DEP0044418DA - Elektrischer Antrieb für Walzenstühle oder ähnliche Maschinen - Google Patents
Elektrischer Antrieb für Walzenstühle oder ähnliche MaschinenInfo
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Description
Mit der Vervollkommnung des elektrischen Induktionsmotors, insbesondere des Induktionsmotors mit Kurzschlussläufer und Druckknopf-Anlasser hat der elektrische Einzelantrieb sich in der Maschinenindustrie weitgehend durchgesetzt. Die Vielzahl von Riemen- und Wellenleitungen sind verschwunden. Diese Entwicklung ist beim Antrieb von Walzenstühlen insbesondere in der Müllerei nicht eingetreten. Die bisherigen Versuche, die Müllereimaschinen, insbesondere die Walzenstühle mit einem elektrischen Einzelantrieb zu versehen, haben bisher offenbar deshalb keinen Erfolg gehabt, weil der Antrieb der Walzenstühle mit üblichen Elektromotoren ohne Zuhilfenahme von Untersetzungsgetrieben nicht durchführbar war. Diese Getriebe beanspruchen jedoch den in der Müllerei ohnehin sehr eng bemessenen Platz in einem fühlbaren Ausmass. Diese Getriebe sind ausserdem kostspielig und verursachen bei dem des öfteren notwendigen Auswechseln der Walzen zum Zwecke des Nachschärfens erhebliche Umstände. Der Einzelantrieb von Walzen-
stühlen mit Hilfe von üblichen Elektromotoren ist gerade aus diesen Gründen unwirtschaftlich und praktisch nicht lösbar, zumal die vielen Einzelmotoren mit ihren Getrieben oder Keilriemen-Untersetzungen auch eine dauernde Überwachung, insbesondere beim Nachspannen der Riemen erforderlich machen würden, wofür das in den Mühlen vorhandene Personal nicht ausreicht.
Die Erfindung macht es sich zur Aufgabe, trotz der für Walzenstühle und ähnliche Maschinen gegebenen Schwierigkeiten für diese Maschinen einen elektrischen Einzelantrieb zu schaffen, und besteht in erster Linie darin, dass der Läufer eines die gleiche Drehzahl wie die Betriebsdrehzahl der angetriebenen Walzen aufweisenden Sondermotors unmittelbar mit der Walzenachse verbunden ist. Vorzugsweise kann hierbei der Läufer des Motors auf der Achse der anzutreibenden Walze angeordnet sein, während der Ständer des Motors mit dem Gehäuse des Walzenstuhles verbunden ist.
Bei Walzenstühlen liegen die Drehzahlen erfahrungsgemäss fest und sind nur in geringen Grenzen abänderlich. Bei einem zum Schroten von Weizen benutzten Stuhl mit Walzen von 250 mm Durchmesser läuft die "schnelle" Walze mit etwa 280 - 400, die "langsame" Walze mit etwa 110 - 160 Umdrehungen in der Minute. Bei der Anordnung gemäss der Erfindung muss also der Läufer des Motors, falls man nur die schnelle Walze unmittelbar antreiben, die langsame aber in der bisher üblichen Weise durch Zahnräder von der schnellen aus untersetzen will, 280 -
400 Umdrehungen in der Minute machen. Dies ist mit dem üblichen Elektromotor nicht möglich. Die Lehre der Erfindung setzt somit voraus, dass für den Einzelantrieb von Walzenstühlen oder ähnlichen Maschinen ein Antriebsmotor verwendet wird, der einen grossen Läuferdurchmesser aufweist, wobei dann allerdings die Breite des Motors wesentlich kleiner wird als bisher. Diese Folgerung ist jedoch gerade bei Walzenstühlen in der Müllerei äusserst erwünscht, da dadurch sich der Platzbedarf der in einer Reihe aufgestellten Stühle ausserordentlich verringert.
