von Zeit zu Zeit durch das Schlammventil aus dem Entwickler abgelassen wird. Bei anderen Entwicklerbauarten, bei welchen z.B. mit kontinuierlichem Frischwasserzu- und Schlammwasserabfluss gearbeitet wird, sind Rührflügel angebracht, die das Entwicklerwasser in Bewegung halten, um ein Absetzen des Schlammes zu verhindern. Hierbei lässt es sich nicht vermeiden, dass das mit Kalk-
Schlamm versetzte Wasser in die Vergasungszone gelangt, wodurch die Vergasungsgeschwindigkeit des Karbids und die Leistung des Entwicklers verringert wird.
Der Einwurf des Karbids in ruhendes bzw. mit Kalkschlamm versetztes Wasser sowie der Umstand, dass das Karbid bei den bekannten Entwicklerbauarten während des Vergasungsvorganges ebenfalls mehr oder weniger unbeweglich auf den Rosten oder Sieben ruht, haben zur Folge, dass die restlose Vergasung eine verhältnismäßig lange Zeit in Anspruch nimmt. Durch die Einwirkung des Wassers auf das Karbid bilden sich bekanntlich auf dessen Oberfläche Reaktionsrückstände, insbesondere Kalziumoxyd bzw. Kalziumhydrat oder ein Gemisch dieser beiden Verbindungen, die das noch nicht vergaste Karbid einhüllen und so den weiteren Zutritt des Wassers erschweren, wenn nicht gar verhindern. Dadurch wird nicht nur die Vergasungsgeschwindigkeit erheblich herabgesetzt, sondern es besteht auch infolge der gleichzeitig verringerten Wärmeableitung die Gefahr, dass Polymerisationserscheinungen mit ihren nachteiligen Folgen auftreten. Die mangelnde gegenseitige Bewegung von Karbid und Wasser innerhalb des Entwicklungsbehälters wirkt sich somit in mehrfacher Hinsicht ungünstig aus.
Gemäß vorliegender Erfindung wird diesem Mangel durch ein Vergasungsverfahren begegnet, dass sich dadurch von den bekannten Verfahren unterscheidet, dass das Karbid nach dem Einfall in das Entwicklungswasser sich stetig durch dieses hindurch bewegt, dabei gleichzeitig in ununterbrochener gegenseitiger Umwälzung gehalten und ständig mit Frischwasser in Berührung gebracht wird. Auf diese Weise wird erreicht, dass das einzelne Karbidkorn wesentlich schneller, als dies beim Einwurf in ruhendes Wasser möglich ist, von der es einhüllenden vergasten Oberschicht befreit und so dem dauernd in Bewegung gehaltenen frischen Entwicklungswasser der ungehinderte Zutritt zu den noch nicht vergasten Karbidteilen ermöglicht wird. Es ergibt sich infolgedessen eine bedeutende Erhöhung der Vergasungsgeschwindigkeit, die sich vor allem in Großbetrieben mit starkem Gasbedarf besonders vorteilhaft auswirkt.
Zweckmäßig wird dabei weiterhin in der Weise verfahren, dass dem Entwicklungswasser - in Abhängigkeit von dem Druck des er- zeugten Azetylens - im wesentlichen laufend Frischwasser zugeführt wird, während das sinngemäß in gleichem Umfang abfließende Gebrauchswasser gleichzeitig den größten Teil des anfallenden Kalkschlammes mit sich nimmt. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass das mit dem Karbid in Berührung kommende Wasser stets verhältnismäßig frisch und ohne wesentliche Schlammanreicherungen ist und so ebenfalls eine erhöhte Vergasungsgeschwindigkeit begünstigt wird.
Zur Durchführung des Verfahrens werden nach dem Karbideinwurfsystem arbeitende Azetylenentwickler benutzt, die beispielsweise derart ausgebildet sind, dass sich an den über einen Karbideinfallbehälter oder dgl. beschickten Karbidvorratsraum eine oder mehrere, zweckmäßig untereinander angeordnete und vom Entwicklungswasser bespülte Förderschnecken anschließen, deren letzte gegebenenfalls gleichzeitig als Austragsschnecke für den Kalkschlamm dient. Die Anordnung kann dabei entweder so getroffen werden, dass die Förderschnecken innerhalb des üblichen, vom Entwicklungswasser angefüllten Entwicklungsbehälter liegen, oder aber, unter Verzicht auf einen besonderen Entwicklungsbehälter, in in sich geschlossenen Gehäusen laufen.
