DEP0034713DA - Vorrichtung zur Betätigung des Verschlußstückes eines Durchflußreglers. - Google Patents
Vorrichtung zur Betätigung des Verschlußstückes eines Durchflußreglers.Info
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Description
Günther Sehwank in Glücksburg,
Selbsttätige Kegelvoigaficlitung für ^lüs_^gk^^gji^ä^g_g^5ei Die Erfindung betrifft eine Yorrichtung zur plötzlichen
Abschließung beziehungsweise Freigabe eines Flüssigkeits-oder Gasstroms unter der Einwiricung der allmählichen Bewegung eines
lühlers.
Bei der selbsttätigen Regelung einer Eurchflußmenge in Abhängigkeit von Druck, Temperatur, ^ Feuchtigkeit oder anderer
Zustandsänderungen eines Stoffes ist es häufig erwünscht, daß die lurchflußmenge ohne Zwisehenstellung von ITull zum
Höchstwert wechselt.
Es sind Yorrichtuiigen bekannt zur Umsetsung der allmählichen Mhlerbewegung'in eine plötzliche Bewegimg des Hegelorgans,
beispielsweise unter Yerwendung von pneumatisch oder elektrisch gesteuerten Ventilen oder durch Zusammenwirken von Hebeln und
Federn. Derartige Vorrichtungen erfordern entweder' eine zusätzliche
Energieoiielle oder weisen, infolge der Yierwendung von Keibungskräften, nur begrenzte Regelgenauigkeit auf.
Hach der vorliegenden Erfindung wird der allmählich bewegte 'feil des Fühlers elastisch mit dem Abschluß des Regelorgans
verbunden. Dieser Abschluß/f beispielsweise ein Ventilteller, wird durch eine)möglichst regelbare kraft auf seinem Sitz
gehalten, die beim Abheben, schneller abninint^- als die SOannune ' del1 TIks tiscnen ν er binaung/. -7ird diese Spannung durch, die
Fühlerbewegung so groß, daß -;ie die Haltekraft übersteigt, so erfolgt schlagartige öffnung um einen Teilbetrag der
eIi? s ti s chen Yerf ormung.
•Die Iialtekraft kann beispielsweise durch einen Magneten ausgeübt werden; durch Verschieben desselben in ;iraftrichtung
können &röße und Verlauf der kraft geregelt werden. Eine weitere Möglichkeit besteht nach der Erfindung darin, den
Druck der zu regelnden Flüssigkeiten oder Gase auf den Ventilteller als Haltekraft au benutzen. Dei geschlossenem Regelorgan
besteht ein höheres Druckgefälle zwischen beiden Seiten der Abschließung als bei geöffnetemf es erfolgt schlagartige
öffnung, sobald die elastische Spanirung die Höhe der Druckkraft erreicht hat. Bei der allmäliliclien Abschließung erfolgt
Auslösimg in dem Augenblick, wo der Druckunterschied schneller zunimmt, als die Spannung der elastischen Verbindimg.
Die fortschrittliche Wirkung ergibt sich vor allem aus der Möglichkeit, die Haltekraft genau festzulegen, sei es durch
Bemessung und Einstellung des Llagneten, sei es durch Fläche und Belastung des Yentiltellers. AuSerdera kann durch Veränderung
der Yorspannung der elastischen Verbindung die Empfindlichkeit der ilegelvorrichtung beeinflußt werden. Bei erhöhter Vorspannung
erfolgt Abschließung oder öffnung nach einer kleineren Fühlerbewegung, das heißt die Hegelvorrichtung spricht bereits
bei geringen Zustandsänderung^.!! an, und sinngemäß umgekehrt bei verringerter Vorspannung. JSs wird dabei ein Senauigkeits-'
grad und ein Regelbereich erreicht, der bisher nur bei sehr viel komplizierteren und empfindlicheren Gerilten möglich war.
Falls die Art der Anlage eine örtliche. 'Jrennung von fühler und Segelorgan nötig IJiaelit5 kann mit hilfe einer Regelvorrichtung
nach Ai rOrliegender Drfindung in bekannter 'Jeise ein geringer
Teil der zu regelnden Durchflußiiienge beeinflußt v/erden und zur Steuerung eines Hauptregelergans benutzt werden. Dabei kann
erf induugsgexnäß anstatt der bekannten Anwendung der Druckenergie der Flüssigkeiten oder Gase auch deren "/ärraewirkung
auf ein entsprechend gestaltetes Hauptregelorgan genutzt werden, sofern es sieh um brennbare oder erhitzte Stoffe handelt.
