DEP0052823DA - Reduktionszeichengerät - Google Patents

Reduktionszeichengerät

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DEP0052823DA
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Germany
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English (en)
Inventor
Georg Dipl.-Ing. Wiggert
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Description

"Reduktionszeichengerät"
Bisher erfolgte die Vergrösserung und Verkleinerung von Karten, Plänen und Zeichnungen aller Art mithilfe von Pantographen nach dem sogenannten Storchschnabelprinzip in einfacher und Präzisionsausführung. Die einfachen "Storchschnäbel" sind für viele Fälle zu ungenau, die Präzisionspantographen dagegen sind sehr teuer und daher für viele technische Stellen nicht erschwingbar.
Fach der Entwicklung des Lichtpausverfahrens und der Herstellung von transparentem Zeichenpapieren für alle Zwecke war die Voraussetzung gegeben auf dieser Grundlage einen einfacheren Pantographen zu konstruieren, umso mehr als in der gesamten Technik einschl. des Vermessungswesens Zeichnungen auf lichtpausfähigem Papier in fast allen Fällen bevorzugt sind.
Bei Verwendung von durchsichtigem Papier bestand zwar schon bisher die Möglichkeit von einem Zentralpunkt aus durch Drehen eines Lineals Vergrösserungen und Verkleinerungen herzustellen, Dabei sind jedoch immer noch die Strecken mithilfe zweier Teilungen zu reduzieren, was mühevoll ist und Ablese- u. Einstellfehler nicht ausschliesst.
Die Erfindung besteht in einem Reduktionszeichengerät, das aus einer durchsichtigen Schablone oder,» aus einem System von J.inealahnlichen Stahlbänder^gebildet wird^suusu-geweils zwei unter einem Winkel verlaufende Reduktionsteilungen Xxag®». Die Schablone ist an einer ein verschiebbares Lineal tragenden Basis lösbar^feefestigt. Bei Verwendung von Stahlbänder^ansteile der Schablone gilt das Entsprechende. Das Lineal ist um seinen Befestigungspunkt schwenkbar und feststellbar. Das ganze Gerät kann um eine Haltenadel gedreht werden.
nach einem einfacheren Prinzip konstruiert, sehr billig herstellbar und einfach im Gebrauch, erreicht die Genauigkeit einer zeichnerischen Konstruktion oder die des Präzisionspantographen. Mit einem 30 cm grossen Gerät kann ein Format mit 60 cm Durchmesser ohne Umstellung reduziert werden.
Das beim Heduktionszeichengerät angewandte Printip ist die durch Parallelprojektion bewirkte Streckenänderung. Auf der zu reduzierenden Zeichnung ist als Zeichnungsträger Transparentpapier befestigt. In der Zeichnungsebene sind, um einen Zentralpunkt drehbar, 2 Strahlen mit konstantem Winkel beispielsweise auf einer Schablone aus durchsichtigem Material angeordnet.
Die beiden Strahlen können durch eine Gerade (linealkante), die schwenkbar und parallel verschiebbar ist, in ein bestimmtes Verhältnis gebracht werden, sodass die Entfernung jedes Punktes (vom Zentralpunkt aus) auf den einen Strahl reduziert wird, wenn der andere Strahl durch diesen Punkt geht und im gleichen Punkt von der Geraden (Linealkante) geschnitten wird. Die Winkeltreue bleibt erhalten, da jeder Punkt vom Zentralpunkt aus um den gleichen konstanten Betrag verdreht ist. Es werden auf nur zwei Schablonen mit je einem Strahlenpaar alle Yergrösserungsverhältnisse dargestellt, wobei durch Schwenkung des Lineals der Heduktionsmasstab festgelegt wird. Bei Verwendung(des Systems
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Zwei ÄusftJhrungsbeispiele des erfindungsgemässen Geräts werden im Folgenden beschrieben.
— 3 —
Gerät mit Schablonen (Zeichnung Blatt I)
Las Seduktionszeichengerät besteht aus der Basis 1 mit den Halteschrauben 2, dem Läufer 3, an dem das Lineal 4 schwenkbar befestigt ist, der Schablone 5, der Haltenadel 6, die durch Haltestift 7 mit Beschwerplatte ersetzt werden kann. Die Basis hat an beiden Längsseiten je eine Führung für den Läufer, sodass das Lineal mit beliebig einstellbarem Winkel entlang der Basis verschiebbar ist. Durch einsam Läufer angebrachte Feder wird in bekannter Weise^ihe genaue Stellung von Basis und Lineal zueinander erreicht, Mittels der zwei Halteschrauben 2 wird die Schablone 5 an der Basis 1 befestigt. Die Schablone besteht aus durchsichtigem Material mit geringem Ausdehnungskoeffizienten. Je nach dem gewünschten Vergrösserungs- bzw. Verkleinerungsverhältnis ist der Winkel # zwischen der Unterkante a des langen Schlitzes und der schrägen Kante b der Schablone verschieden gross. Der Scheitelpunkt des Winkels ec wird durch eine Metallöse gebildet, durch die die Haltenadel β geht oder ersatzweise der Haltestift 7 der Beschwerplatte, wenn ein Durchstechen der Pläne mit der Hadel unerwünscht ist.
