DEP0043440DA - Durchzugsstreckwerk für Strecken, Vorspinn- und Spinnmaschinen - Google Patents

Durchzugsstreckwerk für Strecken, Vorspinn- und Spinnmaschinen

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DEP0043440DA
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spinning machines
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Rudolf Bonn Kern
Werner Düsseldorf Pauen
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Description

In neuzeitlichen Streckwerken von Vorspinn- und Spinnmaschinen werden vielfach zur Führung der kürzeren und kurzen, zwischen dem Ein- und Abzugswalzenpaar "schwimmenden" Fasern Stützpunkte in Form von meist leichteren, unbelasteten Zwischenzylindern angewandt, die, in gewissen Abständen von einander angeordnet, die längeren, vom Abzugswalzenpaar erfassten Fasern durchschlüpfen lassen und die kürzeren an gewissen Punkten zurückhalten.
Da in einem Normalstreckwerk aber meist nur ein paar derartige Stützpunkte angeordnet werden können, während z.B. ein Faserdiagramm von Wolle eine millimeterweise Abnahme der Faserlängen zeigt, ist ein solcher Behelf von begrenztem Wert und die Rückhaltung und Führung der Kurzfasern eine sehr unvollkommene.
Wesentlich günstiger in dieser Hinsicht sind die bekannten Riemchen-, insbesondere Doppelriemchen-Streckwerke, bei denen die Fasern auf Flächen geführt und durch Reibung an den Riemchen etwa bis zur Erfassung durch die Abzugswalzen abgebremst werden.
Das Streckwerk nach der Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, Fasern beliebiger und z.B. millimeterweise abnehmender Länge so viele und so wirksame Stützpunkte im Streckfeld zu geben, dass ein
"Schwimmen", d.h. Mitgerissenwerden durch längere, vom Abzugswalzenpaar erfasste Fasern grundsätzlich ausgeschaltet und dadurch Voraussetzungen für besonders hohe Verzüge geschaffen werden. Gleichzeitig soll durch eine Möglichkeit zur Verspinnung von Fasern stark unregelmässiger Länge (z.B. Wolle) in einem wesentlich vereinfachten und verbilligten Verfahren, das z.B. nach Art der Dreizylinder-Spinnerei bislang nur auf die Verarbeitbarkeit von Fasern ziemlich gleichförmiger Länge (Baumwolle, Zellwolle etc.) beschränkt war, geschaffen werden.
Bei den vorliegenden, neuartigen Streckwerken ist vorgesehen, dass das Verzugsfeld zur Verhütung des Schwimmens von Kurzfasern in weitestem Umfange mit Führungsmitteln ausgefüllt ist, die sowohl die Förderung, als auch die Rückhaltung der Fasern vor vorzeitigem Abzug in wirksamster Weise bewerkstelligen.
Um dies zu erreichen, ist bei einem Durchzugsstreckwerk gemäss der Erfindung im Verzugsfeld ein dieses im wesentlichen ausfüllendes, umlaufendes Kratzen- oder Nadelband o.dgl. mit vorzugsweise entgegen der Laufrichtung weisenden Zahnspitzen vorgesehen.
Anstelle des Kratzen- oder Nadelbandes o.dgl. kann aber im Verzugsfeld auch eine dieses im wesentlichen ausfüllende, umlaufende Walze vorgesehen sein, die mit Kratzenbeschlag, Sägezähnen, Nadeln, Ganzstahlgarnitur o.dgl. bestückt ist, wobei die Zahnspitzen vorzugsweise entgegen zur Walzendrehrichtung gerichtet sind.
Bei einer anderen Ausführungsform eines Durchzugsstreckwerks nach der Erfindung ist im Verzugsfeld eine dieses im wesentlichen ausfüllende, als Führungsmittel für kürzere Fasern dienende, umlaufende Scheiben- oder Rillenwalze vorgesehen.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Streckwerke sind in der Zeichnung dargestellt.
Bei den Streckwerken gemäss Abb. 1 und 4 ist im Streckfeld zwischen den Walzenpaaren 1 und 3 ein endloses Kratzenriemchen o.dgl. 2a vorgesehen, dessen Zahnspitzen der Laufrichtung der Faserlunte vorzugsweise entgegengerichtet sind, das aber mit einer zwischen Ein- und Abzugswalzenpaar liegenden Geschwindigkeit in Richtung der Faserlunte umläuft.
Da die zweckmässig auf elastischer Unterlage angeordneten und auch in sich federnden Stahlzähne mit Voreilung und in Rückwärtsneigung an den Einzugswalzen vorbeistreichen, üben sie, im Gegensatz z.B. zu den starren und reissenden Stahlkämmen der Hechelstrecken usw., eine sanft die Faserlunte durchkämmende Wirkung aus, nehmen die Fasern infolge der zahlreichen Reibungspunkte sicher mit, verhindern aber gleichzeitig den vorzeitigen Abzug von Kurzfasern, wenn vom Abzugswalzenpaar erfasste Langfasern nun wieder mit Voreilung vor dem Kratzenband o.dgl. durch die Zahnreihen gezogen werden.
Da die Spitzenebene des Kratzenbandes o.dgl. über die Verbindungslinie zwischen Ein- und Abzugswalzen- paar hinausragt und die Zahnspitzen der Bandlaufrichtung entgegen stehen, was im übrigen die Freigabe der Faserenden am Abzug erleichtert, zieht sich die Faserlunte infolge ihrer Voreilung laufend selbsttätig in den Zahnbeschlag ein.
Es braucht nicht betont zu werden, dass in den einzelnen Stufen der Vorbereitung die Zahndichte, Zahnform, Höhe, Durchmesser usw. dem jeweilig gedachten Zweck angepasst wird, wie z.B. auch zur Erzielung besseren Eintritts der Zähne in die Lunte flache Zahnprofile, Seiten- und Spitzenschliff usw. zweckmässig anzuwenden sind.
