DEP0026288DA - Kleinkraftfahrzeug - Google Patents
KleinkraftfahrzeugInfo
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Description
EA.55066W18.5B
Dr.Ing. Wilhelm trommel, Dettingen/Teck Patentanmeldung
vom 29.10.1948
Kleinkraftfahrzeug
ec ' <P*<t Erfindung bezieht sich auf ein Kleinkraftfahrzeug, bei welchem der Fahrer nicht wie bei
einem Motorrad oder einem motorisierten Krankenfahrstuhl ungeschützt gegen Wind und Wetter iat, sondern bequem
in einem allseitig abgeschlossenen Raum sitzt. Im Gegensatz zu einem geschlossenen Kraftfahrzeug in üblicher
Ausführung ist jedoch das erfindungsgemässe Fahrzeug »- « klein, leicht und niedrig gebaut und zur Unterbringung
von nur einer oder höchstens zwei Personen gedacht. Dabei ist auf bequemen und unbehinderten Einstieg besonders
geachtet, sopass des Fahrzeug sich hauptsächlich für Versehrte, oder sonstige Körperbehinderte
eignet, aber puch für den Berufsverkehr gedacht ist, weil es im Betriebe sehr sparsam und in der Herstellung
sehr einfach ist«
^Jm dieses Ziel zu erreichen, ist ii das Kfelnkraftfahrzeug in an sich bekannter Weise als selbsttragende
leichte Schale ^us Leichtmetall, Sperrholz , Preßstoff, Preßholz usw. in strömungsgünstiger Gestaltung
ausgeführt. Der Fahrgastraum iat durch eine Haube vollständig abgedeckt. Brfindungsgemäss ist mrrrbei beliebiger
Fahrverkehrsanordnung diese Fahrgastraumhaube mit der Lenksäule des Fahrzeuges z.B. bei Zahnstangenlenkung
um die Zahnstange dieser Lenkung oder um eine andere Achse drehbar gelagert und nach oben aufklappbar. Dadurch
werden Türen erspart^ und es ergibt sich ein durch Lenkung und Bedienungshebel unbehinderter breiter und niedriger
Einstieg.
Ferner ist der Sitz(oder die nebeneinander oder schräg hintereinander angeordneten Sitze) mit der Rückenlehne
als tragendes Teil der mit Ausnahme für die Antriebswelle nicht durchbrochenen Schale auegebildet" und
mit der Sitzfläche so eingerichtet, dass die letztere zum Ein- und Aussteigen auf die Höhe der seitlichen Schalenoberkanten
einzustellen und dann vom Fahrsitz aus in ent-
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sprechender Weise zu senken ist. Die Fahrgastraumhaube ist mit versenkbaren Kunststoffscheiten versehen, die in
geschweiften Kanten co geführt sind, dass sie durch elastische Verformung in jeder la ge von selbst halten. Der
Gepäckraum ist durch eine besondere Haube abgedeckt, die bei geöffneter Fahrgestraurnhaute aufklappbar -ist.
Ausserdem kann die Auspuffwarrce oder die Abluft von der Ventilation durch nahtlose Rohre oder Rohrschlangen geführt
werden, die gleichzeitiger Versteifung der Schale entweder am Bodeni/In" den Seiten herangezogen werden.
Besonders günstig kann das erfindungsgemässe Kleinkraftfahrzeug als Dreirad mit z«vei Seitenrädern auf der
Vorderachse und einem Mittelrad auf der hinteren Achse ausgebildet werden. In diesem Fall sitzen auf der hinteren
Achse zwei Räder als Zwillingsbereifung. Alle vier Räder sind jedoch gleich und gegeneinander auswechselbar, so/dass
ein Rad der Zwillingsbereifung als Reserve dient und notfalls auch mit einem einfach bereiften Mittelrad zu
fahren ist.
Weitere Einzelheiten des Gegenstandes der Erfindung sind dem auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
zu entnehmen. Hierbei zeigt die Abb. 1 eine schematische Seitenansicht des Kleinkraftfahrzeuges, während
die Abb. 2 das gleiche Fahrzeug mit aufgeklappter Fahrgastraumhsube erkennen l*sst.
Die selbsttragende Schale i i st vorne durch die Fahrgastraumhaube b und im hinteren Teil durch die Gepäckraumhaube
d abgedeckt. In geschlossenem Zustande entsteht auf diese Weise eine strömungsgünstige Form bei kleinsten
Abmessungen. Das Fahrzeug kann je nach Bedarf mit zwei vorderen Rädern und zwei hinteren Rädern in üblicher
zweiachsiger Ausführung oder als Dreirad mit hinterem Mittelrad ausgebildet sein. Das Mittelrad kann einfach
oder zwillingsbyeift sein, d.h. das zweite Rad des Pafea?- ««ttgee Mittelrades ist zugleich das Reserverad, weil
alle Räder des Fahrzeuges gleich und gegenseitig austauschbar sind. In dem Ausführungsbeispiel befindet sich der
Antriebsmotor unterhalb des Gepäckraumes. Es ist an sich gleichgültig, ob eine Brennkraftmaschine eingebaut ist
oder ein elektrischer Antrieb vorgesehen ist. Die Scha14 i ist unten und an den Seiten alleeitig geschlossen und hat
nur eine einzige Durchbrechung fürxcTie Antriebswelle.
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Infolgedessen ist die Schale und damit auch das ganze Fahrzeug schwimmfähig und kann ohne weiteres bei Bedarf
mit einem Antriebspropeller ausgerüstet werden, sopass es nicht nur als Landfahrzeug sondern auch als Wasserfahrzeug
zu benutzen ist.
Die Lenkung ist in dem Ausführungsbeispiel als Zahnstangenle&kung ausgebildet. Die Lenksäule a ist Mm. in der
Fshrgastraumhaube b so gelagert, dass Haube und Lenksäule um die Zahnstange c drehbar nech oben aufzuklappen sind und
auf diese Weise einen breiten, vollständig unbehinderten Einstieg freigeben. Infolgedessen ist das Ein- undAussteig^J
besonders bequem, wobei kein Bücken notwendig ist wie bei geschlossenen Kraftwagen iitlichEr Ausführung. Der Gepäckraiä
ist durch die besondere Gepuckr,aumhaube d für sich leicht von oben zugänglich. Sie kann am einfrchsten um seitliche
vordere Drehpunkte an der Oberkante der Schale i nach oben aufgeklappt werden.
Die Rückenlehne e des Sitzes f ist aus Festigkeitsgründen in die Schale eingebaut, während die Sitzfläche f
um ihre vordere, in der Schale i gelagerte Kante g drehbar angeordnet und so abgefedert ist, dass sie zum Ein- und
Aussteigen z.B. durch eine federbelastete Klinke in oberster Stellung festgehalten werden kann. Die Auslösung erfolgt
vom Fahrersitz aus z.B. durch einen Seil- oder Gestängezug. In unbelastetem Zustande geht die Sitzfläche f von
selbst wieder nach oben und rastest ein. Beim Ein- und Aussteigen ist also die Sitzfläche f in ihrer oberen Lage, wäh*
rend sie beim Fahren schräg nach hinten und unten geneigt ist, so/dass.während der F^hrt ein bequemes natürliches
Sitzen "HTnii°f°1u
Auch die Auspuffwärme oder die Warmluft von der Ventilation können zur Beheizung des Fshrgastraumes ohne
wesentlichen J» w υ υ mil ι mn Aufwand mit herengezogen werden. Zu diesem Zweck sind z.B. nahtlose, am Boder des Fahrgastraumes
verlaufende Rohrschlangen h angeordnet, die gleichzeitig auch zur Versteifung der Schale i herangezogen sind.
Es ist aber auch möglich, diese Rohre an den oberen Kanten der Schale als Abschlusswulst vorzusehen, wobei auch hier
diese Rohre als tragendes oder versteifendes Element dienen neben ihrer Funktion zur AfTfHe i ζ ung des Fahrgastrnumes·
Claims (5)
1. Kleinkraftfahrzeug in selbsttragender Schalenbauweise, dedurch gekennzeichnet, dass bei beliebiger Fahrwerksanordnung
die Fahrgastraumhaube mit der Lenksäule z.B. um die Zahnstange der Lenkung oder um eine andere Achse
drehbar gelagert und nach oben aufklappbar ist, sopass sich ein durch Lenkung und Bedienungshebel unbehinderter
breiter und niedriger Einstieg ergibt.
2. Kleinkraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Sitz ( oder die nebeneinander oder schräg '
hintereinander angeordneten Sitze) als tragendes Teil der mir Ausnahme für die Antriebswelle nicht durchbrochenen
Schale ausgebildet und mit seiner Sitzfläche so eingerichtet ist, dass er zum Ein- und Aussteigen auf die
Hohe der Schalenoberkanten einzustellen, dort durch federbelastete Klinken festzuhalten und vom Fahrersitz aus
z.B. durch Seil- oder Gestängezug auszulösen ist.
3. Kleinkraftfahrzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die den Fahrgastraum allseitig abdeckende
Fahrgastraumhaube mit versenkbaren Kunststoff scheiben versehen ist, die in geschweiften Kanten so geführt sind,
dass sie durch elastische Verformung in jeder Lage von selbst halten.
4. Kleinkraftfahrzeug nach Anspruch 1-3, dedurch gekennzeichnet, dass die hinter der Fahrgastraumhaube angeordnete
GepäckrBumhaube bei geöffneter Fahrgastraumhaube aufklappbar ist.
5. Kleinkraftfahrzeug nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass es als Dreirad mit zwei Seitenrädern auf
der vorderen Achse und einem Mittelrad auf der hinteren Achse derart ausgebildet ist, dass sst auf der hinteren
Achse zwei Räder als Zv-illingsbereifung sitzen und alle vier Räder gleich und gegeneinander auswechselbar
ausgeführt sind, sopass das eine Rad der Zwillingsbereifung als Reserve dient und gegebenenfalls such mit
einem einfach bereiften Mittelrad zu fahren ist.
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