Auf der schrägen Kante b ist ferner das Kormalmass 30 cm abgetragen und auf der zugehörigen unteren Kante a des Längsschlitzes der Abstand der zugehörigen Vergrösserungsverhältnisse z.B. beim Verhältnis- 1:2 =15 cm.
Das Gerät wird in folgender Weise benutzt.
1.) Entsprechend der gewünschten Vergrösserung oder "Verkleinerung wird die betreffende Schablone an der Basis befestigt.
2.) Die zu übertragende Zeichnung wird mit Transparentpapier bedeckt und das Heduktionszeichengerät mittels Haltenadel 6 oder Haltestift 7 auf der zu übertragenden Zeichnung befestigt.
Die Grosse, und die Lage des Formats der Vergrösserung bzw. Verkleinerung wird durch das Übertragungsverhältnis und den Winkel ec der Schablone bestimmt. Man verwendet deshalb am besten eine Maske, die atiif die Ur Sprungs zeichnung aufgelegt wird, sodass sich die Lage und der Umfang der neuen Zeichnung sofort ersehen lassen.
3«) Einstellen des Vergrösserungsverhältnisses und Berücksichtigung des Papier-Ein- und Ausganges:
Entsprechend dem Vergrösserungsverhältnis wird das Lineal mehr oder weniger, nach rechts oder nach links geschwenkt fest am Läufer eingestellt.
Bei Vergrösserungen ist auf der Kante a statt des eingetragenen Sollmasses des gewünschten Vergrösserungsverhältnisses das Istmass der UrSprungszeichnung einzutragen. Die Verbindung desselben mit dem Sollmass 30 cm auf der Kante b ergibt die Einstellung für die Linealkante 4. Bei Verkleinerungen ist auf der Kante b statt des eingetragenen Sollmasses von 30 cm das Istmass der Ursprungszeichnungr einzutragen. Die Verbindung desselben mit dem Sollmass des gewünschten Verkleinerungsverhältnisses auf der Kante a ergibt die Einstellung des Lineals 4.
4») Bei Vergrösserungen wird das Gerät so gedreht, dass die Untierkante a des Schlitzes durch den abzubildenden Punkt geht.
Dann wird das eingestellte Lineal mit dem Läufer soweit verschoben, dass dessen rechte Kante ebenfalls durch den abzubildenden Punkt geht. Der entsprechende Punkt der neuen vergrösserten Zeichnung liegt dann im Schnittpunkt der rechten Kante des Lineals mit der schrägen Kante der Schablone, wo er durch eine Kopiernadel eingestochen und mit einem Zeichenstift markiert werden kann. Danach erfolgt die Übertragung des nächsten Punktes usw.
5*) Bei Verkleinerungen wird zuerst die schräge Kante der Schablone in Koinzidenz mit dem abzubildenden Punkt gebracht, danach wird wieder das Lineal soweit verschoben, dass dessen rechte Kante ebenfalls durch denselben Punkt geht. Dann liegt der entsprechende Punkt der verkleinerten Zeichnung im Schnittpunkt der rechten Kante des Lineals mit der Unterkante des Schlitzes
6.) Falls grössere Zeichnungen zu übertragen sind, die über den Schablonenschlitzradius hinausreichen oder bei Verwendung von undurchsichtigem Zeichenpapier, so lässt sich durch Verschieben des Geräts und entsprechendes Kachrücken der neuen Zeichnung die UrSprungszeichnung stückweise übertragen. Die Aufstellung erfolgt in der Weise, dass ein identischer Punkt sowohl der Ursprungszeichnung wie der neuen Zeichnung zur Deckung gebracht werden und den neuen Zentralpunkt bilden, und dass alsdann zwischen einem zweiten identischen Punkt der Ursprungszeichnung und der lieuzeichnung vom Zentralpunkt aus gesehen der Schablonenwinkel oC liegt.
Wird an Stelle des Schiebelineals zum Abschieben auf der Basis der rechte Winkel eines Zeichendreiecksbenützt, so muss für jedes Vergrösserungsverhältnis eine Schablone vorhanden sein, wobei der Winkel der Schablone durch den Oosinus des Vergrösserungs- bzw. Verkleinerungsverhältnisses bestimmt ist.
Gerät mit System aus Bandstahl oder anderem Zeichenwinkelmaterial (Zeichnung Blatt II)
Dieses Gerät, das hauptsächlich für grössere Zeichnungsformate verwendet wird, besteht aus der Basis 1 mit Halteschrauben 2, dem Läufer 3, an dem das Lineal 4 schwenkbar befestigt ist
-6L-.
und - an Stelle der Schablone - ans den das Winkelsystem "bildenden Teilen ans Bandstahl oder anderem Material, nämlich aus dem Grundteil 8 mit der einen Eeduktionsteilung, dem daran schwenkbar "befestigten Schenkel 9 mit der andern Reduktionsteilmng, der zusammen mit dem G-rundteil 8 den Winkel $£ bildet und der zum Feststellen des Winkels ©( dienenden Stütze 10, die mit verschiedenen Befestigungskerben versehen ist» Je nch dem Beduktionsverhältnis wird die Stütze 10 mittels Halteschraube 2 an der einen oder andern Kerbe festgeschraubt. Die Oesesiw Scheitelpunkt des Winkels g£ bildet den Pol des Geräts und dient zur Aufnahme der Haltenadel 6 bzw„ Haltestiftes 7.
Die Benutzung des Geräts erfolgt in analoger Weise wie beim Gerät mit Schablonen.

