DEP0025143DA - Verfahren zum Härten von Lagerflächen - Google Patents
Verfahren zum Härten von LagerflächenInfo
- Publication number
- DEP0025143DA DEP0025143DA DEP0025143DA DE P0025143D A DEP0025143D A DE P0025143DA DE P0025143D A DEP0025143D A DE P0025143DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bearing surfaces
- bearing
- chrome
- hardened
- hard
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 13
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 claims description 2
- 238000007747 plating Methods 0.000 description 4
- 229910052804 chromium Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000011651 chromium Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 1
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 1
- 238000009499 grossing Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000009877 rendering Methods 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Härten von Lagerflächen insbesondere von Wellen o.dgl. Sie ist vornehmlich zum Härten der Lagerzapfen von Kurbelwellen für Verbrennungsmotoren geeignet.
Bisher erfolgt das Härten solcher Lagerflächen in der Regel als Flammhärtung. Dabei muss das Werkstück auf verhältnismässig hohe Temperaturen erhitzt werden. Infolgedessen ereignet es sich ziemlich häufig, dass es sich verzieht. In solchem Falle muss das Werkstück z.B. der betreffende Lagerzapfen nachbearbeitet werden. Oft ist dann an manchen Stellen ein stärkeres Nachschleifen erforderlich, weshalb die Lagerflächen eine ungleichmässige Härte aufweisen. Die missliche Folge ist, dass die Lagerstellen sich bald und ungleich abnützen.
Die Erfindung bezweckt deshalb, die Härtung von Lagerstellen ohne schädliche Erwärmung zu ermöglichen. Sie erreicht dieses Ziel dadurch, dass die nicht vorgehärteten Lagerflächen geglättet z.B. geschliffen und dann hartver-
chromt werden. Dabei kann vorteilhaft so vorgegangen werden, dass die Lagerflächen auf Untermaß geschliffen und dann masshaltig hartverchromt werden. Es erübrigt sich dann eine Nachbearbeitung der verchromten Lagerflächen.
Durch die Erfindung werden die eingangs erwähnten Nachteile der Flammhärtung zuverlässig vermieden. Da bei der Hartverchromung die Werkstücke auf höchstens 60°C erwärmt werden, so können sich diese nicht verziehen. Infolgedessen können auch Nachbearbeitungen nicht notwendig werden, ebenso wie die Gefahr ungleichmässiger Härte der Lagerflächen hintangehalten ist. Die Erfindung erschöpft sich jedoch nicht in der Beseitigung der bisherigen Nachteile. Sie bringt auch den Vorteil, dass die Lagerstellen wegen der hohen Verschleißfestigkeit von Hartchromschichten länger gebrauchsfähig sind, und den Fortschritt, dass die Lagerflächen infolge des feinkörnigen Gefüges der Hartchromschicht einen geringeren Reibungswiderstand als flammgehärtete Flächen haben. Dies führt z.B. bei Motoren mit gemäss der Erfindung gehärteten Kurbelwellenzapfen zu einer beachtlichen Steigerung der Motorleistung.
Ausserdem bietet die Erfindung den weiteren Erfolg einer Vereinfachung und Verbilligung der Wellenherstellung, weil durch die masshaltige Hartverchromung jegliche Nachbearbeitung der Lagerstellen wegfällt und die Lagerflächen überall die gleiche Härte haben.
Bei flammgehärteten Lagerzapfen ist es zwar bekannt, sie, wenn sie abgenutzt sind oder wenn sie beim Nachschleifen auf Untermass geschliffen worden sind, nachträglich hartzu-
verchromen. Dabei handelt es sich aber lediglich um die Wiederbrauchbarmachung der Lagerzapfen, indem diese auf das genaue Maß gebracht werden. Dem Hartverchromen ist dabei das Flammhärten mit all den Nachteilen vorausgegangen, welche durch die Erfindung gerade vermieden werden. Es unterscheidet sich ausserdem diese Widerbenutzbarmachung unbrauchbarer Lagerzapfen nicht nur ihrem Zwecke nach von der erfindungsgemässen Herstellung gehärteter Lagerflächen. Sie ist auch der Wirkung nach dem erfindungsgemässen Verfahren unterlegen. Zum Einen müssen auf unbrauchbar gewordene, flammgehärtete Lagerzapfen nach dem Abschleifen verhältnismässig dicke Hartchromschichten aufgebracht werden. Demgegenüber genügt erfindungsgemäss eine Chromschicht von z.B. 0,15 mm. Infolgedessen kann sich bei einer erfindungsgemäss gehärteten Lagerstelle die Gefahr der Abblätterung und der Rissbildung der Chromschicht nicht einstellen, eine Gefahr, die umso grösser ist, je dicker die aufgetragene Chromschicht ist. Zum Andern wird bei der Wiederbrauchbarmachung abgenutzter, flammgehärteter Lagerstellen die Chromschicht auf einen gehärteten Grund aufgetragen. Im Gegensatz dazu wird erfindungsgemäss ein nicht vorgehärteter Grund hartverchromt. Infolgedessen ist beim Verfahren gemäss der Erfindung eine bessere Verankerung der Chromschicht auf dem Grundmaterial, somit eine zuverlässigere Haftung der Chromschicht, gewährleistet.
Claims (3)
1) Verfahren zum Härten von Lagerflächen, insbesondere von Wellen, z.B. der Lagerzapfen von Kurbelwellen für Verbrennungsmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht vorgehärteten Lagerflächen geglättet z.B. geschliffen und dann hartverchromt werden.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerflächen auf Untermaß geschliffen und dann maßhaltig hartverchromt werden.
3) Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Chromschicht von etwa 0,15 mm Dicke aufgetragen wird.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2455285A1 (de) | Haerteverfahren fuer kurbelwellen | |
| US3377214A (en) | Method for hardening crankshaft | |
| DE1550336A1 (de) | Hydraulische Daempfungsvorrichtung fuer Ventilstoessel | |
| DE3919199A1 (de) | Verfahren zur herstellung von waelzlagerelementen | |
| DE1955010C3 (de) | Verfahren zur Oberflächen vergütung eines Zapfenkreuzes | |
| DEP0025143DA (de) | Verfahren zum Härten von Lagerflächen | |
| CH277400A (de) | Verfahren zur Erhöhung des Widerstandes der Oberfläche von Stahlteilen gegen Verschleiss, insbesondere bei hohen Temperaturen. | |
| DE1101898B (de) | Verfahren zum Erhoehen der Dauerfestigkeit von Federn aus Stahl | |
| EP0229181B1 (de) | Verfahren zum neubelegen von nockenwellen | |
| DE2913865A1 (de) | Kurbelwelle fuer verbrennungskraftmaschinen, insbesondere in kraftfahrzeugen, und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE2505118A1 (de) | Verfahren zur verdichtung der laufflaechen und/oder der flanken von kolbenringen oder kolbenoelringen | |
| DE672364C (de) | Gegossene Panzerplatte | |
| DE2226530A1 (de) | Verfahren zur induktionshaertung an gekroepften wellen | |
| CH360701A (de) | Verfahren zur Oberflächenhärtung von Gusseisen | |
| DE1963981A1 (de) | Selbstspurende Zahnradpumpe | |
| DE594387C (de) | Anordnung zur Erleichterung des Einlaufens von Kolben in Zylindern fuer Brennkraftmaschinen | |
| DE734902C (de) | Verfahren zur Beseitigung oder Vermeidung der Anlasssproedigkeit nitrierter Werkstuecke aus Mo-freiem Stahl | |
| DE102020004685A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines oberflächenbehandelten Massivbauteils aus einem Stahlwerkstoff und solches Bauteil | |
| DE402706C (de) | Verfahren zur Erhoehung des Haertegrades von gehaerteten Waelzlagerteilen | |
| DE421103C (de) | Verfahren zur Erzielung genauer Durchmesser der Ringe von Ringfedern | |
| AT151518B (de) | Warmbeanspruchte Werkzeuge und Teile aus Stählen mit einem oder mehreren der bakannten Legierungselemente, die eine Ausscheidungshärtung bewirken, und sonst beliebiger Zusammensetzung. | |
| DE4303884A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Maschinenbauteilen, insbesondere Wälzlagerelementen | |
| DE973413C (de) | Verfahren zur Erzielung einer Haerte von mindestens 54RC bei gleichzeitig hoher Schlagbiegefestigkeit | |
| DE965818C (de) | Verfahren zur Herstellung von Maschinenbauteilen und Konstruktionsteilen | |
| DE1003779B (de) | Hochfeste Zahnraeder und Verfahren zu ihrer Herstellung |