DEP0047260DA - Gleittisch für Mikroskope - Google Patents
Gleittisch für MikroskopeInfo
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Description
Zeiss-Opton Optische Werke Oberkochen G.nub.H»
Gleittisch für Mikroskope
Bs sind Mikroskoptische in SOrm von ^leittischen bekannt, bei denen die bewegliche Tischplatte auf einem
Stützkörper untes Vermittlung einer zähflüssigen Schicht» z.B. Vaseline, gleitbar gelagert ist. Sie ermöglichen eine
mikroskopisch kleine Verschiebung eines auf der Tischplatte befestigten Objektes aHein durch den Druck der Hand,
da die innere Reibung der Zwischenschicht der Bewegung der Tischplatte einen erheblichen Widerstand entgegensetzt
und die Platte so beim Aufhören des Drucks in der gerade eingenommenen Lage ohne Fachwirkung stehenbleibt. Gegenüber
den üblichen Mikroskoptischen, bei denen die Bewegung durch mechanische Übersetzungsgetriebe erfolgt, haben die
Gleittische den Vorteil der einfacheren Herstellbarkeite
Die Erfindung betrifft einen Gleittisch der angegebenen Art, bei dem erfindungsgemäß die verschiebbare Tischplatte
den scheiben- oder scheibenringförmigen Stützkörper vom äußeren Rande her umgreift Dadurch ergibt sich der
Vorteil, daß die untere Seite der Tischplatte, die mit Vaseline oder einer anderen zähflüssigen Masse behaftet ist,
gegen Berührung geschützt ist. Außerdem verhindert das Umgreifen des Stützkörpers ein unbeabsichtigtes Abheben der
Platte von diesem Körper während des Mikroskopierens.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die gleitbare Tischplatte als Hohlringscheib
^ausgebildet, deren Hohlraum den Stützkörper aufnimmt*
Gemäß einem weiteren Erfindungsg,e danken liegt dabei die Tischplatte mit ihrer oberen und ihrer unteren Scheibe unter
Verwendung der zähflüssigen Masse gleitend an dem Stützkörper an. Hierdurch wird die Gefahr eines auch nur
geringfügigen Abhebens der Tischplatte vom Stützkörper völlig vermieden. Infolgedessen können die (^leitflächen
des Stützkörpers, mit denen dieser an der Tischplatte an-* liegt, unter Umständen erheblich verkleinert werden. Dadurch
läßt sich gegebenenfalls der Grad der inneren Reibung beim gegenseitigen Verschieben so wählen, daß wohl
mikroskopisch kleine Verschiebungen des Tisches möglich sind, ohne daß der Reibungswiderstand zu groß wird und das
sichere Arbeiten mit der Einrichtung erschwert.
den in der nachfolg
und der Zeichnung
Abis. 1 und 2 zeigen im wesentlichen schematisch je ein einfaches Ausführungsbeispiel in einem Mittelschnitt
im Aufriß.
Der in Abb. 1 gezeigte Objektführer für Mikroskope besteht im wesentlichen aus zwei Glasplatten 1 und 2, von
denen die Platte 1 als die bewegliche Tischplatte und die Platte 2 als Stützkörper dient* Beide Platten, deren aneinanderllegende
flächen gut poliert sind* werden unter Zwischenlage einer dünnen Schicht eines zähflüssigen Stoffes,
z.B. Vaseline o.dgl,, aufeinander gepreßt und sind dann unter relativ geringer Reibung gegeneinander verschiebbar*
Die Platte 2 ist in einem ringförmigen Metallstück 12 befestigt, das in Höhe der Scheibe 2 eine ring-
förmige Wanne 22 trägt, letztere dient zum Auffangen von überflüssigem Fett, das sich während des Gebrauchs der Vorrichtung
unter Umständen zwischen den Platten herauspreßt. Der Ring 12 kann mit seinem im durchmesser erweiterten
Teil 32 in die rohrförmige Aufnahme 4 des Mikroskopstativs eingesetzt werden. Zur Sicherung des Stützkörpers in der
Aufnahme 4· ist am Teil 32 ein weiteres Rohr 5 mittels Schrauben 6 und 7 angebracht, dessen äußerer Durchmesser
etwa dem inneren Durchmesser der Aufnahme 4 entspricht. Mittels der Stellschraube 7 kann das Teil 32 und damit der
ganze Stützkörper in der Aufnahme 4· festgeklemmt werden. Die Glasplatte 1 isb in einen Ringkörper 11 eingesetzt
Dieser trägt am unteren Ende einen sich nach innen erstrekkenden ringscheibenf ö'rmigen S'ortsatz 21, der sich noch unter
die Wanne 22erstreckt und so die Tischplatte 1 von unten her abdeckt. Dabei ist der Teil 21 so bemessen, daß die
Tischplatte in keiner Lage vom Stützkörper 2 abgehoben werden kann.
