DEP0046107DA - Elektrotopfspindel und Spinntopf dazu - Google Patents

Elektrotopfspindel und Spinntopf dazu

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DEP0046107DA
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DE
Germany
Prior art keywords
pot
rubber sleeve
spinning
spindle according
electric pot
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Langenargen Dietzius
Hans Erlangen Schultz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Publication date

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Description

Elektrotopfspindeln, auch Spinnzentrifugen genannt, wie sie zum Spinnen der verschiedensten Arten von Fäden verwendet werden, arbeiten bekanntlich mit ausserordentlich hohen Drehzahlen. Dabei ist es kaum vermeidlich, dass die Spinntöpfe eine mehr oder minder grosse Unwucht besitzen, die zusätzlich durch den einlaufenden Faden, den entstehenden Fadenkörper (Spinnkuchen) und gegebenenfalls - beim Kunstseidespinnen - durch mitgenommene Fällbadfüssigkeit noch vergrössert werden kann. Um die Motorlager von den infolge der hohen Drehzahl auftretenden Massekräften möglichst zu entlasten, werden bei dne bekannten Elektrotopfspindeln die Motoren mit elastisch biegsamen Wellen versehen oder es werden elastisch abgestützte, aber starre Wellen verwendet. Dennoch lässt es sich kaum vermeiden, dass die übrig bleibende Restkraft auf die Motorenlager ungünstig einwirkt und deren baldigen Verschleiss zur Folge hat, zumal wenn die Spinnzentrifugen im Tag- und Nachtbetrieb ohne Pause arbeiten müssen.
Erfindungsgemäss lässt sich die ungünstige Auswirkung der Unwucht weiterhin dadurch verringern, dass zwischen Motorwelle und Spinntopf ein besonders elastisches Kraftübertragungsglied vorgesehen ist. Dieses elastische Kraftübertragungsglied kann beispielsweise aus einer Gummimanschette oder einer Gummihülse bestehen, die einerseits an der Motorwelle oder einem auf sie aufgesteckten Zwischenglied, andererseits an der Aussen- oder Innenwandung des Spinntopffusses haftet und infolge ihrer Nachgiebigkeit den Ausgleich der Unwucht und den genau zur neutralen Achse symmetrischen Lauf des Spinntopfes ermöglicht.
Im folgenden ist die Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt zunächst die bisher übliche bekannte Anordnung. 1 ist die Motorwelle, auf deren schwach konisches Ende ein Aufsatz- oder Mitnehmerstück 2 aufgesetzt ist. Das Aufsatzstück besteht aus einem Teller mit einem zylindrischen Zapfen 4, der oben eine Gewindebohrung hat, so dass im Bedarfsfalle eine Druckschraube zum Abziehen eingesetzt werden kann. Auf dieses Aufsatzstück wird dr Spinntopf 3 aufgesetzt, dessen Fuss zur Aufnahme des am Aufsatzstück vorgesehenen zentrischen Führungszapfens 4 eine entsprechende Bohrung besitzt. Die Mitnahme des Topfes erfolgt durch Reibung. Um eine bessere Haftung zu erzielen, wird der Topffuss jeweils vor dem Aufsetzen mit zähem Fett eingeschmiert. Da sich ein Schlupf beim Anlauf und beim Bremsen nicht vermeiden lässt, tritt eine allmähliche Abnutzung des Zapfens bzw. der Bohrung im Topffuss ein. Es entsteht ein Spiel, wodurch sich der Topflauf nach und nach verschlechtert. Um den Schlupf zu vermeiden, hat man Mitnehmerstifte, die in entsprechende Aussparungen des Topffusses eingreifen, verwendet. Soweit jedoch die Unwucht nicht durch Verschleiss hervorgerufen ist, lässt sich ihre schädliche Auswirkung auch auf diese Weise nicht beseitigen.
Die folgenden Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nach deren Vorschlag ein besonderes, hochelastisches Kraftübertragungsglied zwischen Motorwelle und Spinntopf angewendet wird.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 sind für einander entsprechende Teile die gleichen Bezugszeichen wie bei Fig. 1 verwendet. Zusätzlich ist hier erfindungsgemäss das Aufsatzstück 2 mit dem Spinntopf durch eine ringförmige Gummimanschette 5 verbunden. Dabei verbindet nach einem weiteren Vorschlag die Gummimanschette 5 das Aufsatzstück 2 mit einem darauf gesetzten, innen konisch geformten, ringförmigen Zwischenstück 6, in welches der Spinntopf 3, der mit einem ebenfalls konischen Fuss versehen ist, von oben her einsetzbar ist.
Der Spinntopf ist also, wie es den Erfordernissen des Betriebes entspricht, rasch und einfach auswechselbar. Eine etwaige Unwucht gleicht sich durch die Nachgiebigkeit der Gummimanschette 5 während des Laufes ohne weiteres selbsttätig aus. Ausserdem wird auf diese Weise eine sichere Mitnahme erreicht und das Schlüpfen des Topfes vermieden. Für die kegelförmige Wandung von Topf und Zwischenstück empfiehlt sich eine Steigung etwa 1 : 5.
Die vorstehend beschriebene Ausführung setzt voraus, dass sich kein Schmutz auf der Konusfläche festsetzt, was zur Folge haben würde, dass der Spinntopf schief sitzt. Diese Möglichkeit ist bei den weiterhin angegebenen Ausführungsformen vermieden.
Nach einem weiteren Vorschlag gemäss Fig. 3 und 4 kann man anstelle des unelastischen Aufsatzstückes, das zum Schutz gegen Säure entweder aus Bronze oder Kunstharzpresstoff bestehen kann, eine elastische Gummihülse 10 unmittelbar auf das Ende der Motorwelle 1 aufschieben und mit diesem zweckmässig fest verbinden, beispielsweise durch Aufkleben oder aufvulkanisieren. Die Gummihülse hat vorteilhaft am Umfang Aussparungen, wie dies beispielsweise die Schnittansicht Fig. 4 zeigt. Dadurch wird die Elastizität vergrössert und eine mit steigender Drehzahl sich vergrössernde gute Kupplungswirkung erzielt. Die vom Topf ausgehende Unruhe wird so gedämpft und die mecha- nische Beanspruchung des Motors verringert. Unterhalb der Gummihülse ist eine Spritzkappe 11 vorgesehen, die unmittelbar auf der Motorwelle sitzt. Sie kann ebenfalls mit der Gummihülse fest verbunden sein und besteht aus Metall, Presstoff oder Hartgummi. Um eine gute Mitnahme des Topfes zu gewährleisten, kann die Gummihülse einen etwas grösseren Durchmesser als die Topfbohrung erhalten, so dass der Topf unter leichtem Druck aufgeschoben werden muss. Die Topfbohrung wird hierfür zweckmässig etwas konisch ausgearbeitet. Eine Bearbeitung des Spinntopffusses an der Grundfläche ist nicht erforderlich.
Bei der Anordnung nach Fig. 5 ist nach einem weiteren Vorschlag über dem wie bei der bekannten Anordnung nach Fig. 1, ausgebildeten Aufsatzstück 2 eine aufgeschobene Gummihülse 12 vorgesehen, die oben und unten zweckmässig mit einem Wulst 14 bzw. 15 versehen ist. Die Hülse kann auch hier fest mit dem am Aufsatzstück 2 vorgesehenen Zapfen 4 versehen sein. Die Elastizität lässt sich durch Längsrippen noch erhöhen.
Fig. 6 zeigt einen Vorschlag, bei dem über einer Gummikappe bzw. -hülse 12 noch eine Messinghülse 16 vorgesehen ist, durch die der Gummiteil geschützt ist. Beide Hülsen sind fest miteinander verbunden. Der Spinntopf wird mit normalem Schiebesitz aufgesetzt.
Bei der Anordnung nach Fig. 7 sind der Gummiteil 18 und ebenso die Topfbohrung konisch ausgeführt. Der Gummikegel hat einige Längsrippen. Die Längsrippen entstehend durch die Aussparungen, die vorgesehen werden können, damit eine Nachgiebigkeit erreicht wird. Gegebenenfalls kann auch bei dieser Ausführungsform eine Schutzhülse aus Messing von entsprechender konischer Gestalt angewendet werden.
Nach einem weiteren Vorschlag kann man die Gummihülse innerhalb der Bohrung des Topffusses fest anordnen, während sie auf das Wellenende mit Schiebesitz passt.
Man kann aber den Konus des Aufsatzstückes auch starr machen und ein elastisches Glied zwischen Aufsatzstück und Motor anordnen. Die Anwendung eines Spinntopfes 2 mit konischer Bohrung im Spinntopffuss, wie er in Fig. 7 dargestellt ist, ergibt in jedem Falle, bei elastischem oder auch bei starrem Aufsatzstück, den Vorteil, dass eine Mitnahme durch Reibung bei gleichzeitiger Selbstzentrierung des Topfes und Vermeidung des Schlupfes erzielt wird.
Fig. 8 und 9 zeigen eine weitere Ausführungsmöglichkeit für die Anwendung einer auf das Aufsatzstück aufgeschobenen und mit diesem fest verbundenen Gummihülse 20 mit Rippen 21 in zwei Schnittansichten.

