DEP0050051DA - Elektrotherapeutisches Gerät - Google Patents

Elektrotherapeutisches Gerät

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DEP0050051DA
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DE
Germany
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current
potentiometer
electrotherapeutic device
voltage
direct current
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Pierre Denis Dr.med. Bernard
Original Assignee
S.A. "La Physiotechnie", Paris
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Description

Für gewissen Zwecke wird in der Medizin und der Zahnheilkunde Gleichstrom verwendet, der aber mitunter schlecht vertragen wird. Die Ueberlagerung eines niederfrequenten Wechselstromes kann unter gewissen Bedingungen seine Zuträglichkeit verbessern. Eine dieser Bedingungen ist die Dosierung des Niederfrequenzstromes im umgekehrten Verhältnis zum Gleichstrom, um zu vermeiden, dass dieser Wechselstrom schon an sich unerträglich wird. So ist eine sinusförmige Niederfrequenzspannung von 5 Volt schmerzlindernd, wenn sie einem Gleichstrom von 1 mA überlagert wird; wenn aber die gleiche Wechselspannung von 5 Volt einem Gleichstrom von 3 bis 4 mA überlagert wird, steigert sich die Empfindlichkeit, und diese Wirkung wird unerträglich beim Zusammenwirken mit einem Gleichstrom von 5 mA.
Des weiteren erstrecken sich die Messungen, die gewöhnlich bei der therapeutischen Anwendung von Strömen angewendet werden, allein auf die Spannung, den Strom und die Zeit. Gewisse therapeutische Wirkungen (besonders bei Heilbehandlungen) sind aber proportional der Strommenge (Produkt aus Strom und Zeit, gemessen in Coulomb oder Milliampere-Minuten). Diese Strommenge ist immer schwer zu ermitteln, wenn der Strom nicht konstant ist, und besonders, wenn die fortlaufend gemessen wird. Daraus ergibt sich eine starke Ungenauigkeit und Unsicherheit in Bezug auf die angewandten Dosen, wenn die anzuwendenden mit hinreichender Genauigkeit festgelegt sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Apparat, mit dem diese Unzuträglichkeiten vermieden werden.
Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Nutzkreis einer Gleichstromquelle, deren Leistung geregelt wird durch zwei Potentiometer oder ein anderes Gerät, wie einen Widerstand im Heiz- fadenkreis bei Verwendung eines Röhrengleichrichters, eine Wechselstromquelle geringer Spannung gelegt, deren Spannung mittels eines weiteren Potentiometers geregelt wird, das nicht auf die Spannung geeicht ist, die es liefert, sondern derart, dass seine Skala in Abhängigkeit von der Gleichstromstärke die Stellungen anzeigt, die der Abgriffschieber einnehmen muss, um ein Optimum an Unempfindlichkeit zu erreichen.
Dieses die Niederfrequenzspannung regelnde Potentiometer kann entweder fest auf dem Gerät montiert sein oder gemäss der Erfindung beweglich sein und eine der Stromzuführungselektroden für den Patienten bilden. In diesem Falle ist das Potentiometer in einem metallischen Griff untergebracht, und sein Schieber ist an die Masse des Griffes angeschlossen. Der Patient hält diesen Griff in der einen Hand und handhabt mit der anderen den Regelknopf, um die grösste Schmerzunempfindlichkeit zu erreichen.
Gemäss der Erfindung enthält das Gerät ferner ausser einem Strommesser einen Strommengenanzeiger (einen Integrator oder einen Zähler für die Coulombs oder Milliampere-Minuten). Dieser Anzeiger kann entweder ein elektrolytisches Gerät sein, dessen Wirkungsweise auf der Gasentwicklung aus einem stromdurchflossenen Elektrolyten beruht, oder ein elektromagnetischer Zähler, gebildet aus einem Gleichstrommotor, dessen Umlaufgeschwindigkeit dem Strom proportional ist.
Um den Gebrauch des Gerätes zu erleichtern, wird schliesslich die auf dem Strommengenanzeiger angebrachte Skaleneinteilung vorteilhafterweise ergänzt durch bildliche Darstellungen der anatomischen und pathologischen Teile, deren Behandlung diese oder jene Strommenge erfordert.
Dem besseren Verständnis der Erfindung dienen die schematischen Zeichnungen, von denen zeigen:
Fig. 1 ein allgemeines Schema der elektrischen Anlage,
Fig. 2 das der Regelung der Wechselspannung dienende Potentiometer, das in einem Handgriff untergebracht ist,
Fig. 3 und 4 beziehen sich auf den Strommengenanzeiger, und zwar unter Verwendung eines elektrolytischen (Fig. 3) bzw. eines elektromagnetischen Zählers (Fig. 4).
Wie das Schema nach Fig. 1 zeigt, wird der das Gerät speisende Gleichstrom mittels zweier Potentiometer 1 und 2 oder mittels irgendeines anderen Gerätes, z.B. mittels eines Heizwiderstandes bei
Verwendung eines Röhrengleichrichters, geregelt. Dieser Gleichstrom kann einer beliebigen Gleichstromquelle entnommen werden, z.B. einer Wechselstromquelle 11 über einen Röhren- oder Metalloxydgleichrichter 3 und eine Filterkette 4. Dem Gleichstromnutzkreis liegt bei 5-6 eine Wechselstromquelle 7 niedriger Spannung in Reihe (5 bis 10 Volt), deren Spannung für sich mittels eines Potentiometers 8 regelbar ist. Das Gerät enthält somit zwei Ausgangsleitungen 9 und 10, die den beiden Gleichstrompolen entsprechen, und in die eine dieser Leitungen sind ein Milliamperemeter 15 und bei 12-13 der Strommengenzähler 14 eingeschaltet, über den noch später gesprochen werden wird.
