DEP0045610DA - Wundverband - Google Patents

Wundverband

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Publication number
DEP0045610DA
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DE
Germany
Prior art keywords
plate
hollow
wound dressing
adhesive strips
edge
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Paul Welter
Original Assignee
Welter, Paul, Köln
Publication date

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Description

Die Erfindung hat einen besonderen Verband zum Gegenstand, der im Gegensatz zu den bisher bekannten Verbänden ein schnelles Ausheilen von Wunden, Verletzungen, Rissen, Schnitten, Abschürfungen, Brandstellen, Geschwüren und dergleichen erlaubt.
Bisher waren die Verbände so ausgebildet, daß sie unmittelbar auf der Wunde aufliegen. Da nun beim Heilungsprozess aus der Wunde Sekrete austreten und diese mit den Bestandteilen des unmittelbar auf der Wunde aufliegenden Verbandes verkleben, besteht die Gefahr, daß beim Verbandswechsel sowie beim endgültigen aber etwas vorzeitigen Abnehmen des Verbandes die gerade verheilte Wunde wieder von neuem aufbricht und damit der Heilungsprozess wesentlich verlängert wird.
Ausserdem geben diese Verbände der Wunde einen nur äusserst schwachen, zum Teil gar keinen Schutz gegen Stossverletzungen und Scheuerbeanspruchungen, sodaß auch auf dieser Seite der Heilungsprozess nicht in der Weise beschleunigt wird, wie dies erwünscht wäre.
Man hat nun die Beobachtung gemacht, daß eine Wunde dann besonders schnell heilt, wenn sie sich vollkommen selbst überlassen und der Luft ausgesetzt wird, d.h. also wenn sie vor jeder Berührung geschützt wird, dabei aber mit der Aussenluft in unmittelbare Berührung gelangen kann. Die Erfindung macht sich nun diese Erkenntnis zunutze und besteht in der Verwendung einer Platte aus widerstandsfähigem Werkstoff, die der Form und der Grösse der Wunde angepasst und im ganzen hohl ausgebildet ist. Beim Auflegen einer derartigen Platte und ihrer zunächst beliebigen Befestigung sind die oben genannten Bedingungen in jeder Weise erfüllt, denn eine mit einer solchen Platte versehene Wunde ist vor allen äusseren Einflüssen geschützt, und auch ein beliebig häufiger Verbandswechsel kann den Heilungsprozess nicht beeinträchtigen.
Es empfiehlt sich nun, die Platte aus einfachen und billigen Werkstoffen herzustellen, damit die wirtschaftliche Fertigung in grossem Umfange möglich ist und eine einmal gebrauchte erfindungsgemässe Platte danach fortgeworfen werden kann. Man kann also derartige Platten aus Hartpappe oder ähnlichen Stoffen herstellen. Besonders bewährt haben sich Platten aus Kunststoff, da sich dieser leicht nach dem Gebrauch reinigen und auf diese Weise mehrmals verwenden lässt. Selbstverständlich ist die Herstellung auch aus anderen Werkstoffen, wie Metallen, auch in veredelter Form, z.B. nicht rostendem Stahl oder dergleichen, ohne weiteres möglich.
Damit die Luft an die Wunde herantreten kann, sind verschiedene Massnahmen denkbar. So könnte man beispielsweise sich mit der normalen Durchlässigkeit von Pappe für Luft begnügen. Es empfiehlt sich aber, besondere Einrichtungen vorzusehen. So kann man die Auflageflächen der Platte auf der Haut mit Ausnehmungen versehen, durch die die Luft eintreten kann. Gemäss Weiterbildung der vorliegenden Erfindung soll indessen in anderer Weise, und zwar so vorgegangen werden, daß die Platte über ihre gesamte Oberfläche oder über einen Teil derselben hinweg mit Bohrungen versehen ist, d.h. also man kann entweder nach oder gleichzeitig mit der Herstellung der Platte diese Bohrungen an besonders dazu geeigneten Stellen vorsehen. Man kann aber auch als Ausgangsstoff für die Herstellung der Platte gelochtes Plattenmaterial verwenden.
Die Form und die Grösse der Platte sollen jeweils der Wunde angepasst sein. Dies bedeutet, daß bei klinischem Gebrauch die, wie bereits erwähnt, aus jedem beliebigen,also auch hochwertigem Werk- stoff gefertigte Platte besonderen Zwecken und Gliedmassen sowie besonderen Körperteilen angepasst und dann beliebig oft benutzt werden kann. Für die in erster Linie ins Auge gefasste Verwendung des erfindungsgemässen Schnellverbandes, d.h. des im täglichen Gebrauch von Nicht-Fachleuten benutzten Verbandes, empfiehlt es sich jedoch im Hinblick auf die Häufigkeit kleinerer Wunden, der Platte eine Kreisform zu erteilen und diese in wenigen Grössen, also Durchmessern, zu staffeln.
Die Hohlform der Platte kann auf verschiedene Weise erzielt werden. So ist es möglich, bei serienmässiger Fertigung der Platte diese in besonderen Pressen oder im Spritzverfahren von vornherein hohl herzustellen, dabei aber eine gleichbleibende Plattenstärke vorzusehen. Man kann anderseits die Platte mit einem ausgesprochenen und absatzartig verstärkten Rande versehen, wenn dieser nur an den Kanten stark genug gebrochen ist, um Einschnürungen in der Haut zu vermeiden. Bei der Ausbildung des Randes ist es wesentlich, ihm eine ausreichende Auflagefläche zu erteilen, damit der dauernde oder bei vorübergehenden Beanspruchungen auftretende und auf den Körper einwirkende Flächendruck nicht zu gross wird.
Die Befestigung der Platte soll gemäss der Erfindung durch Anordnung von Klebestreifen sichergestellt werden, obwohl es selbstverständlich in gleicher Weise möglich ist, die Platte in einen Mullverband einzubinden, mit Bändern zum Festbinden zu versehen oder durch Gummibänder und dergleichen zu halten. Die Verwendung von Klebestreifen empfiehlt sich dabei insbesondere für die Herstellung von Schnellverbänden der obengenannten Art, die also breiten Volksschichten zugängig gemacht werden soll.
Um nun diese Befestigung mittels Klebestreifen auswechselbar zu machen, dabei aber von den üblichen Streifenmassen auszugehen und die Auswechselbarkeit mit beliebigen Mitteln möglich zu machen, sollen insbesondere bei der kreisförmigen Hohlplatte zwei sich kreuzende Klebestreifen vorgesehen werden, deren Enden etwa radial vom Plattenrand abstehen. Man kann zur Aufnahme dieser sich auf der Kreisplatte kreuzenden Klebestreifen entsprechende Nuten oder Vertiefungen an der Platte selbst vorsehen, in die dann die Klebestreifen eingelegt bzw. geklebt werden. Auf diese Weise tragen die Streifen oberhalb der Platte nicht auf und der Verband tritt trotz seiner Hohlform kaum hervor. In diesem Falle empfiehlt es sich dann, auch innerhalb der durch die Klebestreifen gebildeten Kreissektoren soweit sie nicht zum Rand gehören und nicht von den Klebestreifen bedeckt sind, die ober erwähnte Lochung vorzusehen.
Schließlich bietet die Verwendung von an sich bekannten Klebestreifen mit unterlegter, abziehbarer Schutzgaze besondere Vorteile, wobei indessen in Anwendung dieser an sich bekannten Anordnung auf die vorliegende Erfindung nur der Teil der Klebestreifen mit Schutzgaze versehen werden soll, der an den Enden absteht.
In der Zeichnung ist ein Beispiel für einen hohlliegenden Wundverband gemäss der Erfindung schaubildlich wiedergegeben.
Die Hohlplatte 1 hat etwa die Form einer Kugelkalotte und besteht aus Kunststoff, und zwar ist in diesem Falle ein durchsichtiger Kunststoff verwendet, sodaß es ohne weiteres möglich ist, den Heilungsprozess der Wunde ohne Abnehmen des Verbandes jederzeit zu beobachten. Der Rand 2 der Hohlplatte ist eingezogen und ergibt auf diese Weise eine kantenfreie, leichte und verhältnismässig grossflächige Auflage auf der Haut. Zwei sich kreuzende Klebestreifen 3 und 4 sind in entsprechenden Nuten 5 und 6 der Hohlplatte eingelegt und mit dieser verklebt. Die äusseren Enden 7 der Klebestreifen, die über den Rand 2 der Hohlplatte 1 hinausreichen, sind mit abziehbarer Schutzgaze 8 ausgestattet, sodaß das Aufbringen des Verbandes in bekannter Weise erfolgen kann, ohne daß es nötig wäre, die Klebeseiten der Streifen zu berühren. Die zwischen den Klebestreifen 3 und 4 und der Auflagefläche des Randes 2 verbleibenden Sektoren sind mit Lochungen 9 versehen, die der Luft ungehinderten Eintritt ermöglichen.