Derartige Motoren sind zwar im Handel nicht üblich, lassen sich aber unschwer herstellen und werden als Dreiphasen-(Drehstrom-) Kurzschluss-Läufermotoren oder als Einphasen-Induktionsmotoren einfach und verhältnismässig billig. Vor allem sind derartige Motoren betriebssicher und anspruchslos bezüglich der Bedienung und Wartung. Diese Motoren benötigen keine Schleifringe und keine sich drehende Wicklung. Der Läufer des Motors entspricht in seinen Abmessungen etwa der bisher gebräuchlichen Riemenscheibe. Ein ganz besonderer Vorteil des Antriebes nach der Erfindung ist darin zu erblicken, dass die Lager der anzutreibenden Walze von dem bisher üblichen einseitigen Riemenzug völlig entlastet sind und nur ein reines Drehmoment aufzunehmen haben. Die Durchbiegung der Walze, wie sie bisher durch einen ein-
seitigen Riemenzug verursacht werden konnte, kommt damit in Fortfall. Die dadurch gegebene grössere Sicherheit der Einhaltung des jeweils gewünschten Mahlspaltes erhöht die Gleichmässigkeit der Vermahlung. Auch die Lagerbunde oder Kammlager, welche die Walze in ihrer Achsenrichtung gegen Verschiebung sichern sollen, können mehr oder weniger fortfallen, weil die Führung der Walze durch den Läufer des Motors magnetisch erfolgt.
Wenn nun der Läufer des Motors unmittelbar auf der Achse der anzutreibenden Walze angeordnet ist, so nimmt der Motorläufer nicht mehr Platz ein als bisher für die Riemenscheibe benötigt wurde. Der Ständer des Motors wird in einem solchen Falle unmittelbar mit dem Gehäuse des Walzenstuhles verbunden und kann auch einen Bestandteil des Gehäuses des Walzenstuhles darstellen. Gerade im letztgenannten Fall ist die notwendige Einhaltung des Spaltes zwischen Läufer und Ständer genau gesichert. Wenn der Läufer auf der Walzenachse befestigt ist, werden für den Motor auch keine zusätzlichen Motorlager benötigt. Auch der Ausbau der Walzen wird durch die Anordnung nach der Erfindung nicht erschwert, da sich der Läufer auf der Walzenachse in der gleichen Weise auf- bzw. abkeilen lässt, wie man dies bisher bei dem Aufbringen und Abnehmen der Riemenscheibe gewohnt war. Bei radialem Walzenwechsel sind nur das Gehäuse abzuschrauben und die elektrischen Zuleitungen
abzuklemmen bzw. der hierfür vorgesehene Stecker herauszuziehen.
Für eine bestimmte Art der Vermahlung z.B. von Weizen oder Roggen wird ein bestimmter Walzendurchmesser gewählt, und die in einer Mühle in Reihe aufgestellten Walzenstühle unterscheiden sich dann nur durch die verschiedenen Längen der Walzen, die für den jeweiligen Mahlvorgang (Passage) erforderlich ist. Dementsprechend ist die benötigte Antriebsleistung dieser einzelnen Stühle verschieden und hängt in der Hauptsache von der Länge der Walzen, natürlich auch von der Stärke der Anpressung der Walzen und von der Art der Vermahlung ab. Ist für den Antriebsmotor nach der Erfindung ein bestimmter Durchmesser für den Läufer und für den Ständer festgelegt, dann ist es möglich, nur noch die Breite des Motors zu verändern, um dessen Antriebsleistung der Leistung anzupassen, welche der Walzenstuhl in jedem einzelnen Fall erfordert. Für verschieden grosse Antriebsleistungen können demnach die Motore den gleichen Durchmesser behalten, die Motore unterscheiden sich nur in einer verschiedenen Breite etwa in der Weise, wie man bisher für verschieden grosse Antriebsleistungen Riemenscheiben verschiedener Breite verwendet hat. Durch eine solche Anordnung wird die Herstellung der Motoren
wesentlich billiger, weil die Bleche für den Läufer und für den Ständer stets die gleichen bleiben. Die Motoren lassen sich auch an den Stühlen verschiedener Breite leicht auswechseln, da die Flanschen zum Befestigen des Ständers, soweit dieser nicht eine Einheit mit dem Walzenstuhlgehäuse darstellt, am Gehäuse des Walzenstuhles und die Wellendurchmesser für den Läufer nicht geändert zu werden brauchen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben und zwar zeigt:
Abb. 1 einen Doppelwalzenstuhl in Längsansicht, teilweise im Schnitt,
Abb. 2 eine Queransicht des Walzenstuhles nach Abb. 1.
