DEP0047149DA - Kontaktlegierung - Google Patents

Kontaktlegierung

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DEP0047149DA
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Germany
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silver
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alloy
carbide
contact alloy
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Expired
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English (en)
Inventor
Werner Dr. phil. Hotop
Günther Dr.-Ing. Ritzau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
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Description

Es ist an sich bekannt, Kontaktkörper aus einer Silber-Wolfram-Legierung herzustellen; Kontakte dieser Art haben sich infolge ihrer guten Leitfähigkeit und der durch das Wolfram vermittelten Härte und sonstiger günstiger Eigenschaften, wie beispielsweise hohe Lebensdauer, bewährt. Die Erfindung befasst sich ebenfalls mit Kontaktlegierungen, deren Grundelement aus Silber besteht, bei der jedoch die günstigen Eigenschaften der Silber-Wolframlegierung noch gesteigert sind und zwar insbesondere die Härte, Verschleissfestigkeit und Widerstand gegen das Zerstäuben unter dem Einfluss des Schaltfunkens.
Gemäss der Erfindung soll die Kontaktlegierung dadurch gekennzeichnet sein, daß sie auf dem Sinterwege hergestellt ist und aus Silber und Karbiden hochschmelzender Metalle, wie Wolfram, Molybdän, Tantal, Niob oder Titan, beseht. Die Karbide der hochschmelzenden Metalle können auch zu mehreren vorliegen.
Bei einem Gehalt von etwa 50% Silber und 50% Karbid ergibt sich ein Mittelwert für die elektrische Leitfähigkeit einerseits und die Härte andererseits. Es ist unter
Anwendung des Sinterverfahrens möglich, die Legierung den jeweils vorliegenden besonderen Verhältnissen anzupassen, indem auf Kosten des Karbidgehaltes der Silbergehalt erhöht wird, wenn eine besonders hohe Leitfähigkeit verlangt wird. Kommt es dagegen in hervorragendem Masse auf die Härte und auf den Widerstand gegen Zerstäubung unter Einfluss des Schaltfunkens an, so wird der Karbidgehalt auf Kosten des Silbergehaltes erhöht. Es ist auf diese Weise möglich, in genauester Anpassung an die vorliegenden Verhältnisse die Eigenschaften der Legierung einzustellen.
Die Legierung soll auf dem Wege des Sinterns hergestellt werden, hierbei sind alle bekannten und üblichen Sinterverfahren anwendbar, d.h. es kann mit oder ohne Schutzgas gearbeitet werden, es ist die Anwendung eines Vakuums möglich und, wo erforderlich, kann auch mit einer Fangsubstanz zur Ausschaltung unerwünschter Oxydationserscheinungen gearbeitet werden. Es ist ferner möglich, das Verfahren des Einseigerns durchzuführen, indem beispielsweise ein Wolframkarbid-Skelett erzeugt wird, in das man das Silber in bekannter Weise einseigern lässt.
Unter Umständen kann es zweckmässig sein, bei der Sinterung Metall zuzusetzen, die das Sintern zu dichten Körpern unterstützen und gegebenenfalls auch die Eigenschaften der erzeugten Körper im günstigen Sinne beeinflussen. Solche Elemente sind Eisen, Nickel, Kobalt und Kupfer, die einzeln oder zu mehreren in einer Gesamtmenge bis zu 10% in der Legierung vorliegen können.

Claims (2)

1. Kontaktlegierung, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Sinterwege hergestellte Legierung aus Silber und Karbiden hochschmelzender Metalle wie Wolfram, Molybdän, Tantal, Niob oder Titan besteht mit der Maßgabe, daß ausgehend von einem Gehalt von etwa
50% Silber und
50% Karbid
zur Erhöhung der Härte der Karbidgehalt oder zur Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit der Silbergehalt gesteigert ist.
2. Kontaktlegierung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Eisen, Nickel, Kobalt oder Kupfer einzeln oder zu mehreren in einer Gesamtmenge bis zu 10%.

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