In der Abb. 1 ist als Beispiel ein Pieisostat dargestellt, dessen elastischer Faltenbalg (a) sich ausdehnt unter Einwirkung
des Dampfdrucks, der das Aegelorgan steuern soll. Der Ventilteiller (b) wird durch einen "iiagiieten (c) auf seinem
Sitz geheilten und ist mit dem Faltenbalg (a) durch eine Schraube (d) verbunden, mit deren Zi] fe der Faltenbalg '(a)
gegen die Kraft des Iiagneten (c) vorgespannt wird. Der Kagnet (:c) kann in Hichtung der Vertikalachse so verschoben
werden, daß er bei geschlossenem Ventil die gewünschte Sraft auf den Ventilteller (b) ausübt. Sinkt der Druck im Dampferzeuger
und damit im faltenbalg (a), so übt dieser einen federnden Xug auf den Ventilteller (b) aus, der sich solange
verstärkt, bis bei einer bestimmten Druckhöhe plötzliche öffnung erfolgt. Steigt der Druck im Faltenbalg (a), so
wiederholt sich der Vorgang in umgekehrter Richtung. Abb. 2 zeigt als weiteres Beispiel einen !thermostaten, dessen
Fühlerrohr (e) sich bei Erwärmung ausdehnt. Der fest damit verbundene nicht dehnende Stab (f) trägt an ■^nde ein Federwiderlager
(g), das durch G-ewinde achsial verschiebbar ist.
und mit dessen Hilfe die Vorspannung der Peder (h) eingestellt werden kann. Die Feder (Ii) drückt gegen den Yentilteller (i),
der durch den Druck des bei (k) einströmenden Gases an seinen Sitz gepreßt wird. Beim Erkalten des Fühlerrohrs (e) sieht s^-ich
dasselbe zusammen, drückt über den Stafe (f) und das Federwiderlager (g) auf die Feder (Ii)5 bis deren Spannung den Gasdruck
überwindet und das Ventil (i) schlagartig von seinem Sitz entfernt.
In Abb. 3 wird an einem Beispiel die YiTärmewirkung eines Gasnebenstroms auf die Betätigung eines Hauptregelorgans gezeigt. Der
durch einen Regler nach Abb.l oder 2 über das Rohr (l) zugeführte Gasstrom verbrennt bei (m) und erwärmt eine Bimetallfeder
(n), deren Verformung den Ventilteller (o) von seinem Sitz abhebt und damit den GasdurchlaiS im Haaptregelorgan freigibt.
Bei Unterbrechung des Nebenstromes erkaltet die'Bimetallfeder (n) und das Ventil wird geschlossen.
Claims (5)
1) Vorrichtung zum plötzlichen öffnen und Schließen eines Regelorgans unter Einwirkung eines allmählich bewegten Fühlers,
d.g., daß der Fühler elastisch mit dem Abschluß organ verbunden und dieses^ durch eine festZegbare Kraft geschlossen bleibt, bis
die Spannung der elastischen Verbindung größer wird als die Haltekraft. /
2) Vorrichtung nach Anspr.2) d.g., daß die elastische Verbindung eine regelbare/Vorspaiinuiig erhält.
3) Vorrichtung-na/h Anspr.1-2) d.g., daß die Kraft durch den Druck der zu regelnden Flüssigkeiten oder Gase auf das Abschlußorgan
ausgeübt wird.
4) Vorrichtung nach Anspr.1-2)d.g., daß die Kraft durch einen vorzugsweise in Kraftrichtung verschiebbaren Magneten erzeugt
wird. /
5) Vorrichtung nach Ansp±.l-4) d.g., daß bei Regelung von brennbaren oder erhitzten Flüssigkeiten oder Gasen nur ein
Nebdastrom gesteuert wird, dessen fühlbare oder chemische Wärme &xr Betätigung eines Hauptregelorgans benutzt wird.
Patentansprüches
1. Vorrichtung zur Betätigung des VerachlusStückes eines Durchflussreglers mit kontinuierlich veränderlicher
Hegelgrösse, dadurch gekennzeichnet! dass der Eegelimpuls durch efyelastisohee Glied eingeleitet wird, das
bei geschlossenem Hegelventil unter Vorspannung Stehtf die den Regler zu öffnen suchte und der e inejf Kraft auf das
Verschlusstück des Kegelventils entgegenwirkt, die sich bei sich abhebendem oder bei aufsetzendem Verschlussstück
stärker verminder/bsw. vergrösser/als die Kraft in dem ft ei/gotischen G-lied, die den Regelitapuls einleitet.
2. forriehtung nach Anspruchs/dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung in dem elastischen SiIied regelbar ist.
Je Vorrichtung nach Anspruch \ydadurch gekennzeichnet, dass
die Kraft, die entgegen der Vorspannung in dem elastischen Gliedf wirk^st vom Druck der zu regelnden JlüssigkeixeÄ? oder
Gase auf das Verschlusstück ausgeübt wird.
4. Vorrichtung nach ^sprach 1^ dadurch gekennzeichnet9 dass
die Kraft, die enige.en dor lorspanrrang in dem elastischen Glied wirkt, von einem vorzugsweise in ICraftricfctung
verschiebbare^ Magnetj, eraeurt, wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1^ dadurch gekennzeichnet, dass bei Regelung von brennbaren oder erhitzten Flüssigkeiten
oder Gasen nur ein ^ebenstroia gesteuert wird^e» dessen fühlbare oder chemische Wärme ift=--^==^refe-%^k^»4#^-*eie«
zur Betätigung eines Hauptrege!organs benutzt Wirde
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