DEP0036529DA - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen der im Tagebau durch Abräumen eines Kohlenlagers freigelegten Oberfläche - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen der im Tagebau durch Abräumen eines Kohlenlagers freigelegten OberflächeInfo
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Description
Im Braunkohlentagebau muss die Oberfläche des Kohlenflözes nach Entfernen des Abraumes noch von den verbliebenen Abraumresten gesäubert werden, um beim anschliessenden Abbau des Flözes eine Kohle genügender Reinheit hereingewinnen zu können. Diese Säuberungsarbeiten wurden bisher in den meisten Betrieben durch eine besondere Arbeitskolonne von Hand durchgeführt, welche einen hohen Schicht- und Kostenaufwand erforderte. Es sind zwar auch schon besondere auf der Flözoberfläche verfahrbare Kehrmaschinen entwickelt worden, jedoch haben sich derartige Maschinen in der Praxis nicht in grösserem Umfange bewähren können.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Reinigen der im Tagebau durch Abräumen des Deckgebirges freigelegten Oberfläche eines Kohlenlagers, welches es ermöglicht, diese Arbeit mit einfachsten und leicht zu handhabenden Mitteln mit geringstem Kosten- und Arbeitsaufwand maschinell durchzuführen. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass ein beispielsweise unter der Wirkung eines Seilzuges stehendes Reinigungsgerät fortlaufend in vorzugsweise streifenförmigen Abschnitten auf dem Kohlenlager hin und herbewegt wird. Die Bewegung des Geräts erfolgt bei dem Verfahren nach der Erfindung zweckmässig zwischen zwei Festpunkten, die wie der für sich entsprechend der fortschreitenden Reinigungsarbeit in der Arbeitsrichtung verschiebbar sind.
Eine zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
geeignete Einrichtung kann zweckmässig im wesentlichen aus einem durch Seilzug beweglichen Reinigungsgerät bestehen. Hierbei kann es vorteilhaft sein, das Reinigungsgerät selbst z.B. nach Art eines Schrapperkübels auszubilden. Um den Schürf- oder Reinigungskübel einen freien Rücklauf nach vollendetem Arbeitshub zu ermöglichen, ist dieser nach dem Vorschlag der Erfindung zweckmässig mit besonderen Führungskufen ausgestattet, die beispielsweise ausschwenkbar ausgebildet sein können. In vielen Fällen und zwar insbesondere dort, wo die Verschmutzung des Kohlenlagers derart ist, dass der auf einem Streifen wegzuräumende Abraumrest durch eine einzige Kübelfassung nicht bewältigt werden kann, ist es vorteilhaft, die Kübelrückwand ganz oder teilweise zu der Horizontalebene der Zugachse des Gerätes geneigt anzuordnen. Hierdurch wird der wesentliche Vorteil erreicht, dass bei abgeschlossener Füllung des Kübels das in ihm befindliche Abraummaterial unter der Zugwirkung und infolge der Neigung der Kübelrückwand den Kübel zwingt, über das noch vor ihm liegende Abraummaterial hinweg zu klettern. Es wird also verhindert, dass der Kübel bei seinem Arbeitshub überfüllt wird und das Abraummaterial auf seiner Rückseite wieder über das Hangende streut.
Im Rahmen dieser grundsätzlichen Vorschläge der Erfindung sind die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten gegeben. Beispielsweise kann es vorteilhaft sein, das Reinigungsgerät zwischen einem längst der Strosse verfahrbaren Haspel und einem längst verschieblichen Widerlager durch Seilzug beweglich anzuordnen. Das Widerlager kann hierbei vorteilhaft durch ein an einem Tragseil verschiebbaren Rollengeschirr oder dergleichen gebildet sein.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert ist. Es zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in Seitenansicht,
Fig. 2 in Draufsicht und
Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel der Er-
findung in Seitenansicht.
