DEP0035040DA - Verfahren zur Behandlung der Oberfläche von Gegen- ständen aus Aluminium und dessen Legierungen, insbesondere zum Verbessern des Aussehens. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung der Oberfläche von Gegen- ständen aus Aluminium und dessen Legierungen, insbesondere zum Verbessern des Aussehens.

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DEP0035040DA
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DE
Germany
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aluminum
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alloys
treating
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Inventor
Hellmuth Dr. Fischer
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Siemens and Halske AG
Original Assignee
Siemens and Halske AG
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Description

-*- ' Ji / Il
J *" r
Siemens & Halske München, den 15. Februar 1949
Aktiengesellschaft PA 9/511/109
Berlin-SiemensStadt
Bri efans ehrif t\
München 1
Dienerstr„ 15/16
Verfahren zur Behandlung der Oberfläche von Gegenständen aus Aluminium und aessen legierungen, insbesondere zum Verbessern des Aussehens,
Aus Metall durch Guss oder spanabhebende wie" spanlose Verformung hergestellte Gegenstände zeigen in rohem Zustand eine unbefriedigende, mehr oder weniger ungleiclimässige Oberfläche, die noch einer mechanischen Behandlung unterzogen werden muss, um eine dem Verwendungszweck angepasste möglichst glatte, evtl. sogar glänzende Oberfläche zu erzielen. Diese mechanische Behandlung
- Polieren und Glänzen - ist jedoch nicht nur sehr umständlich, sondern je nach dem Metall sowie Art und Ausmass der Oberflächenfehlermit erheblichen Kosten verbunden. Man hat deshalb schon seit langem versucht das mechanische Polieren und Glänzen durch rein chemische oder elektrochemische Behandlung zu ersetzen.
Verfahren, der Oberfläche von Metallgegenständen ein glänzendes Aussehen zu verleihen? wurden verschiedentlich entwickelt und mit gewissem Erfolg angewandt. Erinnert sei, hier an die bekannte Gelbbrenne für Messing, Für Gegenstände aus Aluminium ist kein Verfahren dieser Art bekannt geworden. Der Angriff verdünnter Lösungen von Säuren oder Alkali auf Aluminium, wie sie z.B. zum Beizen von Aluminitimgegenständen verwendet werden, findet gerade bevorzugt an den Vertiefungen der Oberflächen statt, sodass durch diese Behandlung keine gleichmässige Oberfläche erhalten wird, sondern Kratzer, Ziehriefen und dergl. noch verstärkt werden und eine evtl. vorangegangene mechanische Polier- und Glänzbearbeitung wieder beeinträchtigt wird. Pur mechanisch vorpolierte Aluminiumflächen wurden eine Reihe von Verfahren
Dr.Bi/Z.
PA 9/511/109
bekannt, die durch elektrolytisohe Behandlung das Reflexionsvermögen dieser Oberflächen noch beträchtlich erhöhen5 die dazu verwandten Lösungen sind entweder auf einem Gehalt fluorhalbiger Säuren aufgebaut, oder enthalten einen gewissen Prozentsatz Atzalkali.
sj^Cm Gegensatz zu diesen bekannten Verfahren wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, den zu behandelnden Gegenstand aus Aluminium oder Aluminium]egiarungen in ein warmes Bad einzutauchen, dessen wesentlichen Bestandteil Ätzalkali bildet, Mt diesem Verfahren gelingt es überraschenderweise nicht nur an mechanisch vorpolierten Piachen Von Aluminium oder Aluminiumlegierungen das Reflexionsvermögen zu erhöhen, sondern o,uch eine etwa fehlende mechanische Vorpolitur mehr oder weniger zu ersetzen. Diese vorteilhafte Wirkung beruht dabei darauf, dass der Angriff der warmen konzentrierten ÄtzalLalildsung nicht in den Vertiefungen einer unregelmässigen Oberfliche wirkt, sondern gegen deren Lrhebungen. Diese Wirkung ist dabei um so grosser, je konzentriert-er die Lösung ist. Als Lösungsmittel wird zweckmässig Wasser verwendet. Die Arbeitstemperatur hängt ±n gewissem Umfinge von der Konzentration der Lösung ab. Pur die praktische Anwendung kommen .Temperaturen über 60 C in Präge, zwefekmässig zwischen 100 und 130° C. Die Behandlungsdauer richtet sich im wesentlichen nach der Grosae der zu beseitigenden Unebenheiten, in Abhängigkeit von Temperatur und Konzentration des Bades5 sie beträgt etwa 10 bie 60 see.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeführt werden;
Zu 240 £ itana oron werden 180 g Wasser gegeben; diese dickflüssige Lösung wird auf 120° C erhitzt und in diese Lösung der zu behandelnde Gegenstand aus Aluminium, welcher vorher entfettet wurde, eingetaucht. Die Behandlungsdauer beträgt 30 see; anschliessend wird sofort in heissem Wasser und abfchliessend in kaltem Wasser gespült. Der vor der Behandlung unaneuhnlich aussehende Gegenstand zeigt nach der erfindungs^omassen Behandlung ein hellglänzendes Aussehen, woboi auch die von der mechanischen Herstellung noch herrührenden Ziohriefen und Kratzer weitgehend verschwunden sind.
PA 9/511/109
Wie aus dem angeführten Beispiel zu ersehen ist, kann durch das vorgeschlagene Verfahren nicht nur eine mechanische Bearbeitung eingespart, oder zum mindesten - falls es sich "um sehr starke Oberflächcnfehler handelt, bzw» um besonders hohe Ansprüche_an das Aussehen fertiggestellter Teile teilweise ersetzt werden, auch gegenüber den bisher bekannten elektrochemischen Glänzverfahren ergibt sich eine wesentliche Verbilligung durch 7/egfall der Beschaffung und des Einsatzes elektrischer Einrichtungen. Zu diesen Vorteilen kommt noch hinzu, dass die Behandlungsdauer der Teile nach dem erfindungsgemäosen Verfahren erheblich kürzere Zeit in Anspruch nimmt, als nach den bisher bekannten elektrochemischen Glänze erfahren, bei denen die Behandlungsdauer meiot nicht unter 15 - 20 Min. gewählt werden kann.
Die Zusammensetzung der Polierlösung kann natürlich in gewissen Grenzen schwanken jund wird euch weitgehend der Zusammensetzung der zu behandelnden Legierung angepasst werden müssen«.
5 Patentansprüche»

Claims (4)

  1. PA 5/511/109
    Pat entajuopruone»
    „) Verfahren ζ or Behandlung der Oberfläche von G-ogen.jtanden aus Aluminium oder Aluminiumlegierung; on, insbosonduro zum Verbessern des Aussehens, dadurch ^- .^kennzeichnet, dass der f.u behandelnde Gegenstand in ein warmes, vorznguureide heisses Bad eingetaucht wird, dessen wesentlichen Bestandteil Ätzalkali bildet»
  2. 2.) Verfahron nach Ansprach 1, dadurch gekonnzeichnet, dass eino hochkonzentrierte Lösung von Ätznatron verwundet wird.
  3. 3.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass d?s Behandlungsbud Wasser enthält=
  4. 4.) Verfahren nach oin^m der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, do,ss die Temperatur des Bades auf mindestens 60° C, insbesondere 100 - 130° 0, gehalten wird.
    = ) Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4-, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungsdiuer 10 - 60 see beträgt»

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