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1,) Reduktionszeichengerät, dadurch gekennzeichnet, dass zwei unter einem Winkel OC verlaufende Teilungen tragende/* ifihsr^^^3^^JäÄli©33?@*4^ mit einer Basis (1), auf der ein in seinem Befestigungspunkt schwenkbares, lineal £4)
    verschiebbar ist, los Dar verbunden und a*@--öOTK eine im Scheitelpunkt des von den Teilungen gebildeten Winkels angebrachte Haltenadel (6) drehbar ist.
    4dy
    Gerät nach Anspruch l^TEaaurch gekennzeichnet, dass parallel zur Basis (l) in der Schablone (5) ein Schlitz verläuft, auf dessen Kante (a) die eine Teilung angebracht ist, während die schräge Kante (b) der Schablone die andere Teilung trägt,
    Gerät, dadurch gekennzeichnet, dass/an Stelle der Schabjbone (5)nach Anspruch 1 ein Winkel system aus Bandstahl anderem Zeichenwinke !mater iaLf das aus dem GrundteJJf (8),
    •tar JiF
    auf dessen Kante (a) die aiüie Teilung angebracht irat, dem
    ^T /V V^ /ν
    daran soiiwsEfcb-aKnbefes^^ten Schenkel (9), dessen Kante (b) die andere Teilung t^ägt und der Stütze (10) Jffesteht, mit einer Basis (1), β&£ der ein in seinem Befjratigungspunkt schwenkbares 34^aI (4) verschiebbar ist/*" lösbar oder fest verbünd^ und das ganze Gerät wijßjne im Scheitelpunkt des/fon den Teilungen gebildetem Winkels^ngebrachte HaltenaiÜel (6) drehbar ist.
    Gerät nach Anspruch
    dadurch gekennzeichnet,
    dass statt der Haltenadel (6) eine Beschwerplatte mit Haltestift (7) in die Schablone (5) bzw, das Winkelsystein (8, 9 und 10) einsetzbar ist.
    <3

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