Wie aus der Darstellung der Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist ein beispielsweise nach Art eines Schrapperkübels ausgebildetes Reinigungsgerät 1 zwischen einem als Widerlager dienenden Rollengeschirr 2 und einem beispielsweise auf einem Fahrgestell 3 verfahrbaren Haspel 4 durch Seilzug beweglich angeordnet. Der Kübel 1 steht im einzelnen unter der Wirkung eines Zugseiles 5 und eine Rücklaufseiles 6, während das Rollengeschirr 2 an einem in Abständen durch Stempel 7 abgestützten Tragseil 8 verfahrbar ist. Das Rollengeschirr 2 steht fernerhin unter der Wirkung eines Seilzuges 9, der über die Rollen 10, 11, 12 und 13 geführt an den Stellen 14 und 15 am Fahrgestell 3 angeschlossen ist und daher bewirkt, dass sich das Rollengeschirr 2 entsprechend der Verschiebung des Haspel 4 bzw. des Fahrgestells 3 auf dem Tragseil 8 entsprechend der fortschreitenden Reinigungsarbeit verschiebt.
Der Kübel 1 wird durch die Seile 5 und 6 in streifenförmigen Abschnitten über das Flözhangende 16 bewegt. Bei seinem Zughub nimmt dabei der Kübel 1 den auf dem Kohlenlager 16 liegenden Abraumrest 17 mit, um ihn an der Baggerböschung 18 bei Beginn des Rücklaufes aufzuschütten. Der vom Zugseil 5 auf das Rücklaufseil 6 übergehende Seilzug bewirkt hierbei über die Rollenführung 19 ein Anheben des Kübels in die auf der rechten Seite der Fig. 1 dargestellten Lage, da hierbei die schwenkbar am Kübel angeordneten Führungskufen 20 unter dem Zug des Rücklaufseiles 6 ausgeschwenkt werden, so dass der Kübel angehoben wird und mit seinem offenen Boden das von ihm aufgenommene Haufwerk freigibt. Durch das Ausschwenken der Gleitkufen 20 wird gleichzeitig bewirkt, dass der Kübel 1 beim Rücklauf auf den Führungskufen 20 über die Flözoberfläche bzw. den Abraumrest hinweggleitet, ohne diesen letzteren mitzunehmen. Beim Wechsel des Zuges auf das Zugseil 5 werden die Führungskufen 20 wieder eingeschwenkt.
Die Rückwand des Kübels 1 ist mit ihren Oberteil 21 schräg zur Zugrichtung geneigt, hierdurch wird die wichtige
Wirkung erreicht, dass der Kübel 1 nach vollendeter Füllung durch das auf die Wand 21 drückende Haufwerk angehoben und zum Klettern gebracht wird, so dass seine Überfüllung mit den bereits geschilderten Nachteilen vermieden wird.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, bei dem der Haspel 4, welcher in allen Fällen zweckmässig als Doppeltrommelhaspel ausgebildet ist, auf einem Raupenfahrzeug 22 angeordnet ist.
In dieser und ähnlicher Weise kann durch die Erfindung eine Reinigung der Flözoberfläche insbesondere in Braunkohlentagebaubetrieben erreicht werden, bei welcher diese Arbeit mit den einfachsten Mitteln und unter geringem Aufwand an Zeit und Schichten durchgeführt werden kann. Die Erfindung ist jedoch mit den beschriebenen und dargestellten Ausführungsbeispielen keineswegs erschöpft, vielmehr kann der ihr zugrundeliegende Vorschlag noch anderweitig ausgestaltet werden.
Claims (8)
1. Verfahren zum Reinigen der im Tagebau durch Abräumen des Deckgebirges freigelegten Oberflächen eines Kohlenlagers, dadurch gekennzeichnet, dass ein beispielsweise unter der Wirkung eines Seilzuges stehendes Reinigungsgerät fortlaufend in vorzugsweise streifenförmigen Abschnitten auf dem Kohlenlager hin- und herbewegt wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein durch Seilzug bewegliches Reinigungsgerät.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgerät nach Art eines Schrapperkübels ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kübel mit besonderen Führungskufen für einen freien Rücklauf ausgestattet ist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskufen ausschwenkbar ausgebildet sind.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kübelrückwand ganz oder teilweise zu der Horizontalebene der Zugachse geneigt angeordnet ist.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigungsgerät zwischen einem längs der Strosse verfahrbaren Haspel und einem längst verschieblichen Widerlager durch Seilzug beweglich angeordnet ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Widerlager durch ein an einem Tragseil verschiebbaren Rollengeschirr oder dergleichen gebildet wird.
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