DEP0044434DA - Trockengleichrichter - Google Patents

Trockengleichrichter

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DEP0044434DA
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Germany
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electrode
tin
carrier electrode
coating
dry rectifier
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Original Assignee
LICENTIA Patent-Verwaltungs-GmbH, Hamburg
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Description

Bei den bekannten Selentrockengleichrichtern mit einer Trägerelektrode aus Aluminium werden gelegentlich zeitliche Schwenkungen der Stromspannungscharakteristik beobachtet, deren Ursache in Eigenschaften der Halbleiterschicht bzw. der für die Gleichrichterwirkung maßgebenden Sperrschichten gesucht wurde.
Eingehende Untersuchungen führten zu dem überraschenden Ergebnis, dass solche Trockengleichrichter eine ungewöhnlich hohe Konstanz aufweisen, wenn erfindungsgemäß die Trägerelektrode auf ihrer freien Oberfläche mit einem Metall überzogen ist, dessen Oxydschicht einen geringeren Widerstand aufweist als die der Trägerelektrode, und das sich mit der Elektrode so innig verbindet, dass der Stromübergang auf mindestens 90% der Gesamtoberfläche stattfindet. Solche Trockengleichrichter sind daher besonders für Messzwecke und ähnliche Anwendungsgebiete, bei denen nur sehr kleine Spannungen gleichzurichten sind, bedeutend geeigneter als im übrigen gleich aufgebaute Trockengleichrichter mit einer Trägerelektrode aus Aluminium.
Es empfiehlt sich, als Überzug ein Metall mit einem unter 500°C liegenden Schmelzpunkt zu verwenden. Es eignen sich besonders Zinn oder niedrig schmelzende Legierungen, wie die eutektischen Legierungen aus Zinn und Cadmium, Zinn und Wismut sowie Wismut, Zinn und Cadmium. Die Trägerelektrode wird zweckmäßigerweise vor dem Aufbringen des Überzuges aufgerauht. Der Überzug sollte möglichst zusammenhängend sein, jedoch nur eine so geringe Dicke aufweisen, dass er beim Ausstanzen nicht abplatzt. Zusammenhängende Überzüge, deren Dicke geringer als 0,1 mm ist, haben sich bei Verwendung der vorgenannten eutektischen Legierungen und von Zinn als geeignet erwiesen.
Der Überzug wird mit Vorteil aufgespritzt.
Für die Massenherstellung ist es zweckmäßig, die schon vor dem Auftragen der Halbleiterschicht und der Gegenelektrode mit mechanischen oder chemischen Methoden aufgerauhte Trägerelektrode durch Aufspritzen, Aufdampfen oder Aufstäuben mit dem Metallüberzug zu versehen.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, durch besondere Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass während der Zeit zwischen dem Aufrauhen und dem Aufbringen des Metallüberzuges keine nennenswerte Oxydation der aufgerauhten Trägerelektrode stattfindet, obgleich selbstverständlich jede unnötige Oxydation, sofern dies ohne Erschwerung der übrigen Fertigungsschritte möglich ist, vermieden werden sollte. Die vorteilhafte Wirkung des aufgebrachten Metallüberzuges tritt nämlich auch bei einer oxydierten Trägerelektrode auf, weil der Stromübergang vom Überzug zur Trägerelektrode sich auf mindestens 90% der Gesamtoberfläche erstreckt, während er bei Trockengleichrichtern mit nicht überzogener Trägerelektrode auf die kleineren Flächen beschränkt ist, an denen die Trägerelektrode von dem Zuführungskontakt berührt wird. Selbst bei Anwendung eines hohen Kontaktdruckes oder Zwischenlegen von einem nachgiebigen Metall, beispielsweise Stanniolfolie, erhält man keinen nahezu über die gesamte Oberfläche sich erstreckenden Stromübergang. Es haben daher bei den bekannten Trockengleichrichtern mit unüberzogener Trägerelektrode die Oxydschichten einen sehr viel größeren Einfluss auf die Stromspannungscharakteristik als bei den Trockengleichrichtern gemäß der Erfindung.

Claims (6)

1. Trockengleichrichter mit einer Trägerelektrode mit einer den Übergangswiderstand erheblich erhöhenden Oxydschicht, insbesondere Trockengleichrichter mit einer Trägerelektrode aus Aluminium für Messzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelektrode auf ihrer freien Oberfläche mit einem Metall überzogen ist, dessen Oxydschicht einen geringeren Widerstand aufweist als die der Trägerelektrode, und das sich mit der Elektrode so innig verbindet, dass der Stromübergang auf mindestens 90% der Gesamtoberfläche stattfindet.
2. Trockengleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug nur einem Metall mit einem unter 500°C liegenden Schmelzpunkt, vorzugsweise nur Zinn oder einer niedrig schmelzenden Legierung, wie die eutektischen Legierungen aus Zinn und Cadmium, Zinn und Wismut oder Wismut, Zinn und Cadmium besteht.
3. Trockengleichrichter nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelektrode auf ihrer Oberfläche aufgerauht ist.
4. Trockengleichrichter nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug zusammenhängend ist und nur eine so geringe Dicke, vorzugsweise kleiner als 0,1 mm, aufweist, dass er beim Ausstanzen nicht abplatzt.
5. Trockengleichrichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug aus aufgespritztem Metall besteht.
6. Verfahren zur Herstellung von Trockengleichrichtern nach Patentanspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass die vor dem Aufbringen der Halbleiterschicht und der Gegenelektrode mit mechanischen oder chemischen Methoden aufgerauhte Trägerelektrode durch Aufspritzen, Aufdampfen oder Aufstäuben mit dem Metallüberzug versehen wird.

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