DEP0026652DA - Naturumlauf-Kleindampfkessel mit Rostfeuerung - Google Patents
Naturumlauf-Kleindampfkessel mit RostfeuerungInfo
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Description
Das Ziel der Erfindung ist es, einen Naturumlauf-Kleindampfkessel mit Rostfeuerung zu schaffen, dessen Dampfleistung schwankender Belastung schnellstens folgen kann und dessen Herstellungspreis möglichst niedrig ist. Es ist bekannt, dieses dadurch zu erreichen, daß man einen Wasserrohrkessel mit kleinem Speichervermögen, bei dem die Kesselrohre zum Tragen der Sammler herangezogen werden, mit einer stetig arbeitenden schnell regelbaren Feuerung kombiniert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden mehrere einzelne an sich bekannte Merkmale so kombiniert, daß ein Kessel mit kleinster Grundfläche und einfachstem Aufbau entsteht, dessen Beschaffungs- und Unterhaltungskosten so gering sind, daß er für Kleinstbetriebe mit Leistungen von etwa 1 - 2 t/h wirtschaftlich arbeiten kann.
Nach der Erfindung ist eine hohe, schmale Brennkammer vorgesehen, die durch eng geschlossene senkrechte Steigrohrseitenwände so unterteilt ist daß an beiden Seiten oder auch nur an einer Seite Rauchgaszüge zur Umführung der Heizgase entstehen, in denen Zusatzheizflächen angeordnet sind, und daß die Steig- und Fallrohre so ausgebildet sind, daß sie die Feuerung einschließlich Aschenkasten tragen.
Es ist zwar an sich bekannt, bei größeren Kesselanlagen, namentlich solchen mit Kohlenstaubfeuerung, die Feuerung in Kesselrohre einzubetten, jedoch war dieses bei Rostfeuerungen wegen ihrer Größe bisher nicht möglich.
Rohrwände zur Unterteilung des Feuerraumes wie auch zur Lenkung der Heizgase zu verwenden, ist an sich ebenfalls bekannt. Das Kennzeichen der Erfindung jedoch ist die Schaffung so schmaler Rauchgasgassen wie eben möglich und einer schmalen, aber hohen Brennkammer, um die günstigsten Raumverhältnisse zu schaffen und Aufstellungs- wie auch Betriebskosten so gering wie möglich halten zu können. Durch diese Kombination mehrerer zum Teil bekannten Merkmale wird erreicht, daß die Steigrohre, die in der schmalen hohen Brennkammer eine große Strahlungsheizfläche bilden, auch in den Rauchgaszügen auf ihrer Rückseite als Berührungsheizflächen ausgenutzt werden. Der Einbau von Zusatzheizflächen, zweckmäßig ausgebildet als Schrägrohrelemente, welche die Ablenkung der Heizgase gegen die Steigrohrwände bewirken und die Gasgeschwindigkeit erhöhen, ermöglicht eine intensivere Ausnutzung der Heizgase.
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die erzeugte Wärme weitestgehend ausgenutzt wird und ein guter Wasserumlauf gesichert ist, so daß auch die Handfeuerung dieser kleinen Anlage ohne Gefahr möglich ist. Die außerordentlich geringen Einmauerungsarbeiten und Erstellungskosten tragen wesentlich dazu bei, einen preislich günstigen Kessel bauen zu können. Ein großer Vorteil dabei ist, daß der gesamte Kessel sowie die Feuerungseinheit versand- und aufstellungsfertig hergestellt werden kann. Auch wird die Vorwärmung der Verbrennungsluft dadurch außerordentlich begünstigt, daß die Heizgase auch die Feuerungswanne bestreichen. Außerdem gestatten die gut abschließenden äußeren Rohrwände, die Kesselumkleidung sehr leicht und dünn auszuführen, und sie gegebenenfalls an ihnen aufzuhängen.
Die Lenkung der Heizgase ist, wie in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen dargestellt, auf verschiedene Art möglich. Die Abb. 1 zeigt einen Kleinkessel gemäß der Erfindung im Schnitt, bei dem die Heizgase beiderseits der Brennkammer nach unten geführt sind und sich unterhalb der Feuerung vereinigen und hier, einen Überhitzer bestreichend, entweichen. Die Fallrohrreihen sind in den Rauchgaszügen durch Schrägrohrelemente gegen die Heizgase abgeschirmt. Die Abb. 2 dageben zeigt einen Kessel, bei dem die Heizgase nur einen Rauchgaszug durchströmen, wobei die Wärme des Rauchgasabzuges Steigrohre sind, die Fallrohre aber außerhalb des Zuges liegen und die gesamten Rohre in einem Sammler vereinigt sind. Der Überhitzer ist unterhalb der Feuerung des Kessels angeordnet, der Einbau des Schrägrohrelementes erfolgt vorteilhaft so, daß die Heizgase im Querstrom das Schrägrohrelement berühren. Bei der in Abb. 3 gezeigten Bauart sind die gesamten Rohre ebenfalls in einem Sammler vereinigt, die Heizgase durchströmen zuerst einen aus Steigrohren gebildeten abwärts gerichteten Rauchgasabzug, treten dann zwischen Feuerung und Sammler hindurch in den aufwärtsführenden Zug, von wo sie in den Schornstein abgeführt werden. Dieser Rauchgaszug ist nach außen durch eine Fallrohrwand begrenzt.
Die Trommel 1 liegt über der Mitte der schmalen hohen Brennkammer 2, aus der die Heizgase in die Rauchgaszüge 3 treten, die durch Steigrohrwände 4 von der Brennkammer 2 getrennt sind. Die Fallrohrwände 5 liegen nach der Ausführung Abb. 3 im letzten Zug und sind durch die einseitige Anordnung der vor ihnen liegenden Schrägrohrelemente 6 noch geschützt. In den ersten Zügen sind diese Schrägrohrelemente 6 so angeordnet, daß sie möglichst große Wirbelungen der durchgehenden Heizgase verursachen. Unterhalb der Feuerung 7, die in der Brennkammer 2 liegt und durch die Kesselrohre getragen wird, ist der Überhitzer 8 in den vollen Heizgasstrom gelegt.
Bei dem in Abb. 3 gezeigten Kessel ist der aufwärts gerichtete Rauchgaszug 3' unterhalb der Trommel 1 durch eine Abdeckung 9 gegen die Brennkammer 2 hin verschlossen. Die Steigrohre 4 und Fallrohre 5 sind in die Sammler 11 bzw. einen gemeinsamen Sammler 12 (Abb. 2 und 3) geführt. Durch den Fuchs 10, welcher absperrbar ist, werden dann die Heizgase in den Schornstein abgeführt. Die Rußbläser 13 sind einfache Düsenrohre, die in gerader Richtung blasen. Sie sind so zu den Rauchgasabzügen 3 angeordnet, daß sie nicht bewegt zu werden brauchen.
Claims (1)
- Naturumlauf-Kleindampfkessel mit Rostfeuerung, dadurch gekennzeichnet, daß eine hohe, schmale Brennkammer (2) vorgesehen ist, die durch eng geschlossene senkrechte Steigrohrseitenwände (4) so unterteilt ist, daß an beiden Seiten oder auch nur an einer Seite Rauchgas-Züge (3, 3') zur Umführung der Heizgase entstehen, in denen Zusatzheizflächen (6) angeordnet sind, und daß die an der Obertrommel befestigten Steig- und Fallrohre (4, 5) so ausgebildet sind, daß sie die Feuerung (7) tragen.
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