Die Walzen 1 und 2 laufen mit verschiedenen Drehzahlen (Walze 1 mit höherer, Walze 2 mit niedrigerer Drehzahl) gegenläufig um und sind bei 3, 4, 5 und 6 gelagert. Die Lagerungen 5 und 6 der langsamen Walze sind in üblicher Weise mittels Schwinghebel 7, 8 verstellbar, die ihre Drehpunkte bei 9 und 10 haben und durch hydraulische Kolben 11, 12 oder Elektromagnete bewegt werden. Eine Feineinstellung von Hand 21, 22 ist stets vorhanden.
Auf dem freien Wellenende der "schnellen" Walze 1 ist am Lager 4 der Läufer 13 des Elektromotors aufge-
keilt, während der Ständer 14 fest am Gehäuse 15 des Walzenstuhles sitzt. Das Mahlgut strömt durch den Glaszylinder 16 und den Gehäusestutzen 17 den Walzen zu und bewegt unter Umständen einen Fühlkörper 20, der dazu dient, den Strom des Mahlgutes selbsttätig zu regeln. Ein Zahnräderpaar 18, 19 treibt von der schnellen Walze 1 aus die langsame Walze 2 an.
Die Abb. 1 und 2 zeigen einen sogenannten Doppelwalzenstuhl, also einen Stuhl mit zwei Paar Walzen. Ein solcher Doppelstuhl trägt zu seinem Antrieb zwei Motoren, je einen auf der schnellen Walze. Unter Umständen wird es zweckmässig sein, die beiden Antriebsmotoren der schnellen Walzen auf der gleichen Stuhlseite anzuordnen, während auf der anderen Stuhlseite die wesentlich schmaleren Zahnradübersetzungen zu den langsamen Walzen sich befinden, wodurch die Baulänge des Stuhles erheblich verkürzt wird.
Es besteht die Möglichkeit, die Walzen, die heute in üblicher Weise durch Abwerfen des Antriebsriemens angehalten werden, selbsttätig ein- und auszuschalten, indem das Fühlorgan 20, das im zu- oder ablaufenden Mahlgutstrom angebracht sein kann, die Walzenmotoren beim Ausbleiben des Mahlgutes anhält, beim Zuströmen wieder einschaltet.
Claims (6)
1.) Elektrischer Antrieb für Walzenstühle oder ähnliche Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer eines die gleiche Drehzahl wie die Betriebsdrehzahl der angetriebenen Walze aufweisenden Sondermotors unmittelbar mit der Walzenachse verbunden ist.
2.) Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Läufer des Motors auf der Achse der anzutreibenden Walze angeordnet ist, während der Ständer mit dem Gehäuse des Walzenstuhles verbunden ist.
3.) Antrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer des Motors ein Bestandteil des Gehäuses des Walzenstuhles ist.
4.) Antrieb nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei Doppelstühlen die beiden Antriebsmotoren sich auf der gleichen Stuhlseite befinden.
5.) Antrieb nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Motore durch eine vom Zu- und Ablauf des Mahlgutes beeinflusste Fühleinrichtung selbsttätig ein- und ausgeschaltet werden.
6.) Antrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fühleinrichtung über einen Servomotor eine verstärkte Wirkung erhält.
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