DEP0053204DA - Verfahren zum Herstellen von Betonholkörpern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von BetonholkörpernInfo
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Description
verfahren ζ us Herstell-ttfi-g von Betonhohlkörpern oder dergl
Die im nachstehenden beschriebene Erfindung hat ein Verfahren zur Herste]lung von Betonhohlkörpern oder dergl. zum Gegenstand,
durch das mit einem Mindestaufwand an Zeit und Formkosten Elemente für den Bau von Häusern, wie Deckenbalken, Fensterunterzüge , Hohlsteine für tragende Wände, Stützen, Säulen, Masten,
Kenairöhren usw. hergestellt werden können. Durch das Verfahren ergibt sich die Möglichkeit, Beton mit einem sehr niedrigen
Wasserzementfaktor zu verarbeiten, die Masse bis an die äußerste Grenze zu verdichten und die genannten Bauelemente fabrikmäßig
rationell in stets gleichbleibender Beschaffenheit und Güte herzustellen.
Während es bisher bei Verwendung von gießgahigen, d.h. wasserreichen Betonen zwar möglich war, rata tionskörpe rf örrrfige Betonwaren im
Schleuderverfahren bis zu einem gewissen Grad zu verdichten und in weiteren Grenzen bei Einbringung einer abgemessenen Menge
auch die vorgeschriebenen Abmessungen einzuhalten, so versagt dieses Verfahren Jedoch9 sobald der Hohlkörper und insbesondere
der Hohlraum einen von der Kreisform abweichenden Querschnitt haben, gsnz abgesehen davon, daß für einen schnelleren Umlauf
geeignete Formen und die zusätzlich erforderlichen Einrichtungen verhältnismäßig teuer sind. Auch das Rüttelverfahren ist vor allem
für längere Körper nicht immer geeignet. Will man den Hüttelvorgang nicht unterbrechen, so muß die Masse während des Rütteins
in die Form nachgefüllt werden, was flieht immer ohne Schwierigkeiten möglich ist, wenn in eine längere Form eine bestimmte
festgelegte Menge gleichmäßig eingebracht werden soll. Rüttelmaschinen für längere Formen sind obendrein recht kostspielig.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird die abgemessene Menge eines verhältnismäßig trockenen Betons in einedruckfeste Form
eingeschüttet und nach dem Verschließen der Einfüllöffnung durch die Formt ein am vorderne Ende verjüngter oder konischer
Kern hindurchgezogen, der an seubem dickeren Ende die Quersehnittsabmessu^gen des Betonhohlkörpers hat. Der Kern läuft auf einer
Kerntahn, die durch die Form hinduchgeführt und in ihrer Höhe und Breite so bemessen ist, daß die vorgesehene Menge Beton in die
Form gerade ausfüllt, sodsß sich die gleichmäßige Verteilung
der Masse von selbst ergibt und mit dem Eindringen des konischen Kernes sofort die Verdichtung des Betons beginnt. Die Verdichtung
ist für einen bestimmten Querschnitt abgeschlossen, wenn der konisehe Teil des Kernes -smr^ff&n^sc^ljls zu diesem Querschnitt
in die Form eingedrungen ist. Die Größenzunahme der Kernabmessungen ausgehend von den Abmessungen der Kernbahn bis zu den vorgesehenen Lichtabmessungen des ßetonhohlkörpers ist abhängig von
dem Ausmaß der Verdichtbarkeit der Betonmasse. Is ist einleuchtend, daß die Verdichtung nach diesem Verfahren bei einem entsprechenden
Kraftaufwand beim Durchziehen des Kernes bis zur äußersten Grenze vorgetrieben warden kann und sich somit hochfeste Betonkörper
ergeben.
Zu Gunsten der Festigkeit wirkt sich auch die Verwendungsmöglichkeit der verhältnismäßig trockenen Betonmasse aus, denn
bekanntlich erreichen bei sonst gleichen Verhältnissen Betone mit einem niedrigen Wasserzementfaktor eine höhere Festigkeit
als Betone mit einem größeren Wassergehalt·
Das erfindungsgemäße Verfahren hat aber nicht nur den Vorteil, daß sich außerordnetlich feste Betonkörper ergeben, sondern
damit hergestellte Betonwaren erreichen auch einen höheren Grad der Maßhaltigkeit und schwinden weniger.
TKei te re große Vorteile ergeben sich bei diesem Verfahren dadurch, daß bei maschineller Durchführung des Ziehvorganges selbst Betonkörper
mit großen Abmessungen in außerordentlich kurzer Zeit hergestellt werden können und weiterhin die verhältnismäßig
trockene und hochverdichtete Betonmasse so gut nSteht"", daß die
Form schnell wieder für die Herstellung eines weiteren Stückes verfügbar ist; die Zahl der Formen kann also weitgehend vermindert werden
und die Formkosten sinken stark herab.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der folgenden Beschreibung erläutert und in den beiliegenden Abbildungen dargestellt.