Claims (10)

1. Elektrotopfspindel, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Motorwelle und Spinntopf ein besonderes, hochelastisches Kraftübertragungsglied vorgesehen ist.
2. Elektrotopfspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das auf die Motorwelle (1) in an sich bekannter Weise aufgesteckte Aufsatzstück (2) mit dem aufgesetzten Spinntopf (3) durch eine ringförmige Gummimanschette gekuppelt ist.
3. Elektrotopfspindel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Gummimanschette (5) das Aufsatzstück (2) und ein draufgesetztes, innen konisch geformtes, ringförmiges Zwischenstück (6) verbindet, in welches der Spinntopf (3) mit einem konisch ausgebildeten Fuss von oben her einsetzbar ist.
4. Elektrotopfspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar zwischen der Motorwelle (1) und dem aufgesteckten Topf (3) eine Gummihülse (10) angeordnet ist.
5. Elektrotopfspindel nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummihülse mit Erhebungen bzw. Vertiefungen versehen ist.
6. Elektrotopfspindel nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummihülse durch eine vorzugsweise fest mit ihr verbundene Metallkappe oder Hülse (16) insbes. aus Messing geschützt ist.
7. Elektrotopfspindel nach Anspruch 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummihülse (18) konisch ausgebildet ist.
8. Elektrotopfspindel nach Anspruch 4 und den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummihülse mit dem Wellenende oder dem Zapfen des Aufsatzstückes fest verbunden ist, während der Spinntopf auf ihr mit Schiebesitz haftet.
9. Elektrotopfspindel nach Anspruch 4 und einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die Gummihülse fest in dem Spinntopffuss sitzt, während sie auf das Wellenende mit Schiebesitz passt.
10. Spinntopf für Elektrotopfspindeln nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinntopffuss mit einer konischen Bohrung versehen ist.

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