Während des Mikroskopierens wird die Tischplatte 1, 11 durch entsprechenden Druck mit der Hand in beliebiger Richtung
verschoben, so daß beispielsweise allmählich die gesamte Fläche des auf dem Tisch 1 aufzubringenden Präparats
in das Gesichtsfeld des Mikroskopobjektivs 10 gebracht werden kann.
Beim Ausführungsb-eisplel nach Abb. 2 besteht der verschiebbare Mikroskoptisch 1 aus einer Metallplatte, mit
einer zentrischen Beleuchtungsöffnung, Die Tischplatte wird von dem Stützkörper getragen, der aus der Ringscheibe 2 und
dem Rohrstück 12 besteht. Mit dem Rohr 12 kann die gesamte
Anordnung am Mikroskop befestigt werden. Me Scheibe 2 ist an d&n Hohr 12 bei 42 leicht drehbar -gelagert.
An die Tischplatte 1 ist von urrten her unter Vermittlung eines Abstandsgliedes 11 eine weitere metallische
Bingplatte 21 gegengeschraubt? so daß sich eine Hohlringscheibe ergibt, die den Stützkörper 2 praktisch ganz umschließt.
Der ringförmige Stützkörper 2 ist am äußeren Rande, bei 52, verstärkt und trägt dort an beiden Seiten geschliffene
flächen, an denen die Tischplatte 1 und das Gege^s'.ücc 21 mit ebenfalls geschliffenen ilactien unter Vermittlung
einer Vaselineschicht anliegen» Der zwischen dent äußeren Teil 11 und dem Stützkörperteil 52 liegende Hohlraum 3 ist
zu etwa zwei Dritteln mit dem verwendeten zähflüssigen Stoff (Vaseline) gefüllt, so daß immer ein genügender Vorrat
auch bei längerem Gebrauch der Vorrichtung vorhanden ist. Überflüssiges Fett wird in der Singnut 9 des Teiles 2L
aufgefangen.
Der Gebrauch der Vorrichtung entspricht der des ersten Ausführungsbeispiels. Sie Tischplatte 1 läßt sich dureb einfachen
Druck der Hand nach allen in der Tischebene lie^cn^n Eichtungen mit genügendem Widerstand verschieben Dabei ist
die leichte Drehbarkeit durch die besondere Drehlagerung der Stütsscheibe 2 bei 42 sichergestellt.
Claims (9)
- Pat ent anaprüche1, Gleittisch für Mikroskope, bei welchem die verschiebbare Tischplatte auf einem S-tützkörper unter Vermittlung einer zähflüssigen Schicht gleitbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte den ebenfalls im wesentlichen scheiben- oder scheibenringförmigen Stützkörper vom äußeren Rande her umgreift»
- 2. Gleittisch nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte als Hohlringsclieibe ausgebildet ist, deren Hohlraum den Stützkörper aufnimmt.
- 3» Gleittisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Scheiben der Tischplatte mit ihren inneren Seiten unter Vermittlung der zähflüssigen Schicht am Stützkörper gleitend anliegen.
- 4·* Gleittisch nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum zwischen dem Stützkörper und dem äußeren Rand der verschiebbaren Tischplatte zumindest teilweise mit finem Vorrat des zähflüssigen Mittels angefüllt ist«
- 5. Gleittisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnete? daß" der Stü^körper selbst leicht drehbar gelagert ist.
- 6« Gleittisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet* daS der Stützkörper als wirksame Führungsfläche Führungsleisten trägt und daß die Tischplatte nur auf diesen S1Uh- ^ungsleis-fcen am .Stützkörper anliegt*
- 7. Gleittisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützkörper am äußeren Rande eine Nut oder Wanne zum Auffangen des überschüssigen Gleitmittels trägt
- 8β Qleittisch nach Anspruch 29 dadurch gekennzeichnet daß am inneren Rande der unteren Gleitplatte des verschiebbaren Tisches eine Ringnut zur Aufnahme überschüssigen
Gleitmittels vorgesehen ist. - 9. Gleittisch nach Anspruch I9 dadurch gekennzeichnet, daß die Tischplatte und die wirksame Ifiihrungsflache des
Stützkörpers aus polierten Glasscheiben bestehen.
Family
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