DEP0051949DA - Wiedergabe einer Lichttonaufzeichnung - Google Patents

Wiedergabe einer Lichttonaufzeichnung

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DEP0051949DA
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Germany
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sound
sheet
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Rudolf Prochnow
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Blaupunkt Werke GmbH
Original Assignee
Blaupunkt Werke GmbH
Publication date

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Description

Um eine besonders einfache und wirtschaftliche Tonaufzeichnung zu erreichen, ist es bekannt, blattförmige Lautschriftträger zu verwenden, die z.B. eine Lichttonschrift aufgedruckt erhalten. Zur Wiedergabe derartiger Tonaufzeichnungen sind bisher verhältnismässig umfangreiche und komplizierte Geräte notwendig gewesen, in welche die blattförmigen Tonträger eingelegt werden mußten.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit einer Einrichtung, die es gestatten soll, derartige blattförmige Lautschriftträger mit einfachsten Mitteln abzulesen, ohne daß ein Einlegen derselben in eine umfangreiche Apparatur notwendig ist.
Es ist vorgeschlagen worden, bei Verwendung von magnetischen Tonaufzeichnungen die Sprachimpulse auf ein Blatt zeilenförmig aufzuzeichnen und mittels eines von Hand geführten beweglichen Tonabnehmers abzunehmen. Demgegenüber wird nunmehr die Erfindung darin gesehen, bei Verwendung von Lichttonaufzeichnungen den Lautabnehmer in einem beweglichen Abtastkopf anzuordnen, so daß er von Hand über die einzelnen Zeilen der Lautschrift geführt werden kann. Der Lautabnehmer ist dabei über eine bewegliche Verbindung, z.B. ein flexibles Kabel, mit dem Tonwiedergabegerät verbunden, so daß beim Ablesen der Lautschrift nur der verhältnismässig kleine Abtastkopf über die Tonschrift geführt zu werden braucht, während weiter keine beweglichen Teile erforderlich sind.
Der Abtastkopf enthält die Lichtquelle und die Fotozelle, die sich auf sehr kleinem Raum unterbringen lassen.
Die Abtastung erfolgt vorzugsweise mit reflektiertem Licht, das von dem Aufzeichnungsträger diffus rückgestrahlt wird. Die flexible Verbindung zu dem Abtastkopf enthält zweckmäßig Leitungen zur Speisung der Lichtquelle und zur Weiterleitung der Sprachimpulse. Es ist auch möglich, in dem Abnahmekopf eine erste Verstärkung der Sprachimpulse vorzunehmen, wobei zweckmäßig Miniaturröhren verwendet werden, wie sie z.B. aus Hörhilfegeräten bekannt sind. Als Tonwiedergabegerät eignet sich z.B. ein Rundfunkempfänger mit Lautsprecher oder auch ein Kopfhörer, wenn Wert darauf gelegt wird, daß die ganze Vorrichtung leicht transportabel ist.
Als Lautschriftträger kommt Papier in Frage, das zweckmäßig eine möglichst glatte Oberfläche besitzt. Die Tonschrift kann auf fotografischem Wege oder im Druckverfahren aufgebracht sein. Dabei wird der Hochdruck als zweckmässigstes Verfahren angesehen. Die Lautschrift kann auch nach einem Diazo-Verfahren, z.B.
nach dem Metall-Diazoniumverfahren, aufgebracht werden. Anstelle des Papiers eignet sich in diesem Fall besonders die Verwendung Zellophanblättern als Träger der Lautschrift. Dabei ist es zweckmäßig, nicht durchsichtiges Zellophan, sondern einen undurchsichtigen, stark reflektierenden Schichtträger zu verwenden.
Weitere Einzelheiten des Erfindungsgegenstandes gehen aus der folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele hervor.
Die Zeichnung zeigt einen blattförmigen Aufzeichnungsträger und schematisch das Gerät, das zur Tonwiedergabe benutzt wird.
Der Lautschriftträger 1 besteht beispielsweise auf einem Papierblatt mit glatter Oberfläche, welches die Stärke von schwachem Karton besitzt und außer der im Hochdruckverfahren aufgedruckten Lautschrift die Seitenzahl und einen Vermerk über den Inhalt in Blindenschrift eingeprägt enthält. Außerdem ist das Blatt unter jeder Tonspur mit einer geprägten Rippe versehen, an der entlang der Abtastkopf von Hand geführt werden kann. Die Tonspur braucht nur eine Breite von wenigen mm oder Bruchteilen von mm aufzuweisen, so daß die Zeilen verhältnismässig dicht geschrieben werden können.
Der Zeilenabstand richtet sich dabei mehr nach den durch die Führung und Abmessung des Abtastkopfes gegebenen Daten, als nach der Möglichkeit, Tonspuren nebeneinander unterzubringen. Der Abtastkopf 3 enthält eine Lichtquelle in Form einer kleinen Glühlampe, die mit einer Kondensoroptik versehen sein kann. Das Licht dieser Lichtquelle fällt durch ein kleines Fenster und wird, wenn der Abtastkopf auf das Blatt 1 aufgesetzt wird, von diesem diffus reflektiert. Dabei gelangt es auf eine Fotozelle, die bei diesem Ausführungsbeispiel als Kristallfotozelle ausgebildet ist. Derartige Kristallfotozellen lassen sich neuerdings in sehr kleiner Form mit großer Empfindlichkeit herstellen. Kristallblättchen von wenigen mm(exp)2 Größe ergeben schon eine Widerstandsänderung, die über ein kleines Anpassungsglied eine genügen große Steuerungsspannung erzeugt, um den Verstärker eines normalen Rundfunkgerätes voll auszusteuern. Die Kristallfotozelle ist daher über ein flexibles Kabel 4 mit der Tonabnehmerbuchse eines Rundfunkempfängers 5 verbunden. Die Betriebsspannung für die Lampe wird zweckmäßig dem Netzgerät des Rundfunkempfängers entnommen und erforderlichenfalls durch besondere Sieb- oder Glättungsmittel von restlichen Wechselstromkomponenten befreit.
Wird der Abtastkopf 3 von Hand zeilenweise über die Tonspur 2 hinwegbewegt, so läßt sich am Lautsprecher 6 die Tonaufzeichnung direkt abhören. Die Abtastgeschwindigkeit wird schon bei geringer Übung von dem Benutzer so gewählt, daß die Sprache verständlich ist.
Es können auch in bekannter Weise besondere Führungsmittel für den Abtastkopf in Form eines kleinen Lineals oder dergleichen vorgesehen sein.
Die Lichttonschrift hat gegenüber der Magnettonschrift im vorliegenden Fall noch den Vorteil, daß die Herstellung der blattförmigen Lautschriftträger einfacher und wirtschaftlicher durchgeführt werden kann, da der gesamte Lautschriftträger entweder in einem fotografischen Kopierprozess oder nach einem Druckverfahren hergestellt werden kann. Will man ein fotografisches Negativverfahren vermeiden, so läßt sich auch ein Diazoniumverfahren anwenden. So ist z.B. das sogenannte Metall-Diazonium-Verfahren für fotografische Reproduktionen bekanntgeworden, mit dessen Hilfe es möglich ist, eine Tonschrift mit sehr hohen Gamma-Werten herzustellen. Da es im vorliegenden Fall nicht, wie beim Tonfilm, notwendig ist, den Gamma-Wert der Tonschrift an den der Bildaufzeichnung anzugleichen, kann bei dieser Art der Tonaufzeichnung ein höherer Gamma-Wert in vollem Umfange ausgenutzt werden.
Um die Eigenschaften des Gerätes weiter zu verbessern, ist es möglich, anstelle von Papier als Tonträger eine Kunststofffolie zu verwenden, mit der sich wesentlich höhere Reflektionswerte erzielen lassen, als mit Papierblättern. Es kann dabei zweckmäßig sein, in die Kunststofffolie eine Zwischenschicht mit sehr hohem Reflektionsvermögen einzuarbeiten und zwar zweckmäßig derart, daß die Kunststofffolie auf beiden Seiten mit Lautschrift beschriftet werden kann.
Bei einer doppelseitigen Ausnutzung des Aufzeichnungsträgers ist es zweckmäßig, die Einprägungen zur Führung des Abtastkopfes so auszuführen, daß sie gleichzeitig auf beiden Seiten des Blattes zur Führung benutzt werden können. Die Führungsrippen können z.B. abwechselnd zwischen den Lautschriftzeilen erhöht und vertieft angebracht werden, wobei diese jeweils zur Führung des Kopfes für die darüber und die darunter befindliche Zeile benutzt wird.
Bei der Ausführung des Abtastkopfes wird die Lichtquelle entweder seitlich so angeordnet, daß die Fotozelle direkt über der Lautschrift liegt, d.h. daß eine sogenannte Rückwärtsabtastung verwendet wird.
Es kann aber auch die Lampe in der Mitte und die Fotozelle seitlich angeordnet sein, je nachdem, wie es für die Ausnutzung des Lichtes am günstigsten ist.
Anstelle der Kristallfotozelle lassen sich auch die in der Lichttontechnik üblichen Alkali-Fotozellen verwenden. Dabei ist es möglich, den Strom in bekannter Weise bereits in der Zelle durch Sekundäremission zu verstärken.
Als Tonschrift wird bei gedruckten Aufzeichnungsträgern zweckmäßig eine solche benutzt, bei der die Wiedergabe von Halbtönen nicht notwendig ist, da zur Wiedergabe von Halbtönen im wesentlichen nur die fotografischen Reproduktionsverfahren in Betracht kommen. Bei der drucktechnischen Vervielfältigung ist die Verwendung einer mehrzackigen Schrift am günstigsten.
Anstelle des Rundfunkgerätes der Figur 1 kann auch ein kleiner tragbarer Verstärker verwendet werden, wie er von Hörhilfegeräten bekannt ist. Derartige Verstärker lassen sich auf sehr kleinem Raum unterbringen, so daß ein Lesegerät, das aus dem Aufnahmekopf und dem Verstärker sowie dem Kopfhörer besteht, sich in der Tasche oder in einem kleinen Futteral tragbar anordnen läßt.

Claims (7)

1. Vorrichtung zur Wiedergabe von einer auf einem in einer Ebene liegenden Blatt in Zeilen angeordneten Lichttonaufzeichnung, insbesondere für Blinde, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Lichtquelle und lichtempfindlicher Zelle bestehende Abtastkopf von Hand längs der Zeilen bewegbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtastkopf über eine flexible Leitung mit einem Verstärker mit Lautsprecher- bzw. Kopfhöreranschluß verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtastkopf über eine flexible Leitung an die Tonabnehmerbuchse eines Rundfunkempfängers gegebenenfalls über ein Vorsatzgerät angeschlossen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtastkopf über eine flexible Leitung an den Tonwiedergabeteil eines Hörhilfe-Gerätes angeschlossen ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtastkopf und Tonwiedergabeteil als batteriegespeistes Taschengerät ausgebildet sind.
6. Blattförmiger Lautschriftträger zur Verwendung in einer Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er eine auffallendes Licht diffus reflektierende Oberfläche besitzt.
7. Blattförmiger Lautschriftträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß er aus mehreren Schichten besteht, von denen vorzugsweise die innerste ein sehr hohes Reflexionsvermögen besitzt.

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