Bei der Unterbringung der Schnecken in dem wassergefüllten Entwicklungsbehälter müssen die Wandungen mindestens des ersten Schneckengehäuses mit Durchbrechungen für den Zutritt des Entwicklungswassers versehen sein. Die Frischwasserleitung endet dabei zweckmäßig im unmittelbaren Bereich dieses Schneckengehäuses, wodurch gewährleistet ist, dass das Frischwasser dem sich in ununterbrochener Bewegung befindlichen Karbid an der Stelle zugeführt wird, an der die Hauptvergasung mit den dabei auftretenden hohen Temperaturen stattfindet. Um eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Frischwassers zu erreichen, kann das Ende der Leitung, die vorteilhaft unmittelbar unterhalb des ersten Schneckengehäuses verläuft, mit einer Anzahl von Austrittsbohrungen versehen sein, durch die das frische Wasser gleichzeitig an eine größere Karbidmenge herantreten kann.
In den Fällen, in denen auf einen eigentlichen Entwicklungsbehälter verzichtet wird, Karbid und Wasser vielmehr nur durch ein oder mehrere Schneckengehäuse hindurch bewegt werden, erfolgt die
Frischwasserzufuhr zweckmäßig über die mit entsprechenden Bohrungen versehenen hohlen Antriebswellen der Förderschnecken, und zwar mindestens der ersten Schnecke, deren Gehäuse gleichzeitig in seinem oberen Bereich mit Austrittsöffnungen für das entwickelte Azetylen versehen ist.
Die im Hauptversorgungsbereich liegenden Förderschnecken werden vorteilhaft in an sich bekannter Weise mit wachsender Steigerung versehen, um eine unerwünschte und den reibungslosen Durchlauf des Karbids hemmende Pressung des bei der Vergasung entstehenden Kalkschlammes zu vermeiden. Demgegenüber kann die Austragsschnecke für den Kalkschlamm bzw., bei Anordnung nur einer Förderschnecke, das den Austrag bewirkende Ende dieser Schnecke eine abnehmende Steigerung aufweisen, um so den Schlamm am Ende des Bewegungsvorganges zusammenzupressen und dabei das in ihm enthaltende Wasser abzusondern. Der Kalk fällt auf diese Weise in stichfester Form an und kann unmittelbar der weiteren Verwendung zugeführt werden. Das lästige und zeitraubende Absetzenlassen des Kalkschlammes in den zu diesem Zweck besonders anzulegenden Schlammgruben erübrigt sich durch ein solches Vorgehen völlig. Der im Bereich der Kalkschlammpressung gelegene Teil des Schneckengehäuses ist sinngemäß mit Austrittsöffnungen für das abgesonderte Gebrauchswasser zu versehen. Zur Erleichterung der Pressung kann außerdem in kurzem Abstand hinter dem Ende der Austragsschnecke eine das Schneckengehäuse nach außen abdichtende, zu öffnende Verschlusswand angebracht sein.
Zur Vermeidung eines vorzeitigen Beginnes der Gasentwicklung, insbesondere zur Verhinderung des Ansetzens größerer Kalkschlammengen an der Stelle, an der das vom Vorratsraum kommende Karbid in die erste Förderschnecke einfällt, wird vorteilhaft dieser ersten wasserbespülten Schnecke eine weitere, als Dosierungseinrichtung dienende, außerhalb des Entwicklungswassers liegende Förderschnecke vorgeschaltet, die durch entsprechende Bemessung von Drehzahl und/oder Steigerung die Menge des den wasserbespülten Schnecken zuzuführenden Karbids regelt.
Die Fördergeschwindigkeit des Karbids hängt außer von der Steigerung der Schnecken auch noch von deren Umdrehungsgeschwindig- keit ab. Diese wird zweckmäßig durch ein stufenlos regelbares Getriebe veränderbar gemacht. Auf diese Weise kann je nach Größe und Güte des Karbids und den dadurch gegebenen unterschiedlichen Vergasungsbedingungen die Zeitdauer für das Hindurchbewegen des Karbids durch den Vergasungsbereich den jeweiligen Erfordernissen entsprechend geregelt werden.