Eine andere Ausbildungsform eines erfindungsgemässen Durchzugsstreckwerkes ist rein beispielsweise in den Abb. 2 und 3 dargestellt, in denen anstelle des umlaufenden Kratzenriemchens eine das Verzugsfeld im wesentlichen ausfüllende Zahnwalze 2b entweder elastischer (Kratzen o.dgl.) oder starrer (Sägezahn-, Ganzstahlbeschlag-) Ausführung vorgesehen ist, bei der die Kriterien der Ausbildung im übrigen dem vorstehenden entsprechen.
Auch hier sind die Fasern im gesamten Streckfeld zwangläufig geführt und abgestützt und der Einzug der Lunte in den Beschlag, sowie die Freigabe der Fasern am Abzug gestalten sich noch günstiger, wie auch die Ausbildung des Gesamtstreckwerks mit einer einzigen, im Verzugsfeld liegenden Walze eine ausserordentliche Vereinfachung erfährt, insbesondere, wenn man sie mit der umständlichen und kostspieligen Vorrichtung eines
Nadel- oder gar Doppelnadelstabstreckwerks mit in den in Schraubengetrieben geführten, auf- und absteigenden Nadelstäben vergleicht.
Die an sich bekannten Nadelwalzen in Feinstrecken der Kammgarn-Spinnerei erfüllen als reine Hechelwerkzeuge keineswegs den Zweck der vorliegenden Anordnung, da sie im Streckfeld nur einen kleinen Raum ausfüllen und insbesondere eine wirksame Führung der Kurzfasern in keiner Weise gewährleisten, auch deren vorzeitigen Abzug durch Langfasern nicht verhindern können.
Abb. 1 und 2 zeigen rein grundsätzlich Durchzugsstreckwerke nach Erfindung, wie sie etwa in Strecken, Flyern usw. anzuwenden sind, während die Abb. 3 und 4 eine Ausführungsform für Ringspinner o.dgl. darstellen.
Vorzugsweise werden die Zahnbeschläge mit Kniewinkel ausgeführt, wobei das Knie je nach Verwendungszweck versenkt in der Unterlage oder im freien Zahnschenkel liegen kann, wie auch anstelle der Kniewinkel kurvenförmige Zähne angewandt werden können. Einige Beispiele von elastischen und starren Zahnbeschlägen sind in Abb. 5 veranschaulicht.
In den Abb. 6 und 7 sind für Verspinn- und Spinnmaschinenstreckwerke Führungsmittel dargestellt, bei denen die in den Zahnbeschlägen wirksame Vielpunktführung der Faserlunten durch eine vergrösserte Flächenführung ersetzt ist.
Solange die Faserlunte, wie an Strecken, noch keine Drehung besitzt, kann sie im Streckfeld durch eine Scheiben- oder Rillenwalze 2c (etwa gemäss Abb. 6) in gleichgerichtete Strähne zerlegt werden, wenn dünne Kreisscheiben oder Schneidwirkung mit Voreilung vor den Einzugswalzen an diesen vorbeistreichen, wobei im Falle ziemlich enger Scheibenteilung gleichzeitig eine Hechelwirkung eintritt. Da die Lunte auf dem Umschlingungsbogen der Scheiben- oder Rillenwalze unter dem Zuge der Abzugswalzen ständig gespannt bleibt (Langfasern), ziehen sich die Strähne selbsttätig in die Scheiben bzw. Rillen ein und werden dabei an der Unter- und an beiden Seitenflächen wirksam abgestützt und durch Reibung mitgenommen (vgl. Abb. 8a, b).
Da der Umfang der über die Scheibenwalze gespannten Lunte bzw. Fasersträhne an der (nicht abgestützten) Oberseite grösser als an der (abgestützten) Unterseite ist, spannen die abgezogenen Langfasern die Lunte auch von oben, so dass diese in sich zusammengedrückt wird und Kurzfasern am Schwimmen verhindert werden.
Bei dem schon etwas Draht aufweisenden Vorgarn bleibt dieses bei vorliegendem Streckwerk in einer bestimmten Rille liegen. Durch konische Ausbildung der Rillenform bzw. konisch ausgebildete Rillenspitzen kann jede beliebige Verdichtung der Vorgarnlunte erzielt und daher auch mit einem derartig ausgebildeten Führungsmittel sowohl ein wirksamer Zwischenverzug erreicht, als auch jegliches Schwimmen von Kurzfasern verhindert werden. Es leuchtet im übrigen ein, dass ein solches, lediglich aus Scheiben oder Rillenwalzen geeigneter Profilierung bestehendes Führungsmittel im Verzugsfeld konstruktiv unvergleichlich einfacher und wesentlich billiger in der Ausführung ist, als Ein- oder Zweiriemchen-Streckwerke bzw. Hechelfelder mit Nadelstäben.
In den Abb. 8a und 8b ist die Einbettung der Luntensträhne in die Scheibenwalze bzw. in vergrössertem Masstabe diejenige der Vorgarnlunte in eine Rillenwalze grundsätzlich dargestellt, wobei Abstützung und Verdichtung der Lunten im Streckfeld sinngemäss veranschaulicht sind.
Die Anwendung vorbeschriebener Streckwerke soll nicht auf ein bestimmtes Spinnverfahren beschränkt sein, zumal sich dadurch, z.B. mit Bezug auf das Kammgarn-Spinnverfahren, Möglichkeiten zu einer wesentlichen Abkürzung, Vereinfachung und Verbilligung bisher üblicher Arbeitsgänge ergeben.
Als besonderer Vorzug derartiger Streckwerke ist noch anzuführen, dass sie im Regelfalle in den Verzugsfeldern keiner Oberzylinder bedürfen, so dass das Streckwerk offen liegt und der ordnungsmässige Verzug ständig einwandfrei überwacht werden kann.

