DEP0049460DA - Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von Kugelschreibern bzw. Minen für Kugelschreiber. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Füllen von Kugelschreibern bzw. Minen für Kugelschreiber.Info
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Description
Beim Gebrauch von Kugelschreibern kommt es häufig vor, daß der Schreiber aussetzt. Dieses Aussetzen wird durch Luftbläschen hervorgerufen, die sich in der Farbfüllung befinden und die Benetzung der Kugel mit Farbe verhindern, wenn sie in den Wirkungsbereich der Kugel gelangen. Es hat sich gezeigt, daß selbst kleinste Bläschen den Farbfluss unterbrechen und ein einwandfreies Schreiben somit nur bei völliger Luftfreiheit der Farbfüllung gewährleistet ist. Es ist darum unerlässlich, dass nur luft- bezw. gasfreie Farbe zur Füllung von Kugelschreibern bezw. Minen für Kugelschreiber herangezogen wird. Aber auch bei Verwendung derartigen Farben tritt der vorbeschriebene Mangel noch auf, da eine wesentliche Ursache des Luftgehaltes der Füllung in den bisher üblichen Verfahren zum Einfüllen der Farbe liegt.
Die Erfindung besteht darin, dass die Farbe unter Anwendung von Vakuum in den Kugelschreiber bezw. in die Mine für den Kugelschreiber eingefüllt wird. Dieses geschieht erfindungsgemäss in der Weise, dass der Kugelschreiber bezw. die Mine und die Farbe zunächst der Einwirkung von Vakuum ausgesetzt werden und danach der Kugelschreiber bezw. die Mine in die Farbe eingetaucht wird, worauf das Vakuum aufgehoben wird, sodass die Farbe unter der Wirkung des Atmosphärendruckes in den Kugelschreiber bezw. in die Mine eintritt. Hierdurch wird
einmal die Entlüftung und Entgasung der Farbe und zum anderen ein luftfreies Eindringen der Farbe in den Kugelschreiber bezw. die Mine herbeigeführt. In Ausführungen der Erfindung wird zweckmässig immer eine grössere Anzahl Kugelschreiber bezw. Minen zu gleicher Zeit in der vorbeschriebenen Weise mit einer Farbfüllung versehen.
Eine Vorrichtung zum Füllen von Minen nach dem Verfahren der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt und nachstehend anhand der Zeichnung beschrieben.
Die Vorrichtung besteht aus einem Gestell 1 aufsitzenden Behälter 2, der oben durch eine Glasglocke 3 verschliessbar ist. Die Glocke 3 ist mit Hilfe eines Randgewindes 3a auf den Behälter aufgeschraubt und sitzt in der Behälterwanderung auf einem Dichtungsring 4 beispielsweise auf den Gummi auf. Durch den Boden des Behälters ist von unten her eine Welle 5 hindurchgeführt, die oben eine Platte 6 trägt. Der Durchgang der Welle durch den Boden des Behälters 2 ist durch eine Stopfbüchse 7 gedichtet. Die Welle 5 und damit die Platte 6 sind mit Hilfe eines Handrades bezw. Griffes 8 in Verbindung mit einer Spindel 9 in Höhenrichtung verstellbar. Die Welle 5 und die Platte 6 sind durch ein Zapfenlager 10 derart vereinigt, dass die Drehungen der Spindel nicht auf die Welle 5 übertragen werden. Der Bolzen 10a sichert den Tisch gegen Verdrehung. Die Platte 7 dient als Unterlage für einen Farbbehälter 11, in dem die Flüssigkeit 16 ist. Mit 12 ist ein Druckmesser und mit 13 ein Dreiwegventil bezeichnet, von welchem ein Rohrstutzen in das Innere des Behälters 2 führt, während ein
anderer zur Herstellung mit einer Vakuumpumpe und der dritte zur Herstellung der Verbindung mit der Aussenluft dient.
Zur Aufhängung der zu füllenden Kugelschreiber bezw. Minen ist ein in das Gefäss 2 einsetzbares Gestell 14 vorgesehen, das im dargestellten Falle aus drei nach oben zusammenlaufenden und vermittels einer Kopfplatte 15 vereinigten Gestellbeinen besteht. Die Aufhängevorrichtung besteht aus zwei übereinander angeordneten Ringen oder dergleichen 17, zweckmässig aus Gummi, die mit Randeinkerbungen 17a zum Einklemmen der Minen 18 versehen sind. Die Ringe sind an einer Welle 19 aufgehängt, die oben ein Gewinde 20 besitzt und mit diesem in der Kopfplatte 15 auf- und niedergeschraubt werden kann.