Claims (5)

1. Hohlliegender Wundverband, gekennzeichnet durch eine vorzugsweise gelochte Platte (1) aus widerstandsfähigem Werkstoff, wie Hartpappe, Kunststoff o.dgl., die der Form und Grösse der Wunde angepasst, vorzugsweise jedoch in verschiedenen Durchmessern kreisförmig und erhaben ausgebildet oder mit einer vorteilhaft in die Plattenform übergehenden Randleiste (2) von ausreichender Auflagefläche und abgerundeter Kantenform versehen ist.
2. Hohlliegender Wundverband nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Anzahl der Grösse der Platte (1) entsprechender, z.B. vier oder besser zwei sich in der Mitte der kreisförmigen Hohlplatte kreuzender Klebestreifen (3, 4), deren Enden (7) etwa radial vom Plattenrand (2) abstehen.
3. Hohlliegender Wundverband nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die über den Rand (2) hinausstehenden Enden (7) der Klebestreifen (3, 4) in an sich bekannter Weise mit abziehbarer Schutzgaze (8) auf der Klebeseite unterlegt sind.
4. Hohlliegender Wundverband gemäss Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlplatte (1) zur Aufnahme der Klebestreifen (3, 4) mit entsprechen- den, z.B. kreuzweise über die Mitte der kreisförmigen Hohlplatte gehenden Nuten (5, 6), Vertiefungen oder ähn. versehen ist.
5. Hohlliegender Wundverband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Hohlplatte aus durchsichtigem Werkstoff.

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