Claims (5)

1. Durchzugsstreckwerk für Strecken, Vorspinn- und Spinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass
im Verzugsfeld ein dieses im wesentlichen ausfüllendes, umlaufendes Kratzen- oder Nadelband o.dgl. mit vorzugsweise entgegen zur Laufrichtung weisenden Zahnspitzen vorgesehen ist.
2. Durchzugsstreckwerk gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Zähne Knie- oder Kurvenform aufweisen, wobei die oberen Zahnschenkel mit dem Band entgegen dessen Laufrichtung einen spitzen Winkel bilden.
3. Durchzugsstreckwerk für Strecken, Vorspinn- und Spinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass
im Verzugsfeld eine dieses im wesentlichen ausfüllende, umlaufende Walze vorgesehen ist, die mit Kratzenbeschlag, Sägezähnen, Nadeln, Ganzstahlgarnitur o.dgl. bestückt ist, wobei die Zahnspitzen vorzugsweise entgegen zur Walzendrehrichtung gerichtet sind.
4. Durchzugsstreckwerk für Strecken, Vorspinn- und Spinnmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass
im Verzugsfeld eine dieses im wesentlichen ausfüllende, als Führungsmittel für kürzere Fasern dienende, umlaufende Scheiben- oder Rillenwalze vorgesehen ist.
5. Durchzugsstreckwerk gemäss Anspruch 1 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kratzen- oder Nadelband o.dgl. bzw. die mit Kratzen o.dgl. ausgerüstete Walze mit ihren Zahnspitzen bzw. die Scheiben- oder Rillenwalze mit ihren Vorsprüngen über die Verbindungslinie zwischen Ein- und Abzugswalzenpaar hervorragt.

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