DEP0052287DA - Verfahren zur Kennzeichnung von mit thermoplastischem Kunststoff umspritzten elektrischen Leitungen - Google Patents

Verfahren zur Kennzeichnung von mit thermoplastischem Kunststoff umspritzten elektrischen Leitungen

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DEP0052287DA
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English (en)
Inventor
Karl Wagner
Original Assignee
Kabelwerk Wagner Komm -Ges., Wuppertal-Nächstebreck
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Description

Bei isolierten elektrischen Leitungen besteht bekanntlich das Bedürfnis nach einer dauerhaften Kennzeichnung. Diese soll nicht nur eine Unterscheidung mehrerer gemeinsam verlegter Leitungen voneinander ermöglichen, sondern insbesondere auch erkennen lassen, aus welcher Fabrikation die Leitung stammt.
Letzteres ist einmal notwendig, damit gegenüber den Abnahmebeamten der Elektrizitätsversorgungsunternehmen bei Abnahme von Neuinstallationen der Nachweis geführt werden kann, dass die verwendeten Leitungen vom VDE zu gelassen sind, ferner aber auch, damit notfalls später beim Auftreten von Fehlern noch der Hersteller der Leitung ermittelt werden kann. Zugleich werden auch Werbungszwecke verfolgt. Die Kennzeichnung bereitet bei mit einem thermoplastischen Kunststoff, wie z. B. Polyvinylchlorid, umspritzten Leitungen dann Schwierigkeiten, wenn der Kunststoff unmittelbar auf den blanken Kupferleiter aufgebracht ist, weil in diesem Falle die sonst üblichen Kennfäden nicht verwendbar sind. Es ist zwar eine äussere Kennzeichnung in der Weise möglich, dass die Isolierung der Leitungen aus Kunststoffen von unterschiedlicher Färbung hergestellt werden. Wegen der beschränkten Zahl der hierbei verwendbaren Farben reicht dieses Mittel aber nicht aus, um eine unterschiedliche Kennzeichnung von gemeinsam zu verlegenden Leitungen und zugleich eine auf den Hersteller bezw. die VDE Zulassung hinweisende Kennzeichnung zu bewirken.
Gemäss der Erfindung ist eine über die unterschiedliche Färbung der Kunststoffe hinausgehende, dauerhafte äussere Kennzeichnung von mit Kunststoff, wie z. B. Polyvinylchlorid, umspritzten elektrischen Leitungen dadurch ermöglicht, dass die Kunststoffhülle mit einem Farbstoff, der in einem den Kunststoff oberflächlich angreifenden, organischen Lösungsmittel gelöst ist, mit Schrift- oder/und Bild- oder anderen Kennzeichen bedruckt wird. Wie die praktischen Versuche ergeben haben, dringt die Farblösung in die Oberfläche der Kunststoffhülle ein, sodass sie nicht abgewaschen oder verwischt werden kann. Die aufgedruckten Zeichen bleiben also dauernd sicher erkennbar, sodass z. B. die Herkunft der Leitung noch nach Jahren zuverlässig festgestellt werden kann. Das Bedrucken geschieht am besten unmittelbar nach dem Umspritzen der Leitungen, d. h. solange der Kunststoffmantel noch nicht vollkommen verfestigt ist. Das erleichtert nicht bloss das Eindringen der Farblösung in die Oberfläche des Kunststoffmantels, sondern hat zugleich den Vorteil, dass das Kennzeichnen der Leitung schon auf ihrem Wege vom Spritzkopf zur Haspel stattfindet, sodass kein zusätzlicher Arbeitsgang erforderlich ist. Obwohl die verwendete Farblösung den Kunststoff an den damit bedruckten Flächen etwas angreift, tritt eine Beschädigung der Isolierung oder eine Verminderung ihrer isolierenden Wirkung deshalb nicht ein, weil einerseits eine nur verschwindend dünne Oberflächenschicht von der Farblösung gelöst wird, und weil anderseits die gelöste Schicht nicht wegfliesst, sondern sich nach Eindringen des Farbstoffes an ihrem Platz wieder verfestigt. Es wird also weder Werkstoff entfernt, noch verdrängt, sodass die Dicke der Isolierstoffhülle unverändert bleibt.
Das neue Verfahren ist sowohl bei Kunststoffen auf der Grundlage von Polyvinylchlorid als auch bei anderen für die Isolierung von elektrischen Leitungen gebräuchlichen thermoplastischen
