DEP0048043DA - Verfahren zur Herstellung von Stahl- oder Metallbauteilen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Stahl- oder Metallbauteilen

Info

Publication number
DEP0048043DA
DEP0048043DA DEP0048043DA DE P0048043D A DEP0048043D A DE P0048043DA DE P0048043D A DEP0048043D A DE P0048043DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steel
metal
layer
metal components
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Carola Salzgitter Dörnemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date

Links

Description

Als bekannt wird vorausgesetzt, dass Überzüge auf Stahl- und Metallteilen zur Veredelung oder Vervollständigung der Oberflächen aufgespritzt werden. Weiter ist bekannt, dass auf Gegenstände aufgespritzte Metallschichten abgelöst und diese abgelösten Metallschichten als Modell mittels einer Füllmasse einseitig verstärkt werden. Diese z.B. durch Zement verstärkten Metallspritzschichten können als Formen und Modelle für Gießereien, Kopierfräsmaschinen usw. dienen.
Im Gegensatz hierzu soll durch das nachstehende Verfahren und seine Vorrichtungen erreicht werden, dass Stahl- und Metallbauelemente für alle Arten der Industrie in Umkehrung der bisherigen Anwendung des Metallspritzens dergestalt hergestellt werden, dass man auf einem Urmodell mit besonders glatter und genauer Oberfläche mittels Metallspritzens Stahl- oder Metallschichten aufträgt, diese ablöst und im Anguss oder Verbundgussverfahren zum fertigen Stück vervollständigt. Diese Vervollständigung kann auch durch Aufbringung einer Hart- oder Weichlötschicht erfolgen. Auf dieser Schicht kann wiederum eine neue Stahl- oder Metallschicht hart oder weich aufgelötet werden. Die auf diese Weise hergestellten Teile entsprechen in ihrer Oberfläche sowohl hinsichtlich des Oberflächenmaterials und der Qualität als auch der Genauigkeit der sonst erreichten Oberfläche der bisherigen spanabhebenden oder spanlosen Bearbeitung. Damit die erforderlichen mechanischen Eigenschaften und Werte erreicht werden, können die verschiedenartigsten Metalle als Anguss- oder Verbundgussstoffe Verwendung finden.
Die Bedeutung der Erfindung liegt darin, dass durch diese besondere Art des Metallspritzens eine fertige Oberfläche erreicht wird, die irgendeiner Nachbearbeitung nicht mehr bedarf. Damit ist das von der Technik seit langem angestrebte Ziel der Einsparung der spanabhebenden oder verformenden Bearbeitung erreicht.
Bei besonders hoch beanspruchten Gegenständen können einzelne spanlos oder spanabhebend vorbearbeitete Stücke sowie gehärtete Teile mit eingespritzt werden, die im weiteren Verlauf der Fertigung beim An- und Verbundguss sogar mit eingeschweißt oder eingelötet werden können.
Eine weitere Möglichkeit der Verbindung zwischen der von dem Urmodell entstandenen Oberfläche und dem anzubringenden Teil des Gegenstandes oder der weiter aufzuspritzenden Zwischenschicht besteht insofern, als die gespritzte Oberfläche auf der Rückseite mit irgendeinem diffusionfähigen Material mittels Metallspritzen überzogen wird (z.B. Aluminium mit entsprechender Vorbehandlung).
Die Erfindung gestattet im übrigen, dass man insbesondere bei Gleitlagern auf die erste Spritzschicht besonders poröse Stahl- oder Metallschichten aufgespritzt, die nach Abnutzung des Lagermetalls sehr gute Notlaufeigenschaften besitzen.
Anhand des nachfolgenden Beispieles eines Maschinenlagers soll der Produktionsvorgang nochmals besonders veranschaulicht werden. Durch Metallaufspritzen konnten bisher in die fertig vorgearbeiteten Lagerstützschalen die gewünschten Lagermetalle aufgespritzt werden. Zur Fertigstellung des Lagers musste dann die rauhe Oberfläche nachgedreht und fertig bearbeitet werden. In dem erfindungsgemäßen Verfahren wird grundsätzlich so vorgegangen, dass zuerst die wichtigste Oberfläche des Lagers, die Gleitfläche, hergestellt wird. Auf dieser Schicht wird nun im weiteren Verlauf im Kokillenguss die Stützschale hergestellt.