Die Steuerung der Beschickungseinrichtung für das Karbid erfolgt ebenso wie die Steuerung des Frischwasserzulaufs in an sich bekannter Weise selbsttätig, und zwar vorzugsweise in Abhängigkeit von dem Druck des entwickelten Azetylens. Um einen kontinuierlichen Durchfluss des Entwicklungswassers zu erreichen, kann erfindungsgemäß das Frischwasser-Zulaufventil durch ein Gestänge oder dgl. derart mit dem Gebrauchswasser-Abflussventil verbunden sein, dass sich beide Ventile gleichzeitig und in verhältnismäßig gleichem Maße öffnen und schließen. Dadurch wird erreicht, dass stets die verhältnismäßig gleiche Wassermenge, die dem Entwickler in Form von Frischwasser zugegeben wird, auch als Gebrauchswasser abfließt, so dass der Wasserspiegel im wesentlichen unverändert bleibt. Das die Öffnungs- und Schließbewegung der Ventile bewirkende Gestänge wird durch eine vom Gasdruck beeinflusste Membran gesteuert, deren Rückbewegung in die Normalstellung beim Nachlassen des Gasdruckes durch einen im Entwicklungswasser ruhenden, mit dem Gestänge verbundenen Schwimmer oder durch eine Feder oder dgl. unterstützt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht den Gegenstand der Erfindung anhand von drei in schematischer Darstellung wiedergegebenen Ausführungsbeispielen, und zwar zeigen:
Abb. 1 einen Schnitt durch einen Hochdruck-Azetylenentwickler, bei dem die Förderschnecken in einem wassergefüllten Entwicklungsbehälter liegen, und
Abb. 2 einen Schnitt nach Linie A-B von Abb. 1;
Abb. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Hochdruck-Azetylenentwickler mit in sich geschlossenen Förderschneckengehäuse, und
Abb. 4 einen Schnitt durch einen gleichartigen Entwickler mit einer Austragsschnecke zur Erzeugung von stichfestem Kalk.
In der Ausführungsform nach Abbildung 1 und 2 besteht der Entwickler im wesentlichen aus dem eigentlichen Entwicklungsbehälter 1, in dessen oberen Bereich der Karbidvorratsraum 2 angeordnet ist, der seinerseits in bekannter Weise über den nicht dargestellten, durch den Deckel 3 luftdicht abschließbaren Vorfüller mit Karbid beschickt wird. Anschließend an dem Einfallschacht 2' sind drei Förderschnecken 4, 5 und 6 vorgesehen, die untereinander in entsprechenden Gehäusen 7, 8 und 9 liegen. Die erste Schnecke 4 dient dabei als Dosierungsschnecke, während die letzte Schnecke 6 als Austragsschnecke für den Kalkschlamm wirkt. Das in dem Behälter 1 enthaltende Entwicklungswasser reicht nur bis oberhalb des die Förderschnecke 5 aufnehmenden Gehäuses 8, das mit Durchbrechungen 10 versehen ist, die den Zutritt des Wassers an das Karbid und gleichzeitig auch den Austritt des erzeugten Gases ermöglichen. Demgegenüber liegt das Schneckengehäuse 7 außerhalb des Entwicklungswassers und besitzt lediglich in seinem oberen Bereich Öffnungen 11, durch die das sich im Gehäuse 7 ansammelnde Gas in den Gasraum 12 entweichen kann.
