DEP0046006DA - Haartrocknungshaube und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Haartrocknungshaube und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Haartrockungshauben bestehen entweder aus einem Blechhelm oder einer Anzahl strahlenförmig den Kopf umgebender Röhren mit Blasluftöffnungen, über die ein Handtuch gelegt wird oder die mit verschwenkbaren Deckplatten versehen sind, damit die Wärme nicht entweicht. In beiden Fällen muss die Haube, sei es der Blechhelm oder das Handtuch, entfernt werden, bezw. die Deckplatten abgeschwenkt werden, wenn man die Trockungswirkung beobachten will; dabei geht die Wärme verloren. Besonders ist das der Fall, wenn die Haube an der Kopföffnung einen Staurand zur Umlenkung der Luft besitzt, da dieser ziemlich dicht am Kopf anliegt, sodass man auch nicht etwa mit der Hand unter die Haube fassen kann. Ausserdem ist eine ständige Ueberwachung und Beobachtung der Friseurarbeit bei diesen Hauben nicht möglich. Das gilt auch für Hauben aus mattiertem Glas, die vereinzelt angewendet worden sind, bei denen dann
noch der Nachteil ihrer Empfindlichkeit gegen Bruch hinzukommt.
In Erkenntnis dieser Mängel aller bisher bekannten Haartrocknungshauben wird gemäss der Erfindung deshalb vorgeschlagen, dass die Haube aus durchsichtigem, insbesondere thermoplastischem, Kunststoff, z. B. Plexiglas, besteht. Mit einer solchen Haube ist eine ständige Kontrolle der Friseurarbeit und des Fortschreitens der Trockungsprozesses möglich, ohne dass die Haube dazu vom Kopf entfernt und die Trocknung unterbrochen werden muss. Die Haube ist ausserdem leicht und praktisch unzerbrechlich.
Der gemäss der Erfindung verwendete Werkstoff für die Trocknungshaube ermögicht auch mit sehr einfachen und billigen Mitteln eine beliebige Ausbildung und Formgebung der Haube, wie sie zur Beeinflussung der Trockungswirkung der Luft in den verschiedensten Ausführungen bekannt oder vorgeschlagen sind. So ist es z. B. möglich, Rippen zur Luftführung, insbesondere Luftwirbelung, zwecks Erhöhung der Trocknungswirkung in der Haube anzubringen. Damit durch sie die Beobachtbarkeit der Frisur und des Trocknungsprozesses nicht beeinträchtigt wird, bestehen sie ebenfalls aus durchsichtigem, insbesondere thermoplastischem, Kunststoff, z. B. Plexiglas. Sie sind mit der Haube verklebt oder verschweisst, was leicht und billig zu erzielen ist und z. B. bei Glas nicht möglich ist.
Die Herstellung der Haube aus dem Kunststoff kann in verschiedenster Weise erfolgen. Besonders bei thermoplastischem Kunststoff besteht hierfür die Anwendung von Spritzguss. Besonders billig und einfach wird jedoch die Herstellung, wenn gemäss der Erfindung die Haube aus einer Kunststoffplatte in ihre Form geblasen und gleichzeitig mit einem Stempel gezogen wird. Jedes dieser beiden Verfahren ist an sich bekannt; sie allein genügen jedoch nicht, um die nicht ganz einfache Form zu erreichen, insbesondere wenn man gleichzeitig an der Kopföffnung einen Staurand für die Luft nach innen einziehen will. Deshalb werden beide Verfahren gemäss der Erfindung erstmalig kombiniert, wobei sich dann gezeigt hat, dass es ohne Schwierigkeiten möglich wird, die Haube in einem einzigen Arbeitsgang einwandfrei herzustellen. Das Blasen erfolgt dabei durch gleichzeitige Einwirkung von Ueberdruck auf der einen und Unterdruck auf der anderen Seite. Auch diese Kombinierung ist bisher noch nicht verwendet worden.
Das neue Herstellungsverfahren ist natürlich nicht auf die Herstellung von Haartrocknungshauben beschränkt, sondern kann vorteilhaft auch zur Herstellung anderer ähnlich schwer zu formender Körper aus thermoplastischem Kunststoff angewendet werden. Bei seiner Anwendung können natürlich auch noch gewisse Prägungen gleichzeitig mit erreicht werden.
Der bei diesem Herstellungsverfahren stehenbleibende Boden muss zur Herstellung der Kopföffnung nachträglich herausgeschnitten werden, ebenso Restteile am entgegengesetzten Randende.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1, einen Grundriss,
Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie I - I der Abb. 1,
Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie II - II der Abb. 1,
Abb. 4 eine perspektivische Ansicht der Haube,
Abb. 5 eine Vorrichtung zur Herstellung der Haube,
Abb. 6 einen Schnitt nach der Linie II - II der Abb. 5.
Die Haube 1 besitzt im oberen Teil achteckigen Querschnitt und geht in ihrem unteren Teil in einen leicht ovalen Querschnitt entsprechend der Kopfform über. Im Bereich des eckigen Querschnittes sind Rippen 2 aus Plexiglas an dem ebenfalls aus Plexiglas bestehenden Haubenkörper 1 abgeschweisst. Die ovale Oeffnung 3 besitzt einen nach innen eingezogenen Staurand 4 und ist in der Ebene I - I gewölbt wie bei einem Zylinderhut.
Die Herstellung erfolgt gemäss der Abb. 5 aus einer eckigen oder runden Plexiglasplatte 5, die über einer Form 6 eingelgt wird, die oberhalb der Platte 5 durch eine Haube 7
luftdicht abgedeckt ist. Durch die Oeffnung 8 wird heisse Luft oder Dampf eingeblasen, durch die Oeffnung 9 Luft abgesaugt. Gleichzeitig zieht der Stempel 10 be seinem Heruntergehen den erweichten Kunststoff unter Verjüngung seiner Wandstärke bis in den Randwulst 4.
Der hierbei stehenbleibende Boden 11 wird nachträglich herausgeschnitten, sodass die Kopföffnung 3 entsteht, ebenso Reste am entgegengesetzten Oeffnungsrand.
Claims (6)
1) Haartrocknungshaube, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus durchsichtigem, insbesondere thermoplastischem, Kunststoff, z. B. Plexiglas, besteht.
2) Haube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie Rippen zur Luftführung, insbesondere Luftwirbelung, besitzt, die ebenfalls aus durchsichtigem, insbesondere thermoplastischem, Kunststoff, z. B. Plexiglas, bestehen.
3) Haube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen mit dem Haubenkörper verklebt oder verschweisst sind.
4) Haube nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Bereich der Rippen eckig ist.
5) Verfahren zur Herstellung einer Haube nach Anspruch 1 oder anderer ähnlich schwer zu formender Körper aus thermoplastischem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer Kunststoffplatte in ihre Form geblasen und gleichzeitig mit einem Stempel gezogen wird.
6) Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Blasen durch gleichzeitige Einwirkung von Ueberdruck auf der einen und Unterdruck auf der anderen Seite erfolgt.
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