Nach einer ersten Ausführungsform ist das die Wechselspannung regelnde Potentiometer 8 nicht nach der von ihm gelieferten Spannung geeicht sondern derart, dass ein Zeiger in Abhängigkeit von dem Gleichstrom die Stellungen angibt, die der Läufer des Potentiometers einnehmen muss, um grösste Schmerzunempfindlichkeit zu erreichen. So wird z.B. der Zeiger auf der Ziffer 1 stehen, wenn die Wechselspannung 5 Volt beträgt, weil diese Spannung erforderlich ist, wenn der Gleichstrom 1 mA beträgt; die Stellung des Zeigers auf Ziffer 2 wird einer Spannung von 4 Volt entsprechen, die bei einem Strom von 2mA zur Erzielung der Schmerzunempfindlichkeit notwendig ist, usw. Auf Ziffer 5 wird die Wechselspannung 1 Vol betragen entsprechend einem Gleichstrom von 5 mA.
Bei einer weiteren Ausführungsform ist dieses Potentiometer, das normalerweise auf dem Schaltbrett des Gerätes befestigt ist, beweglich, um dem Patienten erreichbar zu sein, der so die schmerzstillende Spannung selbst nach dem Gefühl einregulieren kann.
Zu diesem Zweck ist das Potentiometer (Fig. 2) in einem Metallgefäss 15 untergebracht, das der Patient in einer Hand hält und das eine der Stromzuführungselektroden für den Behandelten darstellt (neutrale Elektrode). Anstelle der zwei Leitungsausführungen enthält das Gerät nun deren drei: die Leitung 9 zu der Wirkelektrode, die auf den gewünschten Körperteil aufgelegt wird und die beiden Leitungen 5 und 6, die einerseits an die die niedrige Wechselspannung liefernden Anschlüsse des Transformators und andererseits an die beiden Anschlüsse des diese Spannung regelnden Potentiometers 8 angeschlossen sind. Der Abgriff 16 des Potentiometers ist in 17 an die Masse des Metallgefässes angeschlossen. Der Patient hält dieses Metallgefäss in der einen Hand und betätigt mit der anderen den Regelknopf 18, um die günstigste schmerzstillende Wirkung zu erzielen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, dass das Gerät ausser einem Strommesser 15 (Milliamperemeter) einen Strommengenanzeiger 14 (Integrator oder Coulomb- bzw. Milliampere-Minuten-Zähler) (Fig. 1) enthält.
In einer ersten Ausführungsform wird dieser Integrator durch ein elektrolytisches Gerät gebildet, das (Fig. 3) durch ein U-Rohr gebildet wird, in dessen einem Schenkel 19 geringen Durchmessers (2 bis 5 mm), der abgeglichen und geeicht ist, an seinem oberen Ende ein Hahn 20 und an seinem unteren Ende ein ausgebauchter Teil 22 vorgesehen ist, in den zwei Platinelektroden 23 eingeschmolzen sind. Der zweite Schenkel 24 des U-Rohres mit grösserem Durchmesser (etwa 3 cm) enthält den Vorrat der elektrolytischen Flüssigkeit (angesäuertes Wasser). Die Wirkung dieses Integrators ist folgende: Wenn der Hahn geöffnet wird, stellt sich in beiden Schenkeln der Flüssigkeitsspiegel ein; der Hahn 20 wird dann geschlossen, und, wenn ein Strom zwischen den beiden Elektroden 23 übergeht, tritt eine Gasentwicklung ein (Sauerstoff und Wasserstoff); der Flüssigkeitsspiegel in dem geeichten Schenkel 19 sinkt und zeigt so die Anzahl der Milliampere-Minuten an, die in dem Kreise aufgetreten sind. Wenn die Behandlung beendet ist und man eine zweite vornehmen will, wird der Flüssigkeitsspiegel durch Oeffnen des Hahnes 20 auf null zurückgeführt.
Nach einer weiteren Ausführungsform kann der Integrator durch einen elektromagnetischen Zähler dargestellt werden. Dieser Zähler wird gebildet von einem Gleichstrommotor 25, dessen Umlaufgeschwindigkeit dem Strom proportional ist. Dieser Motor muss noch bei sehr schwachen Strömen arbeiten und insbesondere noch bei Strömen in der Grössenordnung von Zehntel-Milliampere anlaufen. Eine geeignete Untersetzung 26 überträgt den Umlauf des Motors durch eine Verstellung des Zeigers 27 entweder auf ein kreisförmiges Zifferblatt 28 oder auf eine geradlinige Skala. Die Stellung des Zeigers zeigt in jedem Augenblick der Behandlung die Zahl der erhaltenen Milliampere-Minuten an. Wie im Falle des elektrolytischen Zählers ist auch hier bei Beendigung der Behandlung die Rückkehr des Zeigers in Nullage vorgesehen.
Gemäss einer weiteren Abwandlung bringt man neben der bezif- ferten Skala eine bebilderte an, die anatomische und pathologische Teile zeigt, deren Behandlung diese oder jene Strommenge erfordert. Beispielsweise wird sie für Zahnbehandlung folgende Darstellungen zeigen: einen Zahn 30 mit einer Wurzel neben der Zahl 15, was besagt, dass zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses 15 Milliampere-Minuten erforderlich sind, einen Zahn 31 mit gekrümmter Wurzel und unzugänglichem Kanal neben der Zahl 20, einen Zahn 32 mit zwei Wurzeln neben der Zahl 25 usw.
Wie sich im übrigen schon aus dem vorher Gesagten ergibt, ist die Erfindung keineswegs auf die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, sie umfasst vielmehr auch alle möglichen weiteren Abwandlungen.

