DEP0031690DA - Verfahren und Schaltungsanordnung zur Übertragung von Drahtfunksendungen - Google Patents

Verfahren und Schaltungsanordnung zur Übertragung von Drahtfunksendungen

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DEP0031690DA
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Heinrich Dr. phil. Hecht
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Description

Die Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, Haushaltungen und öffentlichen Lokalen die Möglichkeit zu geben, sich nach Wunsch ein bestimmtes Unterhaltungsprogramm, vorzugsweise eine bestimmte Art musikalischer Darbietungen zu erzeugen.
Das einzige bisher zur Verfügung stehende Mittel zur Lösung dieser Aufgabe bestand im Plattenspieler. Diese Einrichtung hatte jedoch den Nachteil, dass sie einer ständigen Bedienung bedurfte. Es haben sich zur Erleichterung bereits Magazin-Plattenspieler eingebürgert, die mit einem selbsttätigen Plattenwechsler ausgestattet sind. Man kann auf diese Weise viele Dutzend Platten hintereinander abspielen lassen. Der Aufwand des Plattenspielers ist jedoch ausserordentlich gross, er ist sehr teuer und erfordert ein verhältnismässig grosses Möbelstück zur Unterbringung des Plattenspielers und der gerade benutzten Platten. Ausserdem ist ein erhebliches Platten-Material erforderlich, damit man die Programme an verschiedenen Tagen wechseln kann.
Die beiden anderen technischen Mittel, die es erlauben, im Haushalt und in den Lokalen Übertragungen zu veranstalten, sind der Rundfunk und der Drahtfunk. Der Rundfunk ist bereits mit der Aufgabe eines gemischten Programms belegt, das zur besseren, störungsfreien Wiedergabe parallel dazu auch noch über den Drahtfunk übertragen wird. Wenn man den Rundfunk benutzt, hat man zwar die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Sendestationen zu wählen, man hat aber nicht die Möglichkeit, zu einer beliebigen Zeit ein beliebiges Programm ganz bestimmten Charakters zu wählen.
Der Erfindungsgedanke geht von der Erkenntnis aus, dass ein allgemeines Bedürfnis danach besteht, zu einer beliebigen Zeit sich Tanzmusik, Opernmusik, Operettenmusik, Klassische Musik, Unterhaltungsmusik oder sonstige Darbietungen ernsten oder heiteren Charakters zu verschaffen. Dieses Bedürfnis lässt sich mit dem Radioapparat durch die Wahl einer Rundfunk-Sendestation nicht befriedigen; denn es ist reiner Zufall, ob in irgend einem Augenblick gerade einer der erreichbaren Sender ein solches Programm sendet und wann diese Sendung wieder beendet ist.
Die Erfindung sieht daher vor, an einer zentralen Stelle ein zusammengefasstes Magazin von Magnetophonbändern, Schallplatten oder sonstigen Lautschriftträgern aufzustellen, eine Reihe von Wiedergabe-Einrichtungen mit Programmen verschiedener Art aus diesem Magazin zu bespielen und die Wiedergabe-Einrichtungen parallel über verschiedene Trägerwellen, in an sich bekannter Weise an den Drahtfunk anzuschliessen.
Der Gedanke wird beispielsweise so realisiert, dass 6 derartige Magnetophone gleichzeitig pausenlos abgespielt werden. Das Abspielen soll sich über einen langen Zeitraum erstrecken, in dem der Wunsch nach Unterhaltung beim Publikum besteht; unter Umständen kann dies Tag und Nacht geschehen.
Jedes der Magnetophone sendet ein anderes spezifiziertes Programm, etwa Tanzmusik, Opernmusik, Klassische Musik usw. und es ist jedes über eine andere Trägerwelle in an sich bekannter Weise an den Drahtfunk angeschlossen. Hierdurch wird die gestellte Aufgabe in technisch-einfachster Weise gelöst. Es hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, durch seinen Rundfunkapparat dem Drahtfunk ein beliebiges, gerade gewünschtes Programm zu entnehmen. Der gesamte technische Aufwand, die Kosten und Unbequemlichkeiten eines Plattenwechslers im Hause werden vermieden. Trotzdem bleibt die Möglichkeit bestehen, die normalen Rundfunksendungen zu hören, die ein an die Tageszeiten gebundenes, gemischtes Programm darbieten.
Das Mittel des Drahtfunks ist bereits längst bekannt, es wurde aber bisher nur für zwei völlig andere Zwecke benutzt. Der eine Zweck bestand darin, Mitteilungen in einem gewissen Grade geheim zu verbreiten, was z.B. während des Krieges für Flugwarnungen eine Rolle gespielt hat. Der andere Verwendungszweck des Drahtfunks besteht darin, eine störungsfreie und dadurch verbesserte Wiedergabe des normalen Rundfunkprogramms zu ermöglichen. Aus diesem Grunde wird das Rundfunk-Programm einiger Sender gleichzeitig auf Drahtfunk übertragen. Diese Verwendung wird durch die Erfindung gar nicht berührt und kann daneben ohne weiteres bestehen bleiben. Wollte man jedoch versuchen, auf dem bisher üblichen Wege der Funkübertragungen eine derartige Programmge- staltung vorzunehmen, wie sie der Erfindungsgedanke als wünschenswert erkannt hat, so müsste man neue Sendestationen schaffen, die jede nur ein solches pausenloses Programm senden. Abgesehen davon, dass der Aufwand neuer Sendestationen technisch sehr gross wäre, lässt sich dies praktisch gar nicht durchführen, weil die Rundfunkwellenskala durch die Auslandssender bereits völlig besetzt ist. Die Erfindung erweitert also durch die Ausnutzung des Drahtfunks den Wellenlängenbereich, um einem, wenn auch kleinen Publikum, ein in weiten Grenzen beliebiges Wahlprogramm zur Verfügung zu stellen.
Der Erfindungsgedanke lässt sich noch weiter ausbilden. Es können beispielsweise neben den bereits erwähnten, festen Wahlprogrammen und den Trägerwellen, die an normale Rundfunksendungen angeschlossen sind, einige Trägerwellen freibleiben, beispielsweise 3 oder 4, auf denen normaler Weise nicht gesendet wird. Für diese stehen erfindungsgemäss besondere Wiedergabe-Einrichtungen zur Verfügung, auf denen auf besonderen Wunsch eines Teilnehmers gegen eine Einzelgebühr, eine beliebig gewünschte Sendung, z.B. einer bestimmten Oper, vorgenommen werden kann. Das Programm-Magazin nach der Erfindung wird als eine musikalische Leihbibliothek verwendet, aus der jeder Teilnehmer sich für einen bestimmten Zeitpunkt ein ganz bestimmtes Musikstück bestellen kann. Zweckmässiger Weise werden diese zusätzlichen Freileitungen nicht von einer einzigen zentralen Stelle bedient; sondern es besteht ein besonderer Erfindungsgedanke darin, dass an verschiedenen Orten, Städten, nach Art lokaler Leihbüchereien besondere Wiedergabe-Apparate vorgesehen sind, für die jeweils ein besonderes Magazin an Lautschriftträgern zur Verfügung steht.
Die Einstellung auf die verschiedenen Trägerwellen der Drahtfunkübertragung nach der Erfindung geschieht in an sich bekannter Weise mittels des Rundfunkgerätes, auf dessen Skala unter Umständen die verschiedenen Programme unmittelbar verzeichnet sind. Gegebenenfalls kann man anstelle der stetigen Einstellung des Einstellknopfes für jede Drahtfunk-Trägerwelle einen besonderen Schaltknopf vorsehen, durch dessen Bedienung das gewünschte Programm sich einschaltet, unter gleichzeitiger Ausschaltung der Rundfunkdarbietung, d.h. unter gleichzeitiger Abschaltung der Antennen. Unter Umständen kann die Übertragung auch niederfrequent ohne Trägerwelle erfolgen, wodurch eine individuelle Übertragung auf einzelne Telefone möglich wird.

Claims (1)

  1. Verfahren und Schaltungsanordnung zur Übertragung von Drahtfunk-Sendungen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der gleichzeitigen Darbietung von wählbaren Programmen bestimmten, unterschiedlichen Charakters eine Reihe von entsprechenden, in gewissen Zeiten pausenlos arbeitenden Wiedergabe-Einrichtungen parallel, über verschiedene Trägerwellen in an sich bekannter Weise an den Drahtfunk angeschlossen sind, oder niederfrequent an einzelne Telefonleitungen angeschlossen werden.

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