Die Füllung von Minen mit der beschriebenen Vorrichtung gestaltet sich wie folgt:
Zunächst werden die Minen an ihrem oberen Ende mit einer Gummikappe 18a, einem Lacküberzug oder dergl. verschlossen. Die so verschlossenen Minen werden sodann in die Gummiringe 17 bezw. die Einkerbungen 17a mit der Spitze nach unten so eingeklemmt, dass die Spitzen einige Millimeter über den Flüssigkeitsspiegel der im Behälter 11 befindlichen Farbe zu stehen kommen. Hierauf wird die Glasglocke 3 luftdicht auf den Behälter aufgeschraubt. Beim Beschicken der Ringe 17 mit Minen kann sich das Gestell 14 bereits im Behälter 2 befinden, es kann aber auch später eingesetzt werden.
Ist die Vorrichtung in dieser Weise vorbereitet, wird das Ventil 13 mit Vakuumleitung in Verbindung gebracht und
der von dem Behälter 2 und der Glocke 3 gebildete Raum luftleer gepumpt. Hierbei entweichen die in der Farbe befindliche Luft und Gase unter heftiger Blasenbildung und auch die Minen 18 werden luftleer. Die Beendigung der Entlüftung ist an dem Vakuummeter 12 ablesbar.
Ist die Entlüftung beendet, wird mit Hilfe des Handgriffes 8 die Platte 6 gehoben, bis die Spitzen der Minen 18 in die Farbe eintauchen. Danach wird das inzwischen gegen die Vakuumleitung geschlossene Ventil 13 nach der Aussenluft geöffnet, die in den vom Behälter 2 in die Glocke 3 gebildeten Raum einströmt und auf die im Gefäss 11 befindliche Farbe drückt. Infolgedessen dringt die Farbe in die noch luftleeren Minen ein, die sich mit völlig luftfreier Farbe füllen. Als vorteilhaft hat sich erwiesen, den Druck zusätzlich noch etwas zu erhöhen, wenn die Minen in dieser Weise gefüllt sind, wodurch eine vollständige Minenfüllung zuverlässig erreicht wird.
Ist die Füllung in der beschriebenen Weise bewirkt, werden die Minen nach Entfernung der Glocke 3 abgenommen und neue Minen, wie beschrieben, eingeklemmt und gefüllt.
Anstelle von Minen können mit der gleichen oder einer ähnlichen Vorrichtung naturgemäss auch Kugelschreiber gefüllt werden, bei denen sich der Farbfüllraum in dem Schreiber selbst befindet.
Die Glocke 3 kann statt aus Glas auch aus einem anderem Material bestehen. Zweckmässig ist jedoch, ein Material zu wählen, das durchsichtig ist, sodass die Vorgänge im Inne-
ren beobachtet werden können. Bei Verwendung eines nichtdurchsichtigen Materials empfiehlt es sich darum, zumindest Beobachtungsfenster vorzusehen. Die Befestigung der Glocke auf den Behälter 2 kann auch statt durch Aufschrauben in anderer geeigneter Weise bewirkt werden.
Claims (5)
1). Verfahren zum Füllen von Kugelschreibern bezw. Minen für Kugelschreiber mit Schreibfarbe, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe unter Anwendung von Vakuum in den Kugelschreiber bezw. die Minen aufgefüllt wird.
2). Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelschreiber bezw. die Mine und die Farbe zunächst gemeinsam der Einwirkung von Vakuum ausgesetzt werden, und danach der Kugelschreiber bezw. die Mine in die Farbe eingetaucht wird, worauf die Farbe durch Aufheben des Vakuums unter der Wirkung des Atmosphärendruckes in den Kugelschreiber bezw. die Mine gedrückt wird.
3). Verfahren nach Anspruch 1 u. 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Eindrücken der Farbe in den Kugelschreiber bezw. die Mine durch Erhöhung des auf die Farbe wirkenden Druckes über Atmosphärendruck unterstützt wird.
4). Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen mit einer Glocke (3) aus Glas o.dgl. verschließbaren und mit einem Dreiwegeventil (13) ausgerüsteten Behälter (2), in dem eine Tragplatte (6) o.dgl. für einen Farbbehälter (11) heb- und senkbar angeordnet ist und durch ein über der Tragplatte in den Behälter (2) einsetzbares Gestell (14) mit einer heb- und senkbaren Aufhängevorrichtung für Minen bezw. Kugelschreiber.
5). Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dad. gek. daß die Aufhängevorrichtung aus zwei übereinander angeordneten Ringen (17) vorzugsweise aus Gummi mit Randeinkerbungen (17a) zum Einklemmen der Minen bezw. der Kugelschreiber besteht.
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