Claims (6)

1.) Elektrotherapeutisches Gerät, dadurch gekennzeichnet, dass in den Gleichstromnutzkreis, dessen Leistung z.B. durch zwei Potentiometer geregelt wird, eine Wechselstromquelle niedriger Spannung eingeschaltet ist, deren Spannung durch ein weiteres Potentiometer geregelt wird, und dass dieses Potentiometer derart geeicht ist, dass der Zeiger diejenigen Stellen anzeigt, die der Potentiometerabgriff in Abhängigkeit von dem Gleichstrom einnehmen muss, um die beste schmerzstillende Wirkung zu erzielen.
2.) Elektrotherapeutisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Niederfrequenzspannung regelnde Potentiometer in einem metallischen Handgriff untergebracht ist, mit dessen Masse der Potentiometerabgriff leitend verbunden ist, und dass dieser Handgriff in der Hand des Patienten als Stromzuführungselektrode dient.
3.) Elektrotherapeutisches Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es ausser einem Strommesser auch einen Strommengenmesser (Anzeige des Produktes aus Strom und Zeit) enthält.
4.) Elektrotherapeutisches Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Strommengenmesser aus einem elektrolytischen Gerät besteht, bei dem die bei Stromdurchgang entwickelte Gasmenge als Mass für die benutzte Strommenge dient.
5.) Elektrotherapeutisches Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Strommengenmesser aus einem elektromagnetischen Gerät besteht, gebildet aus einem Gleichstrommotor, dessen Umlaufgeschwindigkeit der Stromstärke proportional ist.
6.) Elektrotherapeutisches Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die bezifferte Skala mit bildlichen Darstellungen anatomischer oder pathologischer Teile versehen ist, die der für ihre Behandlung günstigsten Strommenge gegenüberstehen.

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