Kunststoffen anwendbar. Als Lösungsmittel für den Teerfarbstoff, das die Kunststoffhülle der Leitung oberflächlich angreift, sind Ketone (wie z. B. Aceton)anwendbar, jedoch kann man je nach Art des zu bedruckenden Kunststoffes auch ein anderes organisches Lösungsmittel anwenden, das ein Eindringen des Farbstoffes in die Oberfläche der Kunststoffhülle in der Weise herbeigeführt, dass der Kunststoff an den bedruckten Flächen oberflächlich gelöst wird. Der Druck kann in jeder passenden Farbe erfolgen. Am besten sind solche Farben geeignet, die sich von der Grundfarbe des Kunststoffes kräftig abheben. Der kennzeichnende Aufdruck kann beliebig aus Schriftzeichen, Bildzeichen oder anderen Zeichen und Mustern, z. B. Strichen, Morsezeichen o. dgl. bestehen. So kann beispielsweise eine Kennzeichnung der Leitung nach ihrer Herkunftsstätte durch Aufdrucken des Fabrikzeichens oder des Herstellers oder seines Firmennamens, gegebenenfalls in Morseschrift, erfolgen. Ferner kann das bekannte VDE-Zeichen oder ein an seine Stelle tretendes, vom VDE zu verleihendes besonderes Morsezeichen aufgedruckt werden. Unabhängig davon kann eine Unterscheidung zwischen den verschiedenen Leitungen einer Installation bezw. zwischen mehreren gemeinsam verlegten Leitungen dadurch erzielt werden, dass für die verschiedenen Leitungen Kunststoffhüllen unterschiedlicher Färbung verwendet werden. Diese unterschiedliche Kennzeichnung kann gewünschtenfalls dadurch erweitert werden, dass für die aufgedruckten Zeichen, z. B. den Firmennamen, die Fabrikmarke, das VDE-Zeichen o. dgl., mehrere verschiedene Farben benutzt werden, sodass sich unterschiedliche Kombinationen in der Färbung der Isolierstoffhüllen und Farbe ihres Aufdruckes ergeben.
Die Erfindung ist in erster Linie für die bei der elektrischen Hausinstallation verwendeten Starkstromleitungsdrähte mit Kunststoff-Isolierhülle bestimmt, kann aber mit Vorteil auch bei anderen, mit Kunststoff umspritzten Schwachstromleitungen und -Litzen von Leitungsschnüren angewendet werden. Ferner ist sie bei elektrischen Leitern mit aufgeschobenen Isolierschläuchen aus Kunststoff anwendbar, wie sie z. B. beim Bau von Rundfunk- und anderen elektrischen Geräten benutzt werden.
Es ist an sich bereits bekannt, bei der Kennzeichnung von isolierten elektrischen Leitungen nach ihrer Herkunftsstätte Anilinfarben zu benutzen, die in Aceton gelöst sind. Dabei handelt es sich aber um das Bedrucken von mit thermoplastischem Kunststoff umhüllten Leitungen, sondern darum, auf einem lackierten Draht durch Hindurchziehen desselben durch Farblösung eine hauchdünne Farbschicht aufzutragen, die im wesentlichen unsichtbar ist, aber im Bedarfsfalle dadurch erkennbar gemacht werden kann, dass die Lackschicht beim Eintauchen in eine Entwicklungs- oder Lösungsflüssigkeit die Farbe wieder abgibt. Ferner ist die Anwendung des Farbdruckens zur Kennzeichnung von elektrischen Leitungen schon vorgeschlagen worden. Dabei handelt es sich jedoch um eine im Innern des Kabels angebrachte Kennzeichnung seiner mit Papier- oder Gewebebändern isolierten Adern, und die Kennzeichnung erfolgt dadurch, dass die zur Isolierung verwendeten Papier- oder Gewebebänder bedruckt werden.

Claims (2)

1.) Verfahren zur dauerhaften äusseren Kennzeichnung von mit einem thermoplastischen Kunststoff, z. B. auf der Grundlage von Polyvinylchlorid, umspritzten elektrischen Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffhülle, vorzugsweise unmittelbar nach dem Umspritzen der Leitung, mit einem Teerfarbstoff, der in einem den Kunststoff oberflächlich angreifenden organischen Lösungsmittel, z. B. einem Keton, gelöst ist, mit Bild- oder/und Schrift- oder anderen Kennzeichen bedruckt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine Anwendung bei elektrischen Leitern mit aufgeschobenen Isolierstoffschläuchen aus thermoplastischem Kunststoff.

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