Der Antrieb der Schnecken erfolgt durch den Motor 13 über das Getriebe 14 und die Kettenräder 15. Das Entwicklungswasser wird durch die Leitung 16 zugeführt und gelangt über das Absperrventil 17 in die leitung 18, die bis unmittelbar unterhalb des Gehäuses 8 der Förderschnecke 5 verläuft. Das Ende 19 der leitung 18 ist mit einer Mehrzahl von Austrittsbohrungen 20 versehen, durch die das Frischwasser über einen größeren Bereich der Durchbrechungen 10 des Schneckengehäuses 8 verteilt wird. Das Gebrauchswasser verlässt den Entwickler über das Absperrventil 21 durch die leitung 22. Die Ventile 17 und 21 sind durch ein Gestänge 23 gekuppelt, das einen Schwimmer 24 trägt und mit seinem oberen Ende mit der dem Gasdruck ausgesetzten Membran 25 verbunden ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Zunächst wird der Vorratsraum 2 des Entwicklers in üblicher Weise mit Karbid beschickt, worauf durch den Schalter 26 der Motor 13 in Gang gesetzt wird, der die Kettenräder 15 und damit die Förderschnecken 4, 5, 6 antreibt. Die von den jeweiligen Vergasungsverhältnissen abhängige unterschiedliche Fördergeschwindigkeit wird durch entsprechende Regulierung der Schneckendrehzahl erreicht, zu welchem Zweck das stufenlos regelbare Getriebe 14 vorgeschaltet ist.
Das vom Vorratsraum 2 in die erste, vom Wasser nicht bespülte Schnecke 4 einfallende Karbid wird, durch Umdrehungszahl und Steigerung dieser Schnecke dosiert, der Förderschnecke 5 zugeführt, deren Gehäuse 8 unterhalb des Wasserspiegels liegt und in welchem sich demzufolge die Hauptvergasung abspielt. Von der Schnecke 5 gelangt das Karbid dann zur Schnecke 6, die ebenfalls unterhalb des Wasserspiegels angeordnet ist, deren Gehäuse jedoch - im Gegensatz zum Gehäuse 8 - nicht mit Durchbrechungen versehen ist, so dass im Bereich der Schnecke 6 keine Frischwasserzufuhr mehr erfolgt. Hier wird vielmehr der noch vorhandene Karbidrest ausgegast und der verbleibende Kalkschlamm von der in ihrem Endbereich als Austragsschnecke wirkenden Schnecke 6 zusammen mit den unvergasten Rückständen durch den Schacht 27 in das Entwicklerunterteil 28 befördert, aus welchem er in bekannter Weise bei der Entschlammung über das Ventil 29 entfernt wird.
An der Übergangsstelle zwischen Karbidvorratsraum 2 und Dosierungsschnecke 4 ist ein Einfallschacht 2' eine Ausweichklappe 30 vorgesehen, durch die ein Einklemmen von Karbidstücken und damit ein Beschädigen der Förderschnecke 4 beim Eintritt des Karbids in das Gehäuse 7 zuverlässig vermieden wird.
Das durch die Schnecken 5 und 6 stetig durch das Entwicklungswasser geförderte Karbid vergast infolge dieser stetigen Bewegung sowie der ununterbrochenen gegenseitigen Umwälzung und des dadurch bewirkten Abscheuerns der das einzelne Karbidkorn einhüllenden vergasten Außenschicht wesentlich schneller als beim Einwurf in ruhendes Wasser. Die große Vergasungsgeschwindigkeit wirkt sich außerdem günstig auf die Ausbeute an Gas aus, so dass der anfallende Kalkschlamm keinerlei unvergaste Karbidteilchen mehr aufweist.
Das Frischwasser wird an der Stelle der höchsten Temperaturentwicklung, d.h. also im Bereich des Schneckengehäuses 8 zugeführt, so dass es zugleich als Kühlwasser wirkt. Dabei wird so vorgegangen, dass in dem gleichen Umfang, in dem das Frischwasser laufend angegeben wird, auch das Gebrauchswasser laufend aus dem Entwickler herausgeführt wird, so dass ein stetiger Durchlauf herrscht und der Wasserstand im Entwickler im wesentlichen stets eine gleichbleibende Höhe aufweist. Durch entsprechende Anordnung der Ablaufleitung 22 wird gleichzeitig dafür gesorgt, dass das ununterbrochen abfließende Gebrauchswasser bereits den größten Teil des anfallenden Kalkschlammes aus dem Entwickler spült, wodurch stets ein verhältnismäßig frisches und nur wenig mit Azetylen angereichertes Entwicklungswasser zur Verfügung steht.