Es zeigen:
Es zeigen:
Abb. 1 ein Beikenelement einer Kastenträgerdecke - für dessen
Abb. 2
Abb. 3
Abb. 3
Herstellung das Verfahren besonders geeignet ist in einer Seitenansicht.
einen Querschnitt durch das Balkenelement, ein Schema des Verfahrens,
Abb* 4 einen Schnitt durch Kern und Kernbahn entlang der Linie A-B in Abba 3 mit Ansicht des -vorderen Endes
der Form.»
Dasiin der Abb» 1 und 2 dargestellte Balkenelemant einer Kastenträgerdecke
ist normalerweise etwa 4 m lang» häufig aber -.\ auch noch länger. Ein solcher Balken hat einen von einem Ende zum anderen
durchlaufenden Hohlraum a und ein beispielsweise aus Baustahlgewebe hergestellten Stahlgerippe, dessen Lgngsstäbe b sich über die
ganze Balkenlänge erstrecken und dessen Q.uerstäbe c haarnadelförmig gebogen sind»
Ein solches Balkenelement läßt sioh nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wie folgt herstellen (Abb„ 3 und 4) :
In ©inen der äußeren Gestalt des Balkenelementes entsprechenden druckfesten Formkasten d mit dem Bodenteil e , den Seitenteilen f
und den Deckelteilen g und h wird das Stahlgerippe b,e hineingestellt und durch die Endstücke i gehalten® Diese Endstücke haben
je eine Öffnung in der Größe des Hohlraumes ß» Durch diese öffnung wird die zur Führung des Kernes k dienende Kernbahn 1 mit dem
Wagen ο eingefahren» im Lagerbock ρ abgestützt Und ebenso wie der Formkasten unverrückbar befestigt» Da die Kernbahn um mindestens die
doppelte Kernlänge länger ist, als der Formkasten, ragt sie auf jedem Ende des Formkastens aus diesem heraus. "Auf die Kernbahn wird dfcv
am vorderen Ende verjüngte Kern k aufgeschoben und über Zugbänder m beispielsweise mit einer Motorwinde η verbunden. Am hinteren Ende
hat der Kern die Abmessungen des Hohlraumes des herzustellenden Körpers. Die das vordere Ende Mldende Verjüngung bis auf die
Abmessungen der Kernbahn ist sehr sGhlank gehalten (kleiner Steig^ungswinkel),
damit der Kern heim Eindringen in die Form keine Masse vor sich herschiebt»
Sohald in die Form das Stahlgerippe b,c eingesetzt und die Kernbahn 1 eingefahren wird die vorher gemischte und abgemessene
Betonmasse in erdfeuchtem Zustand eingebracht und die Form durch Aufsetzen des Deckels g,h verschlossen. Nachdem die Form
«erPlegeiti ts*^w$rd QerkKi-υπ k mittels der Winde η durch die
Form hindurchgez'ogen.
Beim Eindringen des Kernes in die Masse, wird diese nach den Seiten abgedrängt und stark zusammengepreßt. Der herzustellende Hohlkörper
erhält damit sogleich seine endgültige Gestalt. Der Grad der Verdichtung der in die Form eingebrachten Masse bestimmt
sich dabei durch den Q lUer schnittsunter schied, welcher zwischen
dem vorderen und hinteren Ende des Kernes besteht. Da der Querschnitt des vorderen Endes des Kernes gleich dem der Kernbahn ist, füllt
die für die Herstellung des Betonhohlkörpers erforderliche Menge der unverdichteten Masse geäUu die Form. Das Ausmaß der Verdichtbarkeit
der unverdichteten Betonmasse kann durch einen "Vorversuch leicht ermittelt werden.
Nach dem Durchziehen des Kernes steht dieser and die ausgefahrene Kernbehn mit der Ziehvorrichtung sofort wieder für die Herstellung
eines weiteren Stückes zur Verfügung. Das fertiggestellte Stück kann dann durch die Entfernung des Deckels g,h und der Seitenteil
freigelegt werden. ' '
Als Mittel zum Hindurchtreiben des Kernes durch die mit der Betonmasse
gefüllte Form kann, besonders bei kürzeren Betonwsren, anstelle der Zieheinrlchtung auch eine Druckvorrichtung verwendet
werden.
Claims (1)
- PatentansprücheVerfahren ζuj^Herstellung von Betonhohlkörpern oder dergl. dadurch gekennzeichnet, daß durch einender äußeren Gestalt des Hohlkörpers entsprechende druckfeste Form, nach d-e-j» Einbrim gas*»- der Betonmesse ein aryseinem vorderen Ende verjüngter am hinteren Ende die Abmessungen des Hohlraumes tr^^ Kern unter Kraftaufwand hindurchgeführt wird.Verfahren nach Anspruch 1. cUg.pl, der Kern auf einer die Form durchdringenden Bahn geführt ist, die so bemessen ist, daß die Herstellung des Betonhohlkörpers erforderliche Menge der in die Form eingebrachten Betonmasse in unverdichtetem Zustand die Form gerade ausfüllt und beim Hindurchtreiben des Kernes im vorgesehenen Ausmaß verdichtet wird.Verfahrennach Anspruch 1 und 2. d.g.,d. der Kern mit einer Zugvorrichtung durch die Form hindurchgezogen wird.
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