AT159228B - Spanabnehmendes Werkzeug. - Google Patents
Spanabnehmendes Werkzeug.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Spanabnehmendes Werkzeug. Es ist bereits bekannt, bei spanabnehmenden Werkzeugen den zur eigentlichen Bearbeitung dienenden, die Schneide tragenden Teil aus Sinterlegierungen herzustellen. Diese Legierungen bestehen überwiegend aus Wolframkarbid oder einem andern harten und doch schmelzenden Karbid, Borid, Nitrid oder Silizid. Ihre Herstellung erfolgt durch Pulvern, Mischen, Pressen und Sintern der Ausgangsstoffe. Gewöhnlich wird den harten Bestandteilen noch ein zäheres Metall hinzugefügt. Es ist ferner bekannt, mit Hartmetall ausgerüstete Werkzeuge so herzustellen, dass der mit dem Werkstoff in Berührung kommende, die Schneide tragende Teil des Werkzeuges aus Hartmetall besteht und überdies an der Stelle des Tragkörpers, wo der abgehobene Span auftrifft, ein besonderes Stück eingesetzt ist, das härter als das Material der Schneidkante ist. Hiedureh wird verhindert, dass der ablaufende Span dort, wo er auf das Werkzeug auftrifft, eine Auskolkung bewirkt, die schliesslich zum Unbrauchbarwerden des Werkzeuges führt, auch wenn die Schneide an und für sich noch brauchbar ist. Die Erfindung betrifft nun ein spanabnehmendes Werkzeug, bei dem der zur eigentlichen Bearbeitung dienende Teil aus einer gesinterten Hartlegierung besteht und an derjenigen Stelle des Tragkörpers, wo der abgehobene Span auftrifft, ein weiterer harter Teil angebracht ist und besteht darin, dass dieser weitere Teil aus einer andern gesinterten Hartlegierung, u. zw. einer solchen mit höherer Verschleissfestigkeit, besteht. Während es also bei dem erwähnten, bekannten Werkzeug auf eine grössere Härte des vom Span getroffenen Teiles gegenüber der Härte des Schneidmaterials ankommt, bezweckt die Erfindung die Erzielung einer höheren Verschleissfestigkeit dieses Teiles. Da hiebei für beide Teile Materiale gleicher Härte, also für beide Teile gesinterte Hartlegierungen verwendet werden können, ergeben sich für das erfindungsgemässe Werkzeug vorteilhafte Herstellungsmöglichkeiten. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Drehstählen nach der Erfindung im Längsschnitt dargestellt. Mit 1 ist der übliche Tragkörper aus Stahl bezeichnet. Das Hartmetallstück besteht aus zwei Teilen, wobei am Teil 2 die Schneide ausgebildet ist, während der damit vereinigte Teil 3 die Auftreffstelle des Spans enthält. Der Teil 2 besteht aus einer bekannten Sinterlegierung, z. B. auf der Basis eines Karbides, Borides, Nitrides oder Silizides, dem eine grössere Menge eines Bindemetalls zugesetzt ist. So kann die Sinterlegierung zum überwiegenden Teil Wolframkarbid, gegebenenfalls neben einer kleineren Menge Titankarbid, und ausserdem eine Menge von höchstens 20% Kobalt oder Nickel enthalten. Der Teil. 3 hingegen besteht erfindungsgemäss aus einer Hartlegierung mit höherer Verschleissfestigkeit als Teil 2. Bei ihrer Herstellung dient als Ausgangsmaterial z. B. eine durch Zusammenschmelzen von etwa 92% Nickel und 8% Bor gewonnene Legierung. Diese Legierung wird nach einem Zerkleinern als Bestandteil eines Sintermetalls benutzt. Als Zusätze für dieses Sintermetall kommen neben Härtebildnern, wie Karbiden von Wolfram, Molybdän, Tantal und Titan auch Metalle der Eisengruppe oder hoch schmelzende Metalle als Elemente in Frage. Weitere verschleissfeste Legierungen erhält man, wenn man bei der Herstellung einer karbidhaltigen Sinterlegierung dem Bindemetall eine Zusammensetzung gibt, die stellitähnlichen Charakter hat. Derartige Metalle haben im allgemeinen eine vergleichsweise kleine Zähigkeit. Sie sind aber beim Erfindungsgegenstand an Stellen, wo es sich um eine hohe Verschleissfestigkeit handelt, mit grossem Vorteil anwendbar. Eine solche Legierung kann beispielsweise aus 95% einer Komponente A und 5% einer Komponente B hergestellt werden, wobei die Komponente A beispielsweise die Zusammensetzung eines Sintermetalles auf der Basis von WC oder WC+TiC hat und Co als Bindemetall enthält, während die Zusammensetzung der Komponente B einem Stellit mit W, Cr, Co und C entspricht. <Desc/Clms Page number 2> Die Herstellung der erfindungsgemässen Werkzeuge kann auf folgende Weise geschehen : Es wird zunächst das eine vorbereitete Pulvergemisch in eine Form gebracht und gepresst. Darauf wird das zweite Pulvergemisch in die gleiche Form gebracht und ebenfalls gepresst. Die zu einem Ganzen vereinigten Teilkörper werden gemeinsam gesintert. Ein weiteres Verfahren, das insbesondere vorteilhaft ist, wenn die Zusammensetzung der verschiedenen Hartmetallabschnitte stärker voneinander abweicht, besteht darin, dass zunächst beide Einzelabschnitte für sich gepresst und vorgesintert werden. Die Teile werden dann, gegebenenfalls nach einer Bearbeitung der Oberfläche, aufeinander gelegt und gemeinsam hochgesintert. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, zunächst einen Abschnitt zu pressen und für sieh vorzusintern. Dann wird das Pulvergemiseh des zweiten Hartmetallabschnitts in einer Form auf den vorgesinterten Körper gebracht, gepresst und dann gemeinsam mit dem schon vorbehandelten Teilkörper erhitzt. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Spanabnehmendes Werkzeug, bei dem der zur eigentlichen Bearbeitung dienende Teil aus einer gesinterten Hartlegierung besteht, mit einem vorzugsweise aus Stahl bestehenden Tragkörper, an dem an derjenigen Stelle, wo der abgehobene Span auftrifft, ein weiterer harter Teil angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieser weitere Teil aus einer andern gesinterten Hartlegierung, u. zw. einer solchen mit höherer Verschleissfestigkeit, besteht.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung eines Werkzeugs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst das zur Herstellung der einen Hartlegierung dienende Pulvergemisch durch Pressen geformt, dann das zur Herstellung der anderen Hartlegierung dienende zweite Pulvergemisch in die gleiche Form gebracht und gegebenenfalls gepresst und schliesslich beide Gemische gemeinsam gesintert werden.3. Verfahren zur Herstellung eines Werkzeugs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden aus Hartlegierungen bestehenden Teile des Hartlegierungskörpers einzeln für sich gepresst und vorgesintert und dann, gegebenenfalls nach einer Bearbeitung der Oberfläche, gemeinsam der zum Hoehsintern dienenden Erhitzung ausgesetzt werden.4. Verfahren zur Herstellung eines Werkzeugs nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Hartlegierung gepresst, vorgesintert und in eine Form gelegt und das Pulvergemisch der zweiten Hartlegierung in diese Form eingebracht, gepresst und schliesslich gemeinsam mit dem bereits vorverfestigten Teil erhitzt wird. EMI2.1
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