Das erzeugte Gas entweicht durch die Durchbrechungen 10 und 11 in den Schneckengehäusen 8 bzw. 7 in den Garraum 12, von wo es durch die Austrittsleitung 31 über den Reiniger in den Gassammler strömt. Bei Verminderung oder Unterbrechung der Gasentnahme aus dem Gassammler wird durch den infolge des ansteigenden Gasdruckes sich hebenden Schwimmer im Gassammler in bekannter Weise über das Zugorgan 32 der Hebel 33 betätigt, der mittels der Kupplung 34 die Dosierungsschnecke 4 ausschaltet. Dadurch wird die Karbidzugabe unterbrochen, wogegen die übrigen Förderschnecken 5 und 6 zunächst noch weiter laufen. Durch den Druckanstieg im Gasraum 12 werden gleichzeitig infolge des sich auf die Membran 25 auswirkenden Gasdruckes des Frischwasser-Zulaufventil 17 sowie - über das Gestänge 23 - das Gebrauchswasser-Ablaufventil 21 gedrosselt bzw. geschlossen. Dabei wird der Schwimmer 24 etwa unter die Wasseroberfläche gedrückt. Nach einer bestimmten Zeitdauer, die zu bemessen ist, dass das noch in den Schneckengehäusen 8 und 9 befindliche Karbid inzwischen vergast und der Kalkschlamm durch den Schacht 27 entfernt ist, wird durch das entsprechend eingestellte Relais 35 der Motor 13 ausgeschaltet und so die ganze Anlage stillgesetzt.
Sobald infolge erneuter Gasentnahme der Druck im Gassammler fällt, der Schwimmer im Gassammler also sinkt und das Zugorgan 32 freigibt, wird durch den gewichtsbelasteten Hebel 33 die Kupplung 34 wieder eingedrückt, während gleichzeitig der Motor 13 über das Relais 35 eingeschaltet wird. Die Karbidförderung und Vergasung beginnen damit von neuem. Infolge des Druckabfalles im Gassammelraum 12 wird außerdem die Membran 25 entlastet und - durch den Auftrieb des Schwimmers 24 - nach oben in die Normallage gehoben.
Dadurch werden die Ventile 17 und 21 gleichzeitig und in gleichem Maße geöffnet und die Wasserzirkulation setzt ebenfalls wieder ein.
Der in Abbildung 3 dargestellte Entwickler unterscheidet sich von der vorgeschriebenen Ausführungsform im wesentlichen dadurch, dass die die Dosierungsschnecke 4 sowie die Förderschnecken 5 und 6 aufzunehmenden Gehäuse 37, 38 und 39 nicht in einem besonderen wassergefüllten Entwicklungsbehälter liegen, sondern in sich geschlossen sind. Das aus der leitung 16 kommende Frischwasser gelangt über das Ventil 17 in die Leitung 18 und wird dem Schneckengehäuse 38 durch die hohl ausgebildete, mit entsprechenden Bohrungen 40 versehene Antriebswelle 36 für die Förderschnecke 5 zugeführt. Auf der Oberseite des Schneckengehäuses 38 sind außerdem Austrittsöffnungen 10 für das entwickelte Azetylen angebracht, durch die dieses über den Sammelraum 12 sowie die Kammer 41 zur Austrittsleitung 31 strömt. In der Kammer 41 ist die Membran 25 untergebracht, die in der bereits geschilderten Weise über das Gestänge 23 das Frischwasser-Zulaufventil 17 in Abhängigkeit vom jeweils herrschenden Gasdruck steuert. Die Rückbewegung der Membran 25 beim Nachlassen des Gasdruckes wird in diesem Fall durch eine Schraubenfeder 42 unterstützt. Im übrigen ist die Wirkungsweise dieses Entwicklers - abgesehen davon, dass ein eigentlicher Wasserspiegel nicht vorhanden ist und das gesamte Gebrauchswasser zusammen mit dem Kalkschlamm durch den Schacht 27 ausgetragen wird - grundsätzlich die gleiche wie bei dem Entwickler gemäß Abbildung 1 und 2. Insbesondere wird auch hier durch die mit Hilfe der Schnecken bewirkte stetige Weiterbeförderung des Karbids durch das Entwicklerwasser und die dabei erzwungene ununterbrochene Umwälzung der einzelnen Karbidkörnchen eine außerordentlich große Vergasungsgeschwindigkeit ermöglicht. Die Kühlung erfolgt durch die Außenluft, die die allseitig frei gelegenen Schneckengehäuse wirkungsvoll umspült.
