DEP0043190DA - Hohlseil für Höchstspannungsleitungen. - Google Patents
Hohlseil für Höchstspannungsleitungen.Info
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Description
Bei Freileitungen für sehr hohe Spannungen entsteht bekanntlich eine Schwierigkeit durch den sogenannten Koronaeffekt, der darauf beruht, daß an der Leiteroberfläche die Beanspruchung der Luft das zulässige Maß überschreitet und dadurch die Luft durchbrochen wird.
Bisher hat man diese störende Erscheinung dadurch zu verhindern bzw. auf ein tragbares Maß zurückzuführen gesucht, daß man Hohlseile verschiedener Konstruktion angewendet hat, also Seile, deren Außendurchmesser künstlich größer gemacht wurde, als es dem erforderlichen Metallquerschnitt entspricht, wobei man danach strebte, die Oberfläche der Zylindergestalt möglichst zu nähern.
In neuerer Zeit ist ein anderer Weg vorgeschlagen und mit gutem Erfolg ausprobiert worden: Man verwendet sog. Bündelleiter, die aus mehreren in geeignetem Abstand voneinander gespannten Einzelseilen bestehen.
Die Koronaentladung tritt nun in zwei verschiedenen Formen auf, nämlich einmal als "Glimmentladung", die wie eine dünne, schwach leuchtende, ziemlich gleichmäßige Schicht den Leiter umgibt, und dann als "Büschelentladung", die aus einzelnen, kräftig leuchtenden, ihren Sitz auf dem Leiter meist unregelmäßig wechselnden Büscheln besteht. Die Glimmentladung ist verhältnismäßig harmlos und setzt wenig Energie um, während die Büschelentladung wesentlich größeren Leistungsverlust zur Folge hat. Infolgedessen ist es praktisch wichtig, den Umschlag der Glimm- in die Büschelentladung zu verhindern oder wenigstens möglichst weit hinauszuschieben.
Dies ist nun, wie der Versuch zeigt, möglich, wenn man nicht einfach einen Leiter großen Durchmessers verwendet, sondern wenn man diesen Leiter mit einzelnen, gleichmäßig verteilten Rippen ausrüstet, deren äußere Begrenzung einen passenden, ziemlich kleinen Krümmungsradius erhält.
Eine solche Anordnung scheint zunächst den physikalischen Gesetzen widersprechend zu sein, indem durch die vorspringenden Rippen ja die Feldstärke in der umgebenden Luft vergrößert wird. Der Versuch zeigt überraschenderweise Vorteile;
dies wird erklärlich, wenn man bedenkt, daß man praktisch nicht die geometrische Gestalt des Seiles als maßgebend betrachten darf, sondern daß Unvollkommenheiten der Herstellung, Verletzung bei der Verlegung usw., vor allem aber Schmutz, Regentropfen, Staub und dergl. praktisch zur Folge haben, daß die Leiteroberfläche von der dem Entwurf zu Grunde gelegten erheblich abweicht. Auf diese Weise entstehen auf der Oberfläche eines Hohlseiles bevorzugte Stellen, die Büschelentladungen liefern.
Rüstet man dagegen das Seil mit vorspringenden Rippen aus, so werden die Verhältnisse erheblich günstiger. An dem kleinen Krümmungsradius der Rippen ist der Ansatz von Staub usw. sehr erschwert, Regentropfen können sich an einer solchen "Tropfkante" sehr viel schwieriger als auf einer glatten Oberfläche halten. Die Folge ist, daß eine solche Anordnung zwar schon bei verhältnismäßig niedriger Spannung glimmt, der Büscheleinsatz aber weit herausgeschoben wird.
Eine beispielsweise Ausführungsform eines solchen Seiles zeigt Abb. 1. Dabei ist an eine Hohlseilkonstruktion ohne Tragorgan gedacht, da bei einer solchen infolge der gegenseitigen festen Verbindung der einzelnen Bauelemente miteinander sich mechanisch sehr günstige Verhältnisse ergeben. Selbstverständlich ist es ohne weiteres möglich, auch bei anderen Hohlseilkonstruktionen oder z.B. bei Stahlaluminiumseilen die Decklage entsprechend auszugestalten.
Bei sehr hohen Spannungen, wie etwa 400 kV, läßt sich ein Leiter der beschriebenen Art als Bestandteil eines Bündelleiters vorteilhaft anwenden.
Claims (4)
1.) Hohlseil für Höchstspannungsleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß auf ihm Rippen angebracht sind, die die Glimmentladung begünstigen, das Entstehen von Büschelentladungen dagegen erschweren.
2.) Hohlseil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine Verwendung als tragkörperloses Hohlseil, dessen Bauelemente durch Nut und Feder miteinander verbunden sind.
3.) Hohlseil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine Verwendung als Stahlseil mit äußerer Aluminiumhülle.
4.) Hohlseil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch seine Verwendung bei mehreren Leitern, die zu Bündeln vereinigt sind.
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