Um diese zu erreichen, wird auf einem vorgeschliffenen, in Länge und Durchmesser genau gearbeiteten Bolzen eine Bronzeschicht von gewünschter Stärke aufgespritzt. Zur Verbesserung der Notlaufeigenschaften wird alsdann eine poröse Stahlschicht aufgebracht. Auf diesen vorbearbeiteten und aufgespritzten Bolzen wird ein zweiteiliger Ring gelegt. Dieser Ring bildet die Wand der Kokille für die Stahlstützschale. Er ist mit Eingussstutzen und Einführungen für Schutzgase versehen. In diese Kokille wird dann Stahl eingegossen. Nach Abnahme des äußeren Kokillenmantels und Entfernung der Angusstrichter kann das Lager maßhaltig mit eingespritzter und eingegossener Ölröhrchen und Ölnute fertig vom Bolzen abgezogen werden.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von Stahl- oder Metallbauteilen mittels Aufspritzen, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einem Modell aufgespritzte Schicht abgelöst und durch Angießen, Anpressen oder Löten beliebig mit Stahl oder Metallen verstärkt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Verstärken eine zweite Metallschicht aufgespritzt wird, die besonders günstige Diffusionseigenschaften besitzt oder z.B. bei Lagerschalen günstige Notlaufeigenschaften aufweist.
3.Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass halbfertige oder fertige Bauelemente durch Umspritzen, Umgießen, Löten oder einen Diffusionsvorgang im Bauteil mit befestigt werden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10236339B3 (de) Verfahren zum Herstellen von Turbinenschaufeln mit darin angeordneten Kühlkanälen
DE1577073C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines zum Pressen von Blechpressteilen dienenden Gesenkelements
DE102005047035B3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Kolbens für einen Verbrennungsmotor sowie danach hergestellter Kolben
DE3424276C2 (de)
DE2317937A1 (de) Spritzgussverfahren
DE3150845A1 (de) Verfahren zur herstellung einer pressform
DE537839C (de) Gesenk, insbesondere zum Pressen von Blechteilen
DE2657271C2 (de) Verfahren zum Herstellen eines rohrförmigen Körpers aus verschleißfestem Metall
DE2165058B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Her stellen eines Verbundgußstuckes aus einem Basismetall und einer harten Oberflachen schicht
DEP0048043DA (de) Verfahren zur Herstellung von Stahl- oder Metallbauteilen
DE808520C (de) Verfahren zur Herstellung von zwei- und mehrteiligen Metallformen
DE279694C (de)
DE377072C (de) Herstellung von Lagerflaechen an Buchsen o. dgl.
DE3111548C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Verbindungsstangen für Radialkolbenmotoren
DE4442453A1 (de) Gießverfahren für ein Bauteil, insbesondere aus Leichtmetall
DE310614C (de)
DE2813530C2 (de) Zylinderblock für eine Axialkolbenmaschine und Verfahren zur Herstellung eines derartigen Zylinderblocks
DE2154226A1 (de) Anordnung zur herstellung von kreisbogenfoermig gekruemmten kokillen fuer stranggussmaschinen
DE3715323A1 (de) Verfahren zum beschichten eines aus teilschalen, insbesondere aus zwei lagerhalbschalen, bestehenden gleitlagers
DE888602C (de) Verfahren zur Herstellung von Dauerformen oder Modelleinrichtungen
DE961044C (de) Verfahren zum Herstellen von Pendellagern, Pendelgelenken u. dgl. und Werkzeug zur Ausfuehrung des Verfahrens
DE2540421A1 (de) Zweiteiliger rotor fuer drehkolbenmotoren und verfahren zu seiner herstellung
DE881580C (de) Verfahren zur Herstellung von nahtlosen Gleitlager-Bauelementen
DE3112248C2 (de) Verfahren zur spanlosen Formgebung von Werkstücken
DE2363141C3 (de) Verfahren zum Herstellen einer Preßform für das isostatische Pulverpressen