Während in den bisher erläuterten Fällen der Kalk durchweg in Schlammform mit noch erheblichem Wassergehalt anfällt, ist in Abbildung 4 ein Azetylenentwickler wiedergegeben, bei dem Kalkschlamm am Ende des Bewegungsvorganges unter Absonderung des Wassers zusammengepresst wird und so als stichfester Kalk unmittelbar der weiteren Verwendung zugeführt werden kann. Zu diesem Zweck ist die an die Dosierungsschnecke 4 sich anschließende Förderschnecke 5 derart ausgebildet, dass deren Ende 46, das als Austragsschnecke wirkt, eine abnehmende Steigung aufweist, die so gewählt wird, dass sich der Kalkschlamm in diesen Bereich zusammenpresst. Das dabei abgesonderte Wasser fließt durch die Austrittsöffnungen 43 des Bereiches 39 des Schneckengehäuses 38 in die Wanne 44 und von dieser über das Rohr 45 in einen Sammelkanal 47 ab. Um eine ausreichende Pressung des Kalkschlammes zu gewährleisten, kann am Ende des Schneckengehäuses 39 noch eine Verschlusswand 48 vorgesehen sein, die von Zeit zu Zeit geöffnet wird, so dass der stichfeste Kalk über den Krümmer 49 in die Grube 50 gedrückt wird. Die Wirkungsweise dieses Entwicklers entspricht im übrigen derjenigen des Entwicklers nach Abbildung 3, d.h. also das Frischwasser wird dem Schneckengehäuse 38 durch die hohle Antriebswelle 36 zugeführt.
Die Erfindung lässt sich sinngemäß in der verschiedensten Weise verwirklichen und ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Insbesondere sind die Ausgestaltung und die Formgebung des Entwicklers selbst sowie die Ausbildung und Anordnung der Zubehöraggregate durchaus beliebig und können in jeder den Erfordernissen des Einzelfalles entsprechender Art gewählt werden. So steht selbstverständlich nichts im Wege, an Stelle der Förderschnecken andere Transportmittel vorzusehen, sofern diese durch das Entwicklungswasser und dabei möglichst zugleich auch eine dauernde gegenseitige Umwälzung der Karbidkörner zur Folge haben. Das Gebrauchswasser kann nach Abkühlung und gegebenenfalls nach Reinigung im Kreislauf wieder in den Entwickler zurückgeführt werden, was vor allem dann von Vorteil ist, wenn das Wasser stark gasgesättigt ist, um so die Azetylenverluste auf ein Mindestmaß zu beschränken. Durch den Einbau eines vom zuströmenden Frischwassers angetriebenen Wassermotors kann die Anlage von der Verwendung einer fremden Energiequelle unabhängig gemacht werden. Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich in gleich vorteilhafter Weise sowohl bei Hochdruck- wie auch bei Mittel- und Niederdruck-Azetylenentwicklern durchführen.

Claims (16)

1. Verfahren zur Erzeugung von Azetylen durch Vergasen von Karbid in nach dem Einwurfsystem arbeitenden Azetylenentwicklern, dadurch gekennzeichnet, dass das Karbid nach dem Einfall in das Entwicklungswasser sich stetig durch dieses hindurchbewegt und dabei gleichzeitig in ununterbrochener gegenseitiger Umwälzung gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Entwicklungswasser, in Abhängigkeit von dem Druck des erzeugten Azetylens, im wesentlichen laufend Frischwasser zugeführt wird, während das sinngemäß in gleichem Umfang abfließende Gebrauchswasser gleichzeitig den größten Teil des anfallenden Kalkschlammes mit sich nimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der anfallende Kalkschlamm am Ende des Bewegungsvorganges unter Absonderung des Gebrauchswassers zusammengepresst und als stichfester Kalk unmittelbar der weiteren Verwendung zugeführt wird.
4. Azetylenentwickler zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich an den in an sich bekannter Weise über den Karbideinfallbehälter beschickten Karbidvorratsraum (2) eine oder mehrere, zweckmäßig untereinander angeordnete und vom Entwicklungswasser bespülte Förderschnecke (5, 6) anschließen, deren letzte gegebenenfalls gleichzeitig als Austragsschnecke (6) für den Kalkschlamm dient.
5. Azetylenentwickler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecken (5, 6) in dem vom Entwicklungswasser angefüllten Entwicklungsbehälter (1) liegen und die Wandungen mindestens des ersten Schneckengehäuses (8) mit Durchbrechungen (10) für den Zutritt des Entwicklungswassers versehen sind.
6. Azetylenentwickler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischwasserleitung (18) im unmittelbaren Bereich des ersten, mit Durchbrechungen (10) versehenen Schneckengehäusen (8) endet, dass das Ende der Frischwasserleitung (18) vorzugsweise unmittelbar unterhalb des Schneckengehäuses (8) verläuft und/oder dass die Frischwasserleitung (18) mit einer Mehrzahl von im Bereich des Schneckengehäuses (8) gelegenen Austrittsbohrungen (20) ausgestattet ist.
7. Azetylenentwickler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecken (5, 6) unter Verzicht auf einen besonderen Entwicklungsbehälter in in sich geschlossenen Gehäusen (38, 39) angeordnet sind, deren erstes (38) in seinem oberen Bereich mit Austrittsöffnungen (10) für das erzeugte Azetylen versehen ist, während die Frischwasserzufuhr durch Bohrungen (40) in der mindestens im ersten Gehäuse (38) hohl ausgebildeten Antriebswelle (36) für die Förderschnecke (5) erfolgt, wobei vorzugsweise die sich sn die erste Förderschnecke (5) anschließenden weiteren Schnecken (6) keine Frischwasserzufuhr besitzen.
8. Azetylenentwickler nach Anspruch 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragsschnecke (6) bzw. das den Austrag bewirkende Ende (46) der Förderschnecke (5) mit das Zusammenpressen des Kalkschlammes ermöglichender, abnehmender Steigung versehen ist, während der in diesem Bereich gelegene Teil (39) des Schneckengehäuses (38) Austrittsöffnungen (43) für das abgesonderte Gebrauchswasser aufweist.
9. Azetylenentwickler nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass in kurzem Abstand hinter dem Ende der Austragsschnecke (6) bzw. hinter dem den Austrag bewirkende Ende (46) der Förderschnecke (5) eine das Schneckengehäuse (39) nach außen abdichtende Verschlusswand (48) vorgesehen ist, die geöffnet werden kann.
10. Azetylenentwickler nach Anspruch 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten wasserbespülten Förderschnecke (5) eine weitere, als Dosierungseinrichtung dienende, außerhalb des Entwicklungswassers liegende Förderschnecke (4) vorgeschaltet ist.
11.Azetylenentwickler nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Kupplung (34) an der Dosierungsschnecke (4), die diese in
Abhängigkeit vom steigenden Gasdruck auskuppelt.
12. Azetylenentwickler nach Anspruch 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit der Schnecken (4, 5, 6) mittels eines, zweckmäßig stufenlos regelbaren Getriebes (14) veränderlich ist.
13. Azetylenentwickler nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das in an sich bekannter Weise selbsttätig in Abhängigkeit vom Gasdruck gesteuerte Frischwasser-Zulaufventil (17) durch ein Gestänge (23) verbunden ist, dass sich beide Ventile gleichzeitig und in verhältnismäßig gleichem Maße öffnen bzw. schließen.
14. Azetylenentwickler nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das die Öffnungs- und Schließbetätigung der Ventile (17, 21) bewirkende Gestänge (23) durch ein vom Gasdruck beeinflusste Membran (25) gesteuert wird.
15. Azetylenentwickler nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückbewegung der Membran (25) beim Nachlassen des Gasdruckes durch einen im Entwicklungswasser ruhenden, mit dem Gestänge (23) verbundenen Schwimmer (24) oder durch eine Feder (42) unterstützt wird.
16. Azetylenentwickler nach Anspruch 4 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Übergangsstelle zwischen Karbidvorratsraum (2) und anschließender Schnecke (4) eine das Einklemmen von Karbidstücken verhindernde Ausweichklappe (30) angebracht ist.

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