DEP0042879DA - Verfahren zum Herstellen von Blechkörpern, insbesondere von Kältemittelverdampfern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Blechkörpern, insbesondere von KältemittelverdampfernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Werkstücken, insbesondere von Verdampfern von Kältemaschinen, die aus zwei flach aufeinandergelegten und durch Hartlöten miteinander zu verbindenden Blechtafeln bestehen, von denen mindestens die eine zwecks Bildung von Hohlräumen mit Einprägungen versehen ist. Bei der Fertigung von Werkstücken, die aus einzelnen Teilen zusammengebaut und danach durch Hartlöten vereinigt werden sollen, ist es bekannt und üblich, das Hartlot pulverisiert oder in Gestalt von Drahtringen oder dünnen Blechschnipfeln in unmittelbarer Nähe der zu lötenden Fugen anzubringen, bevor das Werkstück in zusammengebautem Zustand bis über den Schmelzpunkt des Lotes erhitzt wird. Bei Blechkörpern, die aus zwei in der eingangs beschriebenen Weise zusammenzufügenden Tafeln bestehen, kann das Hartlot nicht in der bekannten Weise im Bereiche der ausgedehnten, längs einer Ebene verlaufenden Fugen angelagert werden. Daher wurde bisher bei der Herstellung solcher Blechkörper das erforderliche Hartlot in Gestalt einer zusammenhängenden dünnen Folie zwischen die einander zugekehrten Wandflächen eingelegt. Da hierbei auch die Flächenteile, an denen wegen der Einprägungen keine Lötverbindung zustandekommen kann und soll, mit einer Lotschicht bedeckt werden, entsteht ein unnötig hoher Lotverbrauch. Das Lot, welches sich an den nicht an der Lötung zu beteiligenden Flächen absetzt, kann durch eine an diesen Stellen unerwünschte Legierungsbildung die Festigkeit der hohlraumbildenden Wandteile herabmindern. Da an diesen Stellen keine auf gleichmässige Verteilung des Lotes hinwirkenden kapillaren Fugen vorhanden sind, können sich auch grössere Lottropfen an den Hohlraumwandungen niederschlagen, die die Ebenmässigkeit der Innenwandflächen beeinträchtigen.
Diese Nachteile werden vermieden, wenn erfindungsgemäss das zum Vereinigen der Blechtafeln benötigte Hartlot so aufgebracht wird, dass es im wesentlichen nur diejenigen Flächenteile bedeckt, an denen eine Lötverbindung zustande kommen soll. Der Lotüberzug bildet also auf der betreffenden Wandung ein Flächenmuster, das im wesentlichen die diejenigen Wandteile unbedeckt lässt, welche zur Bildung der Hohlräume dienen. Das Überzugsmuster kann beispielsweise nach dem Metallspritzverfahren oder auf galvanischem Wege unter Anwendung der zur Herstellung gemusterter Flächenüberzüge an sich bekannten Maßnahmen, z.B. durch Abdecken der nicht mit dem Überzug zu versehenen Flächenteile erzeugt werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Ausführung des Erfindungsgegenstandes bietet das Auftragen von Metallpulver, das in geeigneter Musterung mit dem zu verarbeitenden Blech z.B. durch Aufwalzen verbunden oder in Form einer Metallbronce zusammen mit einem geeigneten Bindemittel auf die mit Lot zu versehenen Stellen aufgetragen wird. Als Bindemittel kann in weiterer zweckmässiger Ausgestaltung der Erfindung ein als Flußmittel geeigneter Stoff verwendet werden, der den Lötvorgang bzw. die Legierungsbildung an der Lötstelle fördert. Schliesslich können die zur Bildung von Lötstellen vorgesehenen Flächenteil mit folienartig dünnen metallischen Stegen und Randbelegungen bzw. mit ausgesparten Lötfolien bedeckt werden, die die hohlraumbildenden Wandteile freilassen.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem durch Hartlöten zusammenzufügenden Verdampfer einer Kältemaschine erläutert.
Fig. 1 zeigt die eine und
Fig. 2 die andere der beiden zusammenzufügenden Blechtafeln.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 1.
Fig. 4 und 5 veranschaulichen in grösserem Maßstabe teilweise Querschnitte nach den Linien IV-IV bzw. V-V in Fig. 1 durch die beiden aufeinandergelegten und für den Lötvorgang vorbereiteten Tafeln.
Fig. 6 ist eine Stirnansicht des fertigen Verdampfers in wesentlich kleinerem Maßstab als die übrigen Figuren.
Eine in Fig. 1 dargestellte Blechtafel 10 ist mit einer muldenförmigen Einprägung 12 versehen, an die sich eine rinnenförmig gestaltete und schlangenförmig verlaufende Einprägung 15 anschliesst. An dem in der Nähe einer Ecke der Tafel 10 befindlichen Ende dieser Rinne ist eine zum Anschluß einer Rohrleitung geeignete Durchbrechung 14 vorgesehen. Eine zweite in Fig. 2 dargestellte, etwa grösser bemessene Blechtafel 11 besitzt lediglich eine muldenförmige Vertiefung 13, die sich, wenn die beiden Tafeln mit ihren in den Fig. 1 und 2 dargestellten Flächen aufeinander gelegt werden, mit der Einprägung 12 zu einem nahezu zylindrischen Sammelbehälter mit halbkugelig abgerundeten Enden ergänzt.
Bevor jedoch die Bleche in der beschriebenen Weise zusammengesetzt werden, wird auf das Blech 11 beispielsweise mittels eines der eingangs beschriebenen Verfahren eine Lotschicht aufgebracht, deren äussere Umrandungsstreifen 16 etwa dem ebenen Rand des Bleches 10 und deren abwechselnd von der einen und dann von der anderen Längskante parallel zu den Schmalkanten sich erstreckende Streifen 17 den zwischen den Windungen der Rinne 15 befindlichen ebenen Flächenteilen des Bleches 10 entsprechen. Ob die Lotschicht 16, 17 gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf das Blech 11, auf das Blech 10 oder auf beiden Blechtafeln aufgebracht wird, ist an sich gleichgültig. Zu beachten ist lediglich, dass das Lot, wie in Fig. 4 und 5 angegeben, eine Zwischenschicht bildet, die nur die zusammenzulötenden Flächenteile bedeckt, während die die Hohlräume begrenzenden Wandteile 12, 13, 15 und 18 im wesentlichen lotfrei bleiben.
Die beiden so aufeinandergelegten Bleche werden beispielsweise in einem Schutzgasofen durch die Hartlotschicht zu einer den Wärmeaustauschkanal und den Sammelbehälter enthaltenden doppelwandigen Platte verbunden, die durch rechtwinkliges Abbiegen um die in Fig. 1 eingezeichneten, strichpunktierten Linien A-A und B-B die in Fig. 6 dargestellte U-förmige Gestalt erhalten kann.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von Blechkörpern, insbesondere von Verdampfern, für Kältemaschinen, aus zwei an den Randteilen hohlraumbildender Einprägungen durch Hartlöten miteinander zu verbindenden Blechtafeln, dadurch gekennzeichnet, dass das zum Vereinigen der Blechtafeln benötigte Hartlot so aufgebracht wird, dass es im wesentlichen nur diejenigen Flächenteil bedeckt, an denen eine Lötverbindung zustande kommen soll.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überzug, der auf Lotpulver und aus einem als Flußmittel geeigneten Bindemittel besteht, auf die mit Lot zu versehenden Flächenteile aufgetragen wird.
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