DEP0040814DA - Verfahren zur Herstellung von Fluoreszenten enthaltenden Waschmitteln und Waschhilfsmitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fluoreszenten enthaltenden Waschmitteln und Waschhilfsmitteln

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DEP0040814DA
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fluorescent
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Edith Kling
Waldemar Dr. Kling
Original Assignee
Biochemische Erzeugnisse GmbH, Kürnach
Publication date

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Description

Waschmittel in Stück- oder Flockenform mit einem Gehalt an Fluoreszenten, das sind Stoffe, welche ultra violettes Licht absorbieren, sind bekannt. Versucht man aber, pulverförmige Waschprodukte mit den genannten Stoffen auszustatten, so ergibt sich eine nicht voraussehbare Schwierigkeit, daß sich nämlich durch die übliche trockene Vermischung keine genügend gleichmässige Verteilung des zuzusetzenden Fluoreszenten in dem fertigen Waschmittelgemisch erhalten lässt, da dieser gegenüber den übrigen Komponenten eine Abweichung im spezifischen Gewicht und in der Löslichkeit aufweist und die Zusatzmenge nur gering ist. Ausserdem entmischen sich derart hergestellte Produkte auf dem Transport noch weiter, so daß Proben aus dem oberen Teil der Packung keinen Gehalt an Fluoreszenten besitzen, während die untere Schicht eine solche Menge daran aufweist, daß nachteilige Übereffekte durch Auftreten unerwünschter Rot- oder Violettöne entstehen. Im Hinblick auf den ausserordentlich geringen Gehalt an Fluoreszenten ist es verständlich, daß bereits eine geringe Entmischung eine Wirkungsstörung bedeutet. Diese Mängel konnten nun durch eine, ohne Rücksicht auf die wesentlich erhöhten Kosten, auf die Minderung der Leistung und auf die erhebliche Staublage durchgeführte Feinmahlung oder Feinmischung nicht beseitigt werden.
Gegen einen Zusatz an Fluoreszenten zu den üblichen Bestandteilen des Waschmittels oder Waschhilfsmittels, wenn sich diese in gelöstem und dazu noch in erhitztem Zustand befinden, bestanden aber große Bedenken, da ein Zerfall des Fluoreszenten in unwirksame oder schädliche Bruchstücke im Hinblick auf die angenommene geringe Beständigkeit derartiger Stoffe allgemein erwartet wurde.
Es wurde nun gefunden, daß man zu pulverförmigen Wasch- und Waschhilfsmitteln kommt, in welchen der Fluoreszent gleichmässig verteilt ist und auch seine gleichmässige Verteilung beibehält, wenn zu den üblichen, in Wasser gelösten und verteilten, vorzugsweise im heissflüssigen Zustand befindlichen Bestandteilen der am besten in Lösung befindliche Fluoreszent zugesetzt wird. Die Menge des Zusatzes ist sehr gering und beträgt einige Promille. Bevorzugt sind solche Fluoreszenten, welche auf die Fasern substantiv aufzuziehen vermögen.
Am besten erfolgt der Zusatz, wenn das Gemisch im Zuge seiner Herstellung sich im heissflüssigen Zustand befindet, d.h. unmittelbar vor der Zerstäubung oder Ausbreitung auf der Tenne.
Überraschenderweise hat sich nämlich ergeben, daß die als gegen Alkali und höhere Temperatur als überaus empfindlich betrachteten Fluoreszenten sogar bei vereinter Einwirkung dieser Faktoren keine Zersetzung erleiden, sondern ihre Wirksamkeit unverändert beibehalten und in völlig gleichmässiger und gleichmässig bleibender Verteilung im Endprodukt übergeführt werden.
Zur Herstellung des Waschpulvers werden die üblichen Komponenten, wie Soda, Wasserglas, aktive Substanz usw. in üblicher Weise unter Erwärmen in Wasser angeteigt bezw. gelöst, darauf das Gemisch auf die für die nachfolgende Sprühung oder Auslegung auf der Tenne geeignete Temperatur eingestellt und nun zu dieser Masse der Fluoreszent unter gutem Rühren beigemischt und darauf sofort die Masse in bekannter Weise durch Auslegen auf der Tenne oder Versprühen zur Abkühlung gebracht und in Pulver übergeführt.
In weiterer Ausbildung der Erfindung hat sich gezeigt, daß ein Mittel, welches neben den üblichen Ingredienzien und einem Fluoreszenten auch noch ein Sauerstoff abspaltendes Mittel enthält, wie vorzugsweise ein Persalz, besonders vorteilhafte Wirkung zeigt. Bekanntlich enthalten derartige Waschflotten in der Regel etwa 0.1% aktiven Sauerstoff, z.B. in Form von Perborat. Bei Anwesenheit eines Fluoreszenten kann die Menge des aktiven Sauerstoff unter Erzielung der gleichen Gesamtwirkung auf etwa die Hälfte ermässigt werden, so daß eine Faserschädigung durch Sauerstoff mit grösserer Sicherheit vermieden wird.
Gerade diese Kombination ist qualitativ und quantitativ, d.h. in dem Grad des erzielten Effektes und in der Menge der erforderlichen Einzelbestandteile besonders beachtenswert. Bei getrennter Anwendung dieser Komponenten, beispielsweise Soda, waschaktive Substanz und Fluoreszent einerseits beim Kochen, Sauerstoffträger andererseits beim Spülen, verwischen sich die in den beiden Phasen erzielten Einzelweisseffekte. Durch die aufeinanderfolgende stufenweise Anwendung kann sich der Beobachtung sehr leicht entziehen, daß schon beim Kochprozess bereits eine derartige Aufhellung eingetreten ist, daß für die getrennt erfolgte Nachbleiche ein Bruchteil der tatsächlich angewandten Menge an Bleichmittel genügt hätte. Bei gleichzeitiger Einwirkung sämtlicher Komponenten in der Kochphase ist die Bewertung des Wirkungseffektes, da er als Gesamteffekt auftritt, feststellbar und dadurch eine Bemessung des Aufwandes an Waschingredienzien wesentlich leichter und sicherer durchzuführen, was textilchemisch und wirtschaftlich von erheblicher Bedeutung ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wurde gefunden, daß es auch genügt, wenn nicht die Gesamtmenge des Fertigpulvers, sondern nur eine Teilmenge nach dem neuen Verfahren, also ein Konzentrat zwischen einer Teilmenge der üblichen Komponenten und der Gesamtmenge an zuzusetzenden Fluoreszenten hergestellt und mit diesem Konzentrat die grössere Restmenge durch einfaches Mischen verschnitten wird. Die Menge an Konzentrat ist dadurch gegeben und bestimmt, daß von den Streckungskomponenten zu der vorgesehenen Gesamtmenge an Fluoreszent mindestens soviel aufzuwenden ist, daß das spezifische Gewicht des konzentrierten Gemisches dem des Gesamtgemisches annähernd gleichkommt. In der Regel beträgt die Menge des Konzentrats mindestens 5% der Gesamtmenge. Die Menge des Zusatzes an Fluoreszent ist gering und schwankt je nach Ergiebigkeit zwischen 0.05% und 2%.
Die nicht voraussehbare Beständigkeit der Fluoreszenten sogar gegen die vereinten Einwirkungen von starker Alkalität und hoher Temperatur veranlasste die Prüfung der so erhaltenen Waschmittel im üblichen Waschverfahren und führte zu dem Ergebnis, daß diese Mittel bei der üblichen Kochbehandlung der Haus- und Industriewäsche mit bestem Erfolg verwendet werden können und die bisher gegen eine solche Verwendung gehegten Vorurteile sich als unbegründet erweisen.
Eine Verwendung von Fluoreszenten zusammen mit Waschmitteln ist nicht nur gefahrlos, sondern sogar mit erheblichen Vorteilen verbunden. Nach der weiteren Ausbildung der Erfindung wird die
Behandlung von Wäsche mit einer Mischung von üblichen Waschmitteln und Fluoreszenten in der Wärme insbesondere in der Siedehitze bezw. bei der zulässigen Höchsttemperatur durchgeführt. Die Behandlung erfolgt also in der Regel zusammen mit dem eigentlichen Kochen der Wäsche, wie sie bei den üblichen Waschverfahren mit den üblichen Waschmitteln immer durchgeführt wird. Es ist vorteilhaft, die Höchsttemperatur dabei möglichst rasch zu erreichen.
Überraschenderweise hat sich dabei ergeben, daß keine befürchteten nachteiligen Wirkungen bei dieser Behandlung eintreten, sondern es wird eine Wäsche nicht nur ohne jede Schädigung und Beeinträchtigung sondern von einem bisher nicht erzielbaren Weißgrad erhalten. Dadurch, daß dem Verbraucher der Fluoreszent in Mischung mit dem Waschmittel in die Hand gegeben wird, ist jegliche Gefahr einer Überdosierung vermieden. Ferner wird infolge der bisher nicht angewendeten hohen Temperaturen eine besonders gute Aufhellung erzielt. Die gemeinsame Verwendung von Waschmittel und Fluoreszent hat ferner noch den Vorteil, daß zur Erzielung des gewünschten Reinigungs- oder Gesamtaufhellungseffekts eine geringere Menge an Waschmitteln als ohne Mitverwendung des Fluoreszenten erforderlich ist. Diese Ersparnis kann bis 50% betragen.
Ausführungsbeispiele:
1) 45 kg Soda calc., 10 kg Wasserglas, 25 kg Alkylsulfonat 25%ig und 20 kg Wasser werden zusammen auf 53° erwärmt, darauf eine wässrige Suspension von 100 g Fluoreszent in 1 Liter Waser eingerührt, dieses Gemisch möglichst rasch zum Abkühlen und Erstarren gebracht und darauf gemahlen. Dazu kann die Masse versprüht oder in eine dünne Schicht ausgegossen und anschliessend vermahlen werden. Der Mischung können im geschmolzenen Zustand oder als Pulver noch weitere der bekannten Zusätze, wie Persalze, Phosphate in einfacher oder komplexer Form, Seifenschnitzel, quellbare Zellulosederivate und dergl. zur Erhöhung der Reinigungswirkung oder zur Erzielung eines Sondereffektes beigemischt werden.
2.) Weiß- oder Buntwäsche wird in üblicher Weise und mit den üblichen Mengen eines Waschmittels schnell zum Kochen erhitzt, welches aus 45 kg calcinierter Soda, 20 kg Wasser, 20 kg Wasserglas, 25 kg Alkylsulfonatlösung (25%ig) und 200 g eines Fluoreszenten besteht. Das Waschmittel kann auch noch einen Gehalt von 3 - 5% Perborat aufweisen.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Herstellung von Waschmitteln und Waschhilfsmitteln in Pulverform bestehend aus bekannten Mischungen und Fluoreszenten, dadurch gekennzeichnet, daß zu den üblichen, in Wasser gelösten und verteilten, vorzugsweise im heißflüssigen Zustand befindlichen Bestandteilen ein vorteilhaft in gelöster Form befindlicher, ultraviolettes Licht absorbierender, vorzugsweise ein substantiv auf die Faser aufziehender Stoff, in geringer Menge zugesetzt und die Mischung dann in bekannter Weise zu Pulver weiterverarbeitet wird.
2.) Waschmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es gleichzeitig einen Fluoreszenten und eine Sauerstoff abspaltende Verbindung enthält.

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