DEP0050236DA - Elektrischer Schwinglötlkolben - Google Patents
Elektrischer SchwinglötlkolbenInfo
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Description
Erlangen, den 25.7*1949
Aktiengesellschaft ΡΑ13/49Γ
Akte Ir·$
PA 9Λ40/125
Pat entanmeldung
Gabrauohamusterhilfsanmeldung
Gabrauohamusterhilfsanmeldung
Das Löten τοπ Aluminium und Äluminiumlegierungen mit zinnhaltigem
Lot ist "bekanntlich nicht ohne weiteres möglich« Der G-rund hierfür wird in der stark oxydierenden Sigenaohaft von Aluminium
gesehen. Die löthindernde Oxydbildung erfolgt dabei so rasch, daas naoh Intfernung der vorhandenen Ox^dhaui sioh sohon wieder
eine neue gebildet hat, bis daa Jjot aufgebracht ·??βτά©η kann.
Es igt deshalb vorgeschlagen worden, das Löten τοη Aluminium unter Anwendung von hoohfreqjaenten Schwingungen f ineibea» Ultraschall schwingung en» vorzunehmen, weil sich hiermi^Öie Oxydhaut
zerstören und gleichzeitig das Iiot auf das oxydfreie Aluminium aufbringen lasst, so dasa eine ausreichende und dauernde Haftung
des Lotes erreicht werden kann. Die Anwendung hochfrequenter Schwingungen (UltraschallschY^in^ungen} erfordert aber besondere
Hochfrequenzgeneratoren und umfangreiche Apparaturen. Ausaerαea sind derartige Iiöteinrichtungen ortsfest, so dass die zu lö'texiden
Teile an den schwingenden Arbeitakopf herangeführt werden miiasen» Die Anwendbarkeit derartiger "Ultraschallöter" ist djher
auch begrenat»
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Schwinglötkolbertu insbesondere zum löten von Aluminium und Aluminiumlegierung en und
besteht darin, dass sein Arbeitakopf an einen mit Netzfreq,u,en2 erregten elektromagnetischen üohwinger angekoppelt ist. Die Erfindung
beruht auf der Erkenntnis, dass einwandfreie Lötverbindungen von A3nnHvi'i"''11 "nd seinen Legierungen auch dann hergestellt
werden können, wenn nur niedrige technische frequeiiüen zur Erregung des Schwingers benutzt werden, insbesondere dann,
wenn der elektromagnetische Schwinger eine besondere Ausbildung
— 1 —
.0/140/120
erhält. Durch, die Erfindung wird ea möglich» einen ortsbewegliehen Schwinglötkolben zu schaffen, der wie ;Jeder andere elek
triSQhe Lötkolben an die lötstelle herangeführt und bei Vorhan dene ein von "wechselstrom you jeder Steckdose aus ohne irgendwelche
Susatzapparatür in Betrieb gesetzt werden kann,
der Zeichnung wird die Erfindung näher erklärt. In Pig.l ist 1 der Arbeitskopf, 2.B. aua Kupfer, und 2 der elektrische
Heizkörper hierfür, Diese beiden feile können von mar.k1r&bliciier Ausführung sein. 5 ia*b der elektromagnetische Schwinger» bestehend
aus einer Spule 4 und zwei lauchkernen 5s 61 die durch Befestigung an einer vorzugsweise ellipaenförmigen Ringfeder 7
in der Achsrichtung der Spule 4 schwlngfähig gehaltert sind»
Bei jeder Halbwelle des die apule 4 erregenden Wechselstromes werden daher die beiden lauchkerne 5 und 6 nach innen gezogen
und dadurch die Bingfsder in ihrer Längsachse verkürzt, Sie baucht sich daher in Richtung ihrer Querachse jeweils um einen
entsprechend grosser en Betrag aus. Die Hingfeder wirkt somit <:ie ein Hebelsyatem, das die an sich gegenphasigen Schwingungen der
beiden lauchkerne gleichphasig miteinander koppelt und überlagert. Der mittels der Stange 8 in Itichtung der Querachse der Ringfeder
an dieser einseitig an^e^nrmoi^Q Arbeitskopf 1 führt somit Schwingungen aua mit einer 'frequenz, die der doppelten Frequeno
der Erregerwechaelapannung entspricht, also beispielsweise 100 Schwingungen/sec bei einer' Wechselspannung von 50 Perioden. Torteilhaft
wird aur ^raielung grösserer Amplituden die Eigenfrequenz der Eingf©der 7 gleich der doppelten frequenz des Erreoörweohaelstromes
gewätilt· Sa kann des weiteren vorteilhaft sein, statt der atarren Kupplung mittels äer Stange 8 iäwisohen Ärbciba»
kopf und Schwinger ein Resonanzglied einzuschalten, "beispielsweise in Form einer Spiralfeder 9 (S1Ig. 2), Um einen su
Wärmeübergang von den behei v,*·^ pollen 1 und 2 auf den 3 abzudämmen» kann ea ausserdem vorteilhaft sein, einen Wärmeisolator»
belap··» oi-r-- ^". in x'"orm eines Keramikstabea 10 o»dergl, zwischenzusohalten*.
- 2 - 25.7.1949
Rl/Ie
PA 9/140/126
Die geschilderte Einrichtung kann in bei !lötkolben üblicher 7,eist in ein Sehäuse eingebaut warden, das - vorteilhaft zumindest in
rückwärtigen Seil - aus Isolierstoff bestehen kann und den
Schwinger einschileost» Auf der Zeichnung ist das Gehäuse nur durch eine gestrichelte Umrahmung angedeutet» In diesem Gehdasa
kann die krregerspule 4» beispielsweise durch an ihren Stirnseiten befestigte Laachen, gehaltert sein» Ausserdem kann, es ζ·\χ
Fuhrung des Arbeitskopfea 1 dienen. Vorteilhaft wird die Ringfeder 7 auf der dem Kopplungsatab 8 oder der iCopplungafeder 9
gegenüber liegenden Saite bei 11 gegen daa G-ehäuse abgestützt oder an diesem befestigt» Hierdurch können dia Schwingurigsamplituden
auf der Arbeit&aeite der Feder 7 verstärkt werden» Bine 8ohwingungsübertragung auf Jas G-ehäuee kann durch Ver&rb'eserung
des Gewichtes desselben gemindert werden.
Der elektromagnetische Schwinger braucht nicht in jedem 3?alle die dargestellte Gestalt aufauweiaen. So kann es auch ausreichen,
wenn nur ein Sauohkern vorhanden ist. Dieser kann auch in eire achsial zur Stange 8 angeordnete Brregerspule hineinragen \hil
mit dem Arbeitskopf in der beschriebenen Weis© gekoppelt sein. Ss ist gegebenenfalls auch möglich, statt Sauchkerne eine oder
gegebenenfalls mehrere Spulen mit Eisenkern mtd zugeordnetem Schwinganker zu. verwenden« Diese Schwinganker können dabei an
den gleichen Stellen der Ringfeder 7 befestigt werden, wie die dargestellten fauchkerne 5 und 6. 3s ist aber unter Umatänden un
ihre unmittelbare Verbi^r^e- ^i+ 5^ ^o^iimgffutan^j 8 oder Eesonanaglied Q
8 Patentansprüche
2 Figuren.
2 Figuren.
- 3 - 25.7.1949
Ηΐ/Φβ
Claims (8)
1) Elektrischer Schwinglötkolben9 insbesondere aum Löten von Aluminium und Aluminiumlegierungen mit zinnhaltigem lot, <
duroh gekennzeichnet, daas sein Arbeitskopf an einen mit frequens erregten magnetischen schwinger angekoppelt ist»
2) !lötkolben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Schwinger aua einer Erregerspule mit schwingfähigem Sauenkern
besteht> an den der Ärbeitskopf angekoppelt ist,
3) Lötkolben nach Anspruch 2, dadurch gekennseichnet, dass der Brregerapule zwei achWingiaiiige Tauchkerne augeordnet aind,
deren gegenphasige Schwingungen mittels eines Hebelsystems gleichphasig an dem Arbeitskopf angekoppelt sind,
4) Lötkolben nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass daa Hebelsystem, eine ellipaenföraige .Ringfeder ist, in deren
Längsachse die Tauchkerne befestigt und in deren ^ueraehrje der Arbeitakopf einseitig angekoppelt ist,
5) Lötkolben nach Anspruch 4> dadurch gekennzeichnet» dass die Eigenfrequenz der Hingfeder gleich der doppelten Frequena
des Erregervtchselstromes ist»
6) Lötkolben nach Anspruoh 1 oder einem der folgenden Ansprüche* daduroh gekennzeichnet, dass der Arbaitakopf an den Schwinger
über ein Heaonanüglied, vorzugsweise eine Feder, angekoppelt ist.
7) Lötkolben nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem beheizten Arbeifcökopf
um dem Schwinger ein '»Värmeisolator eingefügt iatt
8) Lötkolben nach Anspruch 4·» dadurch gekennzeichnet, daaa die Ringfeder an d;-;r der Ankopplungsstelle des Arbeitakopfegf gegenüber
liegenden oeite gegen daa Gehäuse abgestützt ist«
- 4 - 25.7.1949
ßl/Ie
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