DEP0024818DA - Elektrodynamisches Schwingungssystem - Google Patents
Elektrodynamisches SchwingungssystemInfo
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Description
Bekanntlich ist es erforderlich, ein elektrodynamisches Schwingungssystem, z.B. ein Mikrofon, unter Umständen auch einen Lautsprecher, zu dämpfen, um die Resonanz abzuflachen. Bei den früher verwendeten Systemen wurde diese Dämpfung dadurch vorgenommen, dass man den Membranen mit Watte oder ähnlichen Stoffen gefüllte Räume zuordnete, auf die dann die Membranen arbeiteten. Es ist auch bereits bekannt, die Luftreibung als Dämpfung auszunutzen (DRP. 713 531). Bei diesem bekannten Vorschlag wird ein ringförmiger Luftspalt gebildet, durch den die von der Membran verdrängte Luft entweichen kann. Das Ausführungsbeispiel dieses Vorschlages zeigt ein dynamischen Mikrofon mit einer Schwingspule, die in einem aus einem Polkern und einer Polplatte gebildeten ringförmigen Luftspalt eintaucht. Zur Erzeugung des der Dämpfung dienenden Luftspaltes verwendet man einen nichtmagnetischen Hohlzylinder, der sich einerseits direkt an die Polplatte anschliesst und der andererseits den Polkern in einem sehr geringen Abstand umschliesst. Die Dämpfung wird dadurch herbeigeführt, dass die von der Membran auf der Magnetseite verdrängte Luft durch einen engen Luftkanal gepresst wird.
Mit dieser bekannten Ausführungsform kann man zwar eine für viele Fälle ausreichende Luftdämpfung erzielen. Die technische Durchbildung stösst jedoch auf erhebliche Schwierigkeiten. Einerseits ist in Anbetracht der engen Toleranzen die Herstellung sowie die
Zentrierung des Zylinders bei dem geringen Luftspalt schwierig, andererseits besitzt man keine Einstellmöglichkeiten für die Grösse der Luftdämpfung. Es wird daher ein Schwingungssystem vorgeschlagen, bei dem gemäss der Erfindung die aus dem Kompressionsraum verdrängte Luft durch einen ringförmigen Luftspalt abgeführt wird, der einerseits von der Polplatte und andererseits von einem den Polkern umschliessenden Ring begrenzt wird. Mit einem solchen System kann man die gewünschte Luftdämpfung auf einen genauen Sollwert einstellen, ausserdem kann man grössere Werte der Dämpfung erzielen.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Abbildungen 1 und 2 dargestellt; das Magnetsystem besteht aus dem Polkern a, der unteren Polplatte b, den Aussenmagneten c und der oberen Polplatte d; die Membran e trägt die Schwingspule f, die in den aus der Polplatte d und dem Polkern a gebildeten Luftspalt eintaucht. In einem Abstand, der durch die Stärke der Beilegescheiben h gegeben ist, befindet sich eine Scheibe g, die auf dem federnden Werkstoff m aufliegt. Bei dem Teil m handelt es sich um einen den Polkern luftdicht umschliessenden Ring, der vorzugsweise aus Gummi hergestellt ist. Dieser Gummiring liegt einerseits auf einem mit dem Polkern a fest verbundenen Ring oder Flansch n und andererseits auf der Scheibe g auf. Die Breite des Luftspaltes, durch den die Luft entweichen kann, ist gegeben durch die Stärke der Beilegscheiben h und kann durch Auswechseln dieser Scheiben leicht verändert werden. Bei der serienmässigen Herstellung eines solchen Systems wird man die Grösse des Luftspaltes einmal ausprobieren, sodass man einen konstanten Abstand zwischen Scheibe g und Polplatte d erhält.
In Abb. 2 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die gleichen Bezugszeichen stellen die gleichen Teile
dar, wie sie in dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 angegeben sind.
Die Scheibe o wird bei diesem Ausführungsbeispiel durch Schrauben r von der Polplatte abgedrückt. Diese Schrauben, die auf der Polplatte d zweckmässig gleichmässig verteilt angeordnet sind, drücken die Scheibe o wiederum gegen einen den Polkern a luftdicht umschliessenden Gummiring p. Dieser Gummiring liegt seinerseits auf einem Flansch oder Anschlagring q auf. Durch Verstellen der Schrauben r, die in dem Ausführungsbeispiel als Senkschrauben ausgebildet sind, hat man es in der Hand, den Abstand zwischen Polplatte d und Scheibe o, entsprechend der gewünschten Dämpfung, zu ändern.
Die beiden Ausführungsbeispiele zeigen, dass die Scheibe g bzw. o den Kern nicht eng umschliesst, sondern dass der Luftabschluss durch den Gummiring m bzw. p erfolgt. Es wird dadurch erreicht, dass die Scheibe g bzw. o immer parallel zur Polplatte d geführt ist, da sie mit dem Kern a nicht starr verbunden ist.
Die Erfindung lässt sich auch bei anders ausgebildeten Magnet- und Schwingungssystemen, z.B. bei solchen mit viereckiger Schwingspule, in entsprechender Abwandlung anwenden.
Claims (4)
1.) Elektrodynamisches Schwingungssystem, bei dem eine Schwingspule in einen aus einem Polkern und einer Polplatte gebildeten, vorzugsweise ringförmigen Luftspalt eintaucht, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem Kompressionsraum, der von der Innenfläche der Membran abgeschlossen wird, verdrängte Luft durch einen ringförmigen Luftspalt abgeführt wird, der einerseits von der Polplatte und andererseits von einem den Polkern umschliessenden Ring begrenzt wird.
2.) Schwingungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gewünschte Abstand des Ringes (g, Abb. 1) von der Polplatte (d) durch Zwischenlegen von Beilegscheiben (h) eingehalten wird.
3.) Schwingungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gewünschte Abstand des Ringes (o, Abb. 2) von der Polplatte (d) durch Schrauben (r) einstellbar ist, die den Ring (o) gegen einen federnden Anschlag (p) drücken.
4.) Schwingungssystem nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass für den luftdichten Abschluss des Polkerns (a) ein diesen umschliessender Gummiring